{"id":34070,"date":"2025-04-10T16:24:12","date_gmt":"2025-04-10T14:24:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/?p=34070"},"modified":"2025-04-10T16:24:17","modified_gmt":"2025-04-10T14:24:17","slug":"herrschaftslegitimierung-und-adel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2025\/04\/10\/herrschaftslegitimierung-und-adel\/","title":{"rendered":"Herrschaftslegitimierung und Adel\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p>Urspr\u00fcnglich war geplant, einen Text zu verfassen, der sich rein mit dem Adel und dessen Entstehung befasst. Grund daf\u00fcr ist, dass ich mir selbst einige Grundlagen schaffen wollte, um mich dem Thema der Freieheit\/Unfreiheit\/Halbfreiheit usw. zu widmen. Doch das Ganze lief etwas aus dem Ruder.&nbsp; Daher finden sich hier einige Infos zu Ethnologie, Soziologie und Herrschaft und hin und wieder findet man noch die Einsprengsel von Adel in der ganzen Sache, die zum Ende hin wieder etwas zunehmen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einleitung<\/h2>\n\n\n\n<p>An dieser Stelle machen wir einen Sprung ins Hochmittelalter.\u00a0Der Staufer Friedrich II. Herzog von Schwaben war Sohn Friedrichs I. von Schwaben und Agnes von Waiblingen, einer Tochter des salischen Kaisers Heinrich IV.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Als der Salier Heinrich V. 1125 ohne Erben starb, z\u00e4hlte Friedrich II. zu den aussichtsreichsten Kandidaten auf die Thronfolge, unterlag aber Lothar III. (Lothar von S\u00fcpplinburg). Zwar akzeptierte Friedrich die Wahl Lothars, doch zwischen beiden entbrannte Streit um G\u00fcter.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Durch den Streit sah Friedrich II von Schwaben erneut eine M\u00f6glichkeit, doch noch\u00a0 den Thron zu erlangen. Dem wurde jedoch 1127 ein schnelles Ende gesetzt, denn Friedrich II. verlor eine Auge im Kampf.\u00a0Somit hatte er einen integralen Bestandteil der Voraussetzungen f\u00fcr die K\u00f6nigsw\u00fcrde eingeb\u00fc\u00dft: Die k\u00f6rperliche Unversehrtheit! Erst sein j\u00fcngerer Bruder Konrad konnte daher die Krone erlangen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Eine offen sichtbare k\u00f6rperliche Einschr\u00e4nkung, egal wie gravierend,\u00a0 galt als Unf\u00e4higkeit, ein f\u00e4higer K\u00e4mpfer und somit Heerf\u00fchrer und Herrscher zu sein.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Das Element der sichtbaren Unversehrtheit in Kombination mit der Eigenschaft als f\u00e4higer Krieger zu gelten zieht sich durch die Geschichte des Fr\u00fchmittelalters: Erkrankte Herrscher ziehen sich in Kl\u00f6ster zur\u00fcck, nicht nur zur Genesung, sondern auch, um Gebrechen vor der \u00d6ffentlichkeit zu verbergen und die Schw\u00e4chen nicht als Angriffsfl\u00e4che blo\u00df zulegen. Eine der Begr\u00fcndungen f\u00fcr die Absetzung Karls III. (der Dicke) durch Arnulf von K\u00e4rnten war sein gesundheitlicher Zustand, mit vermutlich epileptischen Anf\u00e4llen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Die Karolinger bestraften hochrangige Gegner mit der perfiden Blendung durch gl\u00fchende Eisen. Zwar lies die Blendung, bei der ein wei\u00df gl\u00fchendes Eisen vor die Augen gehalten wurde und die Netzhaut verbrannte in aller Regel keine sichtbaren Sch\u00e4den zur\u00fcck, was als Gnade gegen\u00fcber des Ranges verstanden wurde, war aber extrem Schmerzhaft und die F\u00e4higkeit als Krieger zu agieren war f\u00fcr immer zunichte gemacht. So etwa geschehen bei dem Enkel Karls des Gro\u00dfen Bernhard von Italien, der jedoch an den Folgen starb.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ostgote Theoderich der Gro\u00dfe soll Odoaker pers\u00f6nlich mit einem Schwerthieb von der Schulter bis zur H\u00fcfte f\u00f6rmlich geteilt haben. Doch nicht um als gef\u00fcrchteter, psychopathischer Herrscher angesehen zu werden. Hans-Ulrich Wiemer formuliert es in \u201cTheoderich der Gro\u00dfe\u201d dann so \u201cEntscheidend war die F\u00e4higkeit, dem Gegner durch physische Gewalt, die anderen (\u2026) , zugef\u00fcgt worden war, durch Gegengewalt zu ahnden.\u201d und f\u00e4hrt fort mit \u201cFeinde mit der eigenen Hand zu t\u00f6ten, galt ihm als Ausweis der Bef\u00e4higung zu herrschen.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Der Germane Theoderich zeigte mit der T\u00f6tung des westr\u00f6mischen Offiziers und Germanen Odoaker, nicht nur seine Unversehrtheit und seine Kampff\u00e4higkeit, er zeigte seinen Herrschaftsanspruch.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Reihe der zwingenden Kampff\u00e4higkeit eines Herrschers l\u00e4sst sich dann auch bei Tacitus finden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tacitus Germania<\/h2>\n\n\n\n<p>Vorweg: Tacitus ist als Quelle jedoch mit Vorsicht zu genie\u00dfen. Er wurde zwar in der Gallia Belgica geboren, aber ob er Kontakt mit Germanen hatte wei\u00df man auch nicht. Mit Sicherheit verwendete er Caesars Bellum Gallicum als Quelle.\u00a0<sup id=\"rf1-34070\"><a href=\"#fn1-34070\" title=\" \u00a0 S. Dick, Der Mythos vom \u201egermanischen\u201c K\u00f6nigtum, Studien zur Herrschaftsorganisation bei den\u00a0 ermanischsprachigen Barbaren bis zum Beginn der V\u00f6lkerwanderungszeit in\u00a0 Erg\u00e4nzungsb\u00e4nde zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde Band 60, S59 ff  \" rel=\"footnote\">1<\/a><\/sup> Auch die Beweggr\u00fcnde die Germania zu schreiben ist unklar. Eine Idee ist, dass er mit seinen Germanen einen \u201cEdlen Wilden\u201d schuf, mit dem er dem verweichlichten Rom einen Spiegel vorh\u00e4lt.