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Kostenlos und Kultur

Wie bereits vor einiger Zeit angedeutet bin ich wegen der Verwendung meiner digitalen Rekonstruktion des Einhardsbogens für eine Ausstellung angefragt worden. Ich habe dem zugesagt und nach einigen Mailwechseleln kam die Frage auf wie viel ich den für die Verwendung des Bildes an Geldwert haben möchte.
Ich muss zugeben das mir dies schmeichelte, aber NEIN, ich will kein Geld für das was ich tue.

Klar steh ich wie die meisten darauf nichts oder möglichst wenig für etwas zu zahlen, bin aber dennoch kein verfechter der absoluten „Kostenloskulter“.
Aber das Bild als Solches existierte ja bereits, ich hatte es in relativ hoher Auflösung unter CC-BY-SA online gestellt. Also benutzen, Namen nennen, glücklich sein.

Nun bot ich aber an das Bild ein wenig zu überarbeiten. Das tat ich weil ich selbst in einigen Teilen unzufrieden war, mehr Details rein bringen wollte und auch Ideen hatte dies effektiver Umzusetztem. Das war aber nur mein Bier. Das ich nun ein fast vollkommen neues Modell bauen würde ahnte ich dabei nicht, ist aber ebenfalls mein Bier. Nur ungern würde ich ein Bild von mir in einer Ausstellung sehen, dass ich als „unfertig“ ansehe. Aber das ist letztendlich unerheblich für die Entscheidung kein Geld zu verlangen.

Der eigentliche Grund warum ich kein Geld dafür haben möchte ist ein anderer. Den Museen geht es auf gut deutsch scheiße. Ich weiß nicht ob schon mal jemand hier versucht hat die Rechte an einem Bild, zum Beispiel aus dem Katalog zur Ausstellung „Die Franken“ zu bekommen. Für die Kohle kann man schon einiges auf die Beine stellen! Aber die Leute, die Graphiker und Wissenschaftler, die diese Bilder erstellt haben leben davon. Im Gensatz zu mir. Es ist mein Hobby und nicht mein Job. Ich bin und sollte also nicht auf dieses Geld angewiesen. Ich bin daher der Meinung das ich kein Geld für ein Bild verlangen sollte das nicht eine spezielle Auftragsarbeit ist. (Und selbst wenn, gab ich mich bisher immer mit Büchern oder ähnlichem zufrieden)
Ich sehe es eher als meine Pflicht an mit einem Bild zu helfen, in der Hoffnung einen kleinen Beitrag zu leisten. Eigentlich ganz so wie dieses ganze Blog. Ich möchte das wir mehr für unser Geld bekommen und dazu möchte ich einen Beitrag leisten.
Hinzu kommt, das es sich beim „Museum bei der der Kaiserpfalz Ingelheim“, wo das Bild nun hängt, auch nicht um ein „reiches“ Museum handelt. Es besitzt eben auch mehr oder minder zufällig Ausstellungsfläche für die Kaiserpfalz Ingelheim. Und da ich nun aus der „Kaiserpfalz“ Trebur komme ist es quasi auch ein bisschen Nachbarschaftshilfe.

(Generell würde ich ohnehin dafür plädieren das wir alle ein bisschen geben um im Gegenzug auch nehmen zu können. Vielleicht bin ich da ein bisschen sozialistisch oder gar kommunistisch eingestellt, vielleicht hab ich auch einfach zuviel Star Treck gesehen oder hab zu viel am Idealismustopf genascht. Aber mir gefällt die Idee das jeder das macht was er irgendwie kann, sei es auch noch so gering, und alle profitieren am Ende davon)

Ach ja, und last but not least kann ich nun sagen, dass eine meiner Rekos in der Kaiserpfalz Ingeheilm hängt 😉

Mein Bild findet sich seit 18. März in der Ausstellung zum Einhardsjahr 2015 im Museum bei der Kaiserpfalz Ingelheim, sowie es in dem in dem Kurzvortrag „Einzigartig – Der Einhardsbogen“ am 16.4.2015 von Frau Renate Fath M.A. zu sehen sein wird. Infos unter http://www.museum-ingelheim.de/

