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1000 Jahre St. Stephan in Mainz

Die Quellen zu St. Stephan in Mainz sind leider  recht dünn gestreut.  Grabungspläne finden sich gar nicht und die Forschung scheint sich auch eher selten mit der Kirche zu befassen, was ein bisschen verwundert. Um so schöner ist es das dilibri Rheinland Pfalz das 566S. Buch „1000 Jahre St. Stephan in Mainz“ gescannt hat und auch als  135MB starkes PDF zum Download anbietet.

Das gesamte Buch findet sich hier

Mehr zu St. Stephan im Bezug zur Treburer Laurentiuskirche

Das Wochenende nutzte ich ein wenig um mich in die Literatur zu St. Stephan einzulesen. Leider ist archäologisch auch hier nicht viel getan worden. Bei Sanierungsarbeiten wurde mehr schlecht als recht einmal im Kirchenraum gegraben und dabei zwei Mauern aufgedeckt von denen man annahm sie gehörten zum ottonischen Ursprungsbau. Kurz danach wurde aber verlautbart sie seien römisch.  Einiger Bauschmuck der Kirche wurde gefunden, diese Funden lassen aber keine Rückschlüsse auf das eigentlich Aussehen zu. Zumindest wird er als sächsisch inspiriert angesehen, was als Hinweis auf Willigis Heimat in Sachsen angesehen wird. Ist also sehr viel Spekulation dabei.

Dieser Mangel an Information zeigt sich bereits bei  dem Westturm von St. Stephan. Wie in Trebur ist es nicht klar ob Alt-St. Stephan einen Westurm besaß, wie es heute der Fall ist. Der Turm von St. Laurentius  in Ahrweiler vom Ende des 13. Jahrhunderts könnte Pate gestanden haben für die noch heute existierende Turmananlage von St. Stephan.

Interessant sind dennoch die Informationen über das Westquerhaus., auf dem der heutige Turm aufsitzt.  Hierzu schreibt Ernst Coester:

Es handelt sich um den in den im Abschnitt über die Baunachrichten genannten „Eingangsbau mit , der nach Westen zu liegt“, und durch den, wie es in der Quelle heißt , „An Bittatgen Chor und Volk in Prozession einzuziehen pflegen“. In der Deutung des Ausdrucks Eingangsbau (porticus) hat sich in der Meinung von Klingenschmitt und Wilhelm-Kästner durchgesetzt, die ausgehend von der Ostanlage des Mainzer Doms und der Westanlage des Essener Münsters eine Anlage mit zwei zu Seiten des Westchores in die Seitenschiffe führende Eingänge für möglich halten.  (Ernst Coester, Baugeschichte und Künstlerische Stellung der St. Stephanskirche  S.413)

Da der Mauerrest der vor der Treburer Laurentiuskirche auf ein mögliche Planänderung des Baus hinweist, also das eigentliche Westchorjoch nicht ausgeführt wurde, finden sich bereits starke parallen von Trebur zu St. Stephan.  Die Türen im Treburer Westbau die jedoch im Befund nachgewiesen sind und sich noch heute vermauert unter dem Putz befinden führen von Nord und Süd in die Seitenschiffe des Westquerhauses. Ähnlich wie für St. Stephan angenommen. Das diese dort von Westen in das Gebäude führen ist höchst wahrscheinlich auf die veränderten Veränderten Größenverhältnisse von Trebur zu St. Stephan zurückzuführen. Während St. Steühan mehr als 60m lang ist, sind es in Trebur nur gute 25m.

Ich hatte bereits früher eine Involvierung des Willigis in den Umbau der Treburer Laurentiuskirche nicht ausgeschlossen. Die Begründung en hierfür sind simpel. Williges war zu Zeiten der Unmündigkeit Ottos III.  und nach dem Tode Teophanus 991 faktischer Regent des Reiches. Er musste also auch Sorge für die Pfalzen tragen. Diese Aufgabe teilte er mitunter mit Mathilde von Quedlinburg. Bis zu ihrem Tode war Mathilde im Besitz von Trebur, welches sie von Kaiserin Adelheid geschenkt bekam. In den Regionen in denen Adelheid keinen direkten Zugriff auf ihre Besitzungen hatte, wie dies im Oberrheingau der Fall war, übernahm Willigis für sie die Verwaltung.

Auch nach dem Heinrich IV. im Zusammenspiel mit Willigis in Mainz zum König gekrönt wurde war Willigis immer noch bis zu seinem Tode 1011 ein entscheidender Machtfaktor auf den Heinrich IV. angewiesen war. Willigis hätte also genug Möglichkeiten gehabt um in ein Treburer Baugeschehen planend einzugreifen.