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Tacitus nennt Gruppen, die er als <em>rex, principes, duces<\/em> und<em> comes<\/em> benennt.<\/p>\n\n\n\n<p>All diesen Gruppen ist gemein, dass das sie ihren Status durch erfolgreiche Feldz\u00fcge oder kriegerische Auseinandersetzungen erlangt haben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Begriffe die Tacitus selbst verwendet, sind allesamt auch sp\u00e4ter als Adelstitel wiederzufinden, sind aber bei Tacitus so nicht zu verstehen. Das Problem ist hier, dass Tacitus r\u00f6mische W\u00f6rter verwendet, um etwas zu beschreiben, das er nicht kennt. Und auch die Worte haben andere Bedeutung als sie sp\u00e4ter haben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der rex, den Tacitus erw\u00e4hnt, wird beim Zusammentreffen der principes bei einer Versammlung (Thing) aus ihren Reihen gew\u00e4hlt. Er ist also zun\u00e4chst ebenfalls ein principes.&nbsp; In der r\u00f6mischen Geschichtsschreibung der <em>res&nbsp; publica libera<\/em> wird der Begriff des <em>rex<\/em> im Sinne eines gew\u00e4hlten Heerf\u00fchrers oder Warlords verwendet. Zur Zeit Tacitus wiederum war der Begriff negativ besetzt und wurde mit einem Gewaltherrscher gleichgestellt, dem Tyrannen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die <em>principes<\/em> wiederum waren im r\u00f6mischen Herr besser ausgestattete erfahrene K\u00e4mpfer. Im Kontext der Germania gelten sie als H\u00e4uptlinge, F\u00fcrsten,&nbsp; oder Oberhaupt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und <em>duces<\/em> war ein eher allgemeiner Titel zur Zeit des Tacitus. Eine Theorie dazu ist, dass <em>duces<\/em> und <em>principes<\/em> dieselbe Gruppe, jedoch in unterschiedlichen Situationen. In etwa <em>principes<\/em> in Friedenszeiten und <em>duces<\/em> im Kampf. (Friedens- und Kriegsh\u00e4uptlinge)<sup id=\"rf2-34070\"><a href=\"#fn2-34070\" title=\" Eduard Krekovic, Germanische Gesellschaft vor- und nach- den Markomannenkriege in Musaica Archaeologica 2\/2017 S.8 \" rel=\"footnote\">2<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6glicherweise wollte Tacitus auch Wortwiederholungen vermeiden, weshalb er die Begriffe variierte. Die Comes sind die Gefolgsleute, die der <em>princeps<\/em> mit zur Versammlung nimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im \u00fcbrigen nennt Tacitus immer wieder den Begrif der <em>nobilitas, <\/em>etwas das in seiner sp\u00e4teren Bedeutung mit Adel gleichgesetzt wird, aber zun\u00e4chst einmal nichts anderes Bezeichnet, als das diese Person die so bezeichnet wird, erst einmal nur Ber\u00fchmt, also in irgendeiner Weise hervorstechend ist.&nbsp; In Rom wurde der Begriff f\u00fcr den \u201cSenatsadel\u201d verwendet. Also die Personen die irgendwie es geschafft hatten, meist mit viel Geld und entsprechender Abstammung, in den Senat zu kommen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der r\u00f6mische Senator in seine Villa gehen konnte und dort, wenn er wollte seine Ahnenb\u00fcsten vorzeigen konnte, fehlt solch etwas bei den germanischen St\u00e4mmen, die auch keine Schriftlichkeit besa\u00dfen.. Alles, was wahrscheinlich jenseits des Gro\u00dfvaters war, verlief in Mythos und Sagen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Tacitus weist auch darauf hin, dass der Status der germanischen Personen, so wie es eigentlich in Rom im Senatsadel der Fall war, nicht erblich war. Es konnte aber wohl helfen, wenn der Vater ein angesehener <em>princeps<\/em> war. Man konnte somit zumindest in der Gruppe der <em>Comes<\/em>, also der Gefolgsleute, auftauchen, ohne schief angesehen zu werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gefolgschaftswesen (<em>comitatus<\/em>) , also die Kombination von<em> princeps<\/em> und seinem Gefolge, den <em>comes<\/em>, war das Ergebnis der Wechselwirkungen der germanischen Lebensweise.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein geldbasiertes Finanzwesen existierte nicht. Reichtum definierte sich in der Versorgungsf\u00e4higkeit der Familie oder des Stammes, wobei eine Lagerhaltung mit Getreide \u00fcber das Jahr hinaus nicht m\u00f6glich war. Reichtum definierte sich daher zun\u00e4chst \u00fcber die Anzahl der Rinder, Pferde hingegen waren Statussymbole.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Um eine eigene Versorgung zu sichern und den pers\u00f6nlichen Status zu erh\u00f6hen, war der Krieg die M\u00f6glichkeit der Wahl. Gerade f\u00fcr junge M\u00e4nner war dies eine attraktive M\u00f6glichkeit sich zu bew\u00e4hren und sich mit dem eindecken, was f\u00fcr eine Hochzeit n\u00f6tig war, denn Tacitus schreibt zur Heiratssitte der Germanen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Die Mitgift bringt nicht die Ehefrau dem Ehemann zu, sondern er ihr, n\u00e4mlich Rinder und ein gez\u00e4umtes Pferd sowie einen Schild mitsamt germanischer Lanze und Schwert.