The Vikings in the Balkans

Auch an dieser Stelle sei meinem ersten Sponsor (eigentlich der zweite nach meinem Chef) Jens Patzelt gedankt, der sich meines Jammerns über meinen Uralt-PC erbarmte und mit einem wesentlich schnelleren gebraucht Rechner gesponsort hat! Leider bedeutet das natürlich auch das ich das Ding natürlich erst mal flott machen muss, also Windows 7 drauf, Software drauf usw, was mir so ein bisschen die Zeit nimmt.

Daher war ich ganz dankbar das mir mein Lieblingslinkgeber einen Tip zu einem schönen PDF gegeben hat: Die Wikinger im Balkan “THE VIKINGS IN THE BALKANS (TENTH TO 11TH CENTURIES) STRATEGIC AND TACTICAL CHANGES. NEW ARCHAEOLOGICAL DATA ON WEAPONRY ON WEAPONRY”  Hört sich interessant an, oder?

Das PDF findet sich hier

Numismatik

Nach dem Münzfunde bin ich, verständlicherweise, so ein bisschen auf dem numismatik Trip. Naja, zumindest will ich so ein bisschen Hintergrund erfahren. Wenn das Treburer Museum auf Vordermann gebracht könnte sich die Münze dort gut machen, mit einer schönen Tafel zur Münzreform Karls des Großen oder so. Ich zumindest mal ein bisschen gesucht aber so wirklich das was ich mir erhoffte war es dann doch nicht, selbst wenn ich nicht wirklich weiß was ich eigentlich suche. Hier aber zumindest mal ein paar Links aus der MGH Bibliothek.

Numismatische Studien – Im niederlothringischen und friesischen Raum vom 10. bis zum beginnenden 12. Jahrhundert

Untersuchungen zum Handel und Verkehr der vor- und frühgeschichtlichen Zeit in Mittel- und Nordeuropa

 

Zeichen und Wunder: Ein Karls Denar

Münze

Rutschte die Münze bei einer Rast aus einem Geldbeutel? (Hier mit der Replik einer entsprechende Münze nachgestellt)

Am Freitag hat es mich glatt weg umgehauen! Man geht zu einem Vortrag, nichts ahnend, und dann stellt sich ein ehrenamtlicher Denkmalplfeger mit seinem unnachahmlichen Grinsen vor mich und hält mir ein” szenetypisches Plastiktütchen” vor der Nase und sagt: ” Ein Denar Karls des Großen”. Ich sage: “Jo, hab ich auch ne Replik von”, da ich weiß das er auch Repliken herstellt und er holt das dünne Stück aus Silber aus der Tüte, drückt mirs in die Hand und sagt: “Der ist echt, hab ich vor zwei Wochen bei [Flur in der Gemeinde Trebur] gefunden.

Und das war dann der Moment in dem mir die Kinnlade nach unten klappte! Ich hielt einen echten Silberdenar, also einen Pfennig,  Karls des Großen in Händen. Genau so ein Teil wie das , das im Aachener Dom gefunden wurde und einen eigenen Wikipediaeintrag besitzt (hier). CAROLVS REX FR(ancorum) steht da rund um ein Kreuz. Er stammt aus der Zeit nach 794 (Vereinheitlichung des Münzsystems) . Und das Ding glänzte fast wie neu, trotz der leichten Patina. Die Rückseite ziert den Namen der Münzstätte: MOGONTIA Mainz! Mainz ist eine der seltensten Münzstätten für diese Art des Denars (Gruppe 3 nach Grierson). Ein Mainzer Denar Karls des Großen  in 1A Zustand.

Wer diese Münze wohl verloren hat? Ein Bauer war es sicherlich nicht. Ein Händler? Ein Adeliger? Vielleicht Teil des königlichen Trosses? Sicher ist er wurde etwas  abseits einer mittelalterlichen Wegeführung gefunden. Mittelalterliche Funde sind an dieser Stelle nicht bekannt. Möglicherweise lagerte hier jemand neben dem Weg.

Vortrag von Marco Hardy MA “Römerlager am Rhein bei Geinsheim – Grabungen der Universität Frankfurt”

Marco Hardy hatte meinen Blogeintrag bereits gelesen, jedoch zu kurzfristig um darauf zu reagieren. Da es sich bei dem Vortrag Marcos um den ersten Vortrag “in freier Wildbahn” handelte, bat er mich nicht zu filmen. Das bedeutet aber nicht das der Vortrag nicht doch noch seinen Weg auf Video findet, denn Marco wird diesen Vortrag noch einmal halten und dann kann ich Filmen. Also Geduld.