Letztendlich machte die Entdeckung der Grundrissparallen es aber wahrscheinlicher das der ottonische Umbau der Laurentiuskirche Trebur bereits kurz nach dem Bau von St. Stephan (ca.990-992) stattfand. Ein Hinweis darauf könnte auch im Besuch Ottos III. liegen, der Trebur gemeinsam mit Herzog Boleslaw von Polen  zwischen dem 21. und 23. März des Jahres 1000 besuchte und hier im Gefolge von 300 Panzerreitern rastet. Es scheint als habe die Kirche hier bereits gestanden.

Die ottonische Stadt und Trebur

Das der die dreieckige Marktform im Buch Die ottonische Stadt explizit in Herzogs „Die ottonische Stadt“  erwähnt wird hatte ich ja bereits geschrieben. Da sich das Buch auf Städte meist mit Bischofspfalzen, bezieht muss ein wenig zur „einfachen Pfalz“ differenziert werden. Herzog betont aber das die Unterschiede nicht wesentlich seien.
So haben wir zum einen die Pfalzanlage des Bischofs, auch ersetztbar durch die des Königs, mit einem vorgelagerten Platz vor den Hauptgebäuden. Im Falle eines Bischofs im Dombezirk der abgetrennt ist vom übrigen Umfeld, was vom baulichen mit der des Königs identisch ist.
Herzog schließt nicht aus das auch hier Handel getrieben wurde, aber wenn dann nur für herrschaftliche Zwecke.

Außerhalb dieses Bezirkes, der ja nicht im Niemandsland steht, sondern durch Handelswege erschlossen ist, befindet sich die Handelssiedlung, begünstigt durch den boomenden Handel in der Ottonenzeit. Sie wächst meist um eine Straßenkreuzung herum. Da diese in der Regel nicht zwingen rechtwinklig sind, entwickelt sich ein dreieckiger Markt.
Meine Theorie ist damit vollkommen bestätigt worden! Lediglich bei meinen Ideen zu Quedlinburg, die mich ja erst auf diesen Gedanken brachten , muss ich mich Teilen revidieren. Der dreieckige Markt lag bei der Kirche St.Blasii und ist heute kaum zu erkennen. Der Markt der heutigen Altstadt entstand dagegen später und war auf Grund des fehlenden Rathauses langestreckter in seiner Form.
Herzog bezeichnet diese Märkte als trichterförmig und setzt sie in das 11. Jahrhundert. Geht man von einer kontinuierlichen Entwicklung der Formensprache aus, so wären sie der Übergang zum langestreckten Straßenmarkt , wie er sich in der Zeit der Staufer findet und wie er auch in Trebur nachfolgte.
So kommt Herzog auch für Naumburg und Merseburg mit ihren quadratischen Märkten zu einer Zeit um 1140.

Somit haben wir bereits 2 Zentren in der ottonischen Stadt. Kaufmännisch und Herrschaftlich. Aber es gibt noch weitere. So gab es, meist zeitlich noch vor dem Dombezirk, eine nahgelegen bäuerliche Siedlung. Bei großen, bedeutenden Orten wie etwa Bamberg kamen dann noch Klöster hinzu. All diese zentralen Orte waren boten eigene Keimzellen für Zentren ein und derselben Stadt, die oftmals bereits in ottonischer oder salischer Zeit durch eine erste Stadtmauer umfasst und zu einer Stadt wurden.

Im heutigen Trebur selbst können wir daher noch 3 von vier dieser Zentren sehen. Zum einen der Platz vor der Laurentiuskirche der den Pfalzbezirk anzeigt, unweit davon der dreieckige Markt aus ottonischer Zeit, sowie das Zentrum einer Fischersiedlung weiter westlich im Bereich der Fischergasse. Ein Kloster gab es nicht. Heute nicht mehr sichtbar ist das Zentrum der offen gelassenen bäuerlichen Siedlung südlich des Schwarzbaches. Der Straßen Markt fällt auch nach Herzogs Maßstäben in staufische Zeit.
Eine Stadtwerdung in ottonischer oder salischer Zeit im Sinne einer allumfassenden Mauer fand in Trebur jedoch nicht mehr statt.

„Die ottonische Stadt“ von  Erich Herzog

ottonische stadtWer hier bereits länger mit liest wird sich sicherlich erinnern das ich mich eine Zeit lang mit ottonischen Stadtgründungen bzw. mit der Entwicklung von Städten allgemein befasst hatte.
Dabei stellte ich die These auf das der dreieckige Marktplatz wie in Trier und Quedlinburg, aber auch in Trebur in ottonischer Zeit aufkam und Treburs älterer Markt am alten Rathaus als ottonisch zu datieren ist.
Nun ist aber meine bescheidene Meinung einen feuchten Kehricht wehrt wenn ich sie nicht in irgendeiner Weise belegen kann.
Genau zu diesem Zweck habe ich mir das Buch „Die ottonische Stadt – Die Anfänge der mittelalterlichen Stadtbaukunst in Deutschland“ “ aus der Reihe architektonischer Schriften der Universität Frankfurt zugelegt. Aufmerksam wurde ich auf das Buch erst durch den „Heinrich II“ von Stefan Weinfurter der Herzog mehrfach als Quelle nannte. Leider wird das Buch nicht mehr aufgelegt, so dass ich mich nach einem gebraucht Exemplar umsehen musste. Meines stammt nun aus Stadtbibliothek Biehl und kostete 30€. Man kann aber auch über hundert Euro für das Buch ausgeben wenn man denn möchte. Witziger weise war der einzige Manko ein Eselsohr. Und zwar genau bei der Zusammenfassung über dreieckige Märkt! Karma!

