{"id":33659,"date":"2024-05-29T16:26:03","date_gmt":"2024-05-29T14:26:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/?p=33659"},"modified":"2024-05-29T16:26:49","modified_gmt":"2024-05-29T14:26:49","slug":"ders-kaisers-neue-kleider-iv-der-herrschermantel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2024\/05\/29\/ders-kaisers-neue-kleider-iv-der-herrschermantel\/","title":{"rendered":"Des Kaisers neue Kleider IV &#8211; Der Herrschermantel"},"content":{"rendered":"\n<p>Dieser Post \u00fcber Herrscherm\u00e4ntel ist tats\u00e4chlich der gr\u00f6\u00dfte in der Reihe. Um ehrlich zu sein habe ich auch mit diesem als erstes begonnen zu schreiben, denn aus irgendeinem Grund, der sich mir selbst nicht erschlie\u00dft, finde ich die M\u00e4ntel spannend.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In einem gef\u00fchlt anderem Leben hatte ich mir einemal die Fibelabbildungen auf Herrschbildern angesehen<sup id=\"rf1-33659\"><a href=\"#fn1-33659\" title=\" &lt;a href=&quot;https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2016\/06\/01\/eigentuemliche-fibelabbildungen-auf-herrscherbildern-der-karolingerzeit\/&quot;&gt;https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2016\/06\/01\/eigentuemliche-fibelabbildungen-auf-herrscherbildern-der-karolingerzeit\/&lt;\/a&gt; \" rel=\"footnote\">1<\/a><\/sup> Was ich damals nicht bedachte, zwar vermutete, aber nicht in Verbindung brachte, war die Antikenrezeption der Abbildungen. Man hatte die Bilder nicht nur im Aufbau von antiken Vorlagen kopiert, man hatte sie wirklich eins zu eins \u00fcbernommen und somit auch sp\u00e4tantike Fibeln abgemalt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das bedeutet, wieder mal, dass die Bilder nicht zuverl\u00e4ssig sind. Wie also sah nun der karolingische Herrschermantel, bzw, der Herrschermantel im mitteleurop\u00e4ischen Fr\u00fchmittelalter aus?<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst einmal m\u00f6chte ich einige Begriffe definieren, die uns in diesem Zusammenhang begegnen. Dabei wissen wir allerdings nicht genau ob jeder in diesem Begriff auch das Gleiche verstand. Aber das wird uns noch begegnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong><em>sagum, chlamys<\/em><\/strong><strong> und<\/strong><strong><em> paludamentum<\/em><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die drei Begriffe, die uns hier interessieren sollten, sind <em>sagum, chlamys<\/em> und <em>paludamentum.<\/em> Bei dem sagum handelt es sich um den klassischen Rechteckmantel, der in der sp\u00e4tantike sowohl von r\u00f6mischen Legion\u00e4ren, als auch den germanischen Hilfstruppen und den germanischen St\u00e4mmen allgemein getragen wurde. Es ist ein praktisches Allzweckkleidungsst\u00fcck. Es kann als Mantel benutzt werden, als Decke und zur Not kann man auch einen Unterstand damit errichten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Etwas verwirrender ist es dagegen mit <em>chlamys<\/em> und <em>paludamentum. <\/em>Im antiken Griechenland entsprach die<em> chlamys<\/em> dem lateinischen <em>sagum<\/em>, war also ein einfacher Rechteckmantel. Bei der \u00dcbernahme des Kleidungsst\u00fccks durch die R\u00f6mer wurde der Mantel jedoch gr\u00f6\u00dfer bis er dem <em>paludamentum<\/em> entsprach, bzw. sich zu diesem entwickelte und in der Folge, dann im Fr\u00fchmittelalter, die Begriffe chlamys und paludamentum f\u00fcr ein und dasSelbe Kleidungsst\u00fcck verwendet wurden<sup id=\"rf2-33659\"><a href=\"#fn2-33659\" title=\" F. Pennick Morgan, Dress and personal appearance in late antiquity S.15 \" rel=\"footnote\">2<\/a><\/sup> auch wenn Isidor von Sevilla dies anders definiert (Chlamys = Aus einem St\u00fcck, nicht gen\u00e4ht, geschlossen mit einer Schlie\u00dfe; plaudamentun = Herrschermantel in Scharlach und Purpur und Gold )<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei war das <em>paludamentum<\/em> ein Offiziersmantel der r\u00f6mischen Armee, quasi ein \u00fcbergro\u00dfes<em> sagum <\/em>mit Repr\u00e4sentationsfunktion, das auf der linken Schulter getragen wurde und dabei elegant um den Arm drapiert wurde.