MHMA

Marco Hardy MA (links) und Herr Volkmann MA

“Römerlager am Rhein bei Geinsheim – Grabungen der Universität Frankfurt” war das Thema des Vortrags, der in dem kleinen Saal im alten Astheimer Rathaus stattfand. Der Raum war sehr gut gefüllt und obwohl neben Dr. Volkmann und mir noch zwei Plätze frei waren, standen einige Besucher lieber im hinteren Teil.
Die Einführung wurde von Herrn Sellner und Herrn  Volkmann MA (Museumsleiter Groß Gerau) gehalten.

Marco Hardy stellte zunächst sich und seine wissenschaftliche Laufbahn und das Thema seines Vortrag vor, der sich hauptsächlich der archäologischen Arbeit am Römerlager, auch Marcos Magisterarbeit, widmete.

Marco Hardy begann mit einem Blick auf das römischen Mainz und dem Lager auf dem Kästrich als regionaler römischer Ausgangspunkt. Es folgte ein Blick auf die Bodenkarte der Region um dort die die erhöhte, nah an den Rhein heranreichende Lage Geinsheims, die den Römern wohl bewusst war und somit ausschlag gebend für die Anlegung eines Lagers war.
Nach einem Luftbild des eigentlichen Grabungsplatzes wurde auf die Geschichte des Fundplatzes hingewiesesen, da durchaus Beifunde aus der anderen Zeiten zu erwarten waren, wie etwas Musketenkugeln aus dem 30-jährigen Krieg ,und Munitionsreste des zweiten Weltkrieges, zu rechenen war, was sich später noch zeigen würde.

Was war jedoch der Grund für die Grabung? Zunächst waren es Funde von römischen Scherben Eugen Schenkels die dieser bei Ortsbegehungen fand, wobei Marco jedoch für seine Magisterarbeit herausfand das von Worms bereits 1900 Melonenperlen und Bronzen vom Kornsand aufgekauft wurden. Der Fundplatz also länger bekannt war, aber in Vergessenheit geriet.
Der nächste Hinweis erfolgte durch die Luftbildarchäologie,die Gräben zeigte, wobei eine Erläuterung der Luftbildarchäologie und der Bewuchsmerkmale erfolgte.
2007/08 begann die erste Grabung, wobei der Grund dafür in der Bedrohung durch eine mögliche Auskiesung lag. Einer der ersten Schritte war der Einsatz eines Bodenraders um die besten Fundstellen zu entdecken. Jedoch ohne Erfolg, da sich nur ein graues Rauschen zu sehen war. Wohl durch die Kriegshandlungen. Man war also auf die Lufbilder angewiesen.
Es wurden die Grabungsschnitte gezeigt und auf ihre Befunde eingegangen, wie zum Beispiel wie man feststellen konnte welches der mehreren Lager zeitlich vor den anderen lag, also welcher Graben welchen Schnitt.

70 Befunde konnten dokumentiert werden auf ca. 900qm, rechnet man dies Zahl hoch, auf die Fläche des Lagers mit der größten Ausdehnung, könnte man mit 14.000 Funden auf der Gesamtfläche rechnen.
Marco Hardy ging ein auf die archäologische Arbeitsweise, die Zuordnungenvon Gräben zueinander und deren Bedeutungen, wie etwa ein doppelter Solgraben, der wohl auf auf die Pfosten einer Holzerdemauer zurückgeht.
Auch auf die Datierung der Lager anhand der Münzfunde wurde eingegangen.

Zum Abschluss wies Marco Hardy noch einmal auf die Bedrohung des Lagers durch die Auskiesung hin, bat aber auch darum mögliche Sondengänger einfach mal anzusprechen und sich deren Genehmigung zeigen zu lassen. Er verglich dabei mögliche verlorenen gegangene Funde mit dem fehlenden Teil eines Puzzlespiels.

