{"id":34214,"date":"2026-02-12T17:00:13","date_gmt":"2026-02-12T16:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/?p=34214"},"modified":"2026-02-12T17:00:57","modified_gmt":"2026-02-12T16:00:57","slug":"eine-chronologie-zur-forschung-an-der-lorscher-torhalle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2026\/02\/12\/eine-chronologie-zur-forschung-an-der-lorscher-torhalle\/","title":{"rendered":"Eine Chronologie zur Forschung an der Lorscher Torhalle"},"content":{"rendered":"\n<p>Momentan arbeite ich an einem Video \u00fcber Lorsch, dabei bin ich gaaaanz tief in ein Loch gefallen. Und zu dem musste ich feststellen, dass mich der Chronologie-Schwurbler Illig zitiert. Und deswegen habe ich hier einen alten Forschungsabriss \u00fcberarbeitet und erg\u00e4nzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Anf\u00e4nge und H\u00f6hepunkte<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>765 gr\u00fcnden die Robertiner das Kloster Lorsch, das wegen eines Rechtsstreits letztendlich 772 Reichskloster wird, und mit Rechten, wie der freien Abtswahl, ausgestattet wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>774 ist der Umzug auf einen D\u00fcnenh\u00fcgel abgeschlossen und die neue Kirche wird im Beisein Karls des Gro\u00dfen, gerade frisch auch zum K\u00f6nig der Langobarden geworden, geweiht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Seinen ersten H\u00f6hepunkt hat das Kloster dann in der zweiten H\u00e4lfte des 9. Jahrhunderts. Lorsch wird Grablege der Ostfr\u00e4nkischen Karolinger: Ludwig dem Deutschen und dessen Sohn Ludwig III. Auch der Sohn des letzteren, Hugo, wird hier beigesetzt, genauso wie die Frau des Konradiners Konrad I, Kunigunde, hier ihre letzte Ruhest\u00e4tte findet. Als Grablege dient eine eigene Gruftkapelle. Im Lorscher Codex taucht sie unter dem begriff Ecclesia Varia oder unter dem Namen Vehenkirch, beides bedeutet die Bunte Kirche bzw. die Bunt gemachte Kirche, auf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem ist Lorsch ein zentraler Ort im Reich des Totengedenkens der Karolinger, auch die hier gar nicht bestattenen Karlmann von Baiern und Karl der Dritte, genannt der Dicke, sind hier im Totengedenken eingeschlossen&nbsp; und Arnulf von K\u00e4rnten ist ebenfalls um das Kloster bem\u00fcht.<sup id=\"rf1-34214\"><a href=\"#fn1-34214\" title=\" Johannes Kroh , Die Augsburger Bisch\u00f6fe vor 1152: Bischof Adalbero in Germania Sacra Einzelstudien S7 \" rel=\"footnote\">1<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Seinen H\u00f6hepunkt hat das Kloster im 11 Jahrhundert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1053 besucht Papst Leo IX.&nbsp; das Kloster und weiht den mittleren von wohl drei Alt\u00e4ren in der sogenannten \u201cecclesia varia\u201d . Wohl ein Teil einer gro\u00dfangelegten Sanierung der Kirchenanlage.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1066 kommt es zu einer unvergleichlichen Machtdemonstration des Klosters durch Abt Udalrich, bei der er sich&nbsp; Heinrich IV. eindrucksvoll widersetzte. Heinrich IV spricht n\u00e4mlich dem Kloster die freie Abtswahl ab und will das Kloster an Adalbert von Bremen vergeben. Heinrich kommt nach Tribur zu einer Reichsversammlung, bei dem man Abt Udalrich zum Erscheinen zwingen will, nachdem er sich vorher nicht erbarmt hat zu kommen. Und Udalrich kommt. Und wie!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Er kommt mit seinen 12 st\u00e4rksten Lehnsm\u00e4nnern, die wiederum jeweils ihre 100 st\u00e4rksten Lehnsnehmer mitbringen, zu Pferd und unter Waffen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Uldarich kommt also mit 1200 Berittenen und wahrscheinlich noch einem Haufen Fu\u00dfsoldaten, Knechten und Tross. Zum Vergleich: Im selben Jahr erobert William Herzog der Normandie England. Dabei geht man von etwa 7000 bis 11000 Mann Truppen insgesamt aus, .&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Abt Udalrich hier mitgemischt h\u00e4tte, mit allem was er aufbieten konnte , h\u00e4tte er eine ernsthafte Konkurenz zu William dargestellt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Doch bald schon kommt der Niedergang. 1090 kommt es zu einem schweren Brand. Ausgel\u00f6st durch ein Spiel mit brennende Scheiben \u00e4hnlich einer Frisbee.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen 1175 und 1195 werden die alten Urkunden und Berichte des Klosters in einer Sammelhandschrift zusammengefasst. Es entsteht der Lorscher Codex.<\/p>\n\n\n\n<p>1232 Verliert das Kloster seine Reichsunmittelbarkeit und geht an Mainz. Die Benediktiner str\u00e4uben sich gegen Reformen und werden erst durch Zisterzienser, dann durch Pr\u00e4monstratenser ersetzt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6glicherweise kommt es zur ersten Nutzung der Torhalle&nbsp; als Michaelskapelle noch vor dem 14. Jahrhundert, als eine Wandnische im Obergeschoss angelegt und eine Figur in rot, gelb und schwarz gemalt&nbsp; wird, die von Matthias Exner als m\u00f6gliche Michaelsdarstellung interpretiert wird.<sup id=\"rf2-34214\"><a href=\"#fn2-34214\" title=\"Hans Michael Hangleiter , Stefan Schopf Untersuchung historischer Oberfl\u00e4chen und Farbigkeiten in der Lorscher Torhalle&nbsp; in Wandmalereien im fr\u00fchen Mittelalter S17&nbsp; \" rel=\"footnote\">2<\/a><\/sup>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im letzten Viertel des 14. Jahrhunderts wird das Obergeschoss der Torhalle im Inneren umgestaltet. Die Dachneigung wird auf den heutigen Winkel erh\u00f6ht, Fenster in die Giebel eingebrochen und die Decke mit einer Tonne versehen. Die W\u00e4nde im Inneren werden neu verputzt und mit neuen Malereien ausgestattet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die nun folgenden Vorg\u00e4nge haben aber jetzt erst mal nichts direkt mit der Torhalle zu tun, spielen aber einen&nbsp; Rolle bei einigen Interpr\u00e4tationen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurz vor der Zerst\u00f6rung im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg besuchen sowohl der Historiker und Jurist&nbsp; Marquardt Freher 1613, als auch&nbsp; zwei Jahre sp\u00e4ter der Mainzer Domvikar und Historiker Dr. Georg Helwich das Kloster und besichtigen es.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Beide beschreiben einen Sarg der im Kirchenschiff auf S\u00e4ulchen ruhend steht. Aber auch einen gro\u00dfen Porphyrsarg in der K\u00f6nigsgruft, die \u00fcber Treppen hinter dem Hauptaltar erreichbar war. W\u00e4hrend der S\u00e4ulchensarg noch geschlossen war, war die Porphyrsag ge\u00f6ffnet und leer.