{"id":33533,"date":"2024-01-18T16:46:51","date_gmt":"2024-01-18T15:46:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tribur.de\/blog\/?p=33533"},"modified":"2024-01-18T16:46:55","modified_gmt":"2024-01-18T15:46:55","slug":"die-schule-von-tours-oder-wie-eine-falsche-vorstellung-der-karolingischen-ruestung-entstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2024\/01\/18\/die-schule-von-tours-oder-wie-eine-falsche-vorstellung-der-karolingischen-ruestung-entstand\/","title":{"rendered":"Die Schule von Tours &#8211; oder wie eine falsche Vorstellung der karolingischen R\u00fcstung entstand"},"content":{"rendered":"\n<p>Dies ist Teil V der Reihe zu den karolingischen illuminierten Handschriften.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Einleitung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>In der Mitte des 9. Jahrhunderts entstand in Westfranken eine k\u00fcnstlerische Schule, deren Einfluss so gro\u00df ist, dass sie noch heute als&nbsp; die Krone des k\u00fcnstlerischen Schaffens der Karolinger schlechthin darstellt und wie keine Andere f\u00fcr die karolingische Renaissance steht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei hatte sie mit eine H\u00f6hepunkt der Schaffenszeit von nur etwa 13 Jahren einen immensen Output, wenn man die Qualit\u00e4t der Bilder bedenkt. Eine Leistung, die nur mit Tricks zu erreichen war.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-medium\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/198247099_4550349428327203_6954669072402115582_n.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"225\" height=\"300\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/198247099_4550349428327203_6954669072402115582_n.jpg?resize=225%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-33568\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/198247099_4550349428327203_6954669072402115582_n.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/198247099_4550349428327203_6954669072402115582_n.jpg?resize=768%2C1024&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/198247099_4550349428327203_6954669072402115582_n.jpg?w=1080&amp;ssl=1 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bild von den Dreharbeiten &#8222;Die P\u00e4pstin&#8220;. Krieger in R\u00fcstung Inspiriert von der Schule von Tours. Zur Verf\u00fcgung gestellt von Thomas G\u00fcnther<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Zudem beeinflusste sie nachhaltig den Eindruck, wie Karolinger in R\u00fcstung gesehen wurden. Wie etwa in der 1880 entstandenen Gimbelschen Sammlung auf der Marksburg, 1976 in Ian Heaths \u201cArmies of the Dark Ages 600-1066\u201d, in der Osprey Serie \u201cCarolingian Cavalryman AD 768 -987\u201d und auch in Filmen wie \u201cDie P\u00e4pstin\u201d\/\u201dPope Joan\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei war der Hintergrund der Darstellungen, die eben nicht karolingisch waren,&nbsp; sp\u00e4testens seit der Ver\u00f6ffentlichung des ersten Bandes \u201cDie karolingischen Miniaturen\u201d,&nbsp; von 1930\/33&nbsp; durch Wilhelm Koehler , eine monumentale&nbsp; Reihe, die 8 B\u00e4nde erhalten sollte und erst 1988 beendet wurde, bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Illuminierte Handschriften funktionieren tats\u00e4chlich wie Comics, k\u00f6nnen aber nur vollst\u00e4ndig mit dem Wissenshintergrund und dem Kontext ihrer Zeit verstanden werden. Wenn man heute nur eine Seite eines Comics sieht und dieser zeigt eine dunkle H\u00f6hle, im Hintergrund eine schemenhaft erleuchtete Person im Gegenlicht, die Tropfsteinen der H\u00f6hlen werden von zahllosen Flederm\u00e4usen umflattert, wei\u00df fast jeder, wer gemeint ist.&nbsp; Es sollte&nbsp; sich zu 99% Wahrscheinlichkeit um die Batcave mit Batman handeln. Das ist aber nur f\u00fcr uns mit entsprechendem Grundwissen zu erkennen. Schon meine&nbsp; Gro\u00dfmutter, die im Jahr 1900 geboren wurde, h\u00e4tte dies wohl nicht erkannt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Um also diese Darstellungen zu verstehen, ist ein immenses Hintergrundwissen notwendig. Dieses Wissen und deren Verwendung nennt man in der Wissenschaft Hermeneutik bzw. Bildhermeneutik und ist ein Fachgebiet der Kunstgeschichte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Vorgeschichte<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Im dritten Jahrhundert entstand im r\u00f6mischen Tours ein erstes Bistum. Sein dritter Bischof war der hl. Martin von Tours, der auch Namensgeber f\u00fcr das dort entstehende, dem an die Bischofskirche angeschlossenen Kloster, den Namen gab.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Alkuin,&nbsp; Diakon, aus York stammender geistlicher Kopf und Berater Karls des Gro\u00dfen, kam 781 an den Aachener Hof, wo er immensen Einfluss aus\u00fcbte. Nicht immer scheint er mit Karl auf einer Linie gewesen zu sein. Er \u00fcbte offen Kritik an den Sachsenkriegen im Allgemeinen und an Gewaltanwendung im Speziellen. Auch sprach er sich gegen die Nutzung von Reliquien als als Talisman aus:\u201d (Es ist ) \u2026besser, die Vorbilder der Heiligen mit dem Herzen