Buchveröffentlichung: Auf den Spuren Karls des Großen in Ingelheim

ingelheimWer sich Literatur über die Pfalz Ingelheim zulegen wollte, war bislang auf Einzelveröffentlichung wie „Die Grabungen in der Königspfalz zu Nieder-Ingelheim in den Jahren 1960-1970“, Sammelveröffentlichungen wie Bindings „Deutsche Königspfalzen“ oder schwere Fachliteratur wie „Pfalz und Fiskus Ingelheim“ angewiesen.
Im Karlsjahr 2014 wurde dies mit der Veröffentlichung „Auf den Spuren Karls des Großen in Ingelheim , Entdeckung – Deutung – Wandlung“ aus dem Imhofverlag behoben.
Als Herausgeber der im Auftrag der Stadt Ingelheim erschienen Publikation fungiert Forschungsleiter Holger Grewe M.A., der auch die meisten der Beiträge beisteuert.

Das im A4 Format vorliegende 143 Seiten fassende Buch gliedert sich in fünf Abschnitte: Teil I Spurensuche in der Schriftüberlieferung , Teil bildet „Spurensuche in der Kaiserpfalz“ und befasst sich mit Archäologie, Bauskulptur und final mit der Goldmnünze Karls des Großen. Als dritter Teil folgt „Metarmophosen: Palast- Ruine -Denkmal“ und folgt Pfalzanlage bis in die Gegenwart. Als vierter Teil folgt „Entdeckungen: Ausgrabung und Bauforschung“. Hier wird die Wiederentdeckung der Anlage ab dem 16. Jahrhundert und die ersten Ausgrabungen behandelt, wobei die Erwähnung einer Brechstange im zweiten Unterkapitel bereits ahnen lässt wohin der Weg führt.
Der letzte Abschnitt trägt den Titel „Spurensuche in der Gegenwart“. Gerade in diesem Teil weiß mich das Buch zu überzeugen und erläutert Fragen wie etwa warum nicht die Pfalz oder Teile davon wiederaufgebaut wird und wie während Sanierung vorgegangen wird.
Gerade dieser Abschnitt sollte doch von vielen gelesen werden die in einem Denkmalgebiet leben. Aber auch sonst sind diese Beiträge höchst interessant vermitteln sie doch wie sich die Auffassung von Archäologie und Wissensvermittlung geändert haben.

Das Buch ist generell gut zu lesen, auch wenn die Texte dem ungeübten in der Materie hin und wieder ein wenig kompliziert vorkommen könnten, so etwa wenn Caspar Ehlers über einen Hoftag eher beiläufig erwähnt das er unter den Begriffen synodus und auch generalis conventus auftaucht. In der Regel hält man sich jedoch daran Begriffe zu erläutern, so findet sich dann auch hinter „Dreikonchenbau“ der in Klammern gesetzte Einschub mit der Erläuterung was denn überhaupt eine Konche ist.
Viele, auch großformatige, Farbbilder erläutern die dargestellte Materie, auch wenn man wohl die meisten der Bilder bereits kennt wenn man in der Materie ist.

Zwar richtet sich das Buch, wie bereits angedeutet, eher an den interessierten, denn den versierten Leser, ist aber jedem nahe zu legen der sich für die Geschichte und die Architektur der Pfalz Ingelheim interessiert. Zumal man so kompakt die Informationen nicht noch einmal bekommt.

Auf den Spuren Karls des Großen in Ingelheim , Entdeckung – Deutung – Wandlung
Holger Grewe (Hg), Michael Imhhof Verlag
ISBN 978-3-7319-0074-0
19,95€
 

Augmented Reality und Rekonstruktionen: Burg Falaise

Bei jedem meiner bisherigen Normandie Aufenthalte besuchte ich die Burg Falaise. Seit 2006 vier mal.

Zwischen 1987 und 1997 war die Burg renoviert, restauriert und wieder begehbar gemacht worden, wobei die Restaurierung fehlender Bauteil mit Stahl, Beton, Glas und einem Teflontuch als Dach nicht unumstritten war, aber eine gute Lösung darstellt um zwischen Rekonstruktion und Original zu unterscheiden.