Der Grundstock des Buches entstand bereits 1952 als Habilitationsschrift Herzogs an der Goethe Universität Frankfurt, wurde aber im Anschluss für die Veröffentlichung als Buch gänzlich überarbeitet.
Herzog glieder sein Buch in zwei Teile. Bei Teil 1 handelt es sich um die „Monographische Baugeschichten Deutscher Städte bis 1100“ und unterteilt sich in die jeweiligen Städte.
Vertreten sind: Magdeburg, Halberstadt, Quedlinburg, Merseburg, Naumburg, Halle, Goslar, Lüneburg, Bremen, Paderborn, Minden, Trier, Würzburg, Eichstätt, Bamberg, Augsburg und Speyer in eben dieser Reihenfolge.
Zu jedem Ort sind jeweils zwei Abbildungen enthalten. Ein Übersichtsplan, sowie ein historischer Stadtplan der es erlaubt die ursprüngliche Stadttopographie nachzuvollziehen. Am Beispiel Magdeburg wäre ist dies der Guericke-Plan von 1632. Ergänzt werden können diese noch durch modernere Katasterpläne.
Das, um beim Beispiel Magdeburg zu bleiben, etwa die genau Lage der Pfalz unbekannt ist, spielt eigentlich keine Rolle da das Konstrukt Stadt als Ganzes betrachtet wird. Ausschlaggebend ist also nur die etwaige Lage der Pfalz, respektive die grobe Ausdehnung des Kurienbezirks.

Teil 2 handelt von der „Morphologie der ottonischen Städte“ und fasst die Erkenntnisse aus den Monographien zusammen. Er unterteilt sich in „Von der Römerstadt zur Bürgerstadt des Mittelalters“, Römischer Städtebau in Deutschland“, „Fortleben der Antiken Stadt“, „Karolingerzeit“, „Heinrichsburgen“ und „Ottonische Städte“, wobei der letzte Abschnitt den größten Teil einnimmt und sich gezielt den Auffälligkeiten, wie eben auch Märkten, annimmt.

Abgeschlossen wird das Buch mit einer Reihe von Tafeln, meist Luftbildaufnahmen der behandelten Städte.

Zwar ist das Buch durchaus betagt, so war zu Zeit Entstehungszeit die gorße Doppelkirchenanlage von Magdeburg unbekannt, jedoch sind diese Fakten nur gering ausschlaggebend für den Gesamtkomplex des Themas. Natürlich hätte ich mir eine größere Einbettung innerhalb der gesamtottonischen Geschichte gewünscht, da es sich jedoch um ein Fachbuch zur Stadtentwicklung handelt sind die Informationen vollkommen ausreichend.

Erich Herzog – Die Ottonische Stadt, Frankfurter Forschungen zur Architekturgeschichte Band II, Hrsg Harals Keller, Verlag Gebr.Mann Berlin 1964

Drei außergewöhnliche Turmburgen – Xanten, Soest und Siegburg

Als Grundlage der Xantener Bischofsburg wurde von C. Wilkes eine Motte in karolingischer Zeit vermutet  mit einfacher Palisade. Inzwischen scheint aber die Meinung vorzuherrschen das die Anlage auf eine rechteckige Wallanlage des 10. Jahrhunderts zurückzuführen sei1 Die als turris (Turm) bezeichnete Anlage war 27m lang und 21m breit. Er soll eine Höhe von ca 25m besessen haben bei einer Mauerstärke von ca 2m. Auf Grund der gleichen Mauerausführungen wie an den ottonischen Bauteilen des Xantener Doms wird der Bau entweder Heinrich I. oder seinem jüngsten Sohn dem Kölner Erzbischof Brun zugeschrieben, also vor 965.

Ersterwähnt wird die Anlage jedoch erst 1096, als während des Kreuzzugspogroms vom Kölner Erzbischof aus Köln evakuierte Juden im Turm ermordet wurden. 1692 wurde der Turm gesprengt, konnte jedoch archäologisch nachgewiesen werden und findet sich auf zahlreichen Abbildungen.

Die Anlage diente zum Schutz der  Kölner Bischöfe die nebenan in der eigentlichen Bischofspfalz  bei ihrem Aufenthalt in Xanten residierten und befand sich auf einer wichtigen Handelsroute.

