{"id":34199,"date":"2025-12-18T16:48:14","date_gmt":"2025-12-18T15:48:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/?p=34199"},"modified":"2025-12-18T16:48:25","modified_gmt":"2025-12-18T15:48:25","slug":"der-fall-tassilo-iii-teil-3-die-sicht-karls","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2025\/12\/18\/der-fall-tassilo-iii-teil-3-die-sicht-karls\/","title":{"rendered":"Der Fall Tassilo III. \u2013 Teil 3 \u2013 Die Sicht Karls"},"content":{"rendered":"\n<p>Wenn man etwas sicher \u00fcber Karl sagen kann, so ist es seine\u00a0 Abneigung dagegen Macht zu teilen, oder sie abzugeben. Gegen Verwandte mit Herrschaftsanspruch geht er vor (Etwa gegen die S\u00f6hne seines Bruders Karlmann) . Seine S\u00f6hne verheiratet er erst sp\u00e4t (Ludwig der Fromme 794) , seine T\u00f6chter gar nicht ( er plant zwar Rotrud nach Byzanz zu verheiraten , was aber nicht zustande kommt) , hat aber scheinbar auch kein Problem damit wenn seine S\u00f6hne und\u00a0 T\u00f6chter au\u00dfereheliche Beziehungen haben. Bestes Beispiel ist hier Bertha, die mit dem Hofkaplan (!), Diplomat und Dichter Angilbert, die S\u00f6hne Nithard und Hartnid hat.\u00a0 Wichtig ist ihm dabei, dass keine ehelichen, legitimen Erben entstehen, die ihm gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Dies k\u00f6nnte an den Erfahrungen mit seinem Bruder Karlmann liegen, aber auch viel tiefer gehen. Etwa an die Erinnerungen der merowingischen Bruderkriege oder die pippinidisch-karolingische Sukzessionskrise. Dies wird in dieser Geschichte einen wichtigen Faktor spielen und sollte nicht vergessen werden.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die alten Herzogt\u00fcmer sind Geschichte, bis auf eines.\u00a0<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Merowinger hatten in neu eroberten Gebiete und&nbsp; Grenzgebieten Ducate , Herzogt\u00fcmer eingerichtet, an deren Spitze ein <em>dux<\/em> stand. Dieses Amt wird als Herzog \u00fcbersetzt, ich finde jedoch Statthalter, Gouverneur oder Truchsess treffender. Tast\u00e4chlich hat Tolkien seine Idee f\u00fcr den Truchsess von Gondor aus diesen entlehnt und beim Truchsess von Gondor und Grima Schlangenzunge zeigen sich da \u00c4hnlichkeiten\u2026.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese&nbsp; Statthalter stammten aus den merowingertreuen Familien und \u00fcbernahmen sowohl milit\u00e4rische als auch zivile Aufgaben. Mit der Zeit aber entwickelnden sie ein Eigenleben. Zum Teil nutzten sie das Machtvakuum, das w\u00e4hrend der merowingischen Bruderkriege entstand um ihre Macht auszubauen und ihre eigenen Ziele zu verfolgen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als die arnulfingisch-pippinidischen Hausmeier ihren Machtaufstieg begannen, erkannten sie bald schon das die Herzogt\u00fcmer ihrem Machtanspruch im Wege standen und verschwinden mussten. Sie zentralisierten die Macht mehr und mehr auf sich. Ende des 7. Jahrhundert verschwindet das Herzogtum&nbsp; Th\u00fcringen, das Herzogtum Elsass verschwindet 742 aus den Quellen, das Herzogtum Alemannien endet 743, bzw 746 nach der Schlacht von Epfach und dem Blutgericht von Canstadt&nbsp; und das Herzogtum Aquitanien endet 768 mit dem Tod Waifars.<sup id=\"rf1-34199\"><a href=\"#fn1-34199\" title=\" R. Deutinger, wer waren Agilolfinger? S187 \" rel=\"footnote\">1<\/a><\/sup>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Kleiner Treppenwitz der Geschichte: In Aquitanien tauchte nochmals nach dem Tod des Waifar trat ein Hunold (II.) ,vielleicht ein Sohn oder Verwandter Waifars,&nbsp; auf der versuchte, sich als Herzog ins Spiel zu bringen. Er musste fliehen und floh ausgerechnet zu den Langobarden. Eine Variante gibt an, er starb&nbsp; bei der Belagerung Pavias, als er sich weigerte sich zu ergeben und von den Bewohnern Pavias gesteinigt wurde\u2026&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nur das Herzogtum Baiern existiert zur Zeit Karls des Gro\u00dfen noch. Aber einfach so Aufl\u00f6sen war nicht m\u00f6glich. Der Herzog ist gottesf\u00fcrchtig und hat sich nichts ernsthaft zu Schulden kommen lassen. Er hat den Treueid gegen\u00fcber Karls Vater erf\u00fcllt und ist sogar gegen die mit ihm verwandten Langobarden ins Feld gezogen. Und was noch schlimmer ist: Herzog Tassilo ist Karls Cousin m\u00fctterlicherseits. Und doch war er als Herzog dem alleinigen Machtanspruch Karls im Weg. Und zun\u00e4chst braucht er es noch. Aber man darf nicht heutige Handlungs- und Sichtweisen auf die Zeit Karls \u00fcbertragen. Karl sah sich sicherlich im Recht, denn schlie\u00dflich war seine Familie vom Papst gesegnet, womit sein Regierungsauftrag direkt von Gott kam.