&nbsp; Die wachsende&nbsp; \u00dcbergr\u00f6\u00dfe machte es dann schlichtweg nicht brauchbar im Milit\u00e4ralltag, weshalb es nur bei Paraden oder anderen offiziellen Veranstaltungen getragen wurde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es wurde ebenfalls zu einer Insignie des Kaisers, der damit auch seine milit\u00e4rische Gewalt zeigen konnte. Die Feldherren trugen meist ein rotes <em>paludamentum<\/em>, w\u00e4hrend das klassische kaiserliche <em>paludamentum<\/em> im Normalfall&nbsp; purpurfarben war. Jedoch sind alle Farbabstufungen zwischen Rot, Purpur und Blau m\u00f6glich. Je nach Farbstoff, F\u00e4rbetechnik usw.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was tr\u00e4gt Karl denn da?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Wieder einmal greife ich nun auf Einhard zur\u00fcck. Dieser beschreibt in Kapitel 23 seine Vita Karoli Magni, das Aussehen Karls des Gro\u00dfen und nennt auch zwei mal einen Mantel.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In der Beschreibung von Karls Alltagskleidung nennt Einhard einen \u201c<em>sago veneto\u201d , <\/em>\u00fcbersetzt als&nbsp; \u201cblaues sagum\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei soll zun\u00e4chst kurz auf die Farbe eingegangen werden. Einhard nutzt das Wort \u201cveneto\u201d f\u00fcr blau, nicht das \u00fcbliche <em>\u201ccaeruleum\u201d. <\/em>Ein Begriff der mitunter als Azurblau \u00fcbersetzt wird<em>. veneto<\/em> dagegen bezieht sich auf Venedig, Venetien oder den Volksstamm der Veneter. Woher der Name von Venedig und Volkstamm&nbsp; der Veneter urspr\u00fcnglich stammt, ist nicht klar, eine Theorie sieht den Begriff mit Wasser verwandt (die blaue Lagune\u2026), was das Blau erkl\u00e4ren k\u00f6nnte. Andererseits k\u00f6nnte Einhard damit aber auch ein spezielles Blau, ein \u201cvenetianisches Blau\u201d, ein Begriff der seit der fr\u00fchen Neuzeit f\u00fcr die venetianische Glasproduktion mit Kobaltblau verwendet wird und von dunkelblau bis zu blau mit leichtem Lilaspekt reichen kann, bezeichnet haben. Auch k\u00f6nnte damit ein Blau gemeint sein, das \u00fcber Venedig importiert wurde, etwa echtes Indigo.&nbsp; In diesem Fall w\u00e4re dies durchaus relevant, war doch Venedig ein St\u00fctzpunkt der Byzantiner. Diese Idee hat \u00fcbrigens bereits 1905 Heinrich Kretschmayr in seiner \u201cGeschichte von Venedig\u201d niedergeschrieben.<sup id=\"rf3-33659\"><a href=\"#fn3-33659\" title=\" H. Krezschmayr , Geschichte von Venedig S.179 u. S.186 \" rel=\"footnote\">3<\/a><\/sup>. Auch wurde \u201cveneto\u201d in einer \u00e4lteren \u00dcbersetzung derVita als \u201cmeeresgr\u00fcn\u201d \u00fcbersetzt.&nbsp; Wir behalten diese Farbaspekte zun\u00e4chst einmal im Hinterkopf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Text wird kurz darauf noch einmal ein Mantel erw\u00e4hnt. Dort hei\u00dft es sinngem\u00e4\u00df, dass obwohl die ausl\u00e4ndische Kleidung sehr sch\u00f6n war, diese von Karl abgelehnt wurde und trug sie nie, nur einmal in Rom habe er auf bitten Papstes Hadrian (+795) (Vorg\u00e4nger von Leo IX. der Karl zum Kaiser kr\u00f6nte) lange Gew\u00e4nder und eine chlamys getragen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Einhard verwendet hier den griechischen Begriff der <em>chlamys<\/em> und meint damit ein <em>paludamentum.<\/em> Der Begriff der <em>chlamys <\/em>wird von karolingischen Autoren generell bevorzugt.&nbsp; Die ausl\u00e4ndische Kleidung, bzw die Ausl\u00e4nder die Einhard meint sind die Byzantiner, dies erschlie\u00dft sich durch die Verwendung eines griechischen Begriffes, die Beschreibung als \u201clange Gew\u00e4nder\u201d und die Nutzung dieser Kleidung in Rom das zuvor ebenfalls von Byzanz verwaltet worden war.