{"id":33856,"date":"2024-11-14T17:17:51","date_gmt":"2024-11-14T16:17:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/?p=33856"},"modified":"2024-11-14T17:17:53","modified_gmt":"2024-11-14T16:17:53","slug":"der-mantel-des-hl-martin-als-reliquie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2024\/11\/14\/der-mantel-des-hl-martin-als-reliquie\/","title":{"rendered":"Der &#8222;Mantel&#8220; des hl. Martin als Reliquie"},"content":{"rendered":"\n<p>Wenn ich mal irgendwie noch mal gezwungen w\u00e4re mir irgend eine andere zeitliche Darstellung auszusuchen w\u00fcrden mich zwei Sachen reizen: Ein polnischer Fl\u00fcgelhusar vor Wien, wegen der Fl\u00fcgel und die andere w\u00e4re ein berittener r\u00f6mischer\u00a0 Soldat, der als <em>Scolares alae <\/em>zur <em>Scolares palatinae<\/em>, der kaiserlichen Leibgarde geh\u00f6rt<sup id=\"rf1-33856\"><a href=\"#fn1-33856\" title=\" U. Thies, Die volkssprachige Glossierung der Vita Martini des Sulpicius Severus\u00a0\u00a0S.65. \" rel=\"footnote\">1<\/a><\/sup> Und das nur, um zu sagen, dass St. Martin so ausgesehen haben k\u00f6nnte und ich am 11.11. klugschei\u00dfend den Plastikr\u00f6mern mit ihren roten M\u00e4nteln entgegen treten k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was hat Martin dem Bettler am Stadttor von Amiens gegeben?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Martins Mantel in der Milit\u00e4rzeit entspricht zun\u00e4chst nicht der Vorstellung des klassischen roten Mantels. Es war eine wei\u00dfe <em>chlamys<\/em>. Dies war die Uniform der <em>candidati ( w\u00f6rtlich: die in wei\u00df Gekleideten ) <\/em><sup id=\"rf2-33856\"><a href=\"#fn2-33856\" title=\" D. Praet, The divided cloak as redemptio militiae Biblical stylization and hagiographical intertextuality in Sulpicius Severus\u2019 Vita Martini S.153 \" rel=\"footnote\">2<\/a><\/sup> Sulpicius Severus setzt die Erw\u00e4hnung der wei\u00dfen Chlamys der <em>candidati <\/em>in seiner Martins Hagiographie aktiv ein und spielt mit den Begriffen wenn er Martin als\u00a0 <em>baptismi candidatus<sup id=\"rf3-33856\"><a href=\"#fn3-33856\" title=\" &lt;\/em&gt;In diesem Fall ist\u00a0 canditatus in der Bedeutung unserers \u201cKandidat\u201d zu lesen,\u00a0 in etwa \u201cder Wei\u00dfe\u201d im Sinne von \u201cdas unbeschriebene Blatt\u201d. Also jemand, der empf\u00e4nglich ist f\u00fcr Neues \" rel=\"footnote\">3<\/a><\/sup>\u00a0 (also der Kandidat f\u00fcr die Taufe)<em> <\/em>bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens notiert die Wikipedia \u201cDie Gardisten trugen \u00fcber dem Panzer die Chlamys, einen wei\u00dfen \u00dcberwurf aus zwei Teilen, der im oberen Bereich mit Schaffell gef\u00fcttert war\u201d<sup id=\"rf4-33856\"><a href=\"#fn4-33856\" title=\" &lt;a href=&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Martin_von_Tours&quot;&gt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Martin_von_Tours&lt;\/a&gt; \" rel=\"footnote\">4<\/a><\/sup>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine solche Chlamys fand ich nirgends!