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1621 wird das Kloster niedergebrannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem das Kloster kurz darauf wieder in kurmainzischem Besitz kam, dienten die Geb\u00e4ude als Abbruchmaterial, die Torhalle blieb jedoch verschont. Wahrscheinlich weil sie nicht besch\u00e4digt wurde, da sie nicht mit dem Hauptkomplex verbunden war und das Feuer nicht \u00fcbergreifen konnte. 1632 wird sie erstmals \u00fcberliefert als \u201cCapelle\u201d bezeichnet<sup id=\"rf3-34214\"><a href=\"#fn3-34214\" title=\" Katarina Papajanni Mit Eichenkeil und einer Wallnusschael &#8211; Bauforschung an der sogenannten Tor- oder K\u00f6nigshalle im ehemaligen Kloster Lorsch als Grundlage f\u00fcr einen neuen Datierungsansatz in architecturea Band 45\/2015 S.23 \" rel=\"footnote\">3<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>1697 erfolgt der Umbau zur Erzbisch\u00f6flich Mainzischen Privatkapelle, dabei wird die Zwischendecke entfernt und Arkaden nach Osten vermauert. M\u00f6glicherweise wird zu diesem Zeitpunkt ein romanischer Bogen in Zweitverwendung als Teil einer Altarnische in den mittlersten Bogen nach Westen eingesetzt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1724 Wird die Torhalle nochmals umgebaut. Das alte Dach wird durch das heutige Mansardendach ersetzt, die Wandfl\u00e4chen&nbsp; werden neu verputzt, wobei der \u00e4ltere Putz aufgehackt wird. Eine Stuckdecke wird eingezogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Pl\u00e4ne aus der Zeit von 1744 und 1749 zeigen noch das Langhaus der Klosterkirche in voller L\u00e4nge, mit gotischem, plygonalem Schluss, der scheinbar \u00fcber der Gruftkirche Helfrichs steht. Es fehlen jedoch scheinbar die Seitenschiffe.<sup id=\"rf4-34214\"><a href=\"#fn4-34214\" title=\" Das verlorene Kloster &#8211;&nbsp; Lorscher Studien 1S 8\/9 \" rel=\"footnote\">4<\/a><\/sup> Im Laufe der n\u00e4chsten 50 Jahre wird die Kirche bis auf die heute verbleibenden 3 Joche abgebrochen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1797 wird die Michaelskapelle, also die Torhalle,&nbsp; auf Abbruch verkauft&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nun kommen wir noch einmal auf die S\u00e4rge zu sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Friedrich Karl Anselm Joseph Wilhelm von Hausen und Gleichenstorff, meist nur Karl von Hausen genannt, war Kurmainzer Kammerherr und Oberforstmeister in Lorsch.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Um 1800 hatte von Hausen das Klostergel\u00e4nde gekauft, um hier graben zu k\u00f6nnen. Er habe die Reliquien des hl. Nazarius f\u00fcr Mainz bergen wollen, aber andererseits soll Nazarius sagenhafterweise in einem goldenen Sarkophag mit Brillantkreuz beigesetzt sein<sup id=\"rf5-34214\"><a href=\"#fn5-34214\" title=\" Eduart Berlet &#8211; Der Sarkophag Ludwig des Deutschen in Beitr\u00e4ge zur Geschichte des Klosters Lorsch S166 \" rel=\"footnote\">5<\/a><\/sup> Es k\u00f6nnte also auch eine profane Schatzsucherrei gewesen sein, die von Hausen antrieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch ist sein Vorgehen nicht als Raubgr\u00e4berei zu werten, sondern entspricht den damaligen Standarts, die aber eben nicht sonderlich vorteilhaft waren.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem Ort, der als Garten bezeichnet wird und wahrscheinlich \u00f6stlich des Kirchenrests lag, wo ein Plan von 1816 ein Wingert und Obstg\u00e4rten zeigt,&nbsp; &nbsp; findet er mindestens F\u00fcnf S\u00e4rge, bzw gemauerte Gr\u00e4ber.&nbsp; Darunter den Pilastersarkophag, der sich noch heute in Lorsch befindet , nicht aber den zuvor beschriebenen Porphyrsarg.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Noch immer war der Pilastersarkophag verschlossen. Bei \u00d6ffnung fand er einen Toten in einer braun-karierten Seidenkleidung mit Goldborte, Stiefeln und Sporen. Die Kleidung war wohl urspr\u00fcnglich rote, gemusterte byzantinische Seide und der Tote wom\u00f6glich Ludwig der Deutsche oder Ludwig III<sup id=\"rf6-34214\"><a href=\"#fn6-34214\" title=\" Schalles-Fischer\" rel=\"footnote\">6<\/a><\/sup>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Seine Funde sendete er an den Mainzer Erzbischof, der zu dieser Zeit wegen der franz\u00f6sischen Besatzung in Aschaffenburg residierte. Von da an verliert sich der direkte Nachweis der Fundst\u00fccke.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Hausen wird 1802 im Lorscher Wald von Wilddieben erschossen.<\/p>\n\n\n\n<p>1803 kauft der geschichtsinteressierte&nbsp; Landgraf Ludwig X. , die Torhalle zur\u00fcck und gew\u00e4hrt ihr so erstmals Schutz.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1806 wurde aus Ludwig X, mit Frankreichs Gnaden der Gro\u00dfherzog Ludwig I von Hessen und bei Rhein. Dieser hatte Bereits 1803 mit dem Reichsdeputationshauptschluss den Besitz und somit als neuer Landesherr auch die Archive des Erzbistums Mainz erhalten. Wahrscheinlich kamen die Lorscher Funde des Oberforstmeisters und die Akten dar\u00fcber so in Darmst\u00e4dter Besitzt. Jedoch blieb nur einzigst,&nbsp; ein goldener Riemenschieber erhalten, der als \u201caus Seeheim\u201d stammend beschrieben wird. Aus Seeheim, wahrscheinlich weil der Gro\u00dfherzog dort seine Sommerresidenz hatte und er von dort, nachdem ihn sich der Gro\u00dfherzog angesehen hatte, nach Darmstadt sandte.&nbsp; Wenn noch weitere Akten und Gegenst\u00e4nde aus dem Grab vorhanden gewesen sein sollten, sind sie wahrscheinlich 1944 in der Bombardierung Darmstadts verbrannt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Forschungen beginnen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Um 1815 war es Georg Moller, der gro\u00dfe klassizistische Baumeister, der in Darmstadt wirkte, der die Bedeutung der Lorscher Torhalle erkannte und sie als karolingisch \u201eentdeckte\u201c. Dabei war er nicht wirklich der Erste, denn 3 Jahre vorher hatte dies&nbsp; bereits Konrad Dahl geschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Moller ver\u00f6ffentlichte die Torhalle in seinen \u201eDenkm\u00e4lern der deutschen Baukunst Band 1\u201c und setzte sich beim Gro\u00dfherzog f\u00fcr den Bau ein, was zum ersten \u201eDenkmalschutzgesetzt\u201c in Hessen f\u00fchrt. Zuvor gab es ein \u00e4hnliches Gesetz in Baden , das Moller jedoch erweiterte.&nbsp; Er datiert den Bau der Torhalle auf 774 und rekonstruiert zeichnerisch ihr urspr\u00fcngliches Dach.