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Quellenkritik my dear Watson!<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Bei den Beschreibungen Einhards ist wie immer Quellenkritik angebracht. Einhard schrieb nach Karls Tod. Seine Beschreibung nutzt einen offensichtlichen Bescheidenheitstopos. Wie auch sp\u00e4ter Notker von St. Gallen nutzt Einhard Karl den Gro\u00dfen als Vorbild und zur Ermahnung auf die R\u00fcckbesinnung auf fr\u00e4nkische Werte (wie auch immer diese waren..). Je nachdem wie man die Vita datiert, es sind Zeitr\u00e4ume von 817 bis 836 im Gespr\u00e4ch, k\u00f6nnte Ludwig der Fromme oder seine S\u00f6hne hier gemahnt sein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Folglich sollten diese durchaus byzantinische Kleidung getragen haben, was Einhard, wie sp\u00e4ter auch Notker, durch die Blume anmahnt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich zeigen die M\u00fcnzportraits Karl den Gro\u00dfen ab 812 Karl als r\u00f6mischen Feldherren bzw. Kaiser mit Paludamentum.<sup id=\"rf4-33659\"><a href=\"#fn4-33659\" title=\" I.H. Garipzanov, The image of authority in Carolingian coinage , S210 \" rel=\"footnote\">4<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was schreiben die Anderen? Thegan? Ermoldus? Notker?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Auch der Biograph Ludwigs des Frommen, Thegan, schreibt \u00fcber die Kleidung&nbsp; Ludwigs. Wie auch schon Einhard versucht sich Thegan am Bescheidenheitstopos, was ihm aber nach meinem&nbsp; modernen Empfinden nicht ganz so gut gelingt, wenn er schreibt:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Er war gem\u00e4\u00dfigt in Essen und Trinken und unauff\u00e4llig in seiner Kleidung. Er stolzierte nie in goldener Kleidung umher, au\u00dfer allein an den h\u00f6chsten Festtagen, wie es seine Vorfahren taten. Selbst an jenen Tagen trug er nichts weiter als ein Hemd und eine Hose, die mit Gold gewebt und ges\u00e4umt war und mit einem goldenen Schwertg\u00fcrtel, einem gl\u00e4nzenden Goldschwert, goldenen Beinschienen und einer <\/em><strong><em>mit Goldf\u00e4den gewebten Chlamys<\/em><\/strong><em> verziert war. Er trug eine goldene Krone auf seinem Kopf und hielt einen goldenen Stab in seiner Hand. <\/em>(Zynische Anmerkung: Hat Thegan irgendwann jemals Gold erw\u00e4hnt?)<\/p>\n\n\n\n<p>Ermoldus Nigelus berichtet in seinem Gedicht \u00fcber Ludwig den Frommen, das dieser Harald Klak Halfdanson bei dessen Tauf unter anderem eine mit Edelsteinen besetzte, purpurfarbene (murice rubro), mit Goldrand gefasste Chlamys geschenkt habe.&nbsp;<sup id=\"rf5-33659\"><a href=\"#fn5-33659\" title=\" Ermoldui Nigelli Liber III 375 \" rel=\"footnote\">5<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Das Ludwig Harald Klak einen Purpurmantel schenkte bedeut nicht dass er seinen Mantel verschenkte. Dies w\u00e4re als Abtreten der Macht verstanden worden, Ludwig hatte also mindestens 2 entsprechende M\u00e4ntel. Vielmehr zeigt die \u00dcbergabe eines Purpurmantels, das Ludwig nun Harald nach seiner Tauf als gleichberechtigt betrachtete, sowie als milit\u00e4rischen Verb\u00fcndeten, da er ihm auch eines seiner Schwert schenkte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Notker verwendet f\u00fcr den Mantel immer wird das Wort <em>pallium,<\/em> was nicht wirklich falsch aber normalerweise keinen frei h\u00e4ngenden Mantel bezeichnet sondern, das r\u00f6mische Manteltuch das um den K\u00f6rper gewickelt wird und dessen Ende auf dem linken Arm ruht (griech. : himation ) und in der Zeit Notker bereits das Pallium des Bischofs bezeichnet, was gar nichts mehr mit einem Mantel zu tun hat. Notkers Eigent\u00fcmlichkeiten zeigen sich auch wenn er die Farben der M\u00e4ntel der Franken beschreibt: Er nutzt die Worte canus und saphirinum. <em>canus <\/em>(\u201chundisch\u201d) ist wohl ein Verschreiber und sollte <em>granum <\/em>meinen, was Getreidefarben bedeuten w\u00fcrde, aber meist mit wei\u00df \u00fcbersetzt wird. Es ist wohl ein Naturwei\u00df gemeint. Saphirinum bedeutet Saphirblau. M\u00f6glich, dass Notker hier Bezug auf Einhards \u201cvenetianisches Blau\u201d nimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im \u00dcbrigen nennt Notker kurz zuvor noch einen weiteren Mantel, von dem er jedoch nichts mehr wei\u00df, da dieser Mantel wohl aus der Mode gekommen scheint. Er schreibt: (&#8230;) Karl nutzte f\u00fcr die n\u00e4chtlichen Lobges\u00e4nge einen schwingenden und \u00e4u\u00dferst tiefen Mantel, dessen Gebrauch und Name bereits vergangen waren&nbsp;<sup id=\"rf6-33659\"><a href=\"#fn6-33659\" title=\" Notker Lib I 30 S.96 (,,,)Karolus ad nocturnas laudes pendulo et profundissimo pallio, cuius iam usus et nomen recessit , utuabatur. \" rel=\"footnote\">6<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Byzantinische Paludamentum\/Chlamys<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Nun findet man bei einer Onlinesuche immer&nbsp; wieder die Abbildungen eines byzantinischen Paludamentums mit einer L\u00e4ngsseite k\u00fcrzer als der anderen und versehen mit den Tablion, jenen, typisch f\u00fcr byzantinische herrschaftliche M\u00e4ntel ,&nbsp; quadratischen Bes\u00e4tze. Diese scheinen alle auf das Buch \u201cCostume and Fashion. The Evolution of European Dress trough the Earlier Ages\u201d von Herbert Norris aus dem Jahr 1924 zur\u00fcck zu gehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Anders sieht es dann das \u201cDictonary of Costume\u201d von 1969. Das Werk von R. Turner Wilcox sieht den byzantinischen Herrschermantel als halbrunden Mantel. Dem schlie\u00dft sich im Grunde auch&nbsp; \u201cDress and personal appearance in late antiquity\u201d von 2018 an, wenn sie in ihrem Versuch ein paludamentum halbrund, mit 380cm x 150cm und 60cm reserviert f\u00fcr den Halsbereich (30cm von der Mitte Anbringung der Fibel) an einem 180cm gro\u00dfen Mann testen.&nbsp;<sup id=\"rf7-33659\"><a href=\"#fn7-33659\" title=\" F. Pennick Morgan, Dress and personal appearance in late antiquity S.137 \" rel=\"footnote\">7<\/a><\/sup>, welches entsprechenden Darstellungen entspricht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der arch\u00e4ologische Fund einer Chlamys aus \u00c4gypten spricht f\u00fcr die halbrunde Form<sup id=\"rf8-33659\"><a href=\"#fn8-33659\" title=\" &lt;a href=&quot;https:\/\/bildlexikon-kleidung.uni-bonn.de\/items\/image_084.html&quot;&gt;https:\/\/bildlexikon-kleidung.uni-bonn.de\/items\/image_084.html&lt;\/a&gt;&nbsp; im Bild ist die doppelt gelegte Chlamys aufgeklappt, wodurch eine oval Form entsteh \" rel=\"footnote\">8<\/a><\/sup>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Abbildungen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Auf Abbildungen, allen voran nat\u00fcrlich die touronischen Abbildungen, also das was aus Tour und den Nachfolgeorten stammt, wie die Werke Karls des Kahlen oder Lothars, zeigen den Herrscher im paludamentum, dem gro\u00dfen Feldherrenmantel, der Stilvoll drapiert fast den ganzen K\u00f6rper bedeckt. Dabei sind diese Abbildungen aus antiken Vorlagen \u00fcbernommen, schlie\u00dfen jedoch nicht die Verwendung solcher M\u00e4ntel f\u00fcr Repr\u00e4sentationszwecke aus, wie uns auch Einhard gezeigt hat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ihre Grundform ist jedoch nur schwer auszumachen. Auch wenn die Abbildungen der Vivianbibel aus antiken Vorlagen stammen, sollen diese als erste betrachtet werden. Die Personen zur Linken und Rechten Karls des Kahlen scheinen am klarsten erkennbar. Hier k\u00f6nnte es sich um halbrunde M\u00e4ntel handeln.