{"id":33593,"date":"2024-02-02T17:10:01","date_gmt":"2024-02-02T16:10:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tribur.de\/blog\/?p=33593"},"modified":"2024-02-02T17:10:03","modified_gmt":"2024-02-02T16:10:03","slug":"klerikerkleidung-und-das-bischoefliche-ornat-des-9-jahrhunderts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2024\/02\/02\/klerikerkleidung-und-das-bischoefliche-ornat-des-9-jahrhunderts\/","title":{"rendered":"Klerikerkleidung und das bisch\u00f6fliche Ornat des 9. Jahrhunderts"},"content":{"rendered":"\n<p>Bitte keine Fragen stellen, warum ich mich gerade mal mit der Kleidung eines Bischofs und \/ oder Klerikers des 9. Jahrhunderts befasse. Habe gerade eine dumme Idee. Vielleicht sprechen wir in einem Jahr noch mal dr\u00fcber\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Kirchliche Kleidung hat den Vorteil, dass sie sich nur sehr langsam ver\u00e4nderte und diese Ver\u00e4nderungen auch meistens minimal sind. Dies erm\u00f6glicht es, das kirchliche Ornat eines Bischofs sehr genau zu rekonstruieren. Gegenteilig sieht es \u00fcbrigens mit der Alltagskleidung eines Bischofs aus. Denn hier kenne ich keine entsprechende Abbildung. Da aber diese in aller Regel nach benediktinischer Regel lebten, w\u00fcrden sie sich im Idealfall auch so kleiden. Nur scheinen Bisch\u00f6fe auch gerne \u00fcber die Str\u00e4nge geschlagen zu haben\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Die Abbildungen die man aus dem <em>De laudibus sanctae crusis <\/em>kennt, in der Alkuin und Hrabanus Maurus dem hl. Martin, als Erzbischof von Tours sein Werk \u00fcbergeben, zeigen die Tracht der Benediktiner des 9. Jahrhunderts.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Hrabanus.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"416\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Hrabanus.jpg?resize=1024%2C416&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-33591\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Hrabanus.jpg?resize=1024%2C416&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Hrabanus.jpg?resize=300%2C122&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Hrabanus.jpg?resize=768%2C312&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Hrabanus.jpg?resize=1536%2C624&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Hrabanus.jpg?w=1989&amp;ssl=1 1989w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Verschiedene Darstellungen von Hrabanus Maurus, Alkuin und St. Martin aus dem De Laudibus sanctae crucis aus einem Zeitraum von 20 Jahren. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Dort tr\u00e4gt  Hrabanus eine bis zu den Kn\u00f6cheln reichende Tunika, wohl eine Albe und dar\u00fcber einen schlichten \u00dcberwurf (Skapulier) , der bis zu den Knien reicht und die Arme frei l\u00e4sst. Hrabanus Maurus scheint hier \u00fcbrigens Wadenwickel zu tragen . Alkuin ist einmal identisch, dann wieder mit Albe und Dalmatika dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Da Alkuin und Hrabanus Kleidung unter dem Skapulier den gleichen Blauton wie die Albe des hl. Martin aufweist, ist davon auszugehen, dass auch hier wei\u00df als Farbe anzunehmen ist (siehe dazu weiter unten). Das Skapulier selbst ist braun dargestellt und steht wohl f\u00fcr einen naturbraunen bis naturschwarzen Wollstoff, den die Benediktiner tragen. Interessanter Weise wirkt Hrabanus somit mehr wie ein modernerer Zisterziensier, die erst im 11. Jh. entstehen, als ein Benediktiner nach dessen Regeln Hrabanus Maurus im Kloster Fulda lebte.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Dies erkl\u00e4rt sich aber damit, dass die Zisterzienser als Teil der Reformbewegungen des 11. Jahrhunderts entstanden und wieder die Reinheit der benediktinischen Regeln leben wollten. Hrabanus Maurus tr\u00e4gt \u00fcbrigens keine Stola und ist somit kein Priester. Das <em>De Laudibus sanctae crucis<\/em> entstand um 810, Hrabanus wurde erst 814 zum Priester geweiht, er war aber bereits Diakon.