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Karl 769 an die Macht kommt zeichnet sich ein Bruderkrieg ab, der aber auf Grund des pl\u00f6tzlichen Todes des Bruders Karlmann nicht eintritt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Karls Mutter Bertrada, die sich auf Seiten Karls befindet, l\u00e4sst durch den bairisch st\u00e4mmigen Abt und Gr\u00fcnder des Klosters Fulda einen Nichtangriffspakt mit den Baiern schlie\u00dfen, damit diese nicht dem Bruder im Kriegsfall zur Hilfe kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Tod des Bruders macht das B\u00fcndnis mit den Langobarden unn\u00f6tig und Karl verst\u00f6\u00dft die Tochter des Desiderius. Die Ehe wurde wahrscheinlich von Bertrada, Karls Mutter eingef\u00e4delt, die oftmals die F\u00e4den im Hintergrund&nbsp; in der Hand hielt. Karlmanns Frau Kinder fliehen zu den Langobarden und&nbsp; Karl beginnt den Sachsenkrieg.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Trennung von Desiderata scheint das derzeit&nbsp; bestehende Verh\u00e4ltnis zwischen Karl und Tassilo in keinster Weise ver\u00e4ndert zu haben, zumal der Nichtangriffspakt besteht.&nbsp; Karls neue Frau, die aus der Alamania stammende Hildegard, soll die Ururenklelin des Herzog Gottfrieds sein, ihre Mutter Imma war eine Tochter des alemannischen Herzogs Hnabi, der wiederum ein Sohn Huoching und der ein Sohn&nbsp; von Gottfried war. &nbsp; Sie w\u00fcrde somit ebenso von den Agilolfingern abstammen wie Tassilo .<sup id=\"rf2-34199\"><a href=\"#fn2-34199\" title=\" W. St\u00f6rmer, Die Bajuwaren &#8211; Von der V\u00f6lkerwanderung bis Tassilo III S.87 \" rel=\"footnote\">2<\/a><\/sup>&nbsp; Aber auch ihre V\u00e4terliche abstammung aus dem Haus der Geroldonen wird mit den Agilolfingern in Verbindung gebracht da Gerold, bzw.die Variante als Garibald einer der Leitnamen der Agilolfinger ist. Ihre famili\u00e4ren Beziehungen sollen m\u00f6glichen feindlichen Aktionen der Baiern vorsorgen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Erst&nbsp; mit ihrem Tod 783 treten Spannungen zwischen Karl und Tassilo offener zu Tage<sup id=\"rf3-34199\"><a href=\"#fn3-34199\" title=\" W. St\u00f6rmer, Die Bajuwaren &#8211; Von der V\u00f6lkerwanderung bis Tassilo III S.87 \" rel=\"footnote\">3<\/a><\/sup>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>772, w\u00e4hrend sich Karl nun im Beginn des Sachsenkrieges befindet,<strong> <\/strong>wagt es Tassilo seinen Sohn Theodo in Rom von neuen Papst Hadrian taufen und salben zu lassen. Tassilo hatte Karantanien und lie\u00df dort nun das Christentum verbreiten. Die Taufe war eine symbolische Dank an Tassilo.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor Allem die Handlung der Salbung d\u00fcrfte Karl Bauchschmerzen bereitet haben. Die Salbung mit Chrisam-\u00d6l ist zwar regul\u00e4rer Bestandteil einer Taufe, aber im Kontext einer Taufe durch den Papst, die ohnehin kaum einem zusteht, k\u00f6nnte Tassilo einen universellen Herrschaftsanspruch ableiten. Zudem bezeichnet der Papst Tassilo als neuen Konstantin. War es nicht Karl der sich die sp\u00e4ter das Motto&nbsp; <em>renovatio Romanorum imperii<\/em>&nbsp; zu eigen machte? Aber fr\u00e4nkischen Herrscher versuchten seit langem wie die R\u00f6mer zu sein und jetzt kommt dieser dahergelaufene bairische Herzog, dessen Volk noch vor 2 Generationen voller Heiden war und wird mit Konstantin verglichen?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hier erstarkt eine neue Macht, die Karl so nicht neben sich&nbsp; akzeptieren kann, denn sie gef\u00e4hrdet die gottgegebene Ordnung und das Reich. Doch Karl sind die H\u00e4nde gebunden.<\/p>\n\n\n\n<p>773 begehrt der Langobarde Desiderius<strong> <\/strong>auf und versucht beim neuen Papst gegen Karl zu intrigieren. Er m\u00f6chte die S\u00f6hne Karlmanns zu S\u00f6hnen kr\u00f6nen lassen, was f\u00fcr Karl nicht hinnehmbar ist, da diese Situation das Reich in Gefahr bringt, wenn sich Karlmanns verbliebene Anh\u00e4nger diesen neuen K\u00f6nigen anschlie\u00dfen w\u00fcrden. .Karl ist gezwungen zu intervenieren, wenn er nicht einen Aufstand riskieren will. Zu seinem Vorteil hat ihn der Papst um Hilfe gebeten, was seinen Einsatz legitimiert. Und mit einem Eingreifen der Baiern sollte auf Grund des Nichtangriffspaktes nicht zu rechnen. Wenn doch, w\u00fcrden sie schon sp\u00fcren was es hei\u00dft die Franken zu betr\u00fcgen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Ihm gelingt es die Langobarden vollst\u00e4ndig zu besiegen und nimmt den Titel \u201cK\u00f6nig der Langobarden\u201d an. Doch nicht nur Tassilo war mit den Langobarden verb\u00fcndet, auch die Awaren verlieren ihren st\u00e4rksten Verb\u00fcndeten mit den Langobarden.