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Kriegsz\u00fcge zielten also prim\u00e4r auf Versorgung und erh\u00f6hung des eigenen Status und nicht etwa die Eroberung von Land. Je nach Ziel des Kriegszuges kann Beute auch variieren. So kann etwa Edelmetall bei Z\u00fcgen ins r\u00f6mische Gebiet, aber auch Sklaven erbeutet werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den germanischen Norden (Nydam, Thorsberg) sind Opferungen von Metallgegenst\u00e4nden aller Art, oftmals milit\u00e4rischer Natur,&nbsp; bekannt. Im S\u00fcden fehlen diese, was aber wahrscheinlich naturr\u00e4umlich bedingt ist. Edelmetalle haben keine Bedeutung \u00fcber ihren Materialwert hinaus. Sie werden zerhackt, um eine gleichm\u00e4\u00dfige Beuteteilung zu erm\u00f6glichen (Hacksilber). Die meisten St\u00fccke davon flossen wieder zur\u00fcck ins r\u00f6mische Reich, um etwa Vieh zu kaufen, wobei bisweilen r\u00f6mischer Schmuck eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle als Luxusgut spielte.<sup id=\"rf3-34070\"><a href=\"#fn3-34070\" title=\" vgl. M. Becher&nbsp; Chlodwig I. S35 ff \" rel=\"footnote\">3<\/a><\/sup>&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Tacitus berichtet zudem , dass junge Leute bei l\u00e4ngeren Friedenszeiten zu anderen St\u00e4mmen zogen, um sich an deren Kriegsz\u00fcgen zu beteiligen. W\u00e4hrend des Feldzuges war der <em>princeps<\/em> f\u00fcr die Versorgung seiner Krieger mit Nahrungsmitteln und Waffen zust\u00e4ndig.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Status einer (m\u00e4nnlichen) Person definiert sich also durch den Erfolg im Kampf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Konstrukt von dem Tacitus berichtet, w\u00fcrde, unter der Vorraussetzung das tats\u00e4chlich der <em>princips<\/em>, wenn er denn seine Zustimmungen verlor abgesetzt werden konnte und der Titel nicht erblich war, unter den ethnologischen Begriff der \u201cBig Man Society\u201d fallen. Die n\u00e4chste Stufe w\u00e4re das H\u00e4uptlingstum. Tats\u00e4chlich gab es im germanischen Raum bereits vorher den Versuch, ein H\u00e4uptlingstum zu etablieren, von dem wieder Tacitus, dieses mal jedoch in den Annalen, berichtet. Zum Beispiel ist hier&nbsp; Italicus zu nennen. Dem Sohn des Flavius,&nbsp; dem Bruders von Arminius, Sohn des Sigimer. Doch dieser Italicus scheint eher ein Wunschkanditat Roms gewesen zu sein und kann sich letztendlich nicht durchsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dementsprechend ist in der \u00e4lteren r\u00f6mischen Kaiserzeit von einer Big-Man-Society im Umbruch zu sprechen, w\u00e4hrend sich das H\u00e4uptlingstum in der sp\u00e4ten r\u00f6mischen Kaiserzeit etabliert hat.<sup id=\"rf4-34070\"><a href=\"#fn4-34070\" title=\" Eduard Krekovic, Germanische Gesellschaft vor- und nach- den Markomannenkriege in Musaica Archaeologica 2\/2017 S.8 \" rel=\"footnote\">4<\/a><\/sup>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Franken<\/h2>\n\n\n\n<p>Im 3. Jahrhundert wird erstmals ein germanischer Stamm der Franken erw\u00e4hnt.Sie werden zur Gruppe der Rhein-Weser-Germanen gez\u00e4hlt&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wie bereits Tacitus berichtete, dass junge M\u00e4nner sich anderen Gruppen angeschlossen um in den Krieg zu ziehen, so bildete sich auch der Stamm, die Gens, der Franken.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In einer Online Vorlesung wurde der Vergleich mit den Fans eines Fu\u00dfballclubs gemacht, denn ich mir gern zu Eigen mache:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein erfolgreicher Fu\u00dfballclub schart, so wie auch erfolgreicher <em>princeps<\/em>, viele Getreue bzw. Fans um sich. Trifft man diese Fans nun im Fu\u00dfballstadion, so erscheinen sie als homogene Masse. Gleiche oder \u00e4hnliche Kleidung, denselben Verein anfeuernd. Doch m\u00fcssen die Fans von z.B. Bayern M\u00fcnchen, weder aus M\u00fcnchen noch aus Bayern kommen.\u00a0 Sie k\u00f6nnen sogar aus Hamburg und Berlin kommen und sprechen nicht die Bohne bayrisch.\u00a0Doch f\u00fcr den Au\u00dfenstehenden, der den Blick ins Stadion wirft, scheinen sie eine Gens, einen Stamm zu bilden.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz genauso verh\u00e4lt es sich mit dem Entstehen eines neuen Stamms. In diesem Fall die Franken.\u00a0Erstmals begegnen sie uns am Ende des 3. Jahrhunderts. Um 360 entsteht ein Bericht das sie bereits um 250 Gallien verw\u00fcstet h\u00e4tten. Erster genannter Stammesf\u00fchrer ist Gennobaudes, wobei dieser F\u00fchrer des Teilstamms der Ripuarier (Rheinfranken) ist.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die merowingischen Franken<\/h2>\n\n\n\n<p>Ab wann die Merowinger die Herrschaft \u00fcbernahmen ist unklar. Eine Konstruktion der Genealogie von Marcomer \u00fcber Faramund zu Chlodio ist mehr als fraglich, da es wohl nie einen Faramund gab. Weshalb sich auch nicht nachweisen l\u00e4sst, ob der Franke&nbsp; Flavius Merobaudes (\u2020 383 oder 388) , der als r\u00f6mischer Heermeister am r\u00f6mischen Kaiserhof diente, ein Merowinger ist, wie zum Teil vermutet.&nbsp;<sup id=\"rf5-34070\"><a href=\"#fn5-34070\" title=\" zu den Vermutungen sie z.B. Eugen Lewig,&nbsp; Zum Geschichtsbild der Franken und den Anf\u00e4ngen der Merowinger \" rel=\"footnote\">5<\/a><\/sup>. Greifbar werden sie zun\u00e4chst bei Chlodio, dessen Sohn Merowech, und dann nat\u00fcrlich mit der n\u00e4chsten Generation:&nbsp; Childerich I.