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Burg Falaise mit modernem Eingangsbereich inkl. funktionierender Zugbrücke aus Stahl und Beton

Durch meine Besuche konnte ich auch die Veränderungen in der Ausstellungstechnik verfolgen. Zu meinem ersten Besuch gab es lediglich gedruckte Führer in Form von Flyern durch die Räume die mit Schautafeln ausgestattet waren. Über die Zeit wurden Audioguides eingeführt. Die Räume optisch aufgehübscht. Projektoren zeigten Filme oder warfen Bilder von Teppichen auf Wände und Böden und erzeugten so die Illusion von früheren Zuständen.

Nun sind einige Jahre ins Land gezogen und wieder hat man sich dem Fortschritt und der Technik angepasst. Schon der Eingangsbereich wies Veränderungen auf. Fast alle Mauern und Bastionen der Vorburg waren begehbar, wobei gleich neben dem Tor in einem Raum eine Film mit Rekonstruktionen der Anlage aus den Zeiten 1027, 1160, 1250, 1450 und Gegenwart gezeigt wurde.

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Blick durch eines der Ferngläser

Über das ganze Gelände der Vorburg, aber auch später auf dem Donjon, stehen schmale rote Säulen mit 2 Okularen, ganz ähnlich wie Bezahlfernrohre.  Schaut man hindurch sieht man erst einmal schwarz. Dreht man nun aber das Rad an den Seiten, klappt man im Inneren eine Spiegel um und blickt auf auf eine 3D-Rekonstruktion mit dem Blick , den man eben an jener Stelle zu einer frühern Zeit gehabt hätte. Auf den Säulen finden sich noch weitere Informationen zu dem Blick (englisch und französisch) und ein QR-Code, die jedoch bis auf einen zur Zeit noch ins Leere führen.

Die eigentliche große Veränderungen kommen aber im Inneren. Die Audioguides sind verschwunden, stattdessen bekommt man im Eingangsbereich ein IPad in die Hand. Darauf sieht erst einmal nicht sonderlich viel, nur das Bild das die Kamera des Apple Produkts (Alle Markenzeichen sind überklebt bzw. nicht sichtbar, wohl kein Sponsoring) auf dem in der Mitte ein Fadenkreuz mit nervösem Rahmen leuchtet. Sobald man das Fadenkreuz aber auf bestimmte markierte Punkte richtet die wie große Münzen aussehen, beginnt sich um das Fadenkreuz ein gelber Ladebalken zu füllen, das Bild blendet über zu einer digitalen Rekonstruktion des Raumes in der man frei umherblicken kann. Durch den Raum zu gehen ist nicht möglich. Die Darstellung sind schön gerendert und sparsam, aber ausreichen animiert. Da sprühen Funken aus dem Kohlebecken und der Kamin knistert angenehm wenn man auf ihn blickt. Zusätzlich kann man sich beachtenswerte Punkte anzeigen lassen und bekommt dazu einen erklärenden Text. An zwei Stellen kann man sich umlaufende Wandbemalungen ansehen, die man dann mit dem Pad bequem durchscrollen kann. Lediglich die Rückkehr zum normalen Fadenkreuz aus dieser Anzeige zeigte war etwas hakelig und ich weiß nicht wie ich es letztendlich hinbekommen habe.

Daneben erzählen Wilhelm der Eroberer, Elenonore von Aqutanien, Johann Ohneland und Andere als Videoprojektionen an den Wänden ihre Lebensgeschichte und ihre Beziehung zu Falaise. Die Personen sind von Schauspielern dargestellt und ihre Kleidung nach zeitgenössischen Darstellungen gefertigt. Am Ende ihre Erzählungen nehmen die Personen die jeweilige Position der Abbildung ein und das Bild überblendet zu dieser und verschwindet dann ganz um kurz darauf wieder von vorne zu beginnen.  Die Damen und Herren sprechen im Französisch und sind aber auch Englisch untertitelt.

Für Besucher die die Burg, den Geburtsort Wilhelm des Eroberers, zum ersten Mal Besuchen sei gesagt das die Auschilderung des Rundweges zwar gut ist, man jedoch leicht das Hinweisschild in den Keller, bzw. den Lagerraum des Rundturmes verpassen könnten. Wobei auch hier das Pad helfen kann. Denn hier finden sich auch Pläne der Gebäude und eine Prozentangabe ob man alle Punkte abgegangen ist.