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Torhalle&nbsp; wurde aber erst ab 1860, nachdem der Bau den Altertumsforschern bei einer M\u00fcnchner Konferenz vorgestellt wurde, langsam Gegenstand weitreichender wissenschaftlicher Forschung.<\/p>\n\n\n\n<p>1842 erfolgten schon Sanierungsarbeiten an der Torhalle, wobei der n\u00f6rdliche Treppenturm einst\u00fcrzt. Der Treppenaufgang auf die n\u00f6rdliche Empore wird nun \u00fcber eine Treppe im Inneren realisiert, noch immer dient der Bau als Kapelle.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Franz Kugler publizierte erstmals 1847<sup id=\"rf7-34214\"><a href=\"#fn7-34214\" title=\"&nbsp; Franz Kugler, , Geschichte der Baukunst. I. Stuttgart 1859, S. 411-413 \" rel=\"footnote\">7<\/a><\/sup>&nbsp; Er datiert die Halle auf die zweite H\u00e4lfte des 12. Jahrhunderts. Unter anderem wegen des Bogens der Kapelle, der ja in einen Torbogen in Zweitverwendung eingesetzt worden war. Ihm schlie\u00dft sich zun\u00e4chst Schnaase<sup id=\"rf8-34214\"><a href=\"#fn8-34214\" title=\" Carl Schnaase ,Geschichte der bildenden K\u00fcnste im Mittelalter. Bd. III, 1. Aufl., D\u00fcsseldorf 1844, S. 492\" rel=\"footnote\">8<\/a><\/sup> 1844 an.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Kugler 1859 seine Aussage revidiert, schlie\u00dflich ist der Bogen nachtr\u00e4glich eingebaut und die Torhalle in Verbindung mit Einhard in die Zeit Karls des Gro\u00dfen datiert, revidiert auch Schnaase 1869 seine Aussage. Doch die urspr\u00fcngliche Ver\u00f6ffentlichung wird noch nervende Folgen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>1873 stellte Georg Sch\u00e4fer im Correspondenzblatt des Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine. 21. Jahrgang.&nbsp; die Theorie auf, die Torhalle sei die Grabkapelle Ludwigs des Deutschen , die ecclesia varia. Ecclesia varia bedeutet \u201cbunte Kirche\u201d und schlie\u00dflich w\u00e4re das Farbspiel der Fassade als bunt zu interpretieren.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Der Einsatz von Spaten und Schaufel bringt keine Begr\u00e4bnisse zu Tage,da man nur im Inneren der Torhalle gr\u00e4bt. Denn als 1952, 1980, 1982, 2015 und 2016 hier gegraben wurde, konnte festgestellt werden, das die Torhalle auf einem Friedhof des 8. Jahrhunderts steht, in dem eine d\u00f6rfliche Bev\u00f6lkerung beigesetzt wurde und der sp\u00e4ter wieder in Benutzung war.<sup id=\"rf9-34214\"><a href=\"#fn9-34214\" title=\" Claus Kropp, Dieter Lammers, Begraben und vergessen? Knochen erz\u00e4hlen Geschichte in Hessen Arch\u00e4ologie 2016 S150 \" rel=\"footnote\">9<\/a><\/sup><sup id=\"rf10-34214\"><a href=\"#fn10-34214\" title=\"Dieter Lammers , Aktuelle Ergebnisse zur Gr\u00fcndungsgeschichte des Klosters Lorsch \" rel=\"footnote\">10<\/a><\/sup> Und Schon Behn hatte 1927\/28 Skelette an der Torhalle aufgedeckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem waren die S\u00e4rge, die potentiell&nbsp; zur Gruftkirche geh\u00f6rten, ja 1800 aus dem Boden,&nbsp; wahrscheinlich hinter der Klosterkirche, geholt worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Friedrich Schneider publiziert dann 1879 \u201eDer karolingische Torbau zu Lorsch\u201c ebenfalls im \u201eKorrespondenzblatt \u201c und schl\u00e4gt vor, die Torhalle als Ehrenpforte im Sinne r\u00f6mischer Triumphb\u00f6gen zu verstehen, findet aber kaum Geh\u00f6r.<\/p>\n\n\n\n<p>Rudolf Adamy war 1891 der erste der Separat \u00fcber Lorsch, also als Monographie,&nbsp; in seinem Buch \u201eDie fr\u00e4nkische Torhalle und die Klosterkirche zu Lorsch\u201c publizierte. Adamy hatte auch in Lorsch erste Grabungen durchgef\u00fchrt. F\u00fcr ihn war die Torhalle das Eingansportal in das Atrium und nach seiner Vorstellung war sie direkt mit einer Mauer mit diesem verbunden. Er ist der Meinung, sie sei zeitgleich mit dem Kloster entstanden, zwischen 766 und 774 . Des Weiteren h\u00e4lt er die Treppent\u00fcrme, von denen der n\u00f6rdliche ja eingest\u00fcrzt war, f\u00fcr eine sp\u00e4tere Hinzuf\u00fcgung. Zudem findet er Steine die f\u00fcr ihn daf\u00fcr sprechen das es ein zweites Geb\u00e4ude mit \u00e4hnlichen Bauschmuck, wie die Torhalle gibt. Er sieht sie als Bauschmuck der ersten Kirche.&nbsp;<sup id=\"rf11-34214\"><a href=\"#fn11-34214\" title=\" Adamy Die fr\u00e4nkische Torhalle und die Klosterkirche zu Lorsch&nbsp; S9&nbsp; \" rel=\"footnote\">11<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Bei Abriss der Remise und des Fortwarthauses direkt s\u00fcdlich der Torhalle findet Adamy Pilaster und Steine, die jenen gleichen die an der Torhalle verbaut sind. Sie sind aber nicht \u00fcnerz\u00e4hlig oder so. Sie m\u00fcssen also zu einem anderen Geb\u00e4ude geh\u00f6rt haben, das der Torhalle irgendwie \u00e4hnlich war. Adamy vermutet einen Zusammenhang mit der eigentlichen Grabeskirche, der ecclesia varia.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1904 setzt Heinrich Giess die Ausgrabungen Adamys fort. Er gr\u00e4bt in der Hauptsache auf der Kreuzhofwiese und am Seehof, um das Altenm\u00fcnster und das Augustinerinnekloster Hagen zu finden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cL\u2018 architecture religieuse en France \u00e0 l\u2019Epoque romaine\u201c wird 1912 von Robert de Lasteyrie ver\u00f6ffentlicht. Er zweifelt die Datierung der Torhalle generell an. Zum einen, weil er Schnaases urspr\u00fcnglichen Argumenten folgt und vor allem, da er sich nicht vorstellen kann, wie die Torhalle den Brand von 1090 \u00fcberstanden haben soll und keine Brandspuren aufweisen k\u00f6nne. Ein Argument, das vor allem von Chronologie-Kritikern angef\u00fchrt wird, weshalb ich da kurz drauf eingehe.Nicht zuletzt auch auch weil ich in einem dieser Texte als Quelle angegeben werde.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>De Lasteyrie ging vom Stand von Adamy aus, der ja Torhalle und Atrium als zusammenh\u00e4ngenden Bau ansah. Auch beruft er sich auf die \u00e4ltere Ver\u00f6ffentlichung von Schnaase.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hinzu kommt dass Nachgrabungen von 2012 ergaben dass die von Behn ergrabene Struktur, also das Atrium, dessen Breite er mit 4,60m angab, zwar im S\u00fcden verifiziert werden konnte, nicht jedoch im Norden.