&nbsp; Der Mantel wird auf dem linken Arm drapiert und verdeckt so eine Ecke des Mantels. Er l\u00e4uft in einer Bogenform an der R\u00fcckseite der Beine entlang, endet in einem spitzen Winkel und verl\u00e4uft zur Schulter, wo er mit B\u00e4ndern, auf denen eine Scheibenfibel sitzt, geschlossen wird. Auch bei dem aMntel Karls des Kahlen ist nur ein Winkel des Tuchs zu erkennen, wobei anzunehmen ist dass das ein zweiter Winkel sich unterhalb des Szepter haltenden Armes verbirgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das gleiche Bild wie bei den Begleitern der Vivianbibel zeigt sich bei Karl dem Kahlen in dessen Sakramentar und bei den Begleitern im Codex Aureus von St. Emmeram.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In den Abbildungen karolingischer Handschriften ist des Weiteren bis auf eine Ausnahme kein Tablion zu erkennen. Bei dieser Abbildung handelt es sich jedoch nicht um einen karolingischen Herrscher. Es ist die Darstellung des biblischen K\u00f6nig Salomon in der Bibel von St. Paul vor den Mauern. W\u00e4hrend Salomon in der Bibel mit Vollbart gezeigt wird, was dem Topos des Propheten entspricht, ist Karl der Kahle in derselben Handschrift mit typisch fr\u00e4nkischem Schnauzbart dargestellt. Sein Mantel scheint zwar denselben Faltenwurf aufzuweisen (mit der Ausnahme, dass das linke Bein zu sehen ist), doch ein Tablion ist auf dem Mantel nicht zu erkennen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als Farben dominiert in aller Regel ein Rotton, der aber Goldschattierungen enth\u00e4lt. Diese sollen wohl den Glanz des Textils darstellen. Man kann daher davon ausgehen das es sich um Seide handelt. In der Vivian Bibel ist Karls des Kahlen Mantel wei\u00dflich \/ gelb dargestellt und nur im Lothar Evangeliar ist der Mantel Lothars als ein dunkelrotes Violett zu bezeichnen (Hier kommt es allerdings darauf an welche Reproduktion der Abbildung verwendet wird.) .<\/p>\n\n\n\n<p>An dieser Stelle muss auch erstmals der \u00e4lteste erhaltene Kaisermantel erw\u00e4hnt werden: Der blaue Reitermantel Heinrichs II.&nbsp; besteht aus dunkelblauem Seidenstoff, sowohl im Futter als auch auf der Au\u00dfenseite.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Purpur ist aber nicht Purpur ist nicht violett<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Echter Purpur aus der Purpurschnecke ist nicht zwingend purpurfarben! Verschiedene Arten der Purpurschnecken erzeugen verschiedenen Farbt\u00f6ne, von rot, \u00fcber fuchsia, \u00fcber purpur bis blau und allem dazwischen. Hinzu kommen die verschiedenen Arten der Verarbeitung, \u00dcberf\u00e4rbungen und Farbmischungen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>So wurde Purpur auch imitiert, indem zum Beispiel Krapp und Indigo gemischt wurden. Die Bamberger Kaisergew\u00e4nder Sternenmantel und Reitermantel sind indigogef\u00e4rbt mit einem Anteil an Krapp um einen leichten Violettton zu erzeugen.<sup id=\"rf9-33659\"><a href=\"#fn9-33659\" title=\" N.Jung H. Kempkens, Die Bamberger Kaisergew\u00e4nder unter der Lupe, S111 f \" rel=\"footnote\">9<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Sonstige Zier der M\u00e4ntel<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Eine Randeinfassung der M\u00e4ntel ist im Codex Aureus von St. Emmeram, der Bibel von St. Paul und der Vivian Bibel zu erkennen. Die anderen Abbildungen kommen ohne eine solche aus.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die Randverzierung in der Vivian Bibel lediglich durch Punkte und Schraffuren auf gelblichem Grund angedeutet ist, sind bei den anderen beiden Abbildungen ein goldener Rand zu erkennen, der mit&nbsp; ovalen und rechteckigen Schmucksteinen in gr\u00fcn , rot und blau besetzt ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch eine Verzierung des eigentlichen Mantels, etwa durch Seidenbrockat oder Stickerein ist nicht zu erkennen. Lediglich das Tablion K\u00f6nig Salomons in der Bibel von St. Pau zeigt wei\u00dflich hervorgehobene Kreisformen und angedeutete Rechtecke, die als Brokatstoffe interpretiert werden k\u00f6nnen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Grundstoff