<sup id=\"rf5-33856\"><a href=\"#fn5-33856\" title=\" Durchsucht hatte ich u.a. U. Gehn &#8211; Ehrenstatuen in der Sp\u00e4tantik &#8211; Die Sp\u00e4tantiken Amtsornat &#8211; Das sp\u00e4tantike Chlamyskost\u00fcm;\u00a0 R.I. Frank, Scholae Palatinae &#8211; The Palace Gurads of the Later Roman Empire; B Kiilerich, Attire and Personal Appearance in Byzantium; F. P. Morgan , Dress and Personal Appearance in Late Antiquity u.a. \" rel=\"footnote\">5<\/a><\/sup>\u00a0Dagegen fand ich Kleidungsst\u00fccke wie <em>Guanaka\/kaunaki<\/em> (Ein schwerer Mantel mit aufgerautem Flor auf der Innenseite), <em>Melote<\/em> der das gleiche wie der<em> Guanako<\/em> bedeuten kann, aber auch ein auf den Schultern verknotetes Schaffell sein kann aber, wie gesagt, keinerlei <em>Chlamys<\/em> die mit Schaffell gef\u00fcttert w\u00e4re.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Die <em>Chlamys<\/em> jener Zeit bestand aus einem Oval, gen\u00e4ht aus zwei l\u00e4nglichen Halbkreisen, die zusammengelegt wurden und so wieder einen lang gestreckten Halbkreis bildeten. Dieser wurde dann auf der rechten Schulter mit einer Zwiebelknopffibel geschlossen .<\/p>\n\n\n\n<p>Wollte der Soldat Martinus den Mantel teilen, h\u00e4tte er rein theoretisch nur die Mittelnaht der zwei Halbkreise auftrennen m\u00fcssen und h\u00e4tte zwei gleiche, halbkreisf\u00f6rmige M\u00e4ntel. (H\u00f6rt sich irgendwie gar nicht mehr so aufopferungsvoll und spektakul\u00e4r an\u2026)<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Mantel, so will es die Sage, wird sp\u00e4ter unter dem Begriff \u201c<em>cappa<\/em>\u201d&nbsp; zur fr\u00e4nkischen Staatsreliquie und gibt der Kapelle und den Kaplanen ihren Namen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wer schreibt was \u00fcber den \u201cMantel\u201d?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Sulpicius Severus, der Martinus noch pers\u00f6nlich kennengelernt hatte und die erste Hagiographie des Martinus schrieb, nennt das Kleidungst\u00fcck Chlamys, ebenso etwas sp\u00e4ter Paulinus.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Venatius Fortunatus (+600-610), der mit seiner Vita Martini auf den Vorherigen Autoren aufbaut, nennt zus\u00e4tzlich noch <em>vestis<\/em>, also Kleidung, aber nutzt ebenso die Begriffe <em>palla, tegmen abolae<\/em>, was sehr allgemein etwas \u201cabdeckendes\u201d bezeichnet<em>.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das nun in den zeitnahen Hagiographien, wie etwa Sulpicius oder Paulinus nur eine<em> chlamys <\/em>erw\u00e4hnt wird, nie aber eine capella oder <em>cappa<\/em>, hat schon l\u00e4nger f\u00fcr Verwirrung gesorgt<sup id=\"rf6-33856\"><a href=\"#fn6-33856\" title=\" vgl. z.B. W.L\u00fcders Capella &#8211; Die Hofkapelle der Karolinger bis zur Mitte des neunten Jahrhunderts 1909&nbsp; S.5&nbsp; \" rel=\"footnote\">6<\/a><\/sup>&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Cappa oder Capella bezeichnet aber, wenn es als&nbsp; Kleidungsst\u00fcck&nbsp; gesehen wird, ein Kleidungsst\u00fcck mit integrierter Kapuze. Die aber trugen r\u00f6mische Soldaten der Kaisergarde um 350 nicht. Als Kopfbedeckung wurde der <em>pileus pannonicus<\/em> verwendet.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Wort <em>cappa<\/em>, bzw. <em>capella<\/em> findet erstmals nachweislich im Jahr 682 Verwendung. Also weit nach dem Tod Martins und den Aufzeichnungen der Hagiographen. Es ist eine Urkunde des Merowingerk\u00f6nigs Theuderich III. vom 30. Juni 680<sup id=\"rf7-33856\"><a href=\"#fn7-33856\" title=\" MGH DD Merov. No. 126 S319 Link: &lt;a href=&quot;https:\/\/www.dmgh.de\/mgh_dd_merov_1\/index.htm#page\/319\/mode\/1up&quot;&gt;https:\/\/www.dmgh.de\/mgh_dd_merov_1\/index.htm#page\/319\/mode\/1up&lt;\/a&gt;&nbsp; \" rel=\"footnote\">7<\/a><\/sup> In dieser ist verzeichnet, das im k\u00f6niglichen Bethaus<sup id=\"rf8-33856\"><a