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben dem Sieg \u00fcber die Langobarden und der&nbsp; Freundschaft des Papsts, bringt ihm der Sieg auch die Kontrolle \u00fcber die Adria H\u00e4fen, den Handel nach Byzanz dar\u00fcber und eine Option auf die Seemacht der in der Adria ein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Verlief der Handel von Italien ins Frankenreich zuvor in der Hauptsache \u00fcber den Seeweg hin zu provenzalischen H\u00e4fen, gewinnen nun die Alpenp\u00e4sse an Bedeutung<sup id=\"rf4-34199\"><a href=\"#fn4-34199\" title=\" A. Verhulst. The Carolingian Economy&nbsp; S.106 \" rel=\"footnote\">4<\/a><\/sup> Doch die \u00f6stliche P\u00e4sse waren in bayerischer Hand und ohne zus\u00e4tzliche Z\u00f6lle nicht nutzbar.<\/p>\n\n\n\n<p>776 kommt es nochmals zu einem Aufstandsversuch der\u00a0 Langobarden, doch der Aufstand wird niedergeschlagen, einige Langobarden fliehen zu den Awaren.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>In den n\u00e4chsten Jahren wird Karl haupts\u00e4chlich im Sachsenkrieg gebunden sein. Eine Verschnaufpause 778 nutzt er zu einem Heerzug nach Spanien. Auch Tassilo kommt seinen Pflichten nach und entsendet ein Kontingent, das die Franken unterst\u00fctzt, nimmt aber selbst nicht teil, wozu er aber auch nicht verpflichtet ist. Doch bekannterma\u00dfen scheitert das Unternehmen kl\u00e4glich. Falls bairische Truppen \u00fcberlebt hatten, so folgert Wolfram, k\u00f6nnte dieses Ereignis Zweifel\u00a0 an der Unbesiegbarkeit des fr\u00e4nkisches Heeres h\u00e4tte aufkommen lassen k\u00f6nnen, was Tassilo veranlasst haben k\u00f6nnte die Situation falsch einzusch\u00e4tzen.\u00a0\u00a0<sup id=\"rf5-34199\"><a href=\"#fn5-34199\" title=\" H.Wolfram, Tassilo III. H\u00f6chster F\u00fcrst und niedrigster M\u00f6nch,\u00a0 S S.44 leider nur in der E-Book variante\u2026\u00a0 \" rel=\"footnote\">5<\/a><\/sup>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Als sich Karl 781 beim<strong> <\/strong>Papst aufh\u00e4lt, er l\u00e4sst seine S\u00f6hne Pippin und Ludwig kr\u00f6nen, sendet er und der Papst Boten zu Tassilo die diesen an sein Pflichten erinnern sollen. Der Vorwurf an Tassilo ist, er habe die <em>praesentia regis (Gegenwart des K\u00f6nigs) , <\/em>vers\u00e4umt. Wohl geht es um eine Zusammenkunft, einen Reichstag an dem Tassilo nicht anwesend war.\u00a0 Nach Stellung von Geiseln erscheint Tassilo in Worms und leist seine Eide. Wie es sich formell geh\u00f6rt, stellt Karl Gegen Geiseln.\u00a0 Wahrscheinlich wollte sich Karl Tassilos Treue gegen die Awaren versichern, denn schon 782 tauchen die Boten des\u00a0 Khagan und des Jugurrus bei einer Reichsversammlung in Lippspringe auf und gleichzeitig verst\u00e4rken sie Ihre Truppen an der Enns. Diese f\u00fchlten sich von dem B\u00fcndnis, bzw. der Treue Tassilos f\u00fcr Karl bedroht . Die Awaren versuchen einen Frieden zu sichern, doch zeigen sie mit der Verst\u00e4rkung ihrer Truppen auch die kampfbereitschaft<sup id=\"rf6-34199\"><a href=\"#fn6-34199\" title=\" B\u00e9la Mikl\u00f3s Sz\u0151ke Die Karolingerzeit in Pannonien S.13 \" rel=\"footnote\">6<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Bald schon nach dem Karls Frau Hildegard am 30. April 783 in Thionville stirbt und auch kurz darauf Karls Mutter Bertrada stirbt,&nbsp; heiratet er bereits im Oktober 783 Fastrada. <strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vorallem die \u00e4ltere Forschung sah in der schnellen Heirat mit der jungen Fastrada eine triebgesteuerte Kurzschlussreaktion Karls und in Fastrada nur die Tochter irgendeines Grafen Radolf aus dem Maingau und eines Gro\u00dfvaters Hortlaicus der in der Pfalz Frankfurt in ihrem beisein einen Ruotmund erschlagen hatte und wohl zu den Mattonen z\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Darstellung lie\u00df sich aber auch am einfachsten mit der Beschreibung Einhards in Einklang bringen, der sie als grausam beschreibt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dass Karl f\u00fcr seine Triebigkeit keine Ehefrau ben\u00f6tigte, zeigen seine zahlreichen Konkubinen, die er auch parallel zu seinen Ehefrauen hatte. Mathias Becher formulierte es dann auch so: Karl lebt \u201cpolygam in rechtlich nicht genau definierten Verbindungen\u201c<sup id=\"rf7-34199\"><a href=\"#fn7-34199\" title=\" M.Becher, Karl der Gro\u00dfe S.109 \" rel=\"footnote\">7<\/a><\/sup>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zu diesem Schluss kam auch bald die Wissenschaft. Es musste also eine neue Begr\u00fcndung f\u00fcr die Heirat mit Fastrada her. Nun waren es die Kinder Karls, die eine neue Mutter ben\u00f6tigten, die schnell mit Fastrada gefunden wurde.