Marco Hardy stand schon während des Vortrages für Rückfragen aller Art zur Verfügung, musste aber auch danach noch einige Beantworten. Interessant war dabei zu merken das immer noch gewisse, nun ja, eigentümliche Vorstellungen der Landschaft kursierten. So wurde durch Besucher die Vorstellung entwickelt, bzw. die Frage aufgeworfen wie es denn sein könne das der Neckar vor 10.000 verlandete, die Römer noch bei von Gernsheim ausgehend eine 300m lange Brücke über den Lauf des ehemaligen Neckars bauten, gleiches müsse auch für den Altmain gelten. Er könne also nicht verlandet sein sondern müsse Wasser geführt haben. In die folgende Diskussion um den Begriff “Verlandung”, geologische Prozesse, Sumpf, Torf, Sumpfbrücken usw. schalteten sich nicht nur Dr. Volkmann, sondern auch ein Terraplana Mitglied und ich ein.

Alles in allem ein sehr interessanter Abend und Marco Hardy hat in freier Wildbahn eine tolle Arbeit geleistet. Zudem hatte ich noch einige sehr interessante Gespräche hinterher, die dazu führten das ich mich am nächsten Tag mit zwei weiteren Personen und einer Drohne auf ein Acker wiederfand und in rasendem Tempo dabei war wie mehrere, bisher unbekannte Lagergräben lokalisiert werden konnten!
Und dann passierte noch etwas, das einen eigenen Blogeintrag wert ist, dazu später mehr!

 

karolingisches Mühlen Modell

Mühle2_cr

Um mal ein bisschen Abwechselung vom sala regalis Modell zu bekommen, das mach mal den Kopf frei, widme ich mich gerade mal ein wenig anderen Modellen. So zum Beispiel dem einer karolingischen Mühle.

Es handelt sich bei der Mühle um eine unterschächtige Mühle, das Wasser fliest also unten entlang und wird nicht von oben auf das Mühlrad geleitet. Das Mühlrad hat ohne Schaufeln etwa einen Durchmesser von 1,5m Metern

Viel lieber hätte ich eigentlich eine Schiffsmühle gehabt. Diese waren, den Quellen nach sehr verbreitet. Zudem waren sie im Vorteil bei einem Hochwasser. Ich hab allerdings Probleme mit dem Rumpf, daher die einfache Mühle.

Im Grunde habe ich bei dem Modell keine Experimente gewagt. Es ist eine 1:1 Übertragung der Zeichnung der karolingischen Mühle im Konrad I. Katalog nach der Mühle von Fulda, bzw. einer Mühle von Dasing bei Augsburg. Allerdings besteht das Rendering diesesmal wirklich komplett aus Fototexturen (Das Wasser ist übrigens das Meer an der Küste von Étretat)

Veranstaltungstipp: Vortrag “Die Römerlager am Rhein bei Geinsheim”

Gelegenheits Blogger und inzwischen Träger eines echten M.A.s Marco Hardy wird am Freitag in Astheim einen Vortrag zu den Römerlagern bei Geinsheim halten. ICh muss schauen ob ich hinkomme, wenn ja werde ich ihn natürlich Fragen ob ich filmen kann ;-) sollte das klappen stelle ich das natürlich ein.

Ansonsten findet der Vortrag am Freitag 17.5.2013 um 19:30 Uhr im alten Rathaus in Astheim statt.

Hier hat die Main-Spitze kurz drüber geschrieben

Ein Besuch in Tilleda

Vergangenen Donnerstag besuchte ich neben Memleben auch Tilleda. In der dortigen Region ziehen sich die Ottonenpfalzen wie Wallhausen, Allstedt, Nordhausen Tilleda und Memleben auf , wie auf einer Perlenkette. Es bot sich also an. Ich war bereits früher dort gewesen aber meine Begleitung wollte sich die Gebäude ansehen und ich nutzte es aus einige Texturen zu fotografieren (vielleicht zieh ich sie auf deviantart, habe einige nette seamless Texturen gebaut) und kam in der Hoffnung vielleicht was an Literatur mit zu nehmen.

tilleda_crIch besuche Tilleda immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Zum einen ist da der archäologische Fundplatz Tilleda. Die einzige vollkommen ergrabene Pfalz Deutschlands, wobei man sagen muss das die Aufarbeitung der Grabungen von Grimm immer wieder neues zu Tage führen und altes revidiert wird. Nicht zuletzt dem archäologischen Wettkampf zwischen Ost und West, DDR und BRD, Tilleda und Ingelheim, ist dieses kleine Wunder zu verdanken, auch wenn mitunter einige Blüten trieb. So verbuddelte man in Ingelheim auch mal Rinderknochem um der Delegation um Paul Grimm zu zeigen man hätte die größeren Menschen in der Pfalz gehabt und ähnliche Scherze.
Und dann ist da die andere Seite. Die Möglichkeit Tilleda als herrausragendes Freilichtmuseum mit A-Anspruch zu etablieren, die kläglich scheiterte und den Weg für herkömmlichen Kommerzmittelaltermarkt öffnete.