href=\"#fn8-33856\" title=\" Der Text verwendet &lt;em&gt;Oratorium&lt;\/em&gt;, was mit Kapelle \u00fcbersetzt werden k\u00f6nnte, da aber dieses Wort zur Zeit noch gar nicht existiert und im Zusammenhang mit der genannten Reliquie steht, entschloss ich mich hier zur Verwendung des Wortes Bethaus. Eine ebenfalls korrekte \u00dcbersetzung. orare = Beten \" rel=\"footnote\">8<\/a><\/sup> ein Schwur \u00fcber der \u201c<em>capella\u201d <\/em>des Martin geleistet wurde ( \u2026<em> in oraturio nostro super capella domni martine<\/em> ).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Marionette des karolingischen Hausmeiers Pippin dem Mittleren, Theuderich III. war aber nicht aus heiterem Himmel in den Besitz jener omin\u00f6sen <em>cappa\/capella<\/em> gekommen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Grab des Heiligen Martin<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Gregor von Tours hatte das Grab des Heiligen Martin beschrieben und nennt eine ein gro\u00dfes Tuch (<em>pallium<\/em>) das das Grab des Heiligen bedeckt (<em> \u2026de palla, quae sanctum tegit tumulum<\/em> ). Er beschreibt das Grab etwa in der Zeit um 590. Zudem war er pers\u00f6nlich mit Venatius Fortunatus (Autor des <em>De virtutibus Martini Turonensis,<\/em> einem Versepos \u00fcber Martinus<em>)<\/em> befreundet. Beide kannten also Grab in diesem Zustand.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Aussehen hatte es wohl bereits seit etwa 470. Der 461 ins Amt gekommen Bischof Perpetuus von Tours empfand die bisherige <em>memoria<\/em> des Martinus als nicht mehr ausreichend f\u00fcr die Menge an Pilgern, die zum Grab kamen. Er lie\u00df eine neue, 160 Fu\u00df lange, 60 Fu\u00df breite, mit 120 S\u00e4ulen ausgestattete Kirche bauen. Mit der Fertigstellung des Geb\u00e4udes um 470 lie\u00df er den Sarg des heiligen Martinus erheben, ohne ihn jedoch zu \u00f6ffnen, und versetzte ihn in die Apsis der neuen Kirche hinter dem Altar. Dort war er wohl wieder in den Boden gesetzt worden, denn Bischof Euphronius von Autun ( mit dem Gregor von Tours verwandt ist) (472-75) stiftete einen Stein, der auf dem Grab platziert wurde. Dabei ist nicht klar ob es nur eine (Marmor-) Platte oder eine Art Tumba war die die bessere Sichtbarkeit des Grabes aus dem Kirchenschiff erm\u00f6glichte<sup id=\"rf9-33856\"><a href=\"#fn9-33856\" title=\" (( W. Jacobson, Saints&#8216; Tombs in Frankish Church Architecture S.1108 \" rel=\"footnote\">9<\/a><\/sup><sup id=\"rf10-33856\"><a href=\"#fn10-33856\" title=\" M.Heinzelmann , Gregors von Tours (538-594)&nbsp; S.25 \" rel=\"footnote\">10<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Anfang des 7. Jahrhunderts erfuhr das Grab im Auftrag des Merowingers Dagobert eine Ver\u00e4nderung. Dieser beauftragt den Goldschmied Eligius von Noyon, der sp\u00e4ter selbst Bischof werden sollte, mit dem Bau eines neuen Grabmals mit Gold und Edelsteinen ( <em>Sed praecipue beati Martini Toronus civitate, Dagoberto rege inpensas praebente, miro opificio ex auro et gemmis contexuit sepulchrum<\/em> )<sup id=\"rf11-33856\"><a href=\"#fn11-33856\" title=\" W. Jacobson, Saints&#8216; Tombs in Frankish Church Architecture S.1108 ff \" rel=\"footnote\">11<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Es wird davon ausgegangen, dass der Totalumbau des Grabes verst\u00e4ndlicherweise mit der \u00d6ffnung des Grabes einherging. Dabei geriet etwas in k\u00f6niglich merowingische H\u00e4nde, dass diese <em>cappa <\/em>werden sollte, \u00fcber die 680 dann der Eid geleistet wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie sah ein Bischofsgrab des 4.