<sup id=\"rf12-34214\"><a href=\"#fn12-34214\" title=\" Hermann Schefers, Auf der Suche nach einem Bild des Klosters Zur Geschichte der Arch\u00e4ologie und Bauforschung in Lorsch \" rel=\"footnote\">12<\/a><\/sup> Es handelt sich wohl auch gar nicht um ein Atrium im eigentlichen Sinn und war beim Bau der Torhalle niedergerissen worden. Die Brandschicht die Adamy zu Tage f\u00f6rderte, fand er nur im Kirchenschiff. Dennoch gibt es eine weitere, fl\u00e4chige Brandschicht, die die Spur einer&nbsp; Brandrodung des Gel\u00e4ndes war, wie sich 2003 zeigte und aus dem 7. Jahrhundert stammt.<sup id=\"rf13-34214\"><a href=\"#fn13-34214\" title=\" 10 Jahre neue Forschungen in Lorsch, Institut f\u00fcr Arch\u00e4ologie, Denkmalpflege und Kunstgeschichte \" rel=\"footnote\">13<\/a><\/sup><sup id=\"rf14-34214\"><a href=\"#fn14-34214\" title=\"Dieter Lammers , Aktuelle Ergebnisse zur Gr\u00fcndungsgeschichte des Klosters Lorsch \" rel=\"footnote\">14<\/a><\/sup>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Weiterhin kommt eine Besonderheit der Landschaft im Rheintal dazu. Hier herrschen Westwinde vor. Sie haben auch die Eiszeitliche D\u00fcne gebildet, auf der das Kloster steht und wer wie ich Jahrzehnte in der Ecke verbracht hat, kennt die Winde und das Wetter. Wenn ein Wind aus Osten kommen w\u00fcrde, kann man mit einem Unwetter rechnen, das sich gewaschen hat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einem Brand in Lorsch in der Klosterkirche w\u00e4re also im Normalfall mit Westwind zu rechnen. Dieser H\u00e4tte die Flammen nach Osten geweht und somit auch die im Westen stehende Torhalle gesch\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<p>De Lasteyries weiteres Argument, die Torhalle&nbsp; m\u00fcsse aus dem 12. Jahrhundert stammen, da franz\u00f6sische Architektur, er nennt hier die Auvergne,&nbsp; \u00e4hnliche Mauertechniken aufweise, krankt an einem Problem. Diese Merkmale tauchen schon fr\u00fcher in Frankreich auf, und zwar in Burgund. Und ausgerechnet dort h\u00e4lt sich Robert der Tapfere (+866)&nbsp; auf, der Ahnherr der Kapetinger und der kommt aus dem Haus der Rupertiner. Dessen Urgro\u00dfvater ist niemand anderes als Cancor, der Gr\u00fcnder des Klosters Lorsch!&nbsp; Es bestehen also Wechselwirkunge, die sogar soweit gehen, dass es die Vermutung gibt die Bautechnik sei nicht von West nach Ost, sondern \u00fcber Robert den Tapferen von Ost nach West gewandert<sup id=\"rf15-34214\"><a href=\"#fn15-34214\" title=\" siehe: Barbara A. Watkinson,&nbsp; Lorsch, Jouarre et l&#8217;appareil d\u00e9coratif du Val de Loire \" rel=\"footnote\">15<\/a><\/sup> Zudem ist noch anzumerken das sp\u00e4tere Bautechniken aus der Auvergne die \u00c4ltere oft mals nur imitieren. Zum Teil werden hier keine einzelnen Platten verwendet, die ins Mauerwerk eingelasssen sind, sondern eine gro\u00dfe Platte in die feine Rillen eingearbeitet wurden um den Anschein kleinerer Platten zu erwecken.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im \u00fcbrigen wirft de Lasteyrie Schnaase vor seine Meinung nur ge\u00e4ndert zu haben, da sie auf wenig Gegenliebe stie\u00dfe.<sup id=\"rf16-34214\"><a href=\"#fn16-34214\" title=\" Robert de Lasteyrie, L\u00b4Architecture Religueuse en France a l\u00b4epoque romane S.170 \" rel=\"footnote\">16<\/a><\/sup>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch ist de Lasteyrie nicht der einzige, der eine sp\u00e4te Datierung benutzt. Auch Elisabeth Ahlenstiel-Engel datiert 1922 die Torhallle ins zweite Jahrzehnt des 12. Jahrhunderts. Es ist auch nicht so, dass das niemand kennt, wie&nbsp; gerne&nbsp; behauptet wird. Nein, es wird nur nicht als in irgendeiner Weise sinnvoll nutzbar betrachtet und ist zudem wiederlegt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1914 ist zu lesen, die Vorhalle sei merowingisch, und die Gruftkapelle, die ecclesia varia habe s\u00fcdlich der Kirche gestanden und sei mit dieser verbunden gewesen.<sup id=\"rf17-34214\"><a href=\"#fn17-34214\" title=\" Eugen Guglia,\u00a0 Die Geburts- Sterbe- und Grabst\u00e4tten der r\u00f6misch-deutschen Kaiser und K\u00f6nige S18 \" rel=\"footnote\">17<\/a><\/sup> M\u00f6glicherweise gibt es einen Zusammenhang mit dem von Behn sp\u00e4ter eingezeichneten Bau, den er als Ecclesia Triplex identifiziert, aber der bei den Nachgrabungen Fehler in den Pl\u00e4nen Behns nachgewiesen werden konnten<sup id=\"rf18-34214\"><a href=\"#fn18-34214\" title=\"Das verlorenen Kloser &#8211; Studien zur Arch\u00e4ologie und Baugeschichte ,\u00a0 Lorscher Studien 1 S12-13 \" rel=\"footnote\">18<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Georg Dehio ging in \u201eGeschichte der deutschen Kunst\u201c (1919) und \u201eHandbuch der deutschen Denkm\u00e4ler 4\u201c (1926) davon aus,es sich um einen profaner Torbau handelte, dessen Obergeschoss als Torw\u00e4chterstube diente.<\/p>\n\n\n\n<p>Paul Franke sieht die Torhalle im gleichen Jahr&nbsp; in \u201c Baukunst des Mittelalters &#8211; Die fr\u00fchmittelalterliche und romanische Baukunst &nbsp;<sup id=\"rf19-34214\"><a href=\"#fn19-34214\" title=\" Paul Franke, Baukunst des Mittelalters &#8211; Die fr\u00fchmittelalterliche und romanische Baukunst S43&nbsp; \" rel=\"footnote\">19<\/a><\/sup> aus dem Jahr 830 stammend wie die Bildunterschrift zeigt.. Jedoch wird im Text die Torhalle als sp\u00e4tkarolingisch, aus der Zeit Ludwigs des Deutschen oder Ludwigs III.&nbsp; stammend genannt. Franke denkt aber,&nbsp; das es kein Obergeschoss gab, bzw. das es keine Zwischendecke gab.&nbsp; Auch geht Franke&nbsp; auf de Lasteyries ein und gibt an das Feuer habe die Torhalle nicht betroffen, da sie ja nicht mit dem Atrium verbunden war.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Alois Fuchs schreibt 1921 in den \u201eLorscher Heimatbl\u00e4ttern\u201c und in seinem Buch \u201eDie karolingischen Westwerke\u201c \u00fcber das Bauwerk. Er ist es, der den Begriff \u201eK\u00f6nigshalle\u201c pr\u00e4gt. Er sieht in dem Bau eine Kombination von Triumphbogen mit aufgesetzter Versammlungshalle des K\u00f6nigs (eine Aula Regia) und stellt dazu Vergleiche mit der gotischen Halle von Naranco aus dem 9. Jahrhundert her. Eine Entstehung nach 800 schlie\u00dft er aus und tendiert Adamy folgend auf 774.<sup id=\"rf20-34214\"><a href=\"#fn20-34214\" title=\" vgl. G\u00fcnter Binding , Die karolingische K\u00f6nigshalle,&nbsp; in Die Reichsabtei Lorsch Festschrift zum Gedenken ihrer Stiftung S276 \" rel=\"footnote\">20<\/a><\/sup> Zudem ist inzwischen klar, dass die T\u00fcrme Teil des Originals waren und dass die Halle frei im potentiellen Atrium stand.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen 1927 und 1936 erfolgten die bekannten arch\u00e4ologischen Untersuchungen des Klostergel\u00e4ndes&nbsp; durch Behn.