des blauen Reitermantels besteht aus einem Seidenstoff in Samitbindung, wobei die Bindung eine Wabenstruktur wiedergibt. Diese w\u00e4re auf einer illuminierten Handschrift nicht oder kaum darstellbar. Aber auch hier wurde kein Brokat verwendet. Die goldenen Reiter auf dem Mantel wurden in Anlegetechnik mit Goldlahn aufgestickt. Ihre Form und ihr Aussehen imitiert aber die Formen der bekannten Brokatmedaillons. Es wird jedoch kein spezielles Textil kopiert, den die Darstellung ist ein Mix aus byzantinischen (Kaiser reitet \u00fcber Feinde)&nbsp; und sassanidischen (L\u00f6wenjagd ) Motiven, bringt aber westliche Element mit ein wie den Falken, der nicht zur L\u00f6wenjagd eingesetzt wurde und einem Bl\u00fctenstab ( Lilienzepter ) der nicht in byzantinischen Abbildungen verwendet wird. Man hat hier also einen Purpurstoff mit&nbsp; F\u00e4rbung&nbsp; und mit den Stickereien Brokat imitiert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Formen und Gr\u00f6\u00dfen anderer M\u00e4ntel<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>\u00c4ltester erhaltener Herrschermantel ist wahrscheinlich der blaue Reitermantel Heinrichs II. auch wenn dessen Form nachtr\u00e4glich ver\u00e4ndert wurde. Urspr\u00fcnglich handelte es sich um einen Rechtekmantel der in seiner Urspr\u00fcnglichen Form eine Gr\u00f6\u00dfe von ca. 303cm x 182cm besa\u00df<sup id=\"rf10-33659\"><a href=\"#fn10-33659\" title=\" Ich hatte dar\u00fcber hier geschrieben &lt;a href=&quot;https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2022\/05\/13\/der-rechteckmantel-heinrichs-ii\/&quot;&gt;https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2022\/05\/13\/der-rechteckmantel-heinrichs-ii\/&lt;\/a&gt; \" rel=\"footnote\">10<\/a><\/sup> Also ein durchaus beeindruckendes St\u00fcck in seiner Gr\u00f6\u00dfe. Obwohl es sich um einen Rechteckmantel handelte, k\u00f6nnte dieser an den unteren Enden abgerundete Ecken besessen haben. Zudem scheint dieser Mantel oft genutzt worden zu sein, denn bereits im 11. Jahrhundert wurde das Futter erneuert. Es k\u00f6nnte sich also um einen Mantel handeln, der nicht nur bei speziellen Anl\u00e4ssen genutzt wurde, sondern \u00f6fters zum Einsatz kam.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwar wurde er direkt als kirchliche Stiftung als Glockenkasel geschaffen, dennoch soll der ungarische Kr\u00f6nungsmantel nicht unerw\u00e4hnt bleiben. Er ist halbrund und wurde 1031 gefertigt. Noch vor 1100 soll er als Mantel umgearbeitet worden sein, andere Quellen nennen dagegen das 13. Jahrhundert.. Auf einem byzantinischen blau-violetten Seidengewebe mit Rosettenmuster befinden sich aufw\u00e4ndige Goldstickerein. Seine Gr\u00f6\u00dfe betr\u00e4gt 268cm x 134cm und ist damit der kleinste der M\u00e4ntel. Seine Gr\u00f6\u00dfe ist bestimmt durch die ehemalige Form als Glockenkasel.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch breiter ist der halbrunde Kr\u00f6nungsmantel der Reichskleinodien mit 345cm x 146cm. Seine Farbe erh\u00e4lt er durch Kermes und Rotholz. Kermes (Schildlaus) diente hier in der F\u00e4rbung als Ersatz f\u00fcr echten Purpur. Er entstand 1133\/34 in Sizilien.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Anfang des 13. Jahrhunderts entstand der Adlermantel, sogenannter Mantel Karls des Gro\u00dfen. Halbrund mit einer Gr\u00f6\u00dfe von 304cm x 142cm besteht er aus einem roten ungemusterten Seidenk\u00f6per und Stickerei in Anlegetechnik. Er besa\u00df urspr\u00fcnglich eine breite, mit Edelsteinen besetzte Goldborte, die aber in der franz\u00f6sischen Revolution abgeschnitten wurde. Auch soll er urspr\u00fcnglich die Form eines halben Achtecks besessen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der im Grab Philipps von Schwaben gefundene halbrunde Mantel entstand vor 1208, besteht aus goldfarbenem oder hellbeigem Samit und besitzt eine Gr\u00f6\u00dfe von 305cm x 140cm.