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Grüße aus Quedlinburg
Wollte mich mal kurz melden. Hotel super, essen fantastisch, Wetter so lala.
Heute habe ich die Stiftskirche und das Schlossmuseum besucht und habe dabei dieses Schwert des 9. Jahrhunderts fotografiert. Leider waren an der Vitrine keinerlei Angaben zum Fund, nur eben 9. Jh. und sowas wie:”auch die Wikis haben solche Schwerter benutzt…”
Morgen gehts nach Gernrode, den Grafen Gero besuchen und anschließend zum Kloster Wendhusen.
… eine Korrektur in eigener Sache
Auch die Main-Spitze schreibt Käse. Muss ich mal so sagen ohne mir da Bildblog-Niveau anmaßen zu wollen. Es geht dabei um die Berichterstattung der Austellung.
Beim Darmstädter Echo wurde noch Alfred Körbel der Vergleich von Trebur zu Haithabu in den Mund gelegt der so nie kam und ausserdem sagte ich das. Ich sagte das man einen Blick auf Haithabu als Anziehungspunkt werfen könne und das die aktuellen Besucherzahlen für ein Museum und eine erlebbare Austellungswelt sprechen. Als direktes Vorbild solle man sich mal das Museum der Pfalz Memleben ansehen, sagte ich!
Die Mainspitze versteckt ihre Fehler etwas besser… nicht im Haupttext sondern im Infofenster dazu. Als Logo diente mit Nichten das barocke Eingangstor des Kirchhofs. Wo würde da die Beziehung liegen? Es sind die ottonischen Bögen der Vorhalle! in der Kirche! IN bedeutet drinnen!
Die Animation soll auch nicht auf der Seite der Gesellschaft stehen sondern wird als CreativeCommons erst mal auf Youtube zu sehen sein, ob es dann auf der Seite stehen wird kann ich bisher noch nicht sagen, da es nie im Gespräch war!
Auch wäre es schön, dass wenn man schon die Internetadresse hinschreibt, auch nicht bei “www.geschichtsverein-trebur.de” nicht unbedingt das .de vergisst!
Das das Foto der Laurentiuskirche eine mehr als 3 Jahre altes Archivfoto ist hätte man zumindest dazu schreiben können.
Positiv zu bewerten ist das beide meinen Nachnamen richtig schreiben, kommt eher selten vor….
PS: Meine Meinung hat nix mit Heimat und Geschichte zu tun!
Ausstellungstagebuch T-44, Pressekonferenz [Update]
Heute morgen, ab halb 10Uhr stand ich frisch gestriegelt in Nonkonformistenuniform im Rathaus in Trebur. Grund war die Pressekonferenz für die kommende Austellung “Pfalz-Zeit”. 2,5 Presseleute waren da (2,5 weil Frau Danker von der Main-Spitze nur halb zählt, da sie im Geschichtsverein ist), was dann die gesamte Lokalpresse darstellt. Keine Ahnung von was die waren…
Begonnen hat das Ganze dann um 10:00Uhr mit einer Einleitung von Jürgen Arnold , parteiloser Bürgemeister von Trebur, der ganz zu meinem Erstaunen dabei die wirtschaftliche Bedeutung von Museen und Austellungen im Allgemeinen, und die Bedeutung von römischer , merowingischer und karolingischer bis salischer Zeit als Werbung für die Gemeinde hervorhob. Umwegrendite nennt man sowas im Bürokratendeutsch. Hat er aber nicht gesagt.
Anschließend hat Alfred Körbel, der das ganze Finanzielle, Werbung und Pressearbeit macht eine Präsentation der geplanten Aktionen, des Logos (Grafiker: Pedro Warnke) , Vorträge und so gemacht. Danach war ich dran mit offiziellen Vorstellung der Internetseite des Vereins, einem kurzen Abriss was auf die Besucher der eigentlichen Ausstellung im Museum erwartet und einer kurzen Vorführung einer zusammengeklöppelten Animation der Laurentiuskirche in verschiedenen Bauphasen. Ich hab dann nochmal die Bedeutung von Geschichte, Geschichtsbewußtsein, der Eugen-Schenkel-Stiftung und der Arbeit von Armin Weber M.A. hervorgehoben. Wolfgang Kraft hat dann nochmal kurz über den Verein Heimat und Geschichte e.V. referiert. Danach ab aufs Dach vom Rathaus und mit Logo für die Presse posieren. Ach, die Gemeinde hat auch noch Fotos gemacht, kommen wohl keine Ahnung wohin… Gemeindeblatt oder Homepage der Gemeinde oder so.