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Der Donjon auf den namensgebenden Klippen

Alles in Allem handelt es sich hier um ein State-of -the Art System , das hier Verwendung findet. Natürlich gibt es einige Sachen die ich gerne etwas anders hätte. Etwa die Fernglas-Rekos. Warum blickt man nicht hindurch und sieht erst mal nur den heutigen Zustand, legt den Hebel um und sieht den Ur-Zustand?  (Wahrscheinlich hätte keiner kapiert das man den Hebel umlegen muss und es für ein simples Fernglas gehalten). Schöne wäre es auch wenn man auf den Pads eine frei begehbare Rekonstruktion hätte. (Scheitert wahrscheinlich an der Positionsbetimmung innerhalb des Baus). Das ist allerdings Gejammer auf sehr, sehr hohem Niveau.

Gerade für Orte wie Ingelheim könnte ich mir ein solches, oder ähnliches System sher gut vorstellen. Das 3D-Model wurde ja für den Film vor Ort erstellt und es müssten eigentlich nur die jeweiligen Orte neu gerendert werden. Aber das liebe Geld…

Viele der Aktualisierungen vor Ort sind dem Projekt „Norman Connections“ (online hier) geschuldet, an dem sich auch der Colchester Borough Council, Hastings Borough Council, Norfolk County Council, Comité Départemental du Tourisme du Calvados, Conseil Général du Calvados, Commune de Caen und die Commune de Bayeux, neben Falaise beteiligen um das Anglo-Normannische Erbe aufrecht zu erhalten. Es steckt hier also eine Menge Geld darin, das sich wohl nicht ohne weiteres leisten könnte. Das Interregionale Büro Manche schreibt von 4,5 Millionen Euro auf einer Laufzeit von 63 Monaten und listet in den Hauptzielen auf „- Enhancement of the Norman world via innovative techniques: archaeological excavations, virtual tours etc.“

Neugestaltung in Flavia Solva

Jetztiger Zustand des Pavillions , Foto: Nussmüller Architekten

 

Viel hat man sich vorgenommen in der Steiermark. Man wird in diesem und kommenden Jahr das Römermuseum Flavia Solva, eine Außenstelle des Universalmuseums Joanneum, grundlegend Aus- und Umbauen.

Das Museumsgebäude über Insula XXI (im Bild)  ist bereits 2004 errichtet worden, wird aber nun zu einer ganzjährig kostenlos begehbaren Vitrine umgebaut. Sozusagen ein Geschichtsaquarium, das in seiner Ausrichtung das Thema Stadt behandeln wird und  soll auch soziologische Bereiche abdecken. Ich stelle mir das in etwa so vor wie die Große Vitrinenwand in der Aula der Pfalz Ingelheim. Auch wird ein Kaffee eingerichtet um das Ganze zu beleben und zum Verweilen einzuladen. Ich als Kaffeesüchtiger kann sowas nur begrüßen.
Die sichtbaren Mauern der Insula sollen erneuert werden, wobei zu stark beschädigte Originalmauern durch Zuschüttung gesichert und auf andere Weise kenntlich gemacht werden sollen.

Ein archeocamp für Experimentelle Archäologie soll schon dieses Jahr nutzbar sein und sich an alle Altersklassen wenden, wobei nun erst einmal ausprobiert wird ob das vom Konzept und Programm auch alles so klappt wie man sich das vorstellt.

Auch die mehr als 20.000m² Freifläche werden neu gestaltet und  Mauern sichtbar gemacht. Als wäre das noch nicht genug soll auch die gesamte Ausdehnung der Stadt Flavia Solva von mehr als 40ha in der Gemeinde Wagna sichtbar gemacht werden und das mit Hilfe mit hilfe „eines modernen Leitsystems und durch Infomodule“, was auch immer man darunter verstehen darf.

400.000€ soll das ganze kosten. Ich kann nur hoffen das das Geld gut angelegt ist, wobei mich natürlich immer freut wenn ein archäologischer Ort/ ein Museum ausgebaut wird. Leider ist das nicht mehr selbstverständlich. Selbstverständlich ist das Ganze auch unter einem Tourismus fördernden Aspekt zu sehen.

Visualisierung des Planungstandes © PLAN_los Architektur

Eine römische Brücke, oder doch nicht?