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Unter den Merowingern hat sich eine H\u00e4uptlingsgesellschaft bzw. eine Ranggesellschaft voll entwickelt. Der H\u00e4uptling, in dem Fall der fr\u00e4nkische K\u00f6nige aus dem Geschlecht der Merowinger hat nun nicht mehr nur das \u201cpers\u00f6nliche Charisma\u201d, er muss also nicht mehr zwingend an vorderster Front der Schlacht k\u00e4mpfen und sich immer wieder aufs neue Bew\u00e4hren. Der K\u00f6nig besitzt nun ein \u201cerbliches Charisma\u201d.&nbsp; Das K\u00f6nigsheil.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses K\u00f6nigsheil sorgt f\u00fcr Schlachtensiege und gute Ernten. Ab wann dieses K\u00f6nigsheil voll ausgepr\u00e4gt war l\u00e4sst sich nicht sagen, aber das die Hausmeier, die ab 550 das h\u00f6chste Amt bei Hofe bekleiden im Kriegsfall die Funktion des <em>dux (duces) ,<\/em> also des Heerf\u00fchrers, <em>&nbsp;<\/em>innehaben l\u00e4sst vermuten das dies zu diesem Zeitpunkt bereits der&nbsp; Fall war.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere Ver\u00e4nderung in der Herrschaftspraxis erreicht uns durch einen Bericht Gregor von Tours in Folge der Schlacht von Soisson 486. In Folge der Schlacht sollen die gepl\u00fcnderten Wertgegenst\u00e4nde durch das Los in gleichen St\u00fccken verteilt werden. Darunter war auch liturgisches Ger\u00e4t, die sogenannte Vase\/Kanne von Soisson. Der Bischof sandte nun Boten an Chlodwig, die um dieses Gef\u00e4\u00df baten. Chlodwig bat also bei der Versammlung, ihm neben seinem normalen Teil die Vase zu \u00fcberlassen. Dem wurde zugestimmt, jedoch erboste sich dar\u00fcber ein K\u00e4mpfer und teilte die Vase mit einem Axthieb und teilte mit dem K\u00f6nig st\u00fcnde nicht mehr zu als jedem anderem. Der K\u00f6nig soll dies ertragen haben, jedoch beim n\u00e4chsten M\u00e4rzfeld warf er dem K\u00e4mpfer Nachl\u00e4ssigkeit in seiner Ausr\u00fcstung vor und und warf seine Axt zu Boden. Als der K\u00e4mpfer sie aufheben wollte, spaltete Chlodwig ihm mit einer Axt den Sch\u00e4del und sagte \u201cSo hast du es zu Soisson einst mit dem Kruge gemacht\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>Was f\u00fcr Gregor von Tours nat\u00fcrlich eine Geschichte f\u00fcr den Katholizismus ist, Chlodwig war ja noch nicht getauft<sup id=\"rf6-34070\"><a href=\"#fn6-34070\" title=\" Becher folgend wohl auch nicht arianisch auch wenn von dieser Seite ein starker Einfluss bestand. M.Becher Chlodwig I S175 \" rel=\"footnote\">6<\/a><\/sup> , so&nbsp; ist dies die&nbsp; Geschichte einer Ver\u00e4nderung der germanischen Sitten. Zwar erhielt der K\u00f6nig den L\u00f6wenanteil der Beute, bei den Westgoten ist es ein F\u00fcnftel<sup id=\"rf7-34070\"><a href=\"#fn7-34070\" title=\" M.Becher Chlodwig I. S 160 \" rel=\"footnote\">7<\/a><\/sup>, aber er war an das Los gebunden.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Erschlagen des K\u00e4mpfers war eine Machtdemonstration seiner Herrschaft, so wie die Eingangs genannte T\u00f6tung durch Theoderich . Gleichzeitig wird dieser Moment als Stichtag f\u00fcr den Wandel der Herrschaft angesehen. Nicht Teilung durch das Los, sondern alles f\u00fcr den K\u00f6nig, der dann selbst die eroberten G\u00fcter verteilt. Ein kleines Puzzlest\u00fcck hin zum noch weit entfernten Lehnswesen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade in der Frankenzeit Chlodwigs sieht Becher<sup id=\"rf8-34070\"><a href=\"#fn8-34070\" title=\" Matthias Becher, Merowinger und Karolinger&nbsp; S.36 \" rel=\"footnote\">8<\/a><\/sup> ein Problem, einen Stand oberhalb der Freien auszumachen. W\u00e4hrend es bei den Sachsen, zumindest in der in karolingischer Zeit aufgezeichneten Gesetze der Sachen, wo es&nbsp; mit den Edelingen (den Edlen) einen Stand gab, bei dessen T\u00f6tung das dreifache Wergeld zu zahlen war, genauso wie bei T\u00f6tung eines Mitglieds der&nbsp; in der <em>lex baiuvariorum<\/em> genannten&nbsp; Geschlechter der<em>&nbsp; <\/em>Huosi, Trozza, Fagana, Hahiligga und Anniona, sowie der urspr\u00fcnglich aus Franken stammenden Agilolfinger fehlt die Angabe eines speziellen Geschlechts oder Standes in der im Kern ersten Viertel des 6. Jahrhundert erlassenen Lex Salica.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Jedoch wird hier eine Gruppe namens <em>antrustiones<\/em> aufgef\u00fchrt. K\u00f6nigstreue Krieger, die mit einem Eid an den K\u00f6nig gebunden waren und in einem besonderen Vertrauensverh\u00e4ltnis standen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es k\u00f6nnte auch sein, dass diese Gruppe identisch ist mit den bei Gregor von Tours erw\u00e4hnten \u201cFranci\u201d Teudeberts, die ihm vorschrieben, welche Frau er zu heiraten habe und dem er auch nachkam.<sup id=\"rf9-34070\"><a href=\"#fn9-34070\" title=\" Laury Sarti, Charakteristik und gesellschaftliche Bedeutung von Waffentr\u00e4gern im merowingischen Gallien des 6. Jahrhunderts&nbsp; S.76-77 \" rel=\"footnote\">9<\/a><\/sup> Heiko Steuer \u00e4u\u00dferte die Vermutung das es sich bei den <em>antrustiones<\/em> um jene Krieger handelte, die ein Ringschwert f\u00fchrten um Ihre Verbindung zum K\u00f6nig zu verdeutlichen<sup id=\"rf10-34070\"><a href=\"#fn10-34070\" title=\" &nbsp; Heiko Steuer, Helm und Ringschwert \u2014 Prunkbewaffnung und Rangabzeichen germanischer Krieger S.223&lt;em&gt; &lt;\/em&gt;&nbsp;\" rel=\"footnote\">10<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Egal wie man nun versucht, diese Gruppe zu identifizieren, ihr Status war nicht erblich.