Eine alte Motte am alten Neckar

Von den Burgstätten aus der Zeit der späten Salier, als das Ministerlialenwesen aufblühte, gibt es kaum Zeugnisse. Entweder wurden die Turmhügelburgen durch den Ackerbau mit der Zeit dem Erdboden gleich gemacht, oder es entstanden modernere Bauten, wie etwa die Burg Dornberg darauf.

Bei Bickenbach, in einer Schlinge des Alt-Neckar haben sich jedoch Teile einer Turmhügelburg erhalten. Die Burg Weilerhügel, auch Alt-Bickenbach oder die alte Burg genannt.

Am prägnantesten ist der 11m hoch erhaltene Turmhügel. Es ist nicht klar ober er von Anfang an diese höhe hatte oder mit der Zeit erweitert wurde. Auf ihm stand der Turm und eine Holzpalisade, die später durch eine Mauer ersetzt wurde. Südwestlich liegt die Vorburg, de etwa einen Meter höher liegt als das umliegende Terrain. (im Bild links) Beides umgab einen Graben (im Bild erkennbar) , sowie ein weiterer Graben in etwa 40 m entfernung der heute kaum noch erkennbar ist.

Die Anlage wurde wohl um 1120 errichtet, aber bereits 1232 wurde sie bei einer Fehde mit den Pfalzgrafen zerstört und nicht mehr aufgebaut. Sie entsprach nicht mehr den Anforderunge der Herren von Bickenbach, die eine Höhenburg errichtetet. Burg Bickenbach ist heute  bekannter unter dem Namen Alsbacher Schloß. Die Motte wurde danach weiter als Wirtschaftshof genutzt bis sie im 16 Jahrhundert abgegangen war.

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