Und die Schlüssel fürs Museum hab ich jetzt auch, aber immer noch ohne Schlüssel fürs Magazin, was auch im Moment besser ist, sonst schließe ich mich da noch ein. Gestern hatte ich schon Kram ins Museum geschafft und nachgesehen ob die Länge der Vitrinen für manche Sachen reicht. Doofer Weise hab ich dabei festgestellt, dass meine Lanze nicht aufrecht im Museum stehen kann, außer ich säg den Schaft ab oder ich schlag ein Loch in die Decke des denkmalgeschützten Gebäudes. Die Deko für meine Thronwand ist auch schon drüben, werde ich wohl morgen festmachen und dann mal ein Foto machen. Vielleicht kriegen wir doch nen echten Kracher als Thron und ich muss nicht zum Berserker werden, aber verraten will ich da noch nichts.
Und der Kaffee im Rathaus hat ganz schön drive, danke Bürgermeister fürs Nachschenken!
[Update] Vom Verein “Mir Trewwerer” (Dialekt für “wir Treburer”) hat sich ein Modelltischler der Thronsache angenommen. Als Modelltischler weiß er was Sache ist und hat sich mit dem Diözesanmuseum Aachen in Verbindung gesetzt, die ihm/uns auch sämtlichst die Maße des Aachener Throns inkl. Innensitzt gemailt haben. Das Diözesanmuseum hat übrigens den Thron selbst schon nachgebaut, genauso weiß wie ich mir das vorstelle… der steht nun in der Aula der Domsingschule. Danke an alle Beteiligten für ihre Mühe!
Ach ja, zum Thema Politik hab ich gestern noch ein nettes Liedchen gehört (mal wieder alte CD´s rausgekramt), passt ja zum Thema Rathaus:
Gesucht wird…
Hallo Ihr da draußen, ich brauch mal Eure Hilfe. Ich hab die Letzte Nacht bis um 3 vor dem Computer gesessen und Austellungstafeln gemacht.
Jetzt ist mir aufgefallen das mir das Bild eines Lamellars und eines karolingischen Schwertes fehlt und ein entsprechendes gemeinfreies oder cc-by-sa finde ich nicht.
Wenn Ihr ein selbstgemachtes Foto eines anständigen Leder- oder Metalllamellars besitzt und/ oder ein Bild eines Schwertes Typ Petersen H oder K (in Haithabu im Bootskammergrab gibts da was tolles) und unter der Vorraussetzung der Namensnennung mir erlauben würdet das in einer Schautafel zu verwenden wäre das Super! Einfach Mail über den Kontakt an mich oder einen Kommentar mit der richtigen Email und ich melde mich. (Falls ihr eine private Lobhudellei haben wollt gibts auch das)
Wenn ich mich an den Theiss Verlag oder so wenden würde um eins aus den Veröffentlichungen zu benutzten, dauert das zum einen zu lange, zum anderen kostet das einen Arsch voll Geld, den ich als Ehrenamtlicher nicht hab! Also Danke schon mal!
So und ich bin dann mal im Museum um Vitrinen zu schieben!
Ausstellungstagebuch T-47, Urlaubszeit=Arbeitszeit
Dei Deko meines Thronsaals ist fertig. Naja, was das malerische angeht ist sie fertig. Sie muss natürlich noch aufgehängt werden! Sie besteht aus 3 Teilen: dem Mäanderband am oberen Ende, dem Hauptteil mit den Fenstern, und dem unteren Zierrand. Die 3 Teile werden erst vor Ort zusammengefügt, da das Museum ein Fachwerkhaus ist und diese haben die Angewohnheit recht krumm und schief zu sein, weshalb der Betrachter einer optischen Täuschung unterliegt und gerade hängende Bilder für schief erachtet. Um das auszutarieren wird es vor Ort eben passen gemacht. Der braune Kasten in der Mitte enhält übrigens eine Stifterinschrift.
Der Thron der davor stehen wird, wird wohl aus Holz entstehen und nicht aus Porenbeton, wie von mir geplant. Wolfgang Kraft hat mir aber zugesichert das das trotzdem was wird. Falls nicht werde ich einen sehr eindringlichen und anschaulichen Vortrag über die Bedeutung des Wortes Berserker halten!