Ähnliches gilt auch für das „Hohe Hospital“ in Soest, das am Hellweg lag. Der Turm wird auf Grund seiner Bemaßung ebenfalls in die gleiche Entstehungszeit wie der Xantener Turm datiert. Die Grundfläche beträgt ca. 25x25m bei einer Höhe von 25-30m. Er wird in den Quellen als „palatium sive turris“ bezeichnet, was „Pfalz/Palast oder Turm“ bedeutet.
Seinen Namen „Hohes Hospital“ erhielt er nachdem die Pfalz in Soest verlegt wurde und in dem Turm und Anbauten ein Hospital eingerichtet wurde.

Ein weiter Turm, ebenfalls mit fast gleichen Ausmaßen befand sich in Siegburg. Leider fand ich außer der Stelle an der er sich befand, unter dem Rathaus, kaum weitere Informationen. Nur eben das auch er zu der Gruppe von Wohn und Wehrtürmen die Bischof Brun zugeschrieben wird.

Erzbischof Brun sollte als Ottone und Sohn Heinrichs I.  im Westteil des Reiches nicht sonderlich beliebt gewesen sein. Zu dem lag sein Machtgebiet an der Grenze zu Lothringen um das immer wieder Streitigkeiten entbrannten und Heinrich I. noch zum Pendeln zwischen Ost und West zwangen. Brun erhielt 953 sogar das eroberte Herzogtum Lothringen von seinem seinem Bruder Otto I. und wurde zum zweit mächtigsten Mann im Reich.

Bemerkenswert ist auch der Grundriss des Wohn- und Wehrturms. Dieser gleicht der Form früher französischer Donjons wie etwa in Falaise.2 Ähnlich mächtige Türme sind mir weder aus Deutschland in ottonischer Zeit noch danach bekannt. Ich noch einmal im Reich der Salier und den Burgen der Salierzeit geblättert blieb aber Ergebnislos. Ihre Herkunft, bzw. ihr architektonisches Vorbild erscheint mir Rätselhaft, wobei es einige Theorien zu Motten und Wehrtürmen allgemein gibt. Diese werde ich in den nächsten Tagen einmal zerpflücken.

Ergänzend kann ich zur Zeit noch das PDF „Soest und die Kölner Erzbischöfe aus Archäologischer Sicht“ bieten: hier
Sowie ein kleines Filmchen zur Rekonstruktion der Xantener Bischofsburg im Spätmittelalter

  1. Xanten im frühen und hohen Mittelalter S. 397 []
  2. Leider bietet Wikipedia nur den Grundriss des Obergeschosses, der Haupturm ist aber ebenfalls in zwei Säle/Räume geteilt []

Das Rheingauer Gebück

Als ich den Begriff „Rheingauer Gebück“ das erste Mal hörte, dachte ich eher an Rückenschmerzen bei der Weinlese, aber weit gefehlt! Was dem Schleswiger sein Danewerk ist dem Rheingauer sein Gebück , könnte man es formulieren, denn das Rheingauer Gebück ist eine Wehranlage bzw. eine Landwehr von ca. 40km bis 50km Länge.
Sie begann in Walluf und führte über die Höhen bis nach Lorch im Rheintal und war für den Niedergang der Burg Walluf verantwortlich.

Wie der Begriff Landwehr bereits sagt diente die Anlage der Verteidigung eines Landstrichs. Der Rheingau schottete sich von Walluf bis Lorch mit ihr nach Außen hin ab. Da eine solche Verteidigungsanlage, quer über die Berge des Rheingaus mit Mauern und Gräben nur schwer zu bewerkstelligen wäre und zu dem enorme Kosten verursacht hätte, wurde die Natur zur Hilfe geholt.
Unterbrochen von einigen steinernen Toren wurde auf einer Breite von 50-60m Buchen gepflanzt, deren junge und dünne Triebe gestutzt, nach unten gebogen (daher Gebück) und miteinander verflochten wurden. Zwischen den jungen verflochtenen Buchen wuchsen schon bald Brombeersträucher und ließen so eine nahezu undurchdringliche Hecke entstehen.
Selbst Feuer kam dieser Hecke nur schwer bei, an deren Rückseite ein Fahrweg angelegt war um schnell von einem Verteidigungspunkt zum anderen zu gelangen.
Die Dörfer am Rande des Gebücks waren für seine Instandhaltung und Verteidigung verantwortlich. Abschneiden von Zweigen wurde bestraft.

Die im 12. oder 13. Jahrhundert angelegte Verteidigungsanlage war, obwohl so simpel, doch äußerst effektiv. Es gab zahlreiche Versuche sie zu erstürmen. So auch 1461 wo der Mainzer Erzbischof Diether von Isenburg während der Mainzer Stiftsfede versuchte das Gebück zu erobern. Als es seinen Truppen nicht gelang soll er es selbst in Augenschein genommen haben und erklärte es für uneinnehmbar.
1631 fiel es dann doch durch die schwedischen Truppen Gustav Adolfs. 1771 wurde es dann in größten Teilen auf Befehl des Mainzer Erzbischofs gerodet. Heute finden sich nur noch wenige der alten Buchen und von den Bollwerken blieb nur die Mapper Schanze von 1491 erhalten in deren Nähe man 1984 eine kleine Rekonstruktion des Gebücks anlegte.