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Zeit der Hausmeier<\/h2>\n\n\n\n<p>Das K\u00f6nigsheil aber,&nbsp; entfremdet auch die Merowinger von ihrem Volk und der Herrschaft und die Hausmeier \u00fcbernehmen immer mehr Aufgaben . Ab 624 ist dieses Amt in Austrasien erstmals von einem &nbsp; Pippiniden besetzt, den Vorfahren der Karolinger.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem pippinidischen Hausmeier Grimoald&nbsp; gibt es erstmals Versuche einer echten Machtergreifung. Grimoald \u00fcberredet des kinderlosen Sigibert III. von Austrasien als Thronerben seinen eigenen Sohn, unter dem Namen <em>Childebertus adoptivus<\/em>, zu adoptieren. Zwar bekam Sigibert III noch einen Sohn, den er als Thronerben einsetzte, diesen aber lies Grimoald scheren und ins Kloster nach Irland schicken. <em>Childebertus adpotivus<\/em> regiert zwar etwa bis zu seinem Tod 662. Grimoald jedoch wird gefangen genommen und 656 oder 657 in Paris hingerichtet. Nach dem Tod von <em>Childebertus adoptivus<\/em> folgt wieder der Merowinger,&nbsp; Chlotar III. , als K\u00f6nig , jedoch auch unter Kontrolle des Hausmeiers Ansegisel aus dem Geschlecht der Arnulfinger. Eine weitere Familie, die mit den Pippiniden die Karolinger bilden wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ab 688 sind&nbsp; mit Pippin dem Mittleren nun die Pippiniden in Austrasien,&nbsp; Burgund und 695 auch in Neustrien Hausmeier. Pippin f\u00fchrt seit 687 den Titel des <em>dux et princeps francorum, <\/em>der Merowingerk\u00f6nig Theuderich III. ist nur noch eine Marionette in seinen H\u00e4nden. Pippins Titel scheint direkt an Tacitus anzukn\u00fcpfen, im Sinne des Friedens- und Kriegsh\u00e4uptlings.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Herrschaft der Pippiniden als Hausmeier&nbsp; f\u00fchrt zu Ver\u00e4nderungen im Reich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Zeit um 700 formuliert Steuer eine \u201cTheorie des gesellschaftlichen und politischen Wandels\u201d , ausgehend von der Aufl\u00f6sung von Reihengr\u00e4berfeldern und Pl\u00fcnderungen \u00e4lterer Gr\u00e4ber.<sup id=\"rf11-34070\"><a href=\"#fn11-34070\" title=\" Heiko Steuer Adelsgr\u00e4ber, Hofgrablegen und Grabraub um 700 im \u00f6stlichen Merowingerreichs &#8211; Wiederspiegelung eines gesellschaftlichen Umbruchs in Der S\u00fcdwesten im 8. Jahrhundert aus historischer und arch\u00e4ologischer Sicht. S203 \" rel=\"footnote\">11<\/a><\/sup> Aus den Gr\u00e4bern werden die Schwerter gestohlen, nicht aber Schwertgurte. Zwar scheinen christliche Beigaben wie Goldblattkreuze unber\u00fchrt, dennoch werden die christlichen Grabsteine zerschlagen.<sup id=\"rf12-34070\"><a href=\"#fn12-34070\" title=\" Heiko Steuer Adelsgr\u00e4ber, Hofgrablegen und Grabraub um 700 im \u00f6stlichen Merowingerreichs &#8211; Wiederspiegelung eines gesellschaftlichen Umbruchs in Der S\u00fcdwesten im 8. Jahrhundert aus historischer und arch\u00e4ologischer Sicht. S 204 \" rel=\"footnote\">12<\/a><\/sup>. Steuer geht dabei auch auf die Definitionsfrage zu Adel und Adelsgrab ein. , wenn man nach Kaiser eher von \u201caristokratischer Oberschicht\u201d , denn \u201cAdel\u201d&nbsp; sprechen sollte, da ein erblicher Adelsstand nicht zu fassen ist,&nbsp;<sup id=\"rf13-34070\"><a href=\"#fn13-34070\" title=\" R. KAISER, Die Franken: Roms Erben und Wegbereiter Europas? S51 \" rel=\"footnote\">13<\/a><\/sup> Steuer kritisiert genauso&nbsp; eine Gleichstellung von Adel und Grundbesitz, die bereits f\u00fcr das 6. und 7. Jahrhundert vermutet wurde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Vorkommen sogenannter Adelsgr\u00e4ber bezeichnet demnach erst einmal Gr\u00e4ber in hervorgehobener Stellung mit entsprechenden Beigaben, wie etwa Bewaffnung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gr\u00fcnde f\u00fcr diese k\u00f6nnen sein:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>-Eine Familie erarbeitet sich einen Aufstieg vom&nbsp; \u201cBauern-Krieger\u201d zu einer Vorherrschaft in der Siedlung. Ein Stellung die als \u201cOrtsadel\u201d bezeichnet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>-Zuzug einer fremden, aber&nbsp; einflussreichen und wohlhabenden Familie, vielleicht im Zuge des Ausbaus fr\u00e4nkischer Reichsorganisation und&nbsp; durch Landzuweisung. Ein \u201cGrundherrschaftlicher Adel\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>-Eine Gr\u00e4bergruppe innerhalb einer Geh\u00f6ftgruppe. Wahrscheinlich angelegt von einer alteingesessenen Familie, die in alten Traditionen verhaftet ist und sich quasi auch im Tod aus der \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcckgezogen hat, w\u00e4hrend die neuen, modernen Familien an der lokalen Kirche bestattet wurden. Ein solcher Vorgang kann um 700 von den Niederlanden bis Bayern beobachtet werden.&nbsp; ( Diesem Typus entspricht ein reiches Begr\u00e4bnis um 700 im Grabtumulus bei Trebur-Astheim )<\/p>\n\n\n\n<p>In der Alamania und Baiern sind es diese Gr\u00e4ber, die Goldblattkreuze enthalten, eine Sitte, die aus dem Italienischen stammt. Vielleicht wollten sich die alteingesessenen Familien von der neuen fr\u00e4nkischen Elite absetzen.