Das die abgebildeten Pfosten auf den Bildern römischen Ursprungs sind ist nicht meine Idee. Der Umschlag mit den Negativen war so beschriftet. Leider habe ich in der Literatur keine Hinweise gefunden und auch Dr. Maurer konnte meine Anfrage vor einiger Zeit nicht beantworten.

Der Ort der Aufnahmen ist im Moment für mich  nicht genau lokalisierbar.  Es muss aber in dem sumpfigen Gebiet südliche von Trebur an der Schwarzbach sein. Was mich irritiert ist der scheinbar gute Erhaltungszustand der Hölzer, sowie die eigenartige „Auflage“ darüber. Es wirkt fast wie Beton! Was man auch im zweiten Bild gut erkennen kann.

Allerdings scheint das Gelände im Wasser zu stehen, was man an den beiden Fässern erkennen kann, an denen ein Schlauch zum Abpumpen des Wassers befestigt ist.  Das könnte natürlich den Erhaltungszustand erklären.  Aber die Mauerreste im unteren Bild erscheinen mir sehr unrömisch. Im Vergleich bestand die Römerbrücke bei Allmendfeld aus Eichenpfählen in Dreiergruppen.

Mir scheint es fast so als wäre das der Abriss einer der kleineren Brückelchen über die Schwarzbach und die Pfähe hatte man vorher nur als Unterlage für den Beton darüber in den Boden gerammt. Ich werde mich aber mal umhören ob mir irgendjemand etwas darüber erzählen kann!

 

Der römischen Brunnen von Trebur

Ende der 60er Jahre beschloss man in Trebur ein Freibad zu bauen. Es war die Zeit als es den Gemeinden finanziell noch gut ging und ein Freibad ein Prestigeobjekt war. Als Standort wurde der Westrand Treburs auserkoren und zwar zum Teil in einer Senke, der Ochsenlache, liegend.  Im Nachhinein gesehen ein denkbar ungünstiger Platz für ein Schwimmbad, denn die Ochsenlache ist ein Altarm des Mains. Sollte der Main noch mal zufrieren, dann drückt das gestaute Wasser in die sandigen Böden der Altarme und das Schwimmbad geht baden.. Aber das nur am Rande.

Als 1971 die Bagger anrollten wusste man schon durch Eugen Schenkel das hier etwas aus dem Boden auftauchen könnte. Dies störte aber nicht weiter. So liest es sich dann in einem Fundbericht von 1971 sehr typisch:

Bei Anlage der Baugrube für ein Schwimmbad wurden mehrere Körpergräber der Laténezeit zerstört(…)

Von den Gräber konnten nur noch Teile geborgen werden, sowie Scherben. Als man dann begann den Parkplatz anzulegen war die Überraschung groß als man auch noch einen Brunnen fand. Dieser war jedoch römisch. Er wurde von der Erde befreit und aus seinem Inneren konnte man einige Gegenstände bergen: Zwei Haarnadeln aus Holz, die sich in dem feuchten Milieu gut erhalten hatten, eine genagelte Sandale, ein Zinnschälchen,  römische Ziegel, aber auch ein tierisches Skelett. Eine Ziege oder Schaf.  Die Annahme liegt nahe das der Brunnen durch das tote Tier unbrauchbar und vergiftet werden sollte. Etwas das sich häufiger nachweisen lässt. Möglicherweise befand sich hier eine kleiner Hof der durch die Alamannen zerstört wurde.

Im Anschluß wurde der Brunnen zugeschüttet und der Parkplatz darüber errichtet.

 

Waffen der Abildgaard Sammlung

„Selected Arms and Armour“ ist ein Bildband der Abildgaard Sammlung mit Waffen und Rüstungen.  Ich weiß nicht ob der Name auf Søren Abildgaard zurück geht, der im 18. Jahrhundert zahlreiche Runenstein in Dänemark auf Papier bannte.
Jedenfalls haben die einen Bildband von Waffen und Rüstungen herausgebracht und als Preview einen Teil online gestellt. Unter den Waffen findet sich auch ein schönes Petersen H.
Das PDF enthält auch Texte, diese wurden allerdings unlesbar gemacht.

Das Preview findet sich hier