Tatsächlich fand am Männertag/Vatertag etwas statt, das sich “Ritter – Reiter mit Sporen” nannte, aber von dem wir nichts mitbekamen.(Wie ich gerade jetzt sehe steht nun, hinterher, da , das Sporen nach Fund geschmiedet wurden) Vielleicht weil wir schon um 10:00Uhr da waren. Zumindest schien sich die Anlage auf das “Große Kaiserlager” am Wochenende vorzubereiten, denn in der Vorburg und der Hauptburg standen bereits einige Zelte. Irgendwas zwischen Grob- und Hochmittelalter. Ich erlaube mir keine Wertung. Nur so viel: Irgendjemand in Baumwollhosen und Holzschuhen machte, so glaube ich zumindest, einen Ansatz uns anzusprechen, hat es aber dann unterlassen, nach wir unbeirrt unseres Weges gingen.
Seit ich das letzte mal in Tillada war hat sich nicht allzu viel verändert. Lediglich das Hallenhaus kam hinzu, ansonsten war fast alles beim alten. Man sah jedoch das fleißig am neuen Eingangsbereich gebaut wurde, der die hölzerne Kassenbaracke ersetzen wird.
Die Austellungen in den Gebäuden sind, bis auf Teile der Wächterhäuschen, die selbe. Ich würde mir wünschen das man die Austellungstafeln, Druckerpapier im Clipsrahmen, vielleicht doch mal gegen etwas Professionelleres austauscht, zumal sich die Rahmen durch die Feuchtigkeit schon mächtig wölben.
Wie bereits erwähnt scheinen mir die Austellungsbereiche in den Wächterhäuschen zumindest etwas neuer und auch ansprechender zu sein, wobei ich aber anmerken muss das die beiden Skelette in ihrer in situ Verpackung in Holzkisten mit Glasabdeckung, die lieblos nebeneinander in der Ecke liegen, eher den Eindruck einer geplünderten Gruft machen als einer Ausstellung. Zumal hier auch jede Info zu den Funden fehlte.

Ach und was meine Hoffnung auf Literatur anging, war ich auch etwas enttäuscht, den außer 2€ A5 Denkmalheftchen gabs auch nix. Sollte sich vielleicht mit dem neuen Eingangsbereich ändern.

Von den zwei besuchten musealen Anlagen an diesem Tag, s

Vom Kamm bis zum Zahnstocher – Körperpflege im Mittelalter und in der frühen Neuzeit

Ich bin noch garnicht so richtig angekommen und muss mich noch ein wenig sortieren. Daher noch was aus der Konserve:  ”(All)tägliche Toilette: Vom Kamm bis zum Zahnstocher – Körperpflege im Mittelalter und in der frühen Neuzeit” von Michael Schäfer.

Das PDF finodet sich (Achtung, Download startet gleich)

Link gefixt!

Besuch im Museum Kloster Memleben

Es war weniger die reiche Geschichte, oder der Fakt das es sich bei Memleben um den Sterbeort von Heinrich I. Und Otto I. Handelt, der mich ins Kloster Memleben zog. Vielmehr war es mehrfach ausgezeichnete Museum das mich interessierte.
Bis zur Wende diente das Gelände des Klosters mit der Ruine der Klosterkiche aus dem 13. Jahrhundert und den angrenzenden Klausurgebäuden zur örtlichen LPG. Noch zu Zeiten der Wende war geplant neben der Ruine eine massige Mehrzweckhalle zu erbauen.
Man wurde sich jedoch der Vergangenheit bewusst und Gründete einen Verein zum Erhalt des Klosters.

Erreicht man die geschichtsträchtige Stätte, ist vielleicht das auffälligste Merkmal ein unförmiger Steinerner Klotz aus Bruchstein mit zwei Torduchgängen, der auffällig aus einer Bruchsteinmauer hervorkragt. Das sogenannte Kaisertor, so benannt nach dem Glauben es handele sich um ein Eingangstor zur Pfalz Memleben. Tatsächlich aber handelt es sich um den Rest des Querhauses einer ottonischen Monumentalkirche, währen die Mauer Teile des Seitenschiffes darstellen.
Hier befindet sich auch ein erster, kleiner Parkplatz, während gegenüber sich eine größere Parkplatzmöglichkeit befindet.