Das Rheingauer Gebück als vollkommen einzigartig zu bezeichnen würde aber nicht stimmen. Überall entstanden zu dieser und vorallem zu späteren Zeit solche und ähnliche Verteidigungsanlagen, so etwa die Kölnische Hecke oder die Haller Landheeg, sowie Landwehren aus Wall und Graben. Das Gebück war jedoch das Breiteste das ich fand.

Eine salische Burg bei Hof Grass

Nördlich von Hof Grass, direkt am Rundeweg des Limesszentrums Hungen, liegt der Grasser Berg. Eine bewaldete Anhöhe über den Horloff Auen mit gutem Rundumblick.

Bekannt war durch Urkunden bisher nur das sich auf dem Hügel im Spätmittelalter eine Kirche befand, die wahrscheinlich dem hl. Cyriakus geweiht war. Nun konnte eine Lehrgrabung durchgeführt werden, die überraschendes zu Tage förderte.

Zwar konnten die Reste der Kirche lokalisiert werden jedoch auch noch etwas anderes. Westlich der Reste der Kirche konnte ein Turmbau lokalisiert werden, der eine Mauerstärke von fast 3m und eine Kantenlänge von ca 10m besaß. Analogien in der Bauweise weisen auf einen salischen Wohnturm hin, wie er aus dem 11. Jahrhundert Teil vieler früher Burgen war. Vergleichbar ist hier die nicht weit entfernte Arnsburg , die Burg Niederwalluf aber auch in dem in Teilen erhaltene Turm der Burg Dreieich.

In geringen Abstand umlief den Turm eine 1,5m starke Ringmauer, die im Osten und Westen nachgewiesen werden konnte. Daneben fanden sich aber auch zahlreiche Scherben aus dem 9. und 10. Jahrhundert die  vor Ort als Importware beschrieben wurde.

wohnturmBereits 1311 wird der Hof Grass erwähnt, der 1347 von Ritter Johann von Bellersheim an die Falkensteiner verkauft wird.  Bei der Turmburg könnte es sich um einen Vorläufer des Hofes handeln. Interessant ist zu dem das die Bellersheimer nach dem Ort Bellersheim benannt sind, der nur etwa 3-4 km entfernt liegt. Das Geschlecht , dessen Stammbücher verloren gingen, lässt sich, je nach Sichtweise, ins 11. oder 13. Jahrhundert zurückverfolgen

Protokoll einer Naturkastrophe

Inspiriert vom Vortrag von Rainer Schreg und der neuerlichen Erwähnung das Magdalenenhochwasser hab ich den folgenden Text geschrieben. Alle verwendeten Namen existierten tatsächlich in Trebur und Umgebung im 14. Jahrhundert, Vogt und Schultheiß  haben sogar ihre tatsächliche Namen erhalten. Zudem habe ich versucht die Zeitabläufe in etwa einzuhalten. Ich hoffe ich habe mich bei den Wochentagen in der Umrechnung von Gregorianischen auf Julianischen Kalender nicht vertan, sonst würde aus Donnerstag Mittwoch usw. Auch die Uhrzeiten (Sonnenauf- und Untergang ) habe ich berücksichtigt. Ansonsten ist natürlich sehr viel Phantasie dabei, wobei ich versucht habe so neutral wie möglich zu schreiben.

Donnerstag 19. Juli 17:38 Uhr Bauer Henne  geht über seine Felder. Seine Hand streift immer wieder durch das Korn. Viele Hülsen sind hohl, das Getreide zu niedrig. Das schlechte Wetter im Frühjahr und die Trockenheit des Sommers haben das Getreide schlecht wachsen lassen. Seine Schritte wirbeln den Staub des trockenen Bodens auf.
Da bemerkt er die Schwalben. Sie fliegen extrem niedrig, huschen über das Getreide. Er weiß nicht das die Insekten wegen eines anrückenden Tiefdruckgebietes so niedrig fliegen und die Schwalben ihnen auf der Futtersuche folgen, was er aber weiß ist das es Regen verheißen könnte.
„Bloß kein Unwetter“ denkt Henne. Ein Unwetter dürfte die ohnehin schon schlechte Ernte weiter dezimieren. Er sieht nach Süd-Wüsten. Die Richtung aus der in der Regel das Wetter in das Rheintal kommt. Nichts.

Donnerstag 19. Juli 18:07 Uhr Bauer Henne erreicht das Dorf. Er wohnt noch in dem alten Teil des Ortes,der nur durch einen natürlichen Wassergraben geschützt ist. Er konnte es sich nicht leisten in den Teil des Dorfes zu ziehen der durch einen Wall geschützt ist. Am Steg trifft er auf  Pedir  und Heylen, ebenfalls Bauern. Sie unterhalten sich angeregt. Henne fragt was los sei. Beide deuten in die Richtung aus der Henne kam. Nach Süd-Osten. Über dem Odenwald hängen dunkle, Turmhohe Wolken. Wetterleuchten ist erkennbar. „Eben waren die noch nicht da“ denkt sich Henne. Ein Sturm zieht herauf.