&nbsp;<sup id=\"rf14-34070\"><a href=\"#fn14-34070\" title=\" Heiko Steuer Adelsgr\u00e4ber, Hofgrablegen und Grabraub um 700 im \u00f6stlichen Merowingerreichs &#8211; Wiederspiegelung eines gesellschaftlichen Umbruchs in Der S\u00fcdwesten im 8. Jahrhundert aus historischer und arch\u00e4ologischer Sicht. S209\/10 \" rel=\"footnote\">14<\/a><\/sup>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es darf vermutet werden, dass zwischen dem Erstarken der Pippiniden als Hausmeier und der Ver\u00e4nderung in Begr\u00e4bnisnissitte einer elit\u00e4ren Gruppe, hier als \u201cAdel\u201d bezeichnet, eine Wechselwirkung besteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum einen scheint die gesellschaftliche Ver\u00e4nderung den Aufstieg der Pippiniden beg\u00fcnstigt zu haben. Zum Anderen sollte der Zuzug neuer Eliten in die \u00f6stlichen Regionen den Machteinfluss der Pippiniden in diesen Regionen gest\u00e4rkt zu haben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ab&nbsp; 718 (Schlacht bei Soisson) und dem Ende der merowingischen Bruderkriege und&nbsp; der pippinidisch-karolingische Sukzessionskrise vereinte der Hausmeier und Namensgeber der Karolinger Dynastie Karl Martell das fr\u00e4nkische Reich. Der Merowinger Theuderich IV. und der letzte Merowinger Childerich III. sind endg\u00fcltig entmachtet und mit Pippin III. beginnt die Herrschaft der Karolinger.<\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4testens seit den 740ern nahmen die Karolinger noch als Hausmeier f\u00fcr sich in Anspruch Zugriff auf die Resourcen der gro\u00dfen Kirchen in ihrem Gebiet zu haben, was auch 743 in der Synode von Estinnes verhandelt wurde. Die Herrscher griffen damit auf ein Recht zur\u00fcck, das der Ostr\u00f6mische Kaiser Justinian ausformuliert und praktiziert hatte. Ein Verweis auf das Beleben r\u00f6mischer Traditionen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das jedoch Karl Martell mit dem Zugriff auf kirchliche G\u00fcter und dem angeblichen Vergeben dieser G\u00fcter als Lehen an Vasallen und der Entdeckung\/ \u00dcbernahme des Steigb\u00fcgels sich gezielt eine Armee von Panzerreitern geschaffen habe ,wodurch die Axt als Waffe verschwunden und Schwert und Lanze an ihre Stelle getreten w\u00e4ren, ist jedoch ein Trugschluss der auf die Ver\u00f6ffentlichung \u201cMedieval Technology and Social Change\u201d von 1962 durch Lynn Townsend White Jr. zur\u00fcckgeht und vorallem in der englischsprachigen Wissenschaft die sogenannte \u201cGreat Stirrup Controversy\u201d ausl\u00f6ste.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Haak vermerkte hierzu das k\u00f6nigliche Vasallen eine Kategorie von Laien sind, die Dienste f\u00fcr den K\u00f6nig verrichten, und innerhalb der Gruppe k\u00f6niglicher Funktionstr\u00e4ger ist ihr Rang niedriger als der von Bisch\u00f6fen,\u00c4bten, \u00c4btissinnen und Grafen. Spezifischer l\u00e4sst sich ihre Stellung kaum fassen, vor allem da sie insgesamt so selten genannt werden.<sup id=\"rf15-34070\"><a href=\"#fn15-34070\" title=\" Christoph Haak Die Krieger der Karolinger S. 82\" rel=\"footnote\">15<\/a><\/sup>&nbsp; Vasallen sind also nicht als Panzerreiter oder anderweitige K\u00e4mpfer zu identifizieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Zeit der Karolinger<\/h2>\n\n\n\n<p>Die neuen karolingischen Herrscher im Frankenreich k\u00f6nnen sich nun nach der Machtergreifung aber nicht mehr auf das \u201cerbliche Charisma\u201d, das K\u00f6nigsheil der Merowinger berufen. Es wird ersetzt, zum einen durch die K\u00f6nigssalbung des Papstes und zum Anderen durch die Repr\u00e4sentation des Reisek\u00f6nigtums. Gleichzeitig hat das Fehlen des K\u00f6nigsheils auch Vorteile f\u00fcr die Herrschaft.&nbsp; Bei Missernten, verlorenen Schlachten oder sonstigen Katastrophen ist es nun nicht die Schuld des K\u00f6nigs, der etwa an Charisma eingeb\u00fc\u00dft h\u00e4tte, wie es zuvor bei den Merowingern der Fall war. Nun war das ganze Volk kollektiv schuld, weil es nicht gottesf\u00fcrchtig genug war.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Vergaben von G\u00fctern und L\u00e4ndereien, sogenannte Benefizien, zum Beispiel an bereits erw\u00e4hnte Vasallen und andere Personen nehmen langsam zu. Dabei ist zu beachten, dass es nach Haas und Anderen keinen Zusammenhang zwischen Vasallit\u00e4t und Benefizium gibt.&nbsp;<sup id=\"rf16-34070\"><a href=\"#fn16-34070\" title=\" z.B. Schieffer, Zeit des karolingischen Gro\u00dfreichs S.97; J\u00fcrgen Dendorfer, Das Lehnswesen im Hochmittelalter. Forschungskonstrukte, Quellenbefunde, Deutungsrelevanz S. 22; Patzold, Das Lehnswesen S. 28 in Kapitularienrecht und Urkundenpraxis unter Kaiser Ludwig dem Frommen \" rel=\"footnote\">16<\/a><\/sup>&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das man keinen besonderen Titel, sondern eher eine herausragende Leistung erbringen musste, um belohnt zu werden, zeigt der Fall eines gewissen Johannes. Zudem ist es eine Information zu einem \u201ceinfachen\u201d K\u00e4mpfer, jenseits von Grafen und Bisch\u00f6fen. Dieser Johannes wurde 795 in Aachen bei Karl dem Gro\u00dfen mit einem Sendschreiben von Ludwig dem Frommen, zu der Zeit K\u00f6nig von Aquitanien, vorstellig.