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei erfolgt auch der R\u00fcckbau der Torhalle. Die B\u00f6gen werden ge\u00f6ffnet. Die karolingischen Wandmalereien werden wieder entdeckt. Man verzichtet darauf, alle Reste der gotischen Wandmalereien zu entfernen und stellt die Tonnendecke wieder her. Die Zwischendecke wird, die alten Balkenl\u00f6cher nutzend, wieder eingezogen. Auch der Nordturm wird wieder aufgebaut.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1929 wird in der geschichtlichen Zeitschrift der Wormsgau die Zusammenfassung eines Lichtbildvortrages von Behn ver\u00f6ffentlicht. Behn sagte er habe die Torhalle zun\u00e4chst&nbsp; f\u00fcr die Gruftkirche die &#8222;ecclesia varia\u201d gehalten.<sup id=\"rf21-34214\"><a href=\"#fn21-34214\" title=\" sieh zum Beispiel : Der Wormsgau 1.-10. Band S171 \" rel=\"footnote\">21<\/a><\/sup>&nbsp; Sei nun aber davon \u00fcberzeugt, es handele sich um die \u201ceclessia triplex\u201d des Abtes Richbod aus dem 9. Jahrhundert. Bereits Behn geht von langobardischen Arbeitern aus. Er wird auch Berechnungen zum langobardischen Fu\u00df durchf\u00fchren, aber einige Bema\u00dfung \u201cpassend machen\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>Arch\u00e4ologischen Arbeiten in Lorsch endeten zun\u00e4chst mit Behn. Es schien, als habe Behn alles Wichtige ergraben und alles Wichtige erkannt und entsprechend niedergeschrieben. In seiner Zeit waren die Arch\u00e4ologen die Theodor Mommsen Version eines Halbgotts in Wei\u00df. Herren im feinen Zwirn, die sich neben ausgehobenen Gruben fotografieren lie\u00dfen, in denen Tagel\u00f6hner mit Schubkarren und Loren Erde von A nach B transportierten, auch wenn dies in Behns Fall der Reichsarbeitsdienst war.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Forschung konzentriert sich nun in der Hauptsache auf Detailfragen. Wann hat wer die Torhalle gebaut, warum wurde sie gebaut, wie wurde sie gebaut.<\/p>\n\n\n\n<p>1936 ver\u00f6ffentlicht Heinrich Walbe \u201cKirche und Torhalle des Klosters Lorsch und die Ergebnisse der Ausgrabungen\u201d Er stellt die These auf die Torhalle sei nach 774 von langobardischen Handwerkern errichtet worden, die Karl der Gro\u00dfe vom Langobardenfeldzug mitgebracht habe und sich somit einen Triumphbogen f\u00fcr seinen Sieg errichten lies. Dies schlie\u00dft er daraus, dass angeblich der langobardische Fu\u00df als Ma\u00df verwendet worden sei. Diese These \u00fcbernimmt 1964 auch Rudolf P\u00f6rtner in \u201cDie Erben Roms\u201d&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hier muss ich noch mal kurz einsteigen, denn diese Information findet man immer wieder. Ich bin grunds\u00e4tzlich kein Freund solcher \u201cIch habe hier Ma\u00df XYZ gefunden\u201d Angaben. Ich halte sie ein wenig f\u00fcr Bau- oder Zahlenesoterik. Zum Teil wird solange umgerechnet bis es passt, dann wird mal Au\u00dfenma\u00df, Innenma\u00df und dann wieder Mitte einer Mauer im selben Geb\u00e4ude genommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Walbe rechnete mit einem langobardischen Fu\u00df von 0,288m, Rottl\u00e4nder gibt das Ma\u00df des Pes Liutprandi , wie es Kottmann verwendete mit 28,5 bis 29cm an<sup id=\"rf22-34214\"><a href=\"#fn22-34214\" title=\"Rolf C.A. Rottl\u00e4nder , Antike L\u00e4ngenma\u00dfe S17 \" rel=\"footnote\">22<\/a><\/sup> Was aber auch nun nicht so wirklich vom karolingischen Kirchenfu\u00df mit 28,54cm entfernt ist. Etwas schr\u00e4g wirds dann mit der L\u00e4nge der Torhalle mit 3 x 25\/2 ( Drei mal F\u00fcnzwanzig &#8211; Halbe Fu\u00df! ) wo wir dann auf 10,8m kommen, Die Torhalle ist aber 10cm l\u00e4nger. Und was mach ich jetzt? Ein Auge zudr\u00fccken? Von einer Fehlmessung ausgehen? Oder vermuten das jemand Pfusch am Bau gemacht hat?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Probleme gabs schon bei Adamys Fu\u00df\u00a0 von 26,64cm, Behn\u00a0 hatte Toleranzen von +6cm erreicht, in dem er eine S\u00e4ule mit 7 \u215b\u00a0 Fu\u00df angaben, die aber in wirklichkeit\u00a0 7 \u00bd Fu\u00df h\u00e4tte sein m\u00fcssen. 1954\u00a0 nannte Juraschek ein Quadrat von 13,5 Fu\u00df mit einem Fu\u00df 29,4 cm als Ma\u00dfstab usw.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Damit will ich jetzt nicht einmal ausschlie\u00dfen, dass langobardische Handwerker am Werk waren, das geschah tats\u00e4chlich \u00f6fter. Aber ob das mit den Zahlen so passt, keine Ahnung.<\/p>\n\n\n\n<p>1964 hielt Karl Josef Minst, der heute haupts\u00e4chlich bekannt ist f\u00fcr die \u00dcbersetzung des Lorscher Codex, &nbsp; zur 1200 Jahrfeier in Lorsch eine Rede zur Einweihung der heute wieder entfernten Gedenkplatte an Stelle von Behns&nbsp; ergrabener Gruftkirche. Zwar erw\u00e4hnt er Behn nicht direkt zitiert, aber die Abmessungen der Gruftkirche.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1974, dieses mal ist es die 1200 Jahrfeier der Kirchweihe, h\u00e4lt Josef Fleckenstein, der Leiter des G\u00f6ttinger Max-Planck-Instituts f\u00fcr Geschichte , das auch die Deutschen K\u00f6nigspfalzen verlegte,&nbsp; nun einen Vortrag. Er sieht die Torhalle als Triumphbogen f\u00fcr K\u00f6nig oder Kaiser&nbsp; und rechnet mit einer Erbauung im letzten Jahrzehnt des 8. Jahrhunderts oder um 800.<sup id=\"rf23-34214\"><a href=\"#fn23-34214\" title=\" Josef Fleckenstein, Erinnerung an Karl den Gro\u00dfen in Beitr\u00e4ge zur Geschichte Lorschs&nbsp; S.73 \" rel=\"footnote\">23<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Roswitha Zeilinger-B\u00fcchler stimmt Fleckenstein 1976 zu und pr\u00e4zisiert die Entstehung der Torhalle auf die Zeit von 796 bis 800.&nbsp;<sup id=\"rf24-34214\"><a href=\"#fn24-34214\" title=\" Roswitha Zeilinger-B\u00fcchler, Kunstgeschichtliche Betrachtungen zur Datierung der Lorscher K\u00f6nigshalle &nbsp;in Beitr\u00e4ge zur Geschichte Lorschs&nbsp; S.79 ff \" rel=\"footnote\">24<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Es wird nicht mehr gegraben, es wird theoretisiert. Als Hermann Schefers 1992 seine Stelle als Leiter des Welterbes Lorsch antrat , gab ihm sein Doktorvater zu verstehen das es in Lorsch nichts mehr zu tun gab, als er ihm sagt:\u00a0 \u201eLorsch! Eine sch\u00f6ne Aufgabe! Aber da kommen Sie bestimmt bald wieder zur\u00fcck, da ist ja alles l\u00e4ngst erforscht!\u201d. <sup id=\"rf25-34214\"><a href=\"#fn25-34214\" title=\" Interview mit Hermann Schefers mit den Staatlichen Schl\u00f6sser und G\u00e4rten Hessen vom 12.6.2022 \" rel=\"footnote\">25<\/a><\/sup>\u00a0Behns Grabungen galten noch immer als ma\u00df der Dinge.