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Portrait eines Reenactment-Darstellers

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6 Antworten

  1. Segestes sagt:

    Sehr schön!
    Mit dem Augenbrauen-Piercing dürfte er sich bei gewissen musealen Total-Pedanten wohl gleich wieder verkrümeln… und mir der „verdächtigen“ Schildbemalung wäre er wohl auch sofort ein Fall für Beate Klarsfeld ^^

  2. Bernd sagt:

    Eine sehr schöne Dokumentation. Die Ausstattung ist einmalig wie man auch auf der betreffenden Internetpräsenz sehen kann. Das Piercing sollte in der heutigen Zeit nicht mehr zur Debatte stehen, wir wissen auch nicht ob es bei unseren Vorfahren nicht auch welche gab. Wer weiß?!? . Bei Schildbemalungen, Stickereien kann man immer hineininterpretieren wenn man das möchte und finden kann man auch immer wenn man drauf aus ist. Engstirnigkeit ist leider eine der deutschen Tugenden. Wir können froh sein wenn sich heute noch Menschen mit der älteren Vergangenheit beschäftigen und diese zumindest zu einem Teil noch den Menschen nahe bringen. Diese Total-Pedanten können auch nur interpretieren. Es ist doch alles nur Interpretation, wie soll es denn sonst auch anders sein können. Diese Darstellung zeigt auch dass es anders geht als das was einem sonst auf Mittelaltermärkten oder in irgendwelchen pseudowissenschaftlichen Dokumentationen aus dem TV um die Ohren fliegt. Gut gemacht und weiter so!

  3. Peter sagt:

    Das Piercing konnte ich leider damals nicht rausnehmen – war gerade ein paar Wochen alt ;). Auf Museumsveranstaltungen bin ich immer bedacht auch auf solche Kleinigkeiten zu achten und diese auch zu vermeiden. Schildbemalungen sind, wie auch schon erwähnt, leider immer ein Kritikpunkt. Aber wo fängt man an und wo hört man auf. Der Vierpaßknoten ist keine Swastika aber man könnte natürlich hineininterpretieren. Natürlich sind auch meine Darstellungen nur meine Interpretationen der Grabungsfunde. Vielen Dank für das Lob!

  4. Segestes sagt:

    Klar, so ein Vierpass ist nicht unbedingt eine Swastika. Aber aufgepasst, wehe der „Farbcode“ ist zusätzlich rot, weiß und schwarz – dann ist bei manch einem Tugendwächter sofort Feuer am Dach. Gabs ja alles schon einmal. Bei welcher Gruppe das war, muss ich hier sicher nicht extra erwähnen.
    Ich schätze aufgrund dieser Erfahrung wehren sich auch viele Leute aus dem Living-History-Bereich auch gegen ein Gütesiegel (das an sich keine so schlechte Idee ist). Da bestünde wohl die Gefahr, dass aufgrund Politischer Korrektheit der Zensurknüppel geschwungen wird – auch wenn man natürlich nach außen hin betonen würde, hier ginge es lediglich um die Gewährleistung historisch korrekter Darstellung. Na ja…

  5. Peter sagt:

    Da geb ich Dir recht!. Ich weiß schon auf was Du hinaus willst. Ich bin jetzt lange genug unterwegs um zu wissen wie der Hase läuft. Keine Angst, das habe ich alles schon durch und glaub mir, die Keule trifft einen gewaltig. Die „Farbcodes“ kannst auch immer und überall hineininterpretieren. Das kann dann auch zur Erbsenzählerei werden und auch ausarten. Ein Gütesiegel mag ganz recht sein wenn da nicht der bittere Beigeschmack wäre – wer kontrolliert die Tugendwächter? Das kann auch schön in die Hose gehen und gewaltig ausarten. Letztendlich könnte es den Eindruck erwecken dass diese Tugendwächter ihre eigenen Interessen unabhängig von politischer Korrekheit durchsetzen wollen. Wir haben in Deutschland den Gesetzgeber als Organ und das sollte ausreichen. Ich habe Interesse an der Rekonstruktion und Darstellung dieser Epoche. Politik und Gesinnungen haben für mich in diesem Hobby nichts zu suchen und bei mir auch keinen Platz.

  6. Endlich mal jemand, der es sympathisch und ehrlich macht. Kenne so viele, die einfach nur auf Klamauk aus sind und in jeder nachgestellten Schlacht nur ihrem Testosteron Rechnung tragen.
    So, wie er es macht, ist Reenactment relevant und fruchtbar, auch für wissenschaftlichen Angelegenheiten.
    LG, Martina

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