\u00a0 Johannes hatte im Gau Barcelona einen gro\u00dfen Kampf gegen die sogenannten Ungl\u00e4ubigen gef\u00fchrt\u00a0 und sie besiegt. Als Dank hatte er von Ludwig ein Kettenhemd, ein edles\u00a0 Pferd und ein exotisches Schwert mit silberner Scheide aus der Beute erhalten. Der Rest der Beute blieb bei Ludwig. Karl quittierte nun den Sieg des Johannes damit, dass er ihn als Getreuen ( fidelis noster )\u00a0 bezeichnet und ihm das eroberte und zuk\u00fcnftig erobertes Land ihm und seinen Erben \u00fcbergibt und ihn von s\u00e4mtlichen Abgaben daf\u00fcr befreit.<sup id=\"rf17-34070\"><a href=\"#fn17-34070\" title=\" RI I n. 328, in: Regesta Imperii Online, URI: https:\/\/www.regesta-imperii.de\/id\/0795-03-00_1_0_1_1_0_889_328 (Abgerufen am 08.04.2025). \" rel=\"footnote\">17<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Fall war das nat\u00fcrlich in Karls Sinn, denn damit f\u00f6rderte er eine Landnahme in der Hispania.&nbsp; Wichtig ist es aber dabei darauf hinzuweisen, dass es sich nicht etwa um ein Benefizium\/ Lehen handelt, da es sich nicht um Gebiet handelt, das zuvor schon in k\u00f6niglichem oder anderweitig fr\u00e4nkischem Besitz war.<\/p>\n\n\n\n<p>Normale Benefizien erfolgten aus G\u00fctern des K\u00f6nigs, wobei die Vergabe von G\u00fctern noch nicht erblich war. Mit dem Tod eines der Vertragspartener, also K\u00f6nig oder Empf\u00e4nger, fiehlen die G\u00fcter wieder zur\u00fcck an den K\u00f6nig, bzw, der Erbe musste sich um die Verl\u00e4ngerung des Benefiziums bem\u00fchen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und selbst noch das Kapitular von Quierzy Karls des Kahlen von 877 stellte Teilnehmern eines Italienfeldzuges zwar in Aussicht ihre \u00c4mter, Lehen und sonstige Benefizien an ihre S\u00f6hne weitergeben zu k\u00f6nnen. Doch dazu besteht jedoch noch immer kein Automatismus. Die S\u00f6hne m\u00fcssen beim K\u00f6nig um eine erneute Zuweisung bitten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch ein in Stein gemei\u00dfeltes St\u00e4ndesystem, wie im Feudalismus des Hochmittelalters, fehlt in Zeiten der Karolinger.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Um 835\/837 schreibt Thegan die Biographie Ludwigs des Frommen (Gesta Hludovici ) \u00fcber den geraden entmachteten Ebo von Reims, der in Kapitel 44<strong> <\/strong>Ziel seiner Anfeindungen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebo war der Milchbruder Ludwigs des Frommen, d.h. seine Mutter war die Amme Ludwigs des Frommen und wie seine Mutter auch, war er Unfreier, wurde aber von Ludwig aus der Unfreiheit entlassen. Ebo stieg rasch auf und wurde 816 Bischof von Reims. Ein Aufstieg bis in die <em>nobilitas<\/em> blieb ihm jedoch verwehrt, weshalb er sich u.a. von Ludwig abwandte&nbsp; und Lothar zuwandte. Er wurde abgesetzt und in Haft genommen um ab 840\/41 kurzzeitig in Reims wieder als Bischof zu agieren und letztendlich ab 845 in das noch junge Bistum Hildesheim in Sachsen als Bischof abgeschoben zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Thegan schrieb: \u201cfecit te liberum, non nobilem, quod impossibile est\u201d ( Er hat dich frei gemacht, nicht edel, was unm\u00f6glich ist ) . Sinngem\u00e4\u00df aber flapsig k\u00f6nnte man dies auch mit \u201cBauer bleibt Bauer\u201d \u00fcbersetzen.&nbsp; Wenn Thegan also diese Aussage trifft, so dann eher weil er der Meinung ist Ebo fehle die pers\u00f6nliche Klasse, der Stil, der einen Mann zum Gro\u00dfen, zur <em>nobiltas<\/em> macht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgehend vom 8. Jahrhundert, bildete sich zwar im 9. Jahrhundert eine fr\u00fche Form von \u201cAdel\u201d. Titel waren zwar noch nicht erblich, aber es bildeten sich Familien heraus, die \u00fcbergeordnete Stellungen besa\u00dfen und sich \u00fcber Faktoren wie Abstammung und Verwandtschaft definierten.<sup id=\"rf18-34070\"><a href=\"#fn18-34070\" title=\" Werner Hechenberger, Adel, Ministerialit\u00e4t und Rittertum im Mittelalter , Enzyklop\u00e4die deutscher Geschichte BD 72 vgl.&nbsp; S.75 \" rel=\"footnote\">18<\/a><\/sup> Aus diesen Familien wird sich der Erbadel entwickeln. Dennoch wird in der Wissenschaft , je nachdem was ausgedr\u00fcckt werden soll der Begriff des Adels verwendet ( siehe Oben z.B. \u201cOrtsadel\u201d ). Oftmals werden jedoch Termini wie \u201cdie Edlen\u201d oder \u201cdie Gro\u00dfen\u201d verwendet um die Gruppen der Karolingerzeit zu beschreiben, die der Vorform des \u201cechten Adels\u201d entsprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch f\u00fcr den K\u00f6nig hat sich die Situation ver\u00e4ndert. Er muss nicht mehr an vorderster Front wie Chlodwig k\u00e4mpfen um sich zu beweisen.&nbsp; Karl der Gro\u00dfe l\u00e4sst sich nur 2 mal im n\u00e4chsten Umfeld einer Schlacht des 32 j\u00e4hrigen Sachsenkrieges nachweisen. Er scheint mehr als Stratege oder Feldherr im Hintergrund agiert zu haben. Seine k\u00e4mpferischen Meriten hatte er sich sicherlich bereits in seiner Jugend geholt. \u00c4hnlich wie Karls gleichnamiger Sohn etwa. Karl der J\u00fcngere hatte 784, im Alter von etwa 12 Jahren, am Sachsenkrieg mit einem eigenen Heer teilgenommen&nbsp; und kehrte&nbsp; siegreich nach einer &nbsp; Reiterschlacht&nbsp; nach Worms zur\u00fcck. Danach beteiligte er sich noch einige male an Schlachten, war er doch als Thronfolger vorgesehen.&nbsp;<\/p>\n<hr class=\"footnotes\"><ol class=\"footnotes\" style=\"list-style-type:decimal\"><li id=\"fn1-34070\"><p > \u00a0 S. Dick, Der Mythos vom \u201egermanischen\u201c K\u00f6nigtum, Studien zur Herrschaftsorganisation bei den\u00a0 ermanischsprachigen Barbaren bis zum Beginn der V\u00f6lkerwanderungszeit in\u00a0 Erg\u00e4nzungsb\u00e4nde zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde Band 60, S59 ff  &nbsp;<a href=\"#rf1-34070\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 1.