Fehler bei Ausstellungen

1 Antwort

  1. Ganz wichtige Überlegungen! Ich komme grade aus der Friederisiko-Ausstellung in Potsdam, wo viele dieser Fragen eine Rolle spielten: Jeder Besucher kriegte einen Audioguide, ohne weitere Berechnung und auch ohne große Pfandhinterlegung oder so was. Einige Exponate und alle Ausstellungsräume wurden so durch Audiokommentare erläutert. Dazu hatte jeder Ausstellungsraum eine gut lesbare, schräg hüfthoch präsentierte Texttafel, die den Gegenstand dieses Ausstellungsteiles schilderte, und schließlich hatte jeder Besucher ein schlichtes Textheft, in dem alle beschreibenden Texte zu allen Exponaten abgedruckt waren. Ausserdem gab es wegen der empfindlichen und eher engen Räume des Schlosses eine strenge Einlass-Struktur; Karten wurden für einen von drei Eingängen ausgegeben und galten genau 15 Minuten lang. Konten ausserdem auch online bestellt werden; allerdings haben wir uns das wegen des engen Termines nicht getraut. Wir konnten nicht rausfinden, ob verspätete Besucher wirklich endgültig abgewiesen wurden.
    So hoch wirds bei Euch ja nicht ständig hergehen, aber ein paar Hinweise nutzen Dir vielleicht. Gerade das Aushändigen von Exponat-Beschreibungen ist unkompliziert und erleichtert gerade Sehbehinderten, wie Du sie erwähnst, den Besuch ungemein. Übrigens reicht es schon, wenn man, wie ich, eine Brille mit unterschiedlichen Sehstärken trägt und dauernd beim Versuch, die schlecht und zu klein angebrachten Beschilderungen zu lesen, den Kipf in den Nacken nehmen muss. Eine ähnliche Lösung bieten inzwischen auch viele Kirchen an, die den Besuchern eine laminierte Tafel mit Raumplan und Exponatbeschreibung zur Ausleihe anbieten. Schließlich sind typographische Grundkenntnisse zur Erstellung von Exponattexten unerlässlich (und leider sehr selten … ).

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