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Weiteres Bild eines Benediktiners mit gleicher Kleidung sehen wir \u00fcbrigens im Egbert Codex (980 &#8211; 993 ) und im Egbert Psalter (977\u2013993) , wo der M\u00f6nch Roudbrecht seine Werk \u00fcbergibt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Egbert.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"936\" height=\"658\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Egbert.jpg?resize=936%2C658&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-33592\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Egbert.jpg?w=936&amp;ssl=1 936w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Egbert.jpg?resize=300%2C211&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Egbert.jpg?resize=768%2C540&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 936px) 100vw, 936px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">benediktinischer M\u00f6nch  Ruodprecht und Bischof Egbert aus dem Egbert Psalter (Ende 10. Jahrhundert )<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wieder anders sieht es mit dem einfachen Dorfpriester aus. W\u00e4hrend van Rhijn<sup id=\"rf1-33593\"><a href=\"#fn1-33593\" title=\" vgl. C. van Rhijn , Shepards of the Lord. Priests ad Episcopal Statues in the Carolingian Period \" rel=\"footnote\">1<\/a><\/sup> davon ausgeht das es durchaus Landpriester gab, die zu den lokalen Eliten mit Grundbesitz geh\u00f6rten, gibt es auch Hinweise das Landpriester mitunter einen weiteren Beruf hatten um f\u00fcr ihren Unterhalt zu sorgen. So meldete sich ein Priester bei seinem Bischof, da ihm bei der Arbeit fl\u00fcssiges Blei ins Auge gespritzt war und er nun sein Priesteramt nicht aus\u00fcben konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die erstere Gruppe wohl mit durchaus ansprechender klerikaler Kleidung ausgestattet war, war der klassische Landpriester mit zweitem Beruf wohl eher recht gew\u00f6hnlich gekleidet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wobei es auch Schenkungen an Kirchen gab, in denen Dalamtiken und Kaseln verschenkt wurden.<sup id=\"rf2-33593\"><a href=\"#fn2-33593\" title=\" vgl. S. Patzold, C. van Rhijn Men in the Middel &#8211; Local Priests in Early Medieval Europe \" rel=\"footnote\">2<\/a><\/sup> Im Prinzip w\u00e4re der der einfache Priester im Idealfall mit den gleichen Kleidungsst\u00fccken wie ein Bischof ausgestattet, nur in einfacherer Ausf\u00fchrung und ohne Pallium. Dies war aber seine Kleidung die f\u00fcr den Gottesdienst vorgesehen war, nicht im Alltag.<\/p>\n\n\n\n<p>Das&nbsp; prim\u00e4re Erkennungszeichen eines Priesters scheint daher seine Stola gewesen zu sein, die er bei der Priesterweihe erhielt, denn es wurde bei der Synode von Mainz 813 beschlossen, dass die Stola, auch als Orarium bezeichnet, st\u00e4ndig getragen werden muss und bei der Synode von Tribur 895 wurde festgelegt das wenn jemand einen Priester ohne Stola beraubt, t\u00f6tet oder verwundet solle der T\u00e4ter nur die einfache statt dreifacher Strafe Zahlen. ( man konnte den Priester ja nicht erkennen\u2026)<\/p>\n\n\n\n<p>Im \u00dcbrigen zeigt Szene 15 des Teppichs von Bayeux einen Priester, der eine Dame zu segnen scheint. Er tr\u00e4gt eine Pluviale, bzw. Chormantel,&nbsp; der im 10. Jahrhundert aufgekommen war, sowie Tonsur. Ansonsten ist seine Kleidung, soweit erkennbar, identisch mit jeder anderen Kleidung auf dem Teppich.<sup id=\"rf3-33593\"><a href=\"#fn3-33593\" title=\" Abbildung auf Wiki Commons &lt;a href=&quot;https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/2\/2a\/Bayeux_Tapestry_Scene_15.png\/2560px-Bayeux_Tapestry_Scene_15.png?uselang=de&quot;&gt;https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/2\/2a\/Bayeux_Tapestry_Scene_15.png\/2560px-Bayeux_Tapestry_Scene_15.png?uselang=de&lt;\/a&gt; \" rel=\"footnote\">3<\/a><\/sup> Was auf dieser Szene dargestellt ist ist unbekannt, die Beschreibung nennt nur \u201cein Geistlicher und Aelfgiva\u201d, Wobei nicht einmal bekannt ist wer Aelfgiva ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vorangehende Anmerkung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich bringe immer wieder Beispiele von erhaltenen Kleidungsst\u00fccken. Meist bestehen diese aus kostbarer Damastseide. Das bedeutet nicht das es diese Kleidungsst\u00fccke nur aus diesem extrem kostbaren Stoff gab. Es bedeutet nur das die kostbaren Kleidungsst\u00fccke, aus welchen Gr\u00fcnden auch immer, besser gepflegt wurden als andere. Es gab auch Bisch\u00f6fe und \u00c4bte die mitunter derbe Wolle bevorzugten, um somit ihre Enthaltsamkeit und Askese zu verdeutlichen. Doch wenn dies nicht explizit Topos der Abbildung ist, w\u00fcrden diese genauso prunkvoll wie jeder andere Bischof dargestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Aber kommen wir nun zu den liturgischen Gew\u00e4ndern des Bischofs, so wie sie abgebildet und nachgewiesen sind.