Seit gestern Abend habe ich übrigens Urlaub, den ich erstmal damit begangen hab mein Auto aus der Werkstatt zu holen (für das Geld hätte ich mich als fränkischer Panzerreiter voll ausstatten können…) , ein Vollbad zu nehmen, meinen Kinnbart abzurasieren und meine Haare mal ein bisschen kürzen zu lassen. Heute werde ich für die Ausstellung und für mich wohl mal anfangen eine Wachstafel zu machen. Ich hab echt mal wieder lust was mit Holz zu machen. Der Rest der Woche ist mit dem Fertigstellen der Schautafeln , dekorieren des Museums, Pressekonferenz und so verplant sein. In der zweiten Woche werde ich (mit dem reparierten Auto) nach Quedlinburg fahren. Aber ich werde euch auch im Urlaub weiter nerven auf dieser Welle
Imagefilm des Salierjahrs
2010 ist Stauferjahr und 2011 wird Salierjahr. Und da sich Speyer bei ihren Austellungen eigentlich nie lumpen lässt darf man da schon was erwarten. Zur Wartezeitberkürzung gibts auf der Seite des Historischen Museums der Pfalz in Spyer schon mal einen Imagefilm fürs Salierjahr in dem sie mitteilen das erstmalig die restaurierte salische Kleidung aus den gräbern zu sehen sein wird. Soweit ich mich erinnern kann wurde sie auch schon früher gezeigt, jedoch war es an den Vitrinen zum Schutz der Stücke so dunkel das man fast ein Nachtsichtgerät gebraucht hätte um was zu erkennen. Vielleicht ist ja jetzt anders gelöst.
Ausstellungstagebuch: T-55, Mein Thron, meine Aula… [Update]
Ja, es geht diesesmal schnell, dass ich mich wieder zur Ausstellung melde, hat aber seinen Grund.
Gestern Abend gabs, für mich etwas überraschend, wieder eine Sitzung. Leider konnte ich nicht die ganze Zeit anwesend sein, da ich etwas in Eile war.
Aber einige Sachen konnten geklärt werden. Z.B. wurde der Dummy für den Flyer bzw. das Programmheft präsentiert. Und ich hatte mal nichts zu nörgeln
sogar die Farbe gefällt mir.
Der Termin für die Pressekonferenz wurde noch mal abgesprochen. Das Museum ist jetzt so gut wie leer, die Vitrinen geputzt und fast schon bereit eingeräumt zu werden.
Die Deko-Rückwand meiner Aula nimmt auch Gestalt an, wie man links sieht. Oben ist die Borte die den oberen Abschluss bildet und die farbigen Quadrate unten bilden den Rand zum Boden. Vorbild für die ist übrigens die Ausmalung der Torhalle in Lorsch. Ich finde das sieht ganz gut aus. Nee, eigentlich find ichs super!
Mein Thron wird auch was. Die Planung, wenn man das so nennen kann ist abgeschlossen, jetzt wird das Material besorgt. Der Einfachheit halber hatte ich das Ding schon mal am Rechner zusammengeschraubt.
Der Startplan für die neue Homepage des Geschichtsvereins ist auch vorverlegt worden. Sie wird nun am Wochenende starten. Zum Glück hatte ich die schon fertig. Lediglich die fixen Termin für Vorträge usw. kommen erst noch. Wenn ich sie Online hab geb ich hier mal Meldung durch, damit sich mal jemand hin verirrt.
So, jetzt muss ich fast nur noch mit meinen Schautafeln fertig werden.
[Update] Gerade die CD mit den original Logos für die Schautafeln und die Internetseite bekommen. Das die Daten in Illustrator, EPS und PDF vorliegen ist auch ok. Das der verwendete Font “ITF Weidemann” dabei ist ist auch super. Das er die Größe von 0 Byte hat ist eher doof…. arghhh!
Das Wunder des Quedlinburger Münzenberges
Von 986 bis 1523 stand auf dem Quedlinburger Münzenberg das Marienkloster. Bauernkrieg und Reformation jedoch beendeten die glanzvolle Geschichte der Basilika mit großer Apsis, bei der schon auf Grund der byzantinischen Formensprache des Grundrisses spekuliert wurde ob nicht Theophanu selbst ihre Finger im Spiel hatte.
Das Areal wurde als Steinbruch genutzt und um 1580 begannen sich Handwerker auf dem Berg anzusiedeln. Die kleinen Häusschen kann man auch heute noch dort sehen. Die genaue Lage des Kirchenbaus geriet in Vergessenheit. Wenn nicht ein kleines Wunder geschehen wäre!
Und wegen dieses Wunders schreibe ich darüber.