\/5. Jahrhunderts aus?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Ein Bischofsgrab jener Zeit ist in Teilen in Trier erhalten. Es ist das Begr\u00e4bnis des Bischofs Paulinus von Trier. Jedoch hat das Grab ein Problem. Paulinus starb 358 in der Verbannung in Phrygien, nachdem er&nbsp; sich auf die Seite Athanasius des Gro\u00dfen gestellt hatte, der vehement gegen den Arianismus predigte. Damit hatte sich Paulinus&nbsp; den Unmut von Kaiser Constantius II. zugezogen, der ihn aus Trier entfernte und verbannte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als Paulinus 358 in Phrygien starb, wurde er dort zun\u00e4chst beigesetzt. Eine Fliegenpuppe, die im Sch\u00e4del gefunden wurde, deutet auf diese Region. Wahrscheinlich in der Zeit des Bischof Felix von Trier (386-398)&nbsp; wurde seine Leiche von seinen Anh\u00e4ngern nach Trier \u00fcberf\u00fchrt und dort erneut beigesetzt. Bereits in Kleinasien war seine Leiche f\u00fcr den Transport pr\u00e4pariert worden. Er war in verschiedenste Leinen und Seident\u00fccher geh\u00fcllt worden und so in einem Zedernholz Sarg mit Bronzebeschl\u00e4gen und (Trage-)Ringen gebettet worden. Dieser wurde dann in Leinen und Seide gewickelt, die m\u00f6glicherweise mit einer Substanz an den Sarg geklebt wurde, die bei sp\u00e4teren Untersuchungen als \u201cMehlpapp\u201d bezeichnet wurde. In diesem Zustand wurde er in Trier beigesetzt und erstmals 1402 und dann 1883&nbsp; wieder ge\u00f6ffnet.<strong> <\/strong><sup id=\"rf12-33856\"><a href=\"#fn12-33856\" title=\" F.Albert u. B. Dreyspring, Bisher unpublizierte Textilfunde aus der Bestattung des hl.Paulinus und dem Bistumsarchiv in Trier&nbsp; in CONTEXTUS Festschrift f\u00fcr Sabine Schrenk \" rel=\"footnote\">12<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiteres Trierer Grab einer bedeutenden Pers\u00f6nlichkeit findet sich mit Grab 279 aus St. Maximin. Der Tote trug ein violettes Untergewand und eine r\u00f6tliche Seidentunika aus Bl\u00f6ckchendamast. Beides reichte etwa bis an die Kn\u00f6chel. Die Tunika besa\u00df zwei eingewebt wollene, purpurfarbene Clavi, die bis zur Taille reichten. Der Tote war dann mit einem feinen Scheiergewebe bedeckt, wahrscheinlich aus Wolle. \u00dcber den K\u00f6rper, aber wohl nur im Brustbereich war dann eine harzartige Fl\u00fcssigkeit verteilt worden. Vielleicht ein Akt der letzten \u00d6lung, aber vielleicht auch zur Geruchsbek\u00e4mpfung, denn St. Maximin glich mehr einem \u00fcberdachten Friedhof als einer Kirche. Tote lagen hier dicht an dicht, zum Teil in drei Lagen \u00fcbereinander, wobei die Gr\u00e4ber \u00fcber den Boden ragten.<sup id=\"rf13-33856\"><a href=\"#fn13-33856\" title=\" N.Reifrath et al., Das sp\u00e4tantike Grab 279 aus St. Maximin in Trier \" rel=\"footnote\">13<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn das nicht viel ist, so l\u00e4sst sich doch sagen, das hochgestellte Pers\u00f6nlichkeiten im Tod eine besondere Behandlung erfuhren. Dies sollte auch bei Martinus geschehen sein, zumal er bei seinem Tod in Candes, etwa 50km westlich von Tours so beliebt war, das die Leute aus Tours den Leichnam erst einmal aus Candes stehlen mussten, da die den Toten nicht hergeben wollten. Man verehrte ihn also ins Extrem und sollte diese auch bei seiner Beisetzung gezeigt haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gregor von Tours, Martinus und die Franken<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Tours und das Martinsgrab hatten bereits unter Chlodwig eine gewisse Bedeutung. Dieser hatte seinen Westgotenfeldzug (507) hier begonnen und dort auch die Insignien des ostr\u00f6mischen Kaisers, die er gesandt bekommen hatte in der Kirche \u00fcbernommen. Seine Witwe Chlothild verbrachte hier ihren Lebensabend.