&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Die Albe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die unterste (sichtbare) Lage bildet die Albe. Das Wort ist die eingedeutschte Version des lateinischen Alba, was wiederum die Verk\u00fcrzung von Alba Tunika ist. \u00dcbersetzt: Wei\u00dfe\u00a0Tunika.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Abbildungen sind lediglich der untere Rand und die \u00c4rmel zu&nbsp; sehen und eine Albe des 9. Jahrhunderts ist nicht erhalten. Die \u00e4lteste, mir bekannte, Albe ist die sogenannte Albe des hl. Bernulph von Utrecht aus dem 11. Jahrhundert, wobei anzumerken ist, das es Diskussionen gibt, ob es sich bei diesem Kleidungsst\u00fcck nicht um ein staufisches Kleidungsst\u00fcck handeln k\u00f6nnte.<sup id=\"rf4-33593\"><a href=\"#fn4-33593\" title=\" Dazu hier: &lt;a href=&quot;https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2022\/02\/24\/tuniken-und-asymmetrische-schlitzungen\/&quot;&gt;https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2022\/02\/24\/tuniken-und-asymmetrische-schlitzungen\/&lt;\/a&gt; \" rel=\"footnote\">4<\/a><\/sup>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sie besitzt die engen \u00c4rmelaufschlag&nbsp; und w\u00e4re unten weit genug, um einen entsprechenden Faltenwurf zu erzeugen. Ihr Schnitt ist recht einfach, denn die \u00c4rmel sind gerade eingesetzt und die Weitung erfolgt \u00fcber zwei Geren an den Seiten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gefertigt ist sie aus feinem Leinen als Basismaterial, was auch der kirchlichen Tradition entspricht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Albe aus den Reichskleinodien sah wahrscheinlich recht \u00e4hnlich aus, wurde jedoch in ihrem Schnitt ver\u00e4ndert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Albe w\u00e4re somit als lange, mit Geren an den Seiten geweitete Tunika mit gerade angesetzten, am Handgelenk eng anliegenden S\u00e4umen zu rekonstruieren, ganz so wie ein Damenunterkleid.&nbsp; Wobei die \u00c4rmel am Rumpf eine recht gro\u00dfe Weitung aufweisen. Schmuck wie Borten, sind im 9. Jahrhundert nicht zu erkennen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Halsausschnitt konnte als Schlupf gestaltet sein, eine zentrale oder assymetrische Schlitzung besitzen, oder aber auf den Schultern geschlossen werden.&nbsp; Die L\u00e4nge reichte wahrscheinlich mindestens zu den Fu\u00dfgelenken, jedoch waren sie wahrscheinlich l\u00e4nger, denn sie wurden noch mit dem Cingulum geg\u00fcrtet. In aller Regel sollte sie, wie auf dem Hrabanus Maurus\/ Alkuin \/St. Martin Bild aus Leinen bestanden haben. Ein einfacher M\u00f6nch im Kloster Fulda, hatte dagegen wahrscheinlich eine Albe aus natuwei\u00dfer Wolle.&nbsp; Einfaches Wolltuch ist g\u00fcnstiger teuer als gebleichtes Leinen, das in der Herstellung einen ungleich h\u00f6heren Aufwand besitzt. Hrabanus kann dagegen Leinen in seiner Stellung und Bedeutung f\u00fcr Fulda durchaus rechtfertigen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Stola<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber der Albe lag die Stola, die um den Hals gelegt auf der Vorderseite fast bis zum Ende der Albe reicht. Sie wurde bei der Priesterweihe verliehen. Es war das eigentliche Zeichen, das den Priester auswie\u00df.