<sup id=\"rf8-34199\"><a href=\"#fn8-34199\" title=\" C.Brunner, Im Bett mit Karl dem Gro\u00dfen &#8211; Frauenleben zwischen Aufopferung und Machtaus\u00fcbung S.51 \" rel=\"footnote\">8<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch hier gibt es Probleme, denn einen Mutterersatz h\u00e4tte es durchaus durch eine Amme geben k\u00f6nnen und auch sonst sind die Ehen Karls wohl immer politisch zu verstehen. Karls erste Ehe mit Himiltrud wurde durch seinen Vater Pippin eingef\u00e4delt und war sicherlich poltisch. Karls Ehe mit der Tochter des Desiderius, K\u00f6nig der Langobarden, war klar politisch. Die Ehe mit der Alemannin Hiltrud war politisch. Sie stammte aus dem alamannischen Hochadel und war mit den Agilofingern verwandt. Auch Karls letzte Frau Luitgard, bei der nicht ganz klar ob Karl und sie verheiratet waren, ist in politischem Kontext zu verstehen. Sie stammte m\u00f6glicherweise aus dem Haus der Etichonen, die einst die Herz\u00f6ge des Elsass gestellt hatten, aber sicherlich aus dem alamannischen Hochadel.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In diese Reihe w\u00fcrde eine Fastrada aus \u201ceinfachem mainischen Adel\u201d und als blo\u00dfem Mutterersatz schlecht passen.&nbsp; Und so ist ein erster bedeutender Verwandter Fastradas schnell ausgemacht. Es ist der Hofkaplan und sp\u00e4tere Bischof von Mainz Richulf.&nbsp; Er stellte nach dem Tod Fastradas eine Grabst\u00e4tte in St. Alban zur Verf\u00fcgung, das eigentlich den Mainzer Bisch\u00f6fen vorbehalten war.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00fctterlicherseits soll sie ebenso mit den Agilolfingern verwandt gewesen sein<sup id=\"rf9-34199\"><a href=\"#fn9-34199\" title=\" Regina Heyder, Fastrada &#8211; die ambivalente K\u00f6nigin &nbsp; S.258 \" rel=\"footnote\">9<\/a><\/sup>. Werner verweist auf Metz und Friese die eine Abstammung in einen \u201chedenischmattonischen Sippenverband\u201d, der eng mit dem \u201cmainl\u00e4ndischth\u00fcringischen Zweig der Agilolfinger\u201d sehen<sup id=\"rf10-34199\"><a href=\"#fn10-34199\" title=\" M. Werner, &nbsp; Adelsfamilien im Umkreis der fr\u00fchen Karolinger S165 \" rel=\"footnote\">10<\/a><\/sup> Zur Erkl\u00e4rung: Heden ist der Leitnamen der durch die Franken eingesetzten und wieder entmachteten th\u00fcringischen Herz\u00f6ge.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das nun Hildegard zun\u00e4chst einmal wesentlich besser als Fastrada wegkommt, liegt zum einen an der sich ver\u00e4ndernden Sexualmoral. Diese erforderte eine vorbildliche K\u00f6nigin und Mutter und Hildegard mit ihren 9 Kindern in 12 Jahren war geradezu Ideal daf\u00fcr. Hinzu kommt das Hildegard besonders gef\u00f6rdert wurde durch ihre Verwandten, etwa im Kloster Reichenau, sowie der Begr\u00e4bnisst\u00e4tte in St. Arnulf in Metz, das Z\u00fcge einer dynastischen Grablege bekommt. W\u00e4hrend Fastradas Kloster M\u00fcnsterschwarzach nie eine Bedeutung wie die Reichenau erreichte und ihre Begr\u00e4bnisst\u00e4tte nur den Mainzer Bisch\u00f6fen vorbehalten war.<sup id=\"rf11-34199\"><a href=\"#fn11-34199\" title=\" M. Innes, Queenship in Dispute: Fastrada, History and Law S.231 \" rel=\"footnote\">11<\/a><\/sup> Hildegard hatte also einfach das bessere Marketing.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hinzu kommt in der Rezeption der Fastrada eben Einhard und seine Aussagen zu Fastrada. Einhards Einsch\u00e4tzung zu Fastrada, die er nie selbst kennengelernt hatte und die er als grausam bezeichnet, k\u00f6nnte sich darauf beziehen, dass sie dem Reich nicht n\u00fctzlich im Sinne Einhards war. Durch Fastrada sollen alte Streitigkeiten nicht zur Ruhe gekommen sein und neue sich entz\u00fcnden, wie Felicitas Schmieder es formuliert. Ihre verwandtschaftlichen Beziehungen nach Th\u00fcringen, die \u00fcber ihren Vater Ratulf m\u00f6glicherweise bis in den Kreis des Aufst\u00e4ndischen Hartrad reichen und \u00fcber ihre Mutter zu Tassilo, standen den Interessen Einhards diametral gegen\u00fcber, der m\u00f6glicherweise mit Hildegard verwandt war.<sup id=\"rf12-34199\"><a href=\"#fn12-34199\" title=\" Felicitas Schmieder,&nbsp; Fastrada &#8211; Karl der Gro\u00dfe, die Bayern und Frankfurt am Main S333 \" rel=\"footnote\">12<\/a><\/sup> In eine \u00e4hnliche Kerbe schl\u00e4gt Matthew Innes, der wiederum die Frage aufwirft ob nicht Einhards Familie, die im weitesten Sinne Ostfranken wie Fastrada waren, nicht durch Fastradas Einwirkungen Verluste hinnehmen mussten.<sup id=\"rf13-34199\"><a href=\"#fn13-34199\" title=\"&nbsp; Matthew Innes, Queenship in Dispute: Fastrada, History and Law S.233 \" rel=\"footnote\">13<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Das Einhard im \u00fcbrigen Fastrada die Schuld an der Verschw\u00f6rung Pippins des Buckligen gibt ist insofern interesant, da der Aufdecker der Verschw\u00f6rung Kaplan Fardulf ist und der wiederum ein enger Vertrauter Fastradas ist.