&nbsp;<sup id=\"rf14-33856\"><a href=\"#fn14-33856\" title=\" Reallexikon der Germanischen Altertumskunde Band 19 S.367 \" rel=\"footnote\">14<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Gregor von Tour (538-594)&nbsp; handelt es sich bei seinem Amtsvorg\u00e4nger Martinus um den bedeutendsten Heiligen seiner Zeit.<sup id=\"rf15-33856\"><a href=\"#fn15-33856\" title=\" M.Heinzelmann , Gregors von Tours (538-594)&nbsp; S.10 \" rel=\"footnote\">15<\/a><\/sup> und zu dem sein bekanntester Amtsvorg\u00e4nger in Tours. Zudem war Martinus<\/p>\n\n\n\n<p>f\u00fcr die fr\u00e4nkische Mission von au\u00dferordentlicher Bedeutung<sup id=\"rf16-33856\"><a href=\"#fn16-33856\" title=\" F. Graus, Sozialgeschichtliche Aspekte der Hagiographie der Merowinger- und Karolingerzeit, S136 \" rel=\"footnote\">16<\/a><\/sup> Unter den Gallo-Romanen des Westens genoss er h\u00f6chstes Ansehen,&nbsp; er wurde gar apostelgleich verehrt<sup id=\"rf17-33856\"><a href=\"#fn17-33856\" title=\" M.Heinzelmann , Gregors von Tours (538-594)&nbsp; S.26 \" rel=\"footnote\">17<\/a><\/sup> und in gallischen St\u00e4dten entstanden mit dem Ende des 6. Jahrhunderts zahlreiche neue Martinskirchen.&nbsp;<sup id=\"rf18-33856\"><a href=\"#fn18-33856\" title=\" Reallexikon der Germanischen Altertumskunde Band 19 S.368 \" rel=\"footnote\">18<\/a><\/sup>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Den merowingischen K\u00f6nigen bot die Akzeptanz des Heiligen neue M\u00f6glichkeiten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz zu vielen anderen M\u00e4rtyrern war die Biographie des Martinus eher Gef\u00e4llig. Er hatte seine Soldatenzeit , seinen Dienst f\u00fcr den Kaiser, abgeleistet und war erst danach wirklich aktiv in Erscheinung getreten. Den Waffendienst verweigerte er erst unter Kaiser Julian, der wieder dem christlichen Glauben abgeschworen hatte, mit der Begr\u00fcndung, er sei von nun an <em>miles christi.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Vorgang l\u00e4sst Interpretationsspielraum. W\u00e4re Martinus unter einem christlichen Heerf\u00fchrer nicht ebenso ein <em>miles christi<\/em>, der f\u00fcr die christliche Sache k\u00e4mpft?<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man Gregors von Tours liest, kann man durchaus zu diesem Schluss kommen.&nbsp; Gregor von Tours, der aus eine gallo romanischen Senatorenfamilie stammte und damit zu den Eliten geh\u00f6rte, erkl\u00e4rte das gewaltt\u00e4tige Verhalten eines Chlodwigs, der seine Verwandten t\u00f6tete um seine Herrschaft zu sichern, mit einem Handeln im christlichen Sinne, da er dadurch auch das Christentum verbreitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Akzeptanz eines Heiligen wie Martinus konnte man sich der Unterst\u00fctzung der r\u00f6misch gepr\u00e4gten Bev\u00f6lkerung sicher sein, bzw. sich diesen anbiedern. Diese stellte, oft in Form von Bisch\u00f6fen wie eben Gregor von Tours, die geistigen Eliten der Bev\u00f6lkerung, akzeptierten aber die fr\u00e4nkischen Herrscher jedoch nur im Sinne einer Statthalter Funktionen. So war f\u00fcr Gregor von Tours noch immer der Ostr\u00f6mische Kaiser der eigentliche Herrscher und einen Herrscher wie Chilperich I., bei dem Venatius Fortunatus zeitweilig Hofdichter war und den Gregor pers\u00f6nlich kannte, und der lateinische Gedichte schrieb, ein Amphitheater errichte und sich auch sonst nach r\u00f6mischem Vorbild geb\u00e4rdete, bezeichnete er dann schon mal als \u201cNero und Herodes unserer Zeit\u201d .