<\/p>\n\n\n\n<p>Zeitlich als letztes folgt der Mantel Ottos IV., der vor 1218 entstand und eine Gr\u00f6\u00dfe von 308cm x 140cm besitzt. Er ist der einzige der M\u00e4ntel der m\u00f6glicherweise eine echte Purpur F\u00e4rbung besitzt ohne das ich diese Angabe gegenpr\u00fcfen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis auf den Mantel Philipps von Schwaben versuchen alle M\u00e4ntel einen Purpurfarbton zu imitieren ohne dabei tats\u00e4chlich dem Idealbild des lilanen Mantels aus byzantinischen Abbildungen nahe zu kommen, was durchaus interessant ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fazit<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die tats\u00e4chliche Formgebung des karolingischen Herrschermantels ist letztendlich schwer zu entscheiden. Die Darstellungen der illuminierten Handschriften w\u00fcrden f\u00fcr eine halbrund Chlamys\/ Paludamentum sprechen. Der \u00e4lteste uns \u00fcberkommene Befunde, der Reitermantel Heinrichs II. (vor 1024), besitzt dagegen die Form eines Rechtecks, jedoch mit m\u00f6glicherweise abgerundeten Ecken an der Unterseite.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einer rekonstruierten Gr\u00f6\u00dfe von ca. 303cm x 182cm f\u00fcr den blauen Reitermantel, h\u00e4tte Heinrich ca. 210cm gro\u00df sein m\u00fcssen damit wenigstens die kurze Seite auf der linken Schulter nicht auf dem Boden schleift. Heinrich besa\u00df die Gr\u00f6\u00dfe jedoch mit Sicherheit nicht.<sup id=\"rf11-33659\"><a href=\"#fn11-33659\" title=\" vgl. die oben, unter dem Abschnitt &lt;strong&gt;Byzantinische Paludamentum\/Chlamys&lt;\/strong&gt;&nbsp; genannte Rekonstruktion einer Chlamys aus \u201cDress and personal appearance in late antiquity\u201d \" rel=\"footnote\">11<\/a><\/sup> Wahrscheinlich war die \u00dcbergr\u00f6\u00dfe repr\u00e4sentativ zu verstehen, dabei wurde der Mantel beim Stehen \u00fcber die Arme drapiert und somit das Schleifen auf dem Boden verhindert. Eher aber wurde er Sitzend getragen, wobei sich der K\u00f6nig, ganz \u00e4hnlich den Abbildungen Karls des Kahlen darin quasi einwickelte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Test mit einem gro\u00dfen Rechteckmantel und einem&nbsp; halbrunden Mantell mit 140cm x 280cm zeigte jedoch das das Aussehen der Abbildungen nur mit einem&nbsp; halbrunden Mantel erreicht werden kann.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Verzierungen der Mantelfl\u00e4che scheinen noch nicht eingesetzt worden zu sein, sie sind erstmals auf dem Fragment aus Chantilly des Gregormeisters (um 983) auf dem Mantel Otto II. in Form von kleinen Kreuzen erkennbar ( Goldlahn mit Perlen?) und finden sich in \u00e4hnlicher Form auch auf dem Bild Thronbild des Evangeliars Otto III., hier tr\u00e4gt jedoch der <em>armiger<\/em> (Schwertr\u00e4ger) einen solchen Mantel. Eine streifenartige Verzierung auf einem Purpurmantel ist im Gebetbuch Otto III. zu erkennen. Ab diesem Zeitpunkt scheint sich das Konzept der Verzierung zu verst\u00e4rken bis dann im Regensburger Sakramentar Tunika und Mantel mit Kreisf\u00f6rmigen Verzierungen, scheinbar aus Goldlahn und Perlen zu erkennen sind und somit die die Br\u00fccke zum Reitermantel Heinrichs II. schl\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die karolingischen M\u00e4ntel ist eher von einem einfarbigen Stoff, wahrscheinlich einfarbiger Samit auszugehen, bei dem eine einfarbige, kleinteilige Musterung vorhanden gewesen sein kein k\u00f6nnte. Solch eine Stoff k\u00f6nnte in der Musterung vergleichbar mit der Willigiskasel sein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Farblich zeigen sich die M\u00e4ntel mit einem Goldschimmer, der entweder den Glanz von Seide darstellen soll, oder aber gleich mit brokatierter, mit Goldf\u00e4den durchwirkte Seide (Brokat od. Lamee) symbolisiert. Als Grundfarbe sind Rott\u00f6ne erkennbar, die wohl dem Purpurspektrum zuzurechnen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier w\u00e4re auch denkbar, dass in den Handschriften eine Mischfarbe aus zwei Farben verwendet wurde (blau \/ rot) deren Bestandteile jedoch unterschiedlich auf Alterung \/UV Licht reagierten und somit nur den stabileren Rotton zur\u00fcck lie\u00dfen. Eine Untersuchung der verwendeten Pigmente liegt mir jedoch nicht vor.