&nbsp;<sup id=\"rf14-34199\"><a href=\"#fn14-34199\" title=\"&nbsp; Matthew Innes, Queenship in Dispute: Fastrada, History and Law S.232 \" rel=\"footnote\">14<\/a><\/sup>&nbsp; Das hei\u00df es kam zu Verschw\u00f6rungen w\u00e4hrend der Zeit Fastrada, die aber alle nicht erfolgreich waren. Und eher das Fastrada sie ausgel\u00f6st hat, hatte sie wohl eher Einfluss auf ihre Aufl\u00f6sung.<\/p>\n\n\n\n<p>785 ist dann f\u00fcr Karl ein au\u00dferordentlich gutes Jahr. Girona in Spanien wird von den Franken erobert und mit der Taufe Widukinds scheint der Sachsenkrieg beendet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im darauffolgenden Jahr kann Karl den Th\u00fcringer Aufstand ohne viel Aufwand niederschlagen und beginnt dabei Th\u00fcringen zu konsolidieren und beginnt im Anschluss einmal den S\u00fcden und Osten des Reiches \u201cfeucht auszuwischen&#8220; . Der Aufstand in Th\u00fcringen hat ihm gezeigt, dass er niemandem vertrauen kann, nicht einmal der eigenen Familie, wenn schon sein Schwiegervater an diesem Aufstand beteiligt war. Zudem kann er es nicht mehr zulassen, wenn das einzelne Personen zu viel Macht erlangen und somit k\u00f6nigsgleich handeln k\u00f6nnen. Eine Handlung gegen ihn ist eine Handlung gegen die Gottgegebene Ordnung und damit gegen Gott!<\/p>\n\n\n\n<p>787&nbsp; \u00e4ndert Karl dazu seine Politik. Dazu bricht er sogar mit Byzanz. Die Hochzeitsplanungen f\u00fcr seine Tochter mit dem Byzantinischen Thronfolger enden.&nbsp; Karl will verhindern das&nbsp; Langobarden,&nbsp; mit den Byzantinern verb\u00fcnden. Er zieht gegen Benevent, wo der langobardische Herzog Arichis II, der auch mit einer Tochter des Desiderius verheiratet ist, auf eine Gesandtschaft Kaiserin Irenes, die ihm den Titel des <em>Patricius<\/em> verleihen soll. Arichis II schickt seinen Sohn Romuald mit Geschenken zu Karl, der ihn jedoch als Geiseln nimmt. Arichis II zieht sich ins befestigte Salerno zur\u00fcck und entsendet einen weiteren Sohn, Grimoald an Karl. Dieser kann einen Friedensvertrag f\u00fcr einen j\u00e4hrlichen Tribut von 7000 Solidi aushandeln. Karl beh\u00e4lt Grimoald und weitere Geiseln und schickt Romuald zu seinem Vater, der bald schon stirbt. Das Romuald und Grimoald sp\u00e4ter wieder revoltieren werden, spielt hier keine Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p>Mittlerweile ist es Ostern und Karl wieder beim Papst in Rom, als zwei Boten Tassilos eintreffen. Tassilo hatte wohl von Karls S\u00e4uberungen erfahren und versucht nun das Schlimmste zu verhindern. Die Boten bitten den Papst um F\u00fcrsprache mit Karl, um einen Friedensvertrag auszuhandeln. Karl bietet den Boten an, sofort einen Vertrag zu unterzeichnen, wohl wissend, dass es nur Boten sind und dass sie selbst keine Befugnis haben. Der Papst droht nun mit dem Kirchenbann f\u00fcr ganz Bayern wenn man sich nicht Karl unterwirft.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Man mag darin eine r\u00e4udige Verhaltensweise sehen, was es sicherlich auch ist, aber Karl hat keine Wahl. Wenn er das fr\u00e4nkische Reich sichern und ihm Stabilit\u00e4t geben will, muss er alle Widersacher beseitigen.&nbsp; In Karls Verst\u00e4ndnis erf\u00fcllt er damit Gottes Willen!<\/p>\n\n\n\n<p>Die Reichsannalen berichten \u00fcber das Zusammentreffen mit den Boten Tassilos, besser als es dann war. Oder wie es Regina Heyder schreibt: \u201cZumindest in der Perspektive der Reichsannalen hatte sich Karl auf dem Italienzug zweimal als Friedensf\u00fcrst erwiesen\u201d&nbsp;<sup id=\"rf15-34199\"><a href=\"#fn15-34199\" title=\" &nbsp; Regina Heyder, Fastrada &#8211; die ambivalente K\u00f6nigin s260 \" rel=\"footnote\">15<\/a><\/sup> Gemint ist , er hat in Benevent f\u00fcr Frieden gesorgt und auch Tassilo ein Angebot gemacht, das sogar vom Papst abgesegnet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem Karl aus Rom zur\u00fcckkehrt, reist er nach Worms, wo unter anderem wieder ein Reichstag stattfindet.&nbsp; Hier findet sich in den Reichsannalen ein seltsamer Eintrag der bereits f\u00fcr viel Kopfzerbrechen gesorgt hat:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Et pervenit idem mitissimus rex ad coniugem suam domna Fastradane regina in civitate Wormatia; et ibi ad invicem gaudentes et laetificantes ac Dei misericordiam conlaudantes<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Und derselbe g\u00fctige K\u00f6nig kam zu seiner Gemahlin, K\u00f6nigin Fastrada, nach Worms. <strong>Und dort jubelten sie und erfreuten einander und priesen die Gnade Gottes<\/strong>.