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn2-34070\"><p > Eduard Krekovic, Germanische Gesellschaft vor- und nach- den Markomannenkriege in Musaica Archaeologica 2\/2017 S.8 &nbsp;<a href=\"#rf2-34070\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 2.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn3-34070\"><p > vgl. M. Becher&nbsp; Chlodwig I. S35 ff &nbsp;<a href=\"#rf3-34070\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 3.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn4-34070\"><p > Eduard Krekovic, Germanische Gesellschaft vor- und nach- den Markomannenkriege in Musaica Archaeologica 2\/2017 S.8 &nbsp;<a href=\"#rf4-34070\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 4.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn5-34070\"><p > zu den Vermutungen sie z.B. Eugen Lewig,&nbsp; Zum Geschichtsbild der Franken und den Anf\u00e4ngen der Merowinger &nbsp;<a href=\"#rf5-34070\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 5.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn6-34070\"><p > Becher folgend wohl auch nicht arianisch auch wenn von dieser Seite ein starker Einfluss bestand. M.Becher Chlodwig I S175 &nbsp;<a href=\"#rf6-34070\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 6.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn7-34070\"><p > M.Becher Chlodwig I. S 160 &nbsp;<a href=\"#rf7-34070\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 7.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn8-34070\"><p > Matthias Becher, Merowinger und Karolinger&nbsp; S.36 &nbsp;<a href=\"#rf8-34070\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 8.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn9-34070\"><p > Laury Sarti, Charakteristik und gesellschaftliche Bedeutung von Waffentr\u00e4gern im merowingischen Gallien des 6. Jahrhunderts&nbsp; S.76-77 &nbsp;<a href=\"#rf9-34070\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 9.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn10-34070\"><p > &nbsp; Heiko Steuer, Helm und Ringschwert \u2014 Prunkbewaffnung und Rangabzeichen germanischer Krieger S.223<em> <\/em>&nbsp;&nbsp;<a href=\"#rf10-34070\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 10.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn11-34070\"><p > Heiko Steuer Adelsgr\u00e4ber, Hofgrablegen und Grabraub um 700 im \u00f6stlichen Merowingerreichs &#8211; Wiederspiegelung eines gesellschaftlichen Umbruchs in Der S\u00fcdwesten im 8. Jahrhundert aus historischer und arch\u00e4ologischer Sicht. S203 &nbsp;<a href=\"#rf11-34070\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 11.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn12-34070\"><p > Heiko Steuer Adelsgr\u00e4ber, Hofgrablegen und Grabraub um 700 im \u00f6stlichen Merowingerreichs &#8211; Wiederspiegelung eines gesellschaftlichen Umbruchs in Der S\u00fcdwesten im 8. Jahrhundert aus historischer und arch\u00e4ologischer Sicht. S 204 &nbsp;<a href=\"#rf12-34070\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 12.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn13-34070\"><p > R. KAISER, Die Franken: Roms Erben und Wegbereiter Europas? S51 &nbsp;<a href=\"#rf13-34070\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 13.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn14-34070\"><p > Heiko Steuer Adelsgr\u00e4ber, Hofgrablegen und Grabraub um 700 im \u00f6stlichen Merowingerreichs &#8211; Wiederspiegelung eines gesellschaftlichen Umbruchs in Der S\u00fcdwesten im 8. Jahrhundert aus historischer und arch\u00e4ologischer Sicht. S209\/10 &nbsp;<a href=\"#rf14-34070\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 14.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn15-34070\"><p > Christoph Haak Die Krieger der Karolinger S. 82&nbsp;<a href=\"#rf15-34070\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 15.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn16-34070\"><p > z.B. Schieffer, Zeit des karolingischen Gro\u00dfreichs S.97; J\u00fcrgen Dendorfer, Das Lehnswesen im Hochmittelalter. Forschungskonstrukte, Quellenbefunde, Deutungsrelevanz S. 22; Patzold, Das Lehnswesen S. 28 in Kapitularienrecht und Urkundenpraxis unter Kaiser Ludwig dem Frommen &nbsp;<a href=\"#rf16-34070\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 16.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn17-34070\"><p > RI I n. 328, in: Regesta Imperii Online, URI: https:\/\/www.regesta-imperii.de\/id\/0795-03-00_1_0_1_1_0_889_328 (Abgerufen am 08.04.2025). &nbsp;<a href=\"#rf17-34070\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 17.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn18-34070\"><p > Werner Hechenberger, Adel, Ministerialit\u00e4t und Rittertum im Mittelalter , Enzyklop\u00e4die deutscher Geschichte BD 72 vgl.&nbsp; S.75 &nbsp;<a href=\"#rf18-34070\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 18.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Urspr\u00fcnglich war geplant, einen Text zu verfassen, der sich rein mit dem Adel und dessen Entstehung befasst. 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