Donnerstag 19. Juli 18:21 Uhr Es ist windstill, die graue Wand rückt immer näher. Der Odenwald ist komplett hinter ihr verschwunden.Die Wand hängt in der Nähe der Kratzenau. Henne rafft mit seiner Frau alles lose vor seinem Haus zusammen. Die Kinder werden nach drinnen gebracht. Keine Sekunde zu spät. Erste dicke Tropfen fallen auf den Boden, wirbeln den Staub auf. Aus dem Nichts die ersten starken Böhen. Die Graue Wand schiebt Staub vor sich her, erreicht das Ort. Dann bricht die Hölle los. Sturm und Regen peitschen gegen das Haus. Die im Westen stehende Abendsonne tauchte alles in ein gespenstisches Orange. Hennes Frau hat die kostbare Bienenwachskerze auf den Tisch gestellt und entzündet. Sie beginnt zu beten. Zum hl. Ägidius wegen des Sturms, zur hl. Anna ihrer Namenspatronin und zu allen Heiligen die ihr einfallen um ihre Ernte zu schonen. Henne steht noch eine Weile an der Tür, dann betet auch er.

Freitag 20. Juli 03:25 Uhr Anna ist am Tisch eingeschlafen. Henne findet keinen Schlaf. Immer wieder schaut er nach draußen. Zwar hat sich der Sturm gelegt aber es regnet unaufhörlich. Da hört Henne etwas. Es sind die Glocken der Kirche im Oberdorf. Dann die Glocken der Kapelle und dann auch der Kirche in seinem Dorfteil. An der Tür klopft es laut. Henne streift sich die speckige Gugel über den Kopf und läuft nach draußen. Dort rennt ein Mann aufgeregt an den Häusern vorbei pocht immer wieder gegen die Tier und schreit“ Das Vieh auf der Ochsenweide säuft ab“.
Damit hatte Henne nicht gerechnet. Hochwasser im Sommer. Zum Glück war man auf Hochwasser in der Region immer vorbereitet und kannte sich aus.
Henne und die anderen Männer des Dorfes lauffen über die verschlammten Wege durch das Oberdorf hinaus auf die Weide. Tatsächlich steht die niedrigere Ochsenweide unter Wasser. Sie zieht sich wie ein Fluss dahin und reicht den panischen, laut schreinden Rindern bis über den Bauch. Um die Tiere aus dem Gatter zu treiben ist keine Zeit. Die Männer springen ins Wasser und reißen die Zäune ein. Mit Seilen um die Hörner versuchen sie das Vieh die schlammige Kante hinauf zu schieben. Nur schwer gelingt es. Plötzlich reist das Seil, die Kuh rutscht über den Schlamm nach unten und reist einen Knecht des Schultheißen mit sich.
Als man ihn aus dem Wasser und unter der Kuh befreit hat atmet er schwer. Blutiger Schaum steht ihm im Mund.

Freitag 20. Juli 07:42 Uhr Die Männer haben 4 Kälber und 2 Kühe verloren. Der Knecht mit dem eingedrückten Brustkorb ist tot. Noch immer regnet es. Der Morgen ist grau und dunkel. Man treibt die Kühe auf den Marktplatz im Ort. Auch Pferde sind hier bereits hingebracht worden und auch der Schäfer treibt eine Herde Schafe auf den Platz. Keine guten Zeichen. Enten und Gänse flattern aufgeregt umher. Es macht den Eindruck eines chaotischen Markttages.

Freitag 20. Juli 09:05 Uhr Die Tiere sind versorgt und festgebunden. Henne geht über die Brücke in Richtung seines Hauses. Der Bach den er überquert ist stark angeschwollen, der nahe Weiher bereits über die Ufer getreten. Schlimmer jedoch, auch auf den Feldern steht bereits Wasser in riesigen Pfützen. Er eilt zu seinem Haus, befiehlt Frau und Kinder das Nötigste zu packen, die Bahnen mit dem Leinen und der Wolle, die Essensvorräte und sich bereit zu machen ins höhere Oberdorf zu gehen.

Freitag 20. Juli 11:16 Uhr Alle Wiesen beginnen voll zu laufen, der Bach tritt über die Ufer. Die Familien verlassen das Unterdorf und begeben sich auf die andere Seite des Baches der langsam zu einem breiten Strom anschwillt.

Freitag 20. Juli 15:29 Uhr Der Priester liest in der Kirche Messen am Stück, man betet das die Flut enden möge. Das Dorf bildet inzwischen eine Insel in einem riesigen See. Zahlreiche Einwohner fehlen, sie sind auf die Wiesen gegangen um noch Vieh zu holen oder Verwandte zu suchen. Im Unterdorf steht das Wasser Knöchelhoch. Noch immer regnet es und das Wasser steigt weiter.