<sup id=\"rf16-34199\"><a href=\"#fn16-34199\" title=\" In Verbindung mit den folgenden Interpretationen hat das f\u00fcr ein furchtbares Kopfkino gesorgt, bei dem aus einem offenen Fenster die Rufe \u201cOh, Gott! Ja, Karl! Oh, Gott!\u201d dringen \" rel=\"footnote\">16<\/a><\/sup>\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der hier Fettgedruckte Teil ist es der f\u00fcr Verwirrung sorgt, denn in seiner Art ist er einzigartig. Weinfurther sieht darin ein inniges Verh\u00e4ltnis der Beiden, Staab spricht von Dankbarkeit eines Paares nach langer Trennung. Regina Heyder sieht in dem Zusammentreffen Karls und Fastradas in Worms 787&nbsp; eine demonstrativen Vollzug der Ehe, aus der m\u00f6glicherweise eine weitere Tochter entsprang&nbsp; , was Johannes Fried annahm<sup id=\"rf17-34199\"><a href=\"#fn17-34199\" title=\"&nbsp; Regina Heyder, Fastrada &#8211; die ambivalente K\u00f6nigin s260 \" rel=\"footnote\">17<\/a><\/sup>. Diese zweite Tochter w\u00e4re dann Hiltrud, die demonstrativ den gleichen Namen wie Tassilos Mutter erhielt, die ja auch Karls Tante war.<sup id=\"rf18-34199\"><a href=\"#fn18-34199\" title=\" Felicitas Schmieder,&nbsp; Fastrada &#8211; Karl der Gro\u00dfe, die Bayern und Frankfurt am Main S334\" rel=\"footnote\">18<\/a><\/sup> Die Reichsannalen w\u00e4ren demnach so verfasst worden das Karl wirklich nichts unversucht lies eine Vers\u00f6hnung mit Tassilo herbeizuf\u00fchren<sup id=\"rf19-34199\"><a href=\"#fn19-34199\" title=\" Regina Heyder, Fastrada &#8211; die ambivalente K\u00f6nigin S.261 \" rel=\"footnote\">19<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Der Reichstag endet mit einem geplanten Angriff auf Baiern, da sich Tassilo nicht unterworfen hat. F\u00fcr Karl legt das nahe, dass der gl\u00e4ubige Tassilo jemand anderem schon einen Treueid geschworen hat, den er nicht brechen kann. Und da er noch immer mit der Tochter des Desiderius verheiratet ist, liegt nahe, dass er sich den Awaren andingt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Man zieht los. Drei Heere, eins von Norden, eines von S\u00fcden aus der Lombardei und Karl selbst von Westen marschieren nun auf Baiern. Tassilo hat nun keine Wahl. Die Reichsannalen berichten:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>da kam er, von allen Seiten gezwungen, pers\u00f6nlich [auf das Lechfeld], gab sichdem K\u00f6nig als Vasall in die H\u00e4nde, erstattete ihm das von K\u00f6nig Pippin \u00fcbertragene Herzogtum Zur\u00fcck und gestand, in allem gefehlt und \u00dcbel getan zu haben. Dann erneuerte er wieder den Eid, stellte zwolf auserlesene Geiseln und seinen Sohn Theodoals Dreizehnten.<sup id=\"rf20-34199\"><a href=\"#fn20-34199\" title=\" Zitiert nach: Die Bajuwaren Von Severin bis Tassilo 488-788 S164 \" rel=\"footnote\">20<\/a><\/sup><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Prozess in Ingelheim 788<\/h2>\n\n\n\n<p>Im letzten Teil&nbsp; habe ich die Annales Nazariani als Quelle genutzt, die den Prozess in einem anderen Licht erscheinen lassen als die Reichsannalen. Die Reichsannalen berichten nun folgendes:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Karl berief eine Synode noch Ingelheim, bei der Tassilo und alle seine Vasallen erschienen. Die Getreuen daheim in Baiern tuschelten schon, den Tassilo w\u00fcrde sich wohl als Betr\u00fcger erweisen, denn auf das Dr\u00e4ngen seiner Frau Luitberga hatte er seinen Sohn, andere Geiseln&nbsp; und ein Haftgeld \u00fcbergeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir erinnern uns. Die Annales Nazariani, berichten das die Frau und Kinder Tassilos von Franken festgenommen wurde und mit dem Schatz heimlich nach Ingelheim geschafft wurden, w\u00e4hrend Tassilo darauf wartete von Karl empfangen zu werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Reichsannalen aber fahren fort, damit das Tassilo das Vorgeworfene, also die \u00dcbergabe von Frau Kind und Geld, nicht leugnen konnte. Er soll also seine eigene Familie verraten haben.&nbsp; Auch gestand er, die Awaren informiert zu haben, dass die Leute Karls gegen ihn intrigiert h\u00e4tten. (Womit er nicht unrecht hatte)&nbsp; Und selbst wenn er 10 Kinder h\u00e4tte, w\u00fcrde er sie alle t\u00f6ten, damit&nbsp; er nicht mehr in&nbsp; dieser Herrschaft leben muss und es w\u00e4re besser zu sterben als zu Leben. Diesem selbst auferlegten Todesurteil stimmten Franken, Bayern, Langobarden und Sachsen aus allen Provinzen, die bei der Synode anwesend ware zu, erinnerten ihn zus\u00e4tzlich an den \u201charisliz\u201d (w\u00f6rtlich Heereschlitzung, hier Wehrzersetzung oder Fahnenflucht) die er unter Pippin 763&nbsp; begangen habe und verurteilten ihn zum Tod. (Schon interessant das auch die Sachsen sich explizit daran erinnern!)