<\/p>\n\n\n\n<p>Kerstin Merkel schlug 1993<sup id=\"rf26-34214\"><a href=\"#fn26-34214\" title=\" Kerstin Merkel, Die Antikenrezeption der sogenannten Lorscher Torhalle&nbsp; in Kloster Lorsch&nbsp; S35&nbsp; \" rel=\"footnote\">26<\/a><\/sup> vor das Obergeschoss der Torhalle als Bibilotheksraum des Klosters Lorsch zu verstehen in dem die kostbaren B\u00fccher gelagert wurden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Funktionen der Torhalle&nbsp; reichen mittlerweile von Gerichtshalle bis&nbsp; Reliquienschrein zur Pr\u00e4sentation der Nazarius Reliquie. Fast nichts scheint undenkbar.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1998 bis 2008 kam es zu einem Forschungsprojekt der Universit\u00e4t Bamberg um gezielte Nachgrabung in den Schnitten Behns durchzuf\u00fchren, um Behns Aussagen zu pr\u00fcfen und gegebenenfalls zu verfeinern oder zu Erg\u00e4nzen. Es stellte sich heraus das noch&nbsp; mehr im Boden vorhanden war als man dachte und vorallem: Vieles, was Behn postuliert hatte, schien nicht zu stimmen. Die Torhalle blieb zun\u00e4chst au\u00dfen vor.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>2010 wird es dann etwas kurios, was die Datierungen zur Torhalle angeht. W\u00e4hrend die Internetseite des Welterbes Lorsch \u201cbald nach 876\u201d als Datierung angibt, schreiben die neuen Schilder vor der Torhalle von der Verwaltung Schl\u00f6sser und G\u00e4rten :Ihre Erbauung datiert vermutlich in das erste Drittel des 9. Jahrhundert\u201d und nennt Ludwig den Frommen als Urheber.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Doch im Hintergrund rappelt es im historischen Geb\u00e4lk. Das Gel\u00e4nde soll aufgewertet werden. Eine Sonderausstellung steht an, ein Katalog wird ver\u00f6ffentlicht und mehr noch. Das Gel\u00e4nde soll umgestaltet werden, wozu auch Erdarbeiten n\u00f6tig sind. Gibt es eine bessere gelegenheit f\u00fcr weitere&nbsp; Nachgrabungen?<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem werden die Widerspr\u00fcche in Behns Aufzeichnungen immer gr\u00f6\u00dfer. Die Zeichnungen stimmten nicht mit Fotografien \u00fcberein \u00fcberein. Grabungsschnitte waren falsch eingemessen. Auf dem Foto eines Grabfundes liegen neben dem Skelett Pfeilspitzen und ein Knochenkamm, doch der Grabungsbericht erw\u00e4hnt keine Beigaben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel auf das fr\u00fchere Vertrauen auf Behn sieht man noch auf Google Earth. Dort findet man noch auf Bildern bis 2016 das im Boden eingezeichnete Westtor der Anlage. (Auf Google Maps noch immer)&nbsp; Es war aber nie ergraben worden. Behn fand es nicht bei seinen Grabungen und rekonstruierte es aus dem Nichts. Der Katasterplan von 1830 zeigt es jedoch weiter westlich mit einfachen rechteckigen Grundriss und nicht parallel zur Torhalle, genauso wie auch andere Pl\u00e4ne.<sup id=\"rf27-34214\"><a href=\"#fn27-34214\" title=\" Dieter Lammers, Kloster Lorsch &#8211; Die Arch\u00e4ologischen Untersuchungen der Jahre 2010-2016 &#8211; Das Umfeld der Torhalle und die Bau- und Nutzungsstrukturen des Klosters S. 16 \" rel=\"footnote\">27<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Auch stand auf dem Gel\u00e4nde ein Wegweiser, der ein \u201cvermutetes Aussehen der Anlage\u201d wiedergab und auf Behn basierte. Dort fanden sich so Sachen wie ein&nbsp; Querhaus, das nie existierte, ein vermeintliches S\u00fcdtor das in Wirklichkeit eine Latrinenalage war und einem Pfalzgeb\u00e4ude und Pfalzkapelle die nie existierte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aber w\u00e4hrend sich die Arch\u00e4ologen nun erneut in den Boden gruben, begannen die Bauforscher , darunter Dr. Katrin Papajanni sich die Torhalle vorzunehmen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hatte sie kurz zuvor noch mal bei einer F\u00fchrung besichtigt, wobei auf ein Bauholz aus der Erbauungszeit hingewiesen wurde, das sich noch in situ, also in Originalposition befand. F\u00fcr eine Dendrochronologische Untersuchung war es zu klein und einer&nbsp; C14 Datierung wollte man dieses St\u00fcck wohl nicht opfern, da es vielleicht das einzig datierbare Teil w\u00e4re. Aber man hatte sich get\u00e4uscht. Bei der Untersuchung fand man mehrere Sachen, mit denen man nicht gerechnet hatte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>So zeigte die Untersuchung, das der Eindruck des \u00fcberperfekten karolingischen Baus tr\u00fcgt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das der Halsring der Kapitelle zu klein f\u00fcr die Halbs\u00e4ulen ist, war schon lange offensichtlich. Die Kapitelle sind auch nicht so mit dem Geb\u00e4ude verbunden wie es zu erwarten w\u00e4re, sondern nur zwischen Halbs\u00e4ule und Gesims eingeklemmt. Auch waren es urspr\u00fcnglich komplette Kapitelle, die einfach durchges\u00e4gt wurden ( und das nicht mal gerade) , Sie waren urspr\u00fcnglich f\u00fcr die Montage mittels D\u00fcbelloch auf einer S\u00e4ule vorgesehen. Waren also gar nicht f\u00fcr die Torhalle gedacht, Weniger als die H\u00e4lfte des Kapitells ist sichtbar, da der Rest seitlich dick im M\u00f6rtel steckt. Ansonsten wurde an anderen Stellen&nbsp; stark an M\u00f6rtel gespart.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus der N\u00e4he zeigen sich Unterschiede im Schnitt der Steine, unterschiedliche Ma\u00dfe , unterschiedliche Fugenst\u00e4rken, Steine mussten mit N\u00e4geln, Keilen usw. unterf\u00fcttert werden, damit der n\u00e4chste einigerma\u00dfen aufsa\u00df&nbsp; usw.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Papajanni ein Hinweis auf unsorf\u00e4ltige Planung, Bauausf\u00fchrung oder eine \u00c4nderung im Bauprogramm.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bau enth\u00e4lt auch zahlreiches sekund\u00e4rverwendetes Material. Fast mehr als man es ohnehin gewohnt ist.&nbsp; Ein Traufgesimms besitzt auf der R\u00fcckseite ein r\u00f6misches Relieffragment. \u00c4hnliches scheint bei mindesten zwei weiteren Steinen des Gesims der Fall zu sein . Abgebrochene Wolfsl\u00f6cher, , D\u00fcbel- und Stemml\u00f6cher ohne Zusammenhang. Klammerbahnen ohne Gegenst\u00fcck. In den Arkadenpfeilern stecken m\u00f6glicherweise umgearbeitete r\u00f6mische Quader. In den Seiten war minderwertiger Stein aus r\u00f6mischen Ruinen verwendet bei dem sich sogar Moos erhalten hatte das im M\u00f6rtel eingebettet konserviert wurde. Es wurde mittels c14 ins 1. oder 2. Jahrhundert datiert.