<sup id=\"rf19-33856\"><a href=\"#fn19-33856\" title=\" U.Kindermann , K\u00f6nig Chilperich als lateinischer Dichter in Sacris Erudiri 41,&nbsp; S.247 \" rel=\"footnote\">19<\/a><\/sup>. Dennoch drehte man Gregors von Tours nicht den Hahn ab, dazu war er zu wichtig, zu einflussreich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Cappa des Heiligen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt war es Dagobert I., der das Grab erneuern lie\u00df, verbunden mit einer \u00d6ffnung. Bei dieser \u00d6ffnung nahm er etwas an sich, das sp\u00e4ter als c<em>apa<\/em> erw\u00e4hnt wurde, aber nie der Mantel\/ <em>chlamys<\/em> war, der bei den Geschehnissen im Winter in Amiens erw\u00e4hnt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Luce Pietri war es, die in \u201dLa &#8222;Capa Martini&#8220;: essai d&#8217;identification de la relique martinienne\u201d<sup id=\"rf20-33856\"><a href=\"#fn20-33856\" title=\" L. Pietri, La &#8222;Capa Martini&#8220;: essai d&#8217;identification de la relique martinienne, in M\u00e9langes Yvette Duval S. 343-357 \" rel=\"footnote\">20<\/a><\/sup> allgemein akzeptiert nachweisen konnte, dass es sich bei der urspr\u00fcnglichen<em> capa<\/em> Martini nicht um den Mantel, sondern wohl eher um ein Tuch oder Decke handelte die das Grab bedeckt hatte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eben jene Bedeckung, die Gregor von Tours als <em>pallium<\/em> bezeichnet hatte. Martin Heinzelmann notiert daraufhin erg\u00e4nzend in den Bibliographischen Anzeigen von Francia 30\/1 (2003)<sup id=\"rf21-33856\"><a href=\"#fn21-33856\" title=\" M. Heinzelmann , Bibliographische Anzeigen, Francia. Forschungen zur westeurop\u00e4ischen Geschichte Band 30\/1 (2003) \" rel=\"footnote\">21<\/a><\/sup> das er darauf hingewiesen wurde das <em>pallium<\/em> (f\u00fcr Decke\/Tuch) und <em>cappa<\/em> das selbe bedeuten k\u00f6nnen, wie er mit einem kurzen Satz aus der Vita Vodoali belegt: <em>pallium suum quod vulgo cappa vocatur <\/em>(<em>&nbsp; Seine Decke \/ Manteltuch \/ abdeckendes Tuch , das gew\u00f6hnlich cappa genannt wird. )<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wir wissen weder um den Zustand des toten Heiligen, von einer Unversehrtheit ist nirgends, auch sp\u00e4ter nicht, die Rede,&nbsp; noch von sonstigen Gegenst\u00e4nden, die dem Grab entnommen worden sein k\u00f6nnen. Dies machte die Theorie Pietris wahrscheinlich, dass es sich lediglich um das Tuch handelt, das das Grab bedeckte. Denkbar w\u00e4re auch das bei der \u00d6ffnung des Grabes die Gebeine bei der Umbettung auf dem Tuch zwischengelagert wurden. Somit w\u00e4re aus der Reliquie dritter Klasse, eine Reliquie zweiter Klasse geworden. Ein Objekt das nicht nur das Grab, sondern den Toten direkt ber\u00fchrt hatte. Auch ein tats\u00e4chlich zerteilter Mantel w\u00e4re nur eine Reliquie zweiter Klasse gewesen. Die Bezeichnung als Capa\/Cappa w\u00e4re auch nicht falsch gewesen, sie bedeutete nur urspr\u00fcnglich indiesem Fall nicht Mantel sondern \u201cbedeckendes Tuch\u201d. Erst \u00fcber die Jahrhunderte war die Dualit\u00e4t des Begriffes als bedeckendes Tuch und gleichzeitig Mantel verloren gegangen und die Reliquie als Mantelfragment angesehen worden.