<\/p>\n\n\n\n<p>Doch der g\u00fctige K\u00f6nig Karl, aus Barmherzigkeit und Gottesliebe, weil er Tassilos Verwandter war, sprang ein, um ihn vor dem Tod zu bewahren, und fragte den Herzog, was er den nun machen solle. Und der bat darum, geschoren zu werden und ins Kloster gehen zu d\u00fcrfen, um Bu\u00dfe f\u00fcr seine S\u00fcnden zu tun.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist eine eigenartige Wendung, die Tassilo hier vollf\u00fchrt. Zuerst k\u00e4mpft bis zum Blut und dann \u201cachneee lieber bereuen&#8220;. Noch&nbsp; interessanter ist die Rolle Karls. Der oberste Richter und Lenker der Franken hat bei einem Prozess nichts zu sagen, sitzt teilnahmslos am Spielfeldrand, w\u00e4hrend Tassilo sich quasi selbst zum Tod verurteilt, was Franken, Bayern, Langobarden und Sachsen genauso sehen, nur um dann als gro\u00dfer Mildt\u00e4ter aus dem Off zu erscheinen.&nbsp; Auch der Vorwurf der Wehrzersetzung\/ der Fahnenflucht taucht in keiner anderen Quelle auf. Und auch nur die um 790 entstandenen Reichsannalen berichten f\u00fcr das Jahr 763 r\u00fcckwirkend davon. Sie sind also keine verl\u00e4ssliche Quelle.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Aufstand Pippins des Buckligen 792, der seinen Ausgang in Regensburg genommen hatte, stand wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem verbliebenen Anh\u00e4nger Tassilos. Diesen bairischen Restwiderstand galt es nun letztmals den Wind aus den Segeln zu nehmen. Und man musste Tassilo daf\u00fcr zum vollkommenen Verzicht bringen. Dazu hatte ich ja bereits im letzten Teil geschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Essentiell f\u00fcr diesen Ausgleichsprozess sieht Felicitas Schmieder Fastrada. Ihre Verwandtschaft mit den Agilolfingern, und vor allem die Namensgebung ihres zweiten Kindes, w\u00fcrden demnach nichts anderem dienen als dem Ausgleich. Das Kind trug den Namen von Karls Tante und Tassilos Mutter: Hiltrud&nbsp;<sup id=\"rf21-34199\"><a href=\"#fn21-34199\" title=\" Felicitas Schmieder,&nbsp; Fastrada &#8211; Karl der Gro\u00dfe, die Bayern und Frankfurt am Main S334 \" rel=\"footnote\">21<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Ort dieses Treffens in Frankfurt k\u00f6nnte symboltr\u00e4chtig und mit voller Absicht&nbsp; gew\u00e4hlt worden sein. So bringt Egon Wamers die Idee auf, dass das bi-rituelle Kindergrab unter dem Dom, nach dem sich folgenden Kirchenbauten orientierten, aus der Familie der Fastrada war.<sup id=\"rf22-34199\"><a href=\"#fn22-34199\" title=\" E. Wamers, Franconofurd 2 Das bi-rituelle Kinderdoppelgrab&lt;\/p&gt;\n\n\n\n&lt;p&gt;der sp\u00e4ten Merowingerzeit unter der Frankfurter Bartholom\u00e4uskirche (\u00bbDom\u00ab)&nbsp; S. 209 \" rel=\"footnote\">22<\/a><\/sup>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Demnach k\u00f6nnte<\/strong> aber auch\u00a0 ein Zusammenhang\u00a0 zwischen der Krankheit und Tod Fastradas und der Einberufung Tassilos III. nach Frankfurt 794\u00a0 bestehen. \u00c4hnlich formuliert es hier wieder\u00a0 Schmieder, die somit den Tod Fastradas als Verlust \u201cgerade erst m\u00fchsam erreichten Ausgleich\u201d sieht.\u00a0<sup id=\"rf23-34199\"><a href=\"#fn23-34199\" title=\" Felicitas Schmieder,\u00a0 Fastrada &#8211; Karl der Gro\u00dfe, die Bayern und Frankfurt am Main S334 \" rel=\"footnote\">23<\/a><\/sup> Vielleicht bestand in Frankfurt die letztmalige Chance auf einen Ausgleich, da sich bereits bestehende Krankheit Fastradas verschlimmerte. Der Verzicht Tassilos fand am 1. Juni statt, der Tod Fastradas am 10. August,\u00a0<\/p>\n<hr class=\"footnotes\"><ol class=\"footnotes\" style=\"list-style-type:decimal\"><li id=\"fn1-34199\"><p > R. Deutinger, wer waren Agilolfinger? S187 &nbsp;<a href=\"#rf1-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 1.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn2-34199\"><p > W. St\u00f6rmer, Die Bajuwaren &#8211; Von der V\u00f6lkerwanderung bis Tassilo III S.87 &nbsp;<a href=\"#rf2-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 2.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn3-34199\"><p > W. St\u00f6rmer, Die Bajuwaren &#8211; Von der V\u00f6lkerwanderung bis Tassilo III S.87 &nbsp;<a href=\"#rf3-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 3.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn4-34199\"><p > A. Verhulst. The Carolingian Economy&nbsp; S.106 &nbsp;<a href=\"#rf4-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 4.