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Das umlaufende Traufgesims war mit in Blei gegossenen Eisenklammern zusammengehalten und Bildete so einen Ringanker um das Geb\u00e4ude, das ihm stabilit\u00e4t verlieh. .Mann muss froh sein das die Torhalle nicht auseinander fiehl als das Gesemims f\u00fcr das neue Dach unterbrochen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Niveau des Bodens war uneben, weshalb der n\u00f6rdliche Bogen der Westseite flacher gemacht werden musste, damit die Gestaltung aufrechterhalten werden konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Man k\u00f6nnte sagen, die Torhalle ist Rudis karolingische Resterampe. (Ok, etwas \u00fcberzogen)<\/p>\n\n\n\n<p>Und neben dem Moos fand man weitere organische und somit datierbare Gegenst\u00e4nde. Ein Eichenkeil der zur Unterf\u00fctterung diente. Eine Walnussschale im Putz und eine Tannenadel.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den Ergebnissen der C14 Untersuchung dieser Objekte konnte Papajanni einen Terminus post quem , also einen Zeitpunkt nach dem etwa passiert sein muss, pr\u00e4sentieren. Es ist ein Fenster von 890-900 als fr\u00fchestem Punkt bis in die zweite H\u00e4lfte des 10. Jahrhunderts. Aus diesen und weiteren Ergebnissen wird jetzt eine Entstehung der Torhalle um 900 vermutet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei ist die aktuelle favorisierte Funktion die einer Gerichtslaube.<sup id=\"rf28-34214\"><a href=\"#fn28-34214\" title=\" Dieter Lammers, Kloster Lorsch &#8211; Die Arch\u00e4ologischen Untersuchungen der Jahre 2010-2016 &#8211; Das Umfeld der Torhalle und die Bau- und Nutzungsstrukturen des Klosters S. 284 \" rel=\"footnote\">28<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Aktuelle Beitr\u00e4ge zur Torhalle, vor allem solche, die auf die Datierung eingehen, sind d\u00fcnn gestreut. Ich fand tats\u00e4chlich nur zwei Autoren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Katalog der Sonderaustellung von 2011 in Lorsch hatte Mechthild Schulze-D\u00f6rlamm&nbsp; den Beitrag \u201cGoldschmuck im Kloster Lorsch\u201d ver\u00f6ffentlicht. 2023 , also nach Bekanntwerden des neuen Datierungsansatzes&nbsp; ver\u00f6ffentlichte sie \u201cDie Gr\u00e4ber von K\u00f6nig Ludwig II. dem Deutschen und K\u00f6nig Ludwig III. dem J\u00fcngeren im Kloster Lorsch\u201d, der auf dem Artikel von 2011 aufbaut.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sie sieht die Torhalle in Verbindung mit der Bestattung Ludwig III. im Jahr 882. Diese 18 Jahre Differenz zu \u201cum 900\u201d rechtfertig sie als Teil der Fehlerquote im Rahmen der N\u00e4herungswerte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sie vermutet dass sie Teil einer komplexen Memorialprozession war, die von der Torhalle zum Pilastersarg im Kirchenschiff und weiter in die Gruftkapelle im Chor, die Ecclesia Varia, f\u00fchrte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Diese widerspricht aber zum einen der Angabe im Vermerk 44 des Lorscher Codex wonach Ludwig III auch in der Ecclesia Varia beigesetzt wurde und zudem den aktuellen Erkenntnissen, dass die Gruft hinter dem Chor erst im 11. Jahrhundert entstand.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Drei Beitr\u00e4ge die nach der Datierung durch Pappaniani entstanden stammen von dem Bauforscher Thomas Ludwig aus dem Jahr 2024. Es sind \u201cAbt Adalung von Lorsch (804-837) als Bauherr &#8211; Ein Beitrag zur Diskussion \u00fcber den Bauherrn und die Datierung der Torhalle in Lorsch\u201d , \u201cEin prachtvoller, geweihter Raum &#8211; Das obere Geschoss der Torhalle in Lorsch\u201d und \u201cFr\u00fchmittelalterliche Bauskulptur in Lorsch\u201d .<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst sieht er in der Torhalle einen vergr\u00f6\u00dferten Schrein und schlie\u00dft nicht aus das der Pilastersarkophag den Verwahrort der Nazariusreliquien war. Zudem besch\u00e4ftigt er sich mit den Funden mit zur Torhalle identischer Bauskulptur. Also fast identischen Platten f\u00fcr Opus&nbsp; reticulatum, Pilastern und Kapitellen, wie sie an der Torhalle vorkommen, aber eben nicht von dieser Stammen. Schon Adamy, als auch Behn, hatten diese als Teile der Ecclesia Varia gesehen. Gefunden wurden sie aber s\u00fcdlich der Torhalle.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ludwig vermutete sie als Teil der urspr\u00fcnglichen Westfront der karolingischen Klosterkirche. Jedoch nicht als deren urspr\u00fcngliche Bausubstanz, sondern als Versch\u00f6nerung durch Abt Adelung.&nbsp; Demnach habe eben diese Westfront als Vorbild f\u00fcr die Fassade der Torhalle gedient.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dieter Lammers, der Grabungsleiter der Grabungen von 2010 bsi 2016 hat da eine etwas andere Meinung auf die ich zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt eingehen werde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich pers\u00f6nlich w\u00fcrde gerne mehr \u00fcberlegen, ob nicht Hatto I. da etwas im Schilde f\u00fchrte. Er wurde genau 900 oder&nbsp; 901 Abt in Lorsch, nachdem er schon Abt der Reichenau und Erzbischof von Mainz war und zudem in Reichenau f\u00fcr St. Georg Oberzell verantwortlich war und in Mainz wahrscheinlich am alten Dom, der Johanniskirche baute. F\u00fcr Lorsch ist aber f\u00fcr ihn gar keine Baut\u00e4tigkeit vermerkt und das trotz 13 j\u00e4hriger Amtszeit.&nbsp;<\/p>\n<hr class=\"footnotes\"><ol class=\"footnotes\" style=\"list-style-type:decimal\"><li id=\"fn1-34214\"><p > Johannes Kroh , Die Augsburger Bisch\u00f6fe vor 1152: Bischof Adalbero in Germania Sacra Einzelstudien S7 &nbsp;<a href=\"#rf1-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 1.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn2-34214\"><p >Hans Michael Hangleiter , Stefan Schopf Untersuchung historischer Oberfl\u00e4chen und Farbigkeiten in der Lorscher Torhalle&nbsp; in Wandmalereien im fr\u00fchen Mittelalter S17&nbsp; &nbsp;<a href=\"#rf2-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 2.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn3-34214\"><p > Katarina Papajanni Mit Eichenkeil und einer Wallnusschael &#8211; Bauforschung an der sogenannten Tor- oder K\u00f6nigshalle im ehemaligen Kloster Lorsch als Grundlage f\u00fcr einen neuen Datierungsansatz in architecturea Band 45\/2015 S.23 &nbsp;<a href=\"#rf3-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 3.