Freitag 20. Juli 20:15 Uhr Sonnenuntergang. Das Wasser steigt noch immer. Es steht bereits am Brückentor und läuft in den niedrigeren Ortsteil am Bach. Man bereitet sich für die Nacht vor. Sammelt alles Feuerholz um auf dem Markt ein Feuer zu entfachen. Lampen und Fackeln werden durch die Knechte des Schultheißen gesammelt um genug Licht zu haben um das Wasser zu beobachten.

Freitag 20. Juli 22:34 Uhr Das Wasser schiebt sich durch die Straßen und erreicht den Markt. Panik macht sich breit. Von Gottes Strafe, einer neuen Sintflut ist die Rede. Das gesamte Dorf packt seine Sachen. Letzter und höchster Punkt des Ortes ist die Kirche die einst den religösen Mittelpunkt des Königshofes bildete. Für alle Tiere und Menschen gleichzeitig ist dort oben nicht genügend Platz. Es kommt zum Streit. Der Schultheiß Fridericus besteht darauf die Pferde seines Landersherrn zu Retten, die Niederadeligen und der Klosterhof will sein Vieh sicher wissen, genauso wie Vogt Gerunk Wynterkast. Die kleinen Bauern haben das Nachsehen. Getreide und Futter wird in Säcken in die Kirche geschafft Vieh vor der Kirche angebunden. In der Kirche drängt sich das Volk.

Freitag 20. Juli 23:15 Uhr Der Markt ist vollgelaufen. Das Vieh auf dem Markt schreit um sein Leben in der undurchdringlichen Dunkelheit des Regens.Auch die Tiere auf dem Kirchhügel ist panisch. Kinder weinen in der Kirche. Der Priester verteilt die Sterbesakramente.

Samstag 21. Juli 2:45 Uhr Das Wasser hat das Plateau des Kirchofs erreicht. Man schafft das Getreide auf die Emporen. Wieder gibt es Streit wer dort hinauf darf. Ein Kriegsknecht des Vogtes schlägt einem einem Bauern der ihm an den Kragen will im Namen Gottes den Schädel ein. Man schafft die Leiche vor die Tür. Die Schafe auf dem Markt sind verstummt. Ertrunken. Auch die Kühe hört man nur noch vereinzelt panisch schreien. Über dem Unterdorf, das ebenfalls vollkommen bedeckt sein muss sieht man ein Licht schweben. Der Engel des Todes.

Samstag 21. Juli 5:48 Uhr Sonnenaufgang. Das Wasser steht Kniehoch in der Kirche ist aber seit einer halben Stunde nicht mehr angestiegen. Hoffnung ist jedoch nicht zu spüren. Das fahle Licht zeigt nur noch eine Wasserfläche rund um die Kirche. Nur 3 Adelstürme und einige Dächer schauen aus der Wasserfläche heraus. Vom Unterdorf ist nur der Kirchturm durch den langsam abschwächenden Regen zu sehen. Aus dem Turmfenster weht eine kleine Kirchenfahne. Irgendjemand muss sich dort hinauf gerettet haben. Das muss auch das Licht gewesen sein das man für den Engel des Todes hielt.

Samstag 21. Juli 8:00 Uhr Der Priester liest eine Messe. Beten und Warten ist das einzige das man tuen kann. „Die Arche, die Arche“ gellt von draußen ein Ruf. Doch es ist keine Arche die dort draußen vorbei schwimmt. Es ist eine Schiffsmühle die sich losgerissen hat, gefolgt von unmengen an Holz. Der Zimmermann erkennt das es sich um Teile einer Brücke handeln muss. Dem Gänsehirten ist das egal. Er sieht es als Zeichen Gottes, springt ins Wasser und will zur vermeintlichen Arche schwimmen. Man wird ihn nie wieder sehen, ganz im Gegensatz zur Schiffsmühle, die man später zertrümmert  zwischen einigen Eichen finden wird. Auch die Knechte die den aufgedunsenen Leichnam einige Tage später an der Baustelle der kurfürstlichen Burg in Eltville aus dem Rhein ziehen werden nie erfahren um wen es sich handelt.

Samstag 21. Juli 10:53 Uhr Der Regen hat das erste Mal wieder aufgehört. Das Wasser hat sich um keinen Zoll verändert. Der Tod zeigt sein Gesicht. Wasserleichen treiben vorbei. Totes Vieh. Ganze Häuser. Es ist still. kein Vogel ist zu hören, kein Tier.

Samstag 21. Juli 18:00 Uhr
Das Wasser ist ein wenig zurückgegangen. Der Kirchhof ist wieder frei, aber eine einzige Schlammfläche. Die Leute sind erschöpft. Man hat kaum gegessen, auch Weim oder Bier ist knapp. Vereinzelt wird das schlammige Wasser getrunken um den Kindern die sauberen Getränke zu erhalten. Alle sind nass, durchweicht, frieren, das Feuerholz geht aus.