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Verschluss des Mantels erfolgt immer mit antikisierenden Fibeln, oftmals B\u00fcgelfibeln, sp\u00e4ter unter den Ottonen mittels Scheibenfiebeln. Das Problem stellt hierbei dar, dass das feine Gewebe durch die Nadel der Fibel und das Gewicht leicht rei\u00dfen k\u00f6nnte. Auf anderen Darstellungen sind dagegen immer B\u00e4nder zu sehen, auf denen dann die Fibel aufsitzt. Entweder wurden die B\u00e4nder bei den Herrscherm\u00e4ntel nach Innen verlegt, so dass sie nicht sichtbar waren, nicht dargestellt, oder das Textil wurde zwischen Seidenfutter und Seiden Deckstoff mit einem anderen Material, beispielsweise einem Einsatz aus Leinen, stabilisiert.&nbsp;<\/p>\n<hr class=\"footnotes\"><ol class=\"footnotes\" style=\"list-style-type:decimal\"><li id=\"fn1-33659\"><p > <a href=\"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2016\/06\/01\/eigentuemliche-fibelabbildungen-auf-herrscherbildern-der-karolingerzeit\/\">https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2016\/06\/01\/eigentuemliche-fibelabbildungen-auf-herrscherbildern-der-karolingerzeit\/<\/a> &nbsp;<a href=\"#rf1-33659\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 1.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn2-33659\"><p > F. Pennick Morgan, Dress and personal appearance in late antiquity S.15 &nbsp;<a href=\"#rf2-33659\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 2.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn3-33659\"><p > H. Krezschmayr , Geschichte von Venedig S.179 u. S.186 &nbsp;<a href=\"#rf3-33659\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 3.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn4-33659\"><p > I.H. Garipzanov, The image of authority in Carolingian coinage , S210 &nbsp;<a href=\"#rf4-33659\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 4.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn5-33659\"><p > Ermoldui Nigelli Liber III 375 &nbsp;<a href=\"#rf5-33659\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 5.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn6-33659\"><p > Notker Lib I 30 S.96 (,,,)Karolus ad nocturnas laudes pendulo et profundissimo pallio, cuius iam usus et nomen recessit , utuabatur. &nbsp;<a href=\"#rf6-33659\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 6.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn7-33659\"><p > F. 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Kempkens, Die Bamberger Kaisergew\u00e4nder unter der Lupe, S111 f &nbsp;<a href=\"#rf9-33659\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 9.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn10-33659\"><p > Ich hatte dar\u00fcber hier geschrieben <a href=\"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2022\/05\/13\/der-rechteckmantel-heinrichs-ii\/\">https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2022\/05\/13\/der-rechteckmantel-heinrichs-ii\/<\/a> &nbsp;<a href=\"#rf10-33659\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 10.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn11-33659\"><p > vgl. die oben, unter dem Abschnitt <strong>Byzantinische Paludamentum\/Chlamys<\/strong>&nbsp; genannte Rekonstruktion einer Chlamys aus \u201cDress and personal appearance in late antiquity\u201d &nbsp;<a href=\"#rf11-33659\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 11.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Post \u00fcber Herrscherm\u00e4ntel ist tats\u00e4chlich der gr\u00f6\u00dfte in der Reihe. 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