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Material der Stola gibt es kaum Erkenntnisse. Nach Josephs Brauns Handbuch der Paramentik<sup id=\"rf5-33593\"><a href=\"#fn5-33593\" title=\" J. Braun S.J. Handbuch der Paramentik S.160 \" rel=\"footnote\">5<\/a><\/sup> gab es im 19. jahrhundert Stolen, aus Leinen, Baumwolle, Wolle und Seide, wobei Seide bereits im 12. Jahrhundert als Material f\u00fcr die Alltl\u00e4gliche Stola diente. Im 9. Jahrhundert w\u00e4re wohl eher von Leinen oder Wolle auszugehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aus Arles sind zwei Pallien erhalten. Eines aus der Zeit zwischen 416 und 595 aus Seide und Wolle mit einer L\u00e4nge von 224cm und einer Breite von 9,1cm, sowie aus der Zeit von 491 bis 654 aus Leinen, mit Seide bestickt. L\u00e4nge 175cm Breite ebenfalls 9,1cm.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus der Zeit zwischen 900 bis 934 stammt die Stola aus dem Grab des hl. Cuthbert in Durham (UK) wo sie bei einer erneuten Grab\u00f6ffnung im 10. Jahrhundert deponiert wurden. Als Basis diente hier Seide in Leinwandbindung, die mit Seide bestickt wurde. L\u00e4nge 81,9cm, Breite 5,5cm.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Brauch, die Stola \u00fcber der Brust zu kreuzen, kam erst im Laufe des 9. Jahrhundert auf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Cingulum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Cingulum, der G\u00fcrtel, wurde \u00fcber Alba und Stola gebunden oder geschlossen und hielt alles an seinem Platz, bzw. erm\u00f6glichte das Raffen der Albe.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem 9. Jahrhundert hat sich der Witgariusg\u00fcrtel erhalten, das Cingulum des hl. Witgarius von Augsburg. Dieser war Brettchengewebt aus roter Seide, miit gr\u00fcnem Rand und der Inschrift \u201cWitgario tribuit sacro spiramine plenum hanc zonam regina nitens sanctissima Hemma\u201d. Am Ende des G\u00fcrtels verbreitert sich dieser und ist mit Adlern verziert. Weitere brettchgewebte G\u00fcrtel sind erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Jedoch k\u00e4men auch einfachere G\u00fcrtel oder andere Materialien in Betracht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Dalmatica<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber den bisherigen Kleidungsst\u00fccken wurde die Dalmatica getragen. Sie wird lose, ohne G\u00fcrtel oder \u00c4hnliches getragen Ein St\u00fcck aus dem 8. oder 9. Jahrhundert wurde im Zweiten Weltkrieg zerst\u00f6rt: Die Dalmatica des hl. Hidulf von Trier aus Moyenmoutier.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Dalmatic steht noch ganz in der Tradition ihrer r\u00f6mischen Vorbilder. Ihre Grundform ist die eines \u201cT\u201d. Sie besitzt eine L\u00e4nge von 140cm, die Breite mit ausgestreckten \u00c4rmeln betr\u00e4gt 195cm. Die \u00c4rmel selbst sind 51,5cm lang und besitzen eine Weite von 67cm. Der Halsausschnitt ist leicht oval mit 22cm in der Breite. An seinem Rand setzten links und rechts zwei rote Clavi aus Seide, mit einer breite von 1,4cm an, die sich \u00fcber Vorder und R\u00fcckseite der Dalmatica ziehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei weitere Clavi befinden sich jeweils an den \u00c4rmeln, 10cm von Rand entfernt und ebenfalls mit 1,4cm Breite und 1,8cm Abstand zueinander.<sup id=\"rf6-33593\"><a href=\"#fn6-33593\" title=\" Nach&nbsp; J. Braun S.J. Die Liturgische Gewandung&nbsp; S.261 und&nbsp; F. Pertegato Le dalmatiche die Ravenna e Moyenmoutier S.63&nbsp; \" rel=\"footnote\">6<\/a><\/sup> Grundstoff ist hier ein wei\u00dfer Seidendamast der direkt in die entsprechende Form gewebt war.. Gleiches gilt auch f\u00fcr die Dalmatica die nach Braun im Schrein des hl. Quiriakusin Taben an der Saar gefunden wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Moyenmoutier Dalmatik soll ebenfalls Fransen an den \u00c4rmel besessen haben, wobei dies nicht ganz klar erscheint und diese auch einfach Spuren von Abnutzung des Gewebes sein k\u00f6nnten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei \u00e4ltere Dalmatiken wurden in Ravenna gefunden. Bei ihnen sind die \u00c4rmel noch um einiges weiter als bei dem sp\u00e4teren Model aus Moyenmoutier. Im Gegensatz zu Moyenmoutier, wo die Clavi aufgeh\u00e4ngt sein sollen, waren sie in Ravenna eingewebt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wer sich