<\/p>\n<hr class=\"footnotes\"><ol class=\"footnotes\" style=\"list-style-type:decimal\"><li id=\"fn1-33856\"><p > U. Thies, Die volkssprachige Glossierung der Vita Martini des Sulpicius Severus\u00a0\u00a0S.65. &nbsp;<a href=\"#rf1-33856\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 1.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn2-33856\"><p > D. Praet, The divided cloak as redemptio militiae Biblical stylization and hagiographical intertextuality in Sulpicius Severus\u2019 Vita Martini S.153 &nbsp;<a href=\"#rf2-33856\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 2.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn3-33856\"><p > <\/em>In diesem Fall ist\u00a0 canditatus in der Bedeutung unserers \u201cKandidat\u201d zu lesen,\u00a0 in etwa \u201cder Wei\u00dfe\u201d im Sinne von \u201cdas unbeschriebene Blatt\u201d. Also jemand, der empf\u00e4nglich ist f\u00fcr Neues &nbsp;<a href=\"#rf3-33856\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 3.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn4-33856\"><p > <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Martin_von_Tours\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Martin_von_Tours<\/a> &nbsp;<a href=\"#rf4-33856\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 4.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn5-33856\"><p > Durchsucht hatte ich u.a. U. Gehn &#8211; Ehrenstatuen in der Sp\u00e4tantik &#8211; Die Sp\u00e4tantiken Amtsornat &#8211; Das sp\u00e4tantike Chlamyskost\u00fcm;\u00a0 R.I. Frank, Scholae Palatinae &#8211; The Palace Gurads of the Later Roman Empire; B Kiilerich, Attire and Personal Appearance in Byzantium; F. P. Morgan , Dress and Personal Appearance in Late Antiquity u.a. &nbsp;<a href=\"#rf5-33856\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 5.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn6-33856\"><p > vgl. z.B. W.L\u00fcders Capella &#8211; Die Hofkapelle der Karolinger bis zur Mitte des neunten Jahrhunderts 1909&nbsp; S.5&nbsp; &nbsp;<a href=\"#rf6-33856\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 6.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn7-33856\"><p > MGH DD Merov. No. 126 S319 Link: <a href=\"https:\/\/www.dmgh.de\/mgh_dd_merov_1\/index.htm#page\/319\/mode\/1up\">https:\/\/www.dmgh.de\/mgh_dd_merov_1\/index.htm#page\/319\/mode\/1up<\/a>&nbsp; &nbsp;<a href=\"#rf7-33856\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 7.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn8-33856\"><p > Der Text verwendet <em>Oratorium<\/em>, was mit Kapelle \u00fcbersetzt werden k\u00f6nnte, da aber dieses Wort zur Zeit noch gar nicht existiert und im Zusammenhang mit der genannten Reliquie steht, entschloss ich mich hier zur Verwendung des Wortes Bethaus. Eine ebenfalls korrekte \u00dcbersetzung. orare = Beten &nbsp;<a href=\"#rf8-33856\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 8.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn9-33856\"><p > (( W. Jacobson, Saints&#8216; Tombs in Frankish Church Architecture S.1108 &nbsp;<a href=\"#rf9-33856\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 9.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn10-33856\"><p > M.Heinzelmann , Gregors von Tours (538-594)&nbsp; S.25 &nbsp;<a href=\"#rf10-33856\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 10.