Mitte der 90er “machte eine Wessi rüber”. Prof. Dr. Behrens, zu diesem Zeitpunkt Chefarzt der Unfallchirurgie in Lemgo, der schon in seiner Heimat mit historischen Bauten befasst und einige hatte Sanieren lassen, sah einen Bericht über die schlechte Bausubstanz der Fachwerkhäuser von Quedlinburg. Er fuhr zum Kurzurlaub nach Quedlinburg und am dritten Tage war er Besitzer eines kleinen Fachwerkhauses auf dem Münzenberg. Er begann mit der Sanierung des Hauses und fand im Keller seines Häusschens Grundmauern der Basilika.
Prof. Dr. Behrens Interesse war geweckt und lies ihn nicht mehr los. Er verhandelte mit seinen Nachbarn über Zugang zu den Kellern, kaufte weitere Häuser, regte den “Museumsverein Klosterkirche auf dem Münzenberg” veranlasste Sanierungen und machte die Mauern der Öffentlichkeit zugänglich.
Heute befindet sich in den Gebäuden ein Museum, das es ermöglicht das Kloster durch Kellerbegeungen zu erfahren. Auch der der Freidhof des Klosters wurde bei den Erforschungen gefunden.
Prof. Dr. Behrens wurde mittlerweile mehrfach für sein Engagement geehrt.
Ich würde mir wünschen das so etwas auch in Trebur passieren würde! Aber bis das passiert geht wohl noch viel Wasser die Schwarzbach e´nunner…
Hier eine Informationsseite des Münzenberger Nachtwächters, hier die der Stiftung Denkmalschutz, hier noch mal überProf.Dr. Behrens Entdeckung,
Ausstellungstagebuch: T-57 , erste Ermüdungserscheinungen
Ich bin ganz schön fertig. So langsam zerrt alles an meinen Nerven. Jeden Abend nach der Arbeit sitze ich vor dem Rechner, zwischen 18 und 19:00Uhr gehts los und geht dann mindestens bis 12. Um 5 am nächsten Morgen ist dann die Nacht zu Ende und der normale Arbeitstag nimmt seinen Lauf.
Und dann ergab sich auch noch ein Problem mit der Deko. Ich hab ja vor symbolisch einen Tron vor einem entsprechenden Hintergrund aufzustellen. Der Hintergrund soll so in etwa aussehen wie unten auf dem Bild. Die Deko wird auf auf eine spezielle Fotowand aufgemalt, Doch leider gabs das bisher benutzte Papier nicht mehr und wir mussten auf anderes ausweichen. Leider wellte sich das so dermaßen das man das nicht verwenden konnte.
Also haben mein Vater und ich rum gegrübelt was wir nehmen könnten und sind dann auf *hüstel* Tapete gekkommen. Einfache, stinknormale, unstrukturierte, weiße Tapete! Und das funktioniert! Mehrfach grundiert, entstehen jetzt in der Garage nach und nach die farbigen Felder. Das wird schon!
Zum Glück muss ich sagen hab ich ab 30.8. zwei Wochen Urlaub. Da kann ich mich noch mal richtig ranhalten an die Plakate, von denen ich das erste nächste Woche in Druck geben werde. Dann ist am 1.9. auch die Pressekonferenz zur Austellung. Vielleicht sind bis dahin auch die Flyer fertig (für die ich nicht zuständig bin). Allerdings werd ich auch mal 3 Tage oder so wegfahren und den lieben Gott nen guten man sein lassen. Naja nicht wirklich. Ich wollte eigentlich an den Bodensee und Kloster Reichenau fotografieren, was sich aber zerschlagen hat und jetzt werd ich in den Harz fahren und mal sehen ob ich doch noch mal nach Quedlinburg, Thale und Gernrode komme… Das blöde ist nämlich: in Quedlinburg, an einer Vitrine, war ein Zitat angebracht zum Thema Reiskönigtum und ich Blödmann weiß das ich das auch in irgendeinem Buch hab, finds aber nicht. War von einem Geschichtsschreiber der beschrieb wie die Herrschaft über einen Pfalzort wie die Heuschrecken herfallen und alles leer fressen. Das Zitat will ich irgendwie in die Austellung einbauen. Ich kanns halt nicht mal im Urlaub lassen lassen. (siehe hier)
Wegen der Heinrich II. und Trebur Geschichte hab ich mir gestern auch das Buch von Stefan Weinfurter zu Heinrich bestellt. Vielleicht bringt mir das ja was und ich finde mal Zeit drin zu lesen.
eGuides, Animationen und Ingelheim
Weil ich im Moment doch sehr viel für Austellung mache und meist nicht vor eins ins Bett komme, hatt ich am Samstag beschlossen doch einmal mehr die ruhige Kugel zu schieben. Da ich mir die neue digitale Rekonstruktion in Ingelheim noch nicht angesehen hatte und ich sowieso noch nach Mainz zum Einkaufen wollte war der Entschluss schnell gefasst mal wieder nach Ingelheim zu fahren.