jetzt fragt warum die Dalmatica in ihrer Form mal so gar nichts mit der bekannten Dalmatik des hl. Ulrich aus Augsburg zu tun hat, dem sei gesagt das die Dalmatic des hl. Ulrich gar keine Dalmatik ist. Es handelt sich eher um eine Albe oder Tunicella vom Schnitt. Gleiches gilt auch f\u00fcr die blaue Tunicella aus den Reichskleinodien, die auch als Dalmatica bezeichnet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Dalmatik bekommt erst im 11. Jahrhundert andere Farben als wei\u00df, obwohl Handschriften andere Ideen wecken k\u00f6nnen. Doch zum einen muss man in den Abbildungen unterschiedliche Farben w\u00e4hlen, sonst verschwimmt die Form, zum anderen ist die Albe immer bl\u00e4ulich dargestellt, w\u00e4hrend die Dalmatik wei\u00df bis Cremewei\u00df dargestellt wird. Tats\u00e4chlich unterscheidet sich das Wei\u00df einer Seide vom Wei\u00df eines Leinengewebes und tats\u00e4chlich k\u00f6nnte man in Wei\u00df eines Leinentextils ein wenig Blau erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Kasel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber der Dalmatik wird die Kasel, um genau zu sein eine Glockenkasel, getragen. Dabei handelt es sich um ein mantelartiges Kleidungsst\u00fcck. Im Schnitt ist es ein halbrunder Mantel, der jedoch an der Vorderseite vern\u00e4ht und geschlossen ist. Der Mantel wurde \u00fcber den Armen drapiert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Erhalten aus dem 9. Jahrhundert sind keine Kaseln, jedoch aus dem 10. und 11. Jahrhundert. So etwa die Williges Kaseln,&nbsp; die Kasel Papst Clemens aus Bamberg, oder die Kasel aus dem Dommuseum in Brixen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die erhaltenen Kaseln bestehen alle aus gemustertem Seidendamast.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch Wolle und andere Stoffe sind denkbar. Auch der einfache Prieser war im Gottesdienst angehalten, die Kasel zu tragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kaselkreuz, das man von vielen hochmittelalterlichen Kaseln kennt, war noch nicht in gebrauch. Lediglich die verschlossene Front und der Kragen konnte mit einer Ziernaht oder Borte versehen sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Farbe der Kasel ist nicht vorgegeben. Die klassische Farben innerhalb des Kirchenjahres, die man heute in der katholischen Kirche kennt, gab es noch nicht. Ohnehin h\u00e4tte man als Bischof nicht auf die Farbe der Seide geschaut, wenn man denn schon an so viel Seide gekommen war, um dauraus eine Kasel oder eine Dalmatik n\u00e4hen zu lassen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Pallium<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber der Kasel wurde das Pallium getragen. Das Pallium wies den Priester als Bischof aus und wurde vom Papst verliehen. Das Pallium machte \u00fcber die Jahrhunderte einige Ver\u00e4nderungen durch. Urspr\u00fcnglich andelte es sich um einen langen, um die Schultern geschlungenen Schal, dessen eines Ende \u00fcber die Brust, das andere Ende \u00fcber den R\u00fccken fiel. Im 9. Jahrhundert war die Grundform bereits gegeben und die Form fest vern\u00e4ht: Eine Ende hing mittig \u00fcber die Brust, dort teilte es sich wie ein Y und lief um die Schulter. In der hinten Mitte hing wieder mittig ein wei\u00dfes Band hinunter.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Farbe der Pallien wird immer als wei\u00df dargestellt. Einzige Verzierungen sind aufgestickte Kreuze, die meist in Schwarz oder Rot dargestellt wurden. Nach Braun konnte jedoch nur Schwarz nachgewiesen werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Pallium wurde mit drei Nadeln an der Kasel&nbsp; festgesteckt um ein verrutschen zu verhindern. Diese Nadeln haben sich bis heute in der Bischofskleidung erhalten, auch wenn sie nur noch reine Zierde sind.&nbsp; Traditionell wird das Pallium aus Wolle gefertigt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Manipel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber den linken Arm wird das Manipel getragen. Auf Abbildungen ist es oftmals nicht zu sehen, oder aber man k\u00f6nnte es f\u00fcr einen Saum der Dalmatik halten.