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn11-33856\"><p > W. Jacobson, Saints&#8216; Tombs in Frankish Church Architecture S.1108 ff &nbsp;<a href=\"#rf11-33856\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 11.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn12-33856\"><p > F.Albert u. B. Dreyspring, Bisher unpublizierte Textilfunde aus der Bestattung des hl.Paulinus und dem Bistumsarchiv in Trier&nbsp; in CONTEXTUS Festschrift f\u00fcr Sabine Schrenk &nbsp;<a href=\"#rf12-33856\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 12.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn13-33856\"><p > N.Reifrath et al., Das sp\u00e4tantike Grab 279 aus St. Maximin in Trier &nbsp;<a href=\"#rf13-33856\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 13.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn14-33856\"><p > Reallexikon der Germanischen Altertumskunde Band 19 S.367 &nbsp;<a href=\"#rf14-33856\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 14.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn15-33856\"><p > M.Heinzelmann , Gregors von Tours (538-594)&nbsp; S.10 &nbsp;<a href=\"#rf15-33856\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 15.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn16-33856\"><p > F. Graus, Sozialgeschichtliche Aspekte der Hagiographie der Merowinger- und Karolingerzeit, S136 &nbsp;<a href=\"#rf16-33856\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 16.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn17-33856\"><p > M.Heinzelmann , Gregors von Tours (538-594)&nbsp; S.26 &nbsp;<a href=\"#rf17-33856\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 17.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn18-33856\"><p > Reallexikon der Germanischen Altertumskunde Band 19 S.368 &nbsp;<a href=\"#rf18-33856\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 18.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn19-33856\"><p > U.Kindermann , K\u00f6nig Chilperich als lateinischer Dichter in Sacris Erudiri 41,&nbsp; S.247 &nbsp;<a href=\"#rf19-33856\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 19.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn20-33856\"><p > L. Pietri, La &#8222;Capa Martini&#8220;: essai d&#8217;identification de la relique martinienne, in M\u00e9langes Yvette Duval S. 343-357 &nbsp;<a href=\"#rf20-33856\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 20.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn21-33856\"><p > M. Heinzelmann , Bibliographische Anzeigen, Francia. Forschungen zur westeurop\u00e4ischen Geschichte Band 30\/1 (2003) &nbsp;<a href=\"#rf21-33856\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 21.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn ich mal irgendwie noch mal gezwungen w\u00e4re mir irgend eine andere zeitliche Darstellung auszusuchen w\u00fcrden mich zwei Sachen reizen: Ein polnischer Fl\u00fcgelhusar vor Wien, wegen der Fl\u00fcgel und die andere w\u00e4re ein berittener&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[1],"tags":[32,30,49,31],"class_list":["post-33856","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-geschichte","tag-karolingisch","tag-merowingisch","tag-recherche","tag-romisch"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Der &quot;Mantel&quot; des hl. 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