Knapp hinter dem östlichen, von außen nicht mehr erkennbaren Ende der Monumentalkirche befindet sich der Eingangsbereich in die Museumsanlage. Ein neuer, freundlicher Flachbau in dem sich die Kasse befindet.

Mit Audioguide ausgerüstet erkundeten wir den Museumsbereich. Die einzelnen Stationen des Guides sind mit kleinen Nummernschildern kenntlich gemacht.Leider ist die Beschreibung wo sich denn nun die nächste Station befinden etwas unübersichtlich. Dies schien auch der Dame an der Kasse bewusst zu sein, denn sie händigte uns eine kleine Karte aus (im Jahresprogramm des Museums), in der die bauteile des Klosters nummeriert waren und riet uns uns den Nummern zu orientieren,

langhausVerlässt man das Empfangsgebäude befindet man sich auf einer Rasenfläche und wendet sich zunächst zur Linken. Wo sich der Grundriss der Monumentalkirche befindet, der aber durch eine Mauer nicht sichtbar ist, da er noch auf dem Gelände der LPG liegt nicht und direkt zu betreten ist.. Das Problem wurde über eine hölzerne Plattform gelöst von der man aus die markierten Grundrisse der Kirche gut überblicken kann und somit auch einen besseren Überblick erhält als stolperte man durch den Grundriss.

Der Guide führt weiter zum Klostergarten, in dem sich eine Minuaturversion eines Gartens nach Vorbild des Hortulus findet,.weiter in das Langhaus der Klosterkirche des 13. Jahrhunderts von der noch die Seitenschiffwände und Langhausarkaden erhalten sind. Schönes Wetter und die reichhaltige Bepflanzung der Anlage lud hier zum verweilen ein um im Anschluss weiter in das Quadrat der Klausurgebäude zu schreiten, wo sich die Ausstellungsräume befinden.
Im Westen eine kleine Ausstellung über kleine Weingebiete, die wir aber nicht besuchten, im Norden Räume die sich thematisch dem Leben der Benediktiner widmeten. Hier befand sich neben St. Galler Klosterplan und Installationen zu Aufgaben und Lebenswelt der Benediktiner auch Informationen zu Skriptorium und Verabeitung von Pergament, u.A. mit der Möglichkeit verschiedene Pergamente zu ertasten.
Etwas versteckt am Ende der Räumlichkeiten liegt der „Klosterladen“, wo es neben den üblichen Biotees und Unstrut-Weinen auch einen hervorragend selbst gebackenen Kuchen gibt.
Im östlichen Gebäude finden sich Informationen zu Memleben als Pfalz- und Sterbeort ottonischer Herrscher. Wobei natürlich auch die alte Frage behandelt wird wo denn nun die Pfalz lag., denn diese wird mitunter als Castrum bezeichnet. Das Kloster aber selbst war kein Castrum, keine Burg.

Über einen kleinen Raum, eigentlich Teil des Querhauses der Klosterkirche ergibt sich die Möglichkeit die Krypta der Klosterkirche zu betreten.
Sämtliche Ausstellungstafeln sind gut lesbar, Objekte gut sichtbar angebracht. Einige Punkte waren vielleicht etwas schlecht ausgeleuchtet, aber immer noch im Rahmen. Originalobjekte sind eher die Ausnahme, was aber der generellen Ausstellung keinen Abbruch tut.

Wer das Museum besucht und sich vornimmt alle Stationen anzuhören, alles gewissenhaft zu lesen sollte wohl 3 Stunden einplanen.

Krypta

Der Schanzberg von Gars-Thunau in Niederösterreich – Eine befestigte Höhensiedlung mit Zentralortfunktion aus dem 9.-10.Jahrhundert

Hatt kürzlich etwas gefunden, das ein wenig an die von W. Görich postulierte Wehrcurtis erinnert. Das PDF mit dem etwas sperrigen Namen “Der Schanzberg von Gars-Thunau in Niederösterreich – Eine befestigte Höhensiedlung mit Zentralortfunktion aus dem 9.-10. Jahrhundert” findet sich bei academia.edu und kann auch heruntergeladen werden.

Das PDF findet sich hier

Heute vor einem Jahr