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn5-34199\"><p > H.Wolfram, Tassilo III. H\u00f6chster F\u00fcrst und niedrigster M\u00f6nch,\u00a0 S S.44 leider nur in der E-Book variante\u2026\u00a0 &nbsp;<a href=\"#rf5-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 5.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn6-34199\"><p > B\u00e9la Mikl\u00f3s Sz\u0151ke Die Karolingerzeit in Pannonien S.13 &nbsp;<a href=\"#rf6-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 6.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn7-34199\"><p > M.Becher, Karl der Gro\u00dfe S.109 &nbsp;<a href=\"#rf7-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 7.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn8-34199\"><p > C.Brunner, Im Bett mit Karl dem Gro\u00dfen &#8211; Frauenleben zwischen Aufopferung und Machtaus\u00fcbung S.51 &nbsp;<a href=\"#rf8-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 8.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn9-34199\"><p > Regina Heyder, Fastrada &#8211; die ambivalente K\u00f6nigin &nbsp; S.258 &nbsp;<a href=\"#rf9-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 9.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn10-34199\"><p > M. Werner, &nbsp; Adelsfamilien im Umkreis der fr\u00fchen Karolinger S165 &nbsp;<a href=\"#rf10-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 10.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn11-34199\"><p > M. Innes, Queenship in Dispute: Fastrada, History and Law S.231 &nbsp;<a href=\"#rf11-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 11.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn12-34199\"><p > Felicitas Schmieder,&nbsp; Fastrada &#8211; Karl der Gro\u00dfe, die Bayern und Frankfurt am Main S333 &nbsp;<a href=\"#rf12-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 12.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn13-34199\"><p >&nbsp; Matthew Innes, Queenship in Dispute: Fastrada, History and Law S.233 &nbsp;<a href=\"#rf13-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 13.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn14-34199\"><p >&nbsp; Matthew Innes, Queenship in Dispute: Fastrada, History and Law S.232 &nbsp;<a href=\"#rf14-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 14.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn15-34199\"><p > &nbsp; Regina Heyder, Fastrada &#8211; die ambivalente K\u00f6nigin s260 &nbsp;<a href=\"#rf15-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 15.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn16-34199\"><p > In Verbindung mit den folgenden Interpretationen hat das f\u00fcr ein furchtbares Kopfkino gesorgt, bei dem aus einem offenen Fenster die Rufe \u201cOh, Gott! Ja, Karl! Oh, Gott!\u201d dringen &nbsp;<a href=\"#rf16-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 16.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn17-34199\"><p >&nbsp; Regina Heyder, Fastrada &#8211; die ambivalente K\u00f6nigin s260 &nbsp;<a href=\"#rf17-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 17.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn18-34199\"><p > Felicitas Schmieder,&nbsp; Fastrada &#8211; Karl der Gro\u00dfe, die Bayern und Frankfurt am Main S334&nbsp;<a href=\"#rf18-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 18.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn19-34199\"><p > Regina Heyder, Fastrada &#8211; die ambivalente K\u00f6nigin S.261 &nbsp;<a href=\"#rf19-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 19.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn20-34199\"><p > Zitiert nach: Die Bajuwaren Von Severin bis Tassilo 488-788 S164 &nbsp;<a href=\"#rf20-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 20.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn21-34199\"><p > Felicitas Schmieder,&nbsp; Fastrada &#8211; Karl der Gro\u00dfe, die Bayern und Frankfurt am Main S334 &nbsp;<a href=\"#rf21-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 21.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn22-34199\"><p > E. Wamers, Franconofurd 2 Das bi-rituelle Kinderdoppelgrab<\/p>\n\n\n\n<p>der sp\u00e4ten Merowingerzeit unter der Frankfurter Bartholom\u00e4uskirche (\u00bbDom\u00ab)&nbsp; S. 209 &nbsp;<a href=\"#rf22-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 22.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn23-34199\"><p > Felicitas Schmieder,\u00a0 Fastrada &#8211; Karl der Gro\u00dfe, die Bayern und Frankfurt am Main S334 &nbsp;<a href=\"#rf23-34199\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 23.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man etwas sicher \u00fcber Karl sagen kann, so ist es seine\u00a0 Abneigung dagegen Macht zu teilen, oder sie abzugeben. 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