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn4-34214\"><p > Das verlorene Kloster &#8211;&nbsp; Lorscher Studien 1S 8\/9 &nbsp;<a href=\"#rf4-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 4.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn5-34214\"><p > Eduart Berlet &#8211; Der Sarkophag Ludwig des Deutschen in Beitr\u00e4ge zur Geschichte des Klosters Lorsch S166 &nbsp;<a href=\"#rf5-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 5.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn6-34214\"><p > Schalles-Fischer&nbsp;<a href=\"#rf6-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 6.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn7-34214\"><p >&nbsp; Franz Kugler, , Geschichte der Baukunst. I. Stuttgart 1859, S. 411-413 &nbsp;<a href=\"#rf7-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 7.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn8-34214\"><p > Carl Schnaase ,Geschichte der bildenden K\u00fcnste im Mittelalter. Bd. III, 1. Aufl., D\u00fcsseldorf 1844, S. 492&nbsp;<a href=\"#rf8-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 8.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn9-34214\"><p > Claus Kropp, Dieter Lammers, Begraben und vergessen? Knochen erz\u00e4hlen Geschichte in Hessen Arch\u00e4ologie 2016 S150 &nbsp;<a href=\"#rf9-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 9.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn10-34214\"><p >Dieter Lammers , Aktuelle Ergebnisse zur Gr\u00fcndungsgeschichte des Klosters Lorsch &nbsp;<a href=\"#rf10-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 10.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn11-34214\"><p > Adamy Die fr\u00e4nkische Torhalle und die Klosterkirche zu Lorsch&nbsp; S9&nbsp; &nbsp;<a href=\"#rf11-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 11.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn12-34214\"><p > Hermann Schefers, Auf der Suche nach einem Bild des Klosters Zur Geschichte der Arch\u00e4ologie und Bauforschung in Lorsch &nbsp;<a href=\"#rf12-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 12.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn13-34214\"><p > 10 Jahre neue Forschungen in Lorsch, Institut f\u00fcr Arch\u00e4ologie, Denkmalpflege und Kunstgeschichte &nbsp;<a href=\"#rf13-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 13.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn14-34214\"><p >Dieter Lammers , Aktuelle Ergebnisse zur Gr\u00fcndungsgeschichte des Klosters Lorsch &nbsp;<a href=\"#rf14-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 14.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn15-34214\"><p > siehe: Barbara A. Watkinson,&nbsp; Lorsch, Jouarre et l&#8217;appareil d\u00e9coratif du Val de Loire &nbsp;<a href=\"#rf15-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 15.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn16-34214\"><p > Robert de Lasteyrie, L\u00b4Architecture Religueuse en France a l\u00b4epoque romane S.170 &nbsp;<a href=\"#rf16-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 16.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn17-34214\"><p > Eugen Guglia,\u00a0 Die Geburts- Sterbe- und Grabst\u00e4tten der r\u00f6misch-deutschen Kaiser und K\u00f6nige S18 &nbsp;<a href=\"#rf17-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 17.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn18-34214\"><p >Das verlorenen Kloser &#8211; Studien zur Arch\u00e4ologie und Baugeschichte ,\u00a0 Lorscher Studien 1 S12-13 &nbsp;<a href=\"#rf18-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 18.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn19-34214\"><p > Paul Franke, Baukunst des Mittelalters &#8211; Die fr\u00fchmittelalterliche und romanische Baukunst S43&nbsp; &nbsp;<a href=\"#rf19-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 19.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn20-34214\"><p > vgl. G\u00fcnter Binding , Die karolingische K\u00f6nigshalle,&nbsp; in Die Reichsabtei Lorsch Festschrift zum Gedenken ihrer Stiftung S276 &nbsp;<a href=\"#rf20-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 20.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn21-34214\"><p > sieh zum Beispiel : Der Wormsgau 1.-10. Band S171 &nbsp;<a href=\"#rf21-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 21.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn22-34214\"><p >Rolf C.A. Rottl\u00e4nder , Antike L\u00e4ngenma\u00dfe S17 &nbsp;<a href=\"#rf22-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 22.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn23-34214\"><p > Josef Fleckenstein, Erinnerung an Karl den Gro\u00dfen in Beitr\u00e4ge zur Geschichte Lorschs&nbsp; S.73 &nbsp;<a href=\"#rf23-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 23.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn24-34214\"><p > Roswitha Zeilinger-B\u00fcchler, Kunstgeschichtliche Betrachtungen zur Datierung der Lorscher K\u00f6nigshalle &nbsp;in Beitr\u00e4ge zur Geschichte Lorschs&nbsp; S.79 ff &nbsp;<a href=\"#rf24-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 24.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn25-34214\"><p > Interview mit Hermann Schefers mit den Staatlichen Schl\u00f6sser und G\u00e4rten Hessen vom 12.6.2022 &nbsp;<a href=\"#rf25-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 25.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn26-34214\"><p > Kerstin Merkel, Die Antikenrezeption der sogenannten Lorscher Torhalle&nbsp; in Kloster Lorsch&nbsp; S35&nbsp; &nbsp;<a href=\"#rf26-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 26.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn27-34214\"><p > Dieter Lammers, Kloster Lorsch &#8211; Die Arch\u00e4ologischen Untersuchungen der Jahre 2010-2016 &#8211; Das Umfeld der Torhalle und die Bau- und Nutzungsstrukturen des Klosters S. 16 &nbsp;<a href=\"#rf27-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 27.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn28-34214\"><p > Dieter Lammers, Kloster Lorsch &#8211; Die Arch\u00e4ologischen Untersuchungen der Jahre 2010-2016 &#8211; Das Umfeld der Torhalle und die Bau- und Nutzungsstrukturen des Klosters S. 284 &nbsp;<a href=\"#rf28-34214\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 28.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Momentan arbeite ich an einem Video \u00fcber Lorsch, dabei bin ich gaaaanz tief in ein Loch gefallen. 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