Für alle, die noch nicht in Ingelheim gewesen sein sollten, Ingelheim hat noch existierende Teile der Aula regia, des Heidenheimer Tores (Haupttor der Pfalz) , ein Klärbecken und Reste der staufischen Erweiterung zu bieten. Zudem ist der Mauerverlauf in weiten Teilen im Straßenbild durch verschiedene Pflasterungen nachzuvollziehen.
Der erste Weg sollte eigentlich ins Besucherzentrum der Pfalz führen. Das Besucherzentrum ist nicht nur Anlaufpunkt um die eGuides, die mit GPS ausgestatteten Führer durch das Pfalzgelände zu erhalten, sondern bietet auch noch ein kleines Museum und die Möglichkeit einen Kaffee zu sich zu nehmen den es frisch von den freundlichen Damen der Info gibt.
Das Museum selbst ist wie gesagt recht klein, beinhaltet aber einige interessante Funde aus der Pfalz, wie Verputzreste, Die Riemenzunge im Tassilokelchstil, und den Gold-Solidus Karls des Großen. Beeindruckend ist ein, mit original Säulen versehener und einige Meter langer Nachbau des Säulenganges der Exedra.
Gegenüber der Säulen befinden sich drei Cumputerterminals, auf denen man sich mittels Trackball durch die Rekonstruktionen der Pfalz navigieren kann. Als ich das letzte mal vor Ort war, gab es nur die Möglichkeit die Bilder der der Rekonstruktion der Aula zu sehen, nun kann man sich auch durch das gesamte Pfalzgelände navigieren, wobei der Startpunkt eine rekonstruierte Ansicht aus der Vogelperspektive ist. man kann sich Beispielsweise in die Exedra klicken und von dort wie in einem Quicktime-Panorama herumnavigieren. Zu allen möglichen Sachen gibt es hier Kontextinformationen: zu Säuleln, zum Boden, zu Säulenbasen… und das ist leider ein kleines Problem, denn um sich um zu blicken, muss man erst einmal eine Freifläche finden auf die man klicken kann und nicht gleich im Kontext landet. Da ich sowieso nicht der Trackballfreund bin hatte ich da Anfangs mein Probleme.
Nebenbei erfährt man auch in einem Film wie so eine Rekonstruktion eben rekonstruiert wird. Interessant fand ich das auch auf das Gartenproblem eingegangen wurde. Man entschied sich dabei für eine Anlage nach römischen Vorbild mit flachen Wasserbecken, natürlich alles hypothetisch und aus dem Bezug zur antikisierenden Architektur der Exedra heraus.
Anschließend habe ich den eGuide geholt, der mit 2 Euro Kosten doch günstig ist im Vergleich zu eGuide Systemen bei anderen Sehenswürdigkeiten (Potsdam 7,50€ für 4 Stunden). Der eGuide bietet die Möglichkeit mittels GPS sich durch das Areal zu navigieren (hab ich nicht benutzt da ich mich auskenne) und sich Informationen über die Objekte geben zu lassen. Es gibt eine Hauptinformation, die durch das Gespräch einer Besucherin und eines Führers dargestellt wird (meist 2-3-min.) sowie erweiterte Information, wie etwa archäologische Befunde oder Primärquellen. In der Aula kann man sich etwa Teile des Prozesses gegen Tassilo von Baiern anhören, der von hier nach Jumieges verbannt wurde, sowie die Beschreibung des Ermoldus Nigellus. Ergänzt wird das ganze immer wieder durch Bildern von Rekonstruktionen und Grabungen.
Insgesammt gibt es 18 Stationen (wenn ich mich recht erinnere), wobei die 18. Station etwa 2km entfernt liegt und die karolingische Wasserleitung zuer Pfalz darstellt. Leider ist das Display bei Sonnenschein, wie Samstag, etwas schwach auf der Brust und etwas Schatten ist durchaus hilfreich. Es lohnt aber auf jeden Fall, so wie sich der Besuch in dieser Ausnahmepfalz Karls des Großen lohnt.