<\/p>\n\n\n\n<p>Urspr\u00fcnglich war es ein Schwei\u00dftuch, mit dem sich der Bischof den Schwei\u00df aus dem Gesicht wischen konnte. Mit der Zeit wurde es jedoch ein rein schm\u00fcckendes Beiwerk.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Erhalten hat sich nur das Manipel aus dem Grab des heiligen Cuthberth, das der dortigen&nbsp; Stola entspricht und nachtr\u00e4glich ins Grab gelegt wurde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als urspr\u00fcngliches Material sind hier auch am ehesten Wolle oder Leinen denkbar.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Nicht sichtbar oder kaum erkennbar.<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Schuhe&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schuhe sind auf den Abbildungen kaum sichtbar durch die lange Albe. In den Abbildungen des Egbert Codex aus dem 10. Jahrhundert sieht man immer wieder goldene Verzierungen an den Schuhe. Es w\u00e4re also auf jeden Fall vorstellbar dass bereits spezielle Pontifikalschuhe getragen wurde oder aber \u201cnormale\u201d Schuhe etwa mit Seide bezogen waren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pontifikalstr\u00fcmpfe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Entgegen der popul\u00e4ren Meinung Pontifikalstr\u00fcmpfe kamen im 8. Jahrhundert auf und waren zun\u00e4chst&nbsp; exklusiv Bisch\u00f6fen vorbehalten<sup id=\"rf7-33593\"><a href=\"#fn7-33593\" title=\" S. Tribe , Pontifical Buskins &#8211; Brief-History and Consideration in liturgical arts journal online: &lt;a href=&quot;https:\/\/www.liturgicalartsjournal.com\/2018\/07\/pontifical-buskins-brief-history-and.html&quot;&gt;https:\/\/www.liturgicalartsjournal.com\/2018\/07\/pontifical-buskins-brief-history-and.html&lt;\/a&gt; \" rel=\"footnote\">7<\/a><\/sup> zeigen Mosaike aus Ravenna bereist die Verwendung von Pontifikalstr\u00fcmpfen und entsprechenden Sandalen im 6. Jahrhundert.Erhalten haben sich jedoch meist nur solche neueren Datums, wie etwa die Str\u00fcmpfe Clemens II. in Bamberg aus Seidendamast.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Humerale\/Amikt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Humerale ist ein Schultertuch, das \u00fcber der Albe und unter den restlichen Kleidungsst\u00fccken getragen wurde. Es verbreitete sich als liturgische Kleidung im 8. Jahrhundert und sollte verhindern, dass Schwei\u00df vom Hals auf die kostbaren oberen Gew\u00e4nder gelangt und diese besch\u00e4digt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem 8. Jahrhundert ist ein m\u00f6glicher Humeral-Schal fragmentarisch erhalten. Es besteht aus Seide.<sup id=\"rf8-33593\"><a href=\"#fn8-33593\" title=\" E. Coatsworth, G.R. Owen-Crocker, Clothing the Past S.343 \" rel=\"footnote\">8<\/a><\/sup> Sp\u00e4tere erhaltene Humerale aus dem 14. Jahrhundert bestehen aus Leinen. Leinen ist dabei der wahrscheinlichere Stoff, denn Seide zu nutzen, um kostbare Seide zu sch\u00fctzen, macht verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenig Sinn.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was es noch nicht gab:<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Die Mitra <\/strong>Diese kommt tats\u00e4chlich erst im 11. Jahrhundert in Mode, damals noch nicht in der heute bekannten Form. Daher hatte der hl. Nikolaus nie eine Mitra auf dem Kopf!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Rationale<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das \u00e4lteste erhaltene Rationale ist das Bamberger Rationale. Es handelt sich um einen textilen Brustschild, der an die Hohepriester des Tempels erinnert. Da aber der Bischof bereits das Pallium tr\u00e4gt, das rangh\u00f6her als das Rationale ist, sieht man dieses bei abgebildeten Bisch\u00f6fen nicht. In Bamberg trug der \u00f6rtliche Bischof auch das Pallium und war mal so ganz zuf\u00e4llig auch Papst, weshalb das Rationale von Anfang an auf eine&nbsp; Kasel montiert und dann von anderen Priestern getragen wurde. Zudem wird das Rationale erstmals um 980 erw\u00e4hnt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pontifikalhandschuhe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Handbuch