Sonntag 22. Juli 09:08 Uhr Fest der hl. Maria Magdalena. Das Wasser ist weiter zurückgegangen. Das Oberdorf mit dem Markt ist wieder begehbar. Es ist bedeckt von Schlamm, Ästen, Baumstämmen, Fässern und Tierkadavern. Riesige Schwärme von Krähen sind in der Luft. Die Gefache der Häuser sind ausgespühlt, nur noch leere Gerippe stehen. Es stinkt erbärmlich. Erste Leichen werden gefunden und notdürftig beigesetzt.

Sonntag 22. Juli 17:32 Uhr Auch das Unterdorf ist nun mehr oder weniger begehbar, die Brücke dorthin jedoch ist zusammengebrochen. Aus einigen Baumstämmen wird eine Behelfsbrücke gezimmert. Die Häuser auf der anderen Seite sind völlig zerstört. Nicht einmal den Platz wo sein Haus stand findet Henne noch. Alles ist mit Schlamm bedeckt.
Im Kirchturm hat sich ein Fischer gerettet der eigentlich am Fluss lebt. Er floh in der Hoffnung hier sicher zu sein. Er hat seine ganze Familie verloren.
Die Äcker sind vollständig verwüstet, das Getreide zerstört. Noch immer stehen Seen außerhalb des Ortes. Es wird etwa 4 Wochen dauern bis auch sie verschwunden sind.

Erst in einigen Tagen wird den Einwohnern klar werden wie schlimm die Verwüstung wirklich ist. In den Häusern werden Leichen gefunden, sogar in den Bäumen hängen Tote mit verdrehten Gliedmaßen. Der Rhein hat neue Arme gebildet. Die Flut hat neue Wasserlöcher ausgespült. Das alte Unterdorf auf der anderen Seite wird fast vollständig aufgegeben, nur die Kirche wird noch genutzt. Die Versuche in Mainz und Frankfurt Getreide für den Winter oder für die Aussaat zu kaufen schlagen fehl. Das Chaos ist dort noch größer. Alles ist verwüstet. Wege sind zerstört.  Um zu überleben wird man die Eicheln sammeln und zu Eichelmehl verarbeiten, Kräuter, Nüsse, Beeren aber Rinde und Gras müssen helfen über den Winter zu kommen. Tiere die überlebt haben werden notgeschlachtet, man hat kein Futter um sie über den Winter zu bringen. Viele Fische sind in den dreckigen Fluten verendet. Die Region wird von einer Stechmückenplage heimgesucht, die das Fieber bringt. Wölfe streunen durch das Land. Ratten vermehren sich rasend.

Henne, seine Frau Anna und ihre drei Kinder haben die Flut überlebt. Ihr Haus jedoch ist zerstört. Eine verlassene Ruine im Oberdorf wird von ihnen bezogen und notdürftig geflickt. Im Herbst stirbt Hennes Frau an der Cholera. Seine Tochter, das mittlerste Kind, verhungert im Winter obwohl Henne wildert. Er ist froh das es nur sein Tochter ist. 6 Jahre später stirbt Henne und sein ältester Sohn an der Pest. Nur sein Jüngster überlebt.

Das Reichsunmittelbare Kanonissenstift Gandersheim

Im Rahmen meiner Rendertätigkeit für den Laurentiuskirchenfilm, ja das Projekt läuft noch nur ist mir in letzten Wochen die Zeit ein wenig abhanden gekommen, hab ich auch ein bisschen nach Gandersheim gesucht. Für den Fall das man mit dem Begriff nichts anfangen kann: Der Stift Gandersheim ist der Hausstift der Luidolfinger, also der Ottonen!

Gefunden habe ich auf jeden Fall aus der Germania Sacra -Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz – Das Bistum Hildesheim – Das Reichsunmittelbare Kanonissenstift Gandersheim . Zugegeben der Titel ist sperrig und das ganze ist auch keine leichte Kost, fast aber so ziemlich alles was es über den Stift zu sagen gibt zusammen!

Das PDF findet sich hier

Zu eingetieften Räumen in früh- und hochmittelalterlichen Kirchen – PDF

Der Aufsatz von Uwe Lobbedey mit dem Titel „Zu eingetieften Räumen in früh- und hochmittelalterlichen Kirchen“ stammt aus dem Jahr 1986. Da verwundert es nicht das Lobbedey gleich zu Beginn die „Haus-im-Haus“ Referenz auspielt, denn 1984 hatte man in Frankfurt mit dem bau des Architekturmuseums begonnen, eine alte Villa entkernt ein ein weißes, postmordernes „Haus“ in die Villa gesetzt. Nur so am Rande..

Bei dem Aufsatz selbst geht im Kapellen, wie auch heilige Gräber die als eigenes Gebäude in Kirchen standen (in Gernrode noch heute). Hab ich mir so noch nie drum Gedanken gemacht.

Das PDF findet sich hier