Tatsächlich Gebäude

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4 Antworten

  1. Segestes sagt:

    Habt ihr demnach auch das Problem, dass man alte Funde quasi wiederfindet – also
    doppelt moppelt?
    Geld für eine öffentliche Datenbank gibts wohl nicht, wo jeder reingucken
    kann, um es sich im Vorfeld zu ersparen, sinnlos Energie in etwas zu stecken,
    das schon bekannt ist?

    Das ist hier in Österreich derselbe Bogus.
    Findet man etwas, z.B. über Google Earth, muss man sich umständlicht ans Denkmalamt
    wenden, die das überprüfen und einem nach oft langer Wartezeit sagen – kennen wir
    schon, oder kennen wir noch nicht.
    Irgendwie alles eine ziemlich ineffiziente Sache.
    Andererseits hege ich ja den Verdacht, dass man absichtlich ein Geheimnis um
    potentielle Fundplätze macht und die Nebenwirkungen billigend in Kauf nimmt.

    Peinlich und vor allem astreine Steuergeldvernichtung ist es natürlich,
    wenn nicht einmal Archäologen wissen, dass sie an einer Stelle graben,
    die bereits wissenschaftlich untersucht wurde.
    Kenne da z.B. eine lustige Episode aus Oberbayern… aber das ist eine
    andere Geschichte 🙂

  2. Nun, es gibt einmal im Jahr die Fundbücher. Da stand ja auch der Acker drin. Die Luftaufnahemn scheinen auf Grund der Funde entstanden zu sein und wurden dann nicht weiter erwähnt. Werden zuerst die Luftaufnahmen gemacht steht dann da: „Trebur: Bei 6016: 12345/12345(nur Beispiel) in einer Luftaufnahme wurden Gebäudestrukturen entdeckt. Bei einer anschließenden Begehung konnte durch Xyz mehrere bandkeramische Scherben gefunden werden“

    Leider gibt es auch Jahre in denen nur Aufsatzbände erschienen sind. 1971 ist so ein Jahr und ausgerechnet da wurde in Trebur der römische Brunnen am Schwimmbad freigelegt…

    Ich stimme deinem Verdacht zu, dass hier stellenweise Sachen geheimgehalten werden. Wobei Geheim fast ein bisschen zuviel gesagt ist. Ich würde es eher „verschwiegen“ nennen, was aber auf das Selbe hinausläuft. Der Verdacht könnte sich sogar bewahrheiten, da einige Fundplätze in den Fundbücher um fast einen halben Kilometer „unrichtig“ angegeben sind.

    Was eine Datenbank angeht, wäre das für registrierte Sucher sicher eine feine Sache, aber ich hege da wenig Hoffnung. Man muss sich nur mal die Internetseite der Hessischen Denkmalpflege ansehen. Ich kriege jedesmal einen Schreikrampf wenn ich versuche dort einen Termin zu finden. Den Termin für den Hessenarchäologietag finde ich meist erst wenns zu spät ist, oder mir es jemand sagt!

    Ich hab in letzter Zeit auch sehr sehr viele Sachen gehört und erlebt die zum Heulen sind in dem Bereich und ich glaube ich kann deine, ich nenns jetzt mal Skepsis zu den Vereinen, besser verstehen. Ist aber auch eine andere Geschichte. 😉

  3. Segestes sagt:

    Was ich ja klasse fände, bzw. wovon ich träume, wäre,
    wenn es eine Art Fund-Wikipedia gäbe, wo jeder seine Entdeckungen
    reinschreiben kann (natürlich auch die aus den offiziellen „Fundbüchern“).
    Was da für eine wertvolle Datenbank entstünde, die man z.B.
    mit Google-Maps verknüpfen könnte!
    Vor allem würden sich da Zusammenhänge erschließen lassen,
    die so ja auch den Archäologen meist vollkommen verborgen bleiben.

    Fundbücher und Akten zu wälzen ist ja nicht nur deshalb unzulänglich,
    weil niemand alle Unterlagen besitzen kann, sondern auch weil es
    natürlich viel zu zeitaufwendig ist.
    Es benutzt heute ja auch niemand mehr einen papierenen Brockhaus.
    Aber bei der Dachshaarpinsel-Fraktion, beißt man mit solchen Meinungen
    und Ideen irgendwie ständig auf Granit.

    PS: Es ist auch irgendwie komisch, dass alle archäologische Funde und
    Grabungen nicht zentral über ein Internetportal – zeitnah – publiziert werden.
    Ich bin deshalb auch sehr froh, dass es hier die „Archäonews“gibt.

  1. 27/12/2011

    […] 4 Tatsächlich Gebäude Teil 3 Und wieder auf dem Acker… Teil 2 Nach dem Survey ist vor dem Survey Teil 1 Das gehört […]

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