der Paramentik sollen die Pontifikalhandschuhe erst am Ende des 9. \/ Anfang des 10. Jahrhunderts in Gebrauch gekommen sein. Somit sind sie in dieser Liste auch nicht vertreten.Das sie aber doch bereits existiert haben zeigt ein durchflochtener, lederner Saum aus dem Grab des unbekannten Klerikers in Augsburg. Dieser Saum oder Lederstreifen, der auf H\u00f6he des Handgelenkes gefunden wurde, k\u00f6nnte von Handschuhen stammen. Da aber sonst der Tote mit den Beigaben eines Reiters bestattet wurde, k\u00f6nnte sie auch aus diese Kontext r\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anmerkung am Ende<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Liest man Beschreibungen dieser Kleidung, die aus rein kirchlicher Sicht geschrieben sind, findet man meist anmerkungen wie das die Albe auf die Tunika Christi verweise, oder das die Dalmatik von dem aus einem St\u00fcck gewebte Obergewand Christi inspiriert sein. Sorry, aber das K\u00e4se. Die Kleidung \u00fcbernimmt einzig und alleine antike Kleidungsst\u00fccke, die sich einfach mit der Zeit ver\u00e4ndert haben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>So stammt das Pallium vom griechischen Himation ab. In r\u00f6mischer Zeit war es ein rechteckiges Tuch, \u00e4hnlich einem Mantel das um den K\u00f6rper gewickelt wurde und vorallem von hohen Beamten getragen wurde. Da die Bisch\u00f6fe mit der Di\u00f6zese r\u00f6mische Verwaltungststrukturen \u00fcbernahmen, wunderten es nicht das auch deren Kleidung \u00fcbernahmen. Mit der Zeit wurde das Pallium schmaler bis es zu dem heutigen band wurde. In Byzanz wurde daraus der<em> loros<\/em>.&nbsp;<\/p>\n<hr class=\"footnotes\"><ol class=\"footnotes\" style=\"list-style-type:decimal\"><li id=\"fn1-33593\"><p > vgl. C. van Rhijn , Shepards of the Lord. Priests ad Episcopal Statues in the Carolingian Period &nbsp;<a href=\"#rf1-33593\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 1.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn2-33593\"><p > vgl. S. Patzold, C. van Rhijn Men in the Middel &#8211; Local Priests in Early Medieval Europe &nbsp;<a href=\"#rf2-33593\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 2.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn3-33593\"><p > Abbildung auf Wiki Commons <a href=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/2\/2a\/Bayeux_Tapestry_Scene_15.png\/2560px-Bayeux_Tapestry_Scene_15.png?uselang=de\">https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/2\/2a\/Bayeux_Tapestry_Scene_15.png\/2560px-Bayeux_Tapestry_Scene_15.png?uselang=de<\/a> &nbsp;<a href=\"#rf3-33593\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 3.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn4-33593\"><p > Dazu hier: <a href=\"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2022\/02\/24\/tuniken-und-asymmetrische-schlitzungen\/\">https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2022\/02\/24\/tuniken-und-asymmetrische-schlitzungen\/<\/a> &nbsp;<a href=\"#rf4-33593\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 4.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn5-33593\"><p > J. Braun S.J. Handbuch der Paramentik S.160 &nbsp;<a href=\"#rf5-33593\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 5.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn6-33593\"><p > Nach&nbsp; J. Braun S.J. Die Liturgische Gewandung&nbsp; S.261 und&nbsp; F. Pertegato Le dalmatiche die Ravenna e Moyenmoutier S.63&nbsp; &nbsp;<a href=\"#rf6-33593\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 6.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn7-33593\"><p > S. Tribe , Pontifical Buskins &#8211; Brief-History and Consideration in liturgical arts journal online: <a href=\"https:\/\/www.liturgicalartsjournal.com\/2018\/07\/pontifical-buskins-brief-history-and.html\">https:\/\/www.liturgicalartsjournal.com\/2018\/07\/pontifical-buskins-brief-history-and.html<\/a> &nbsp;<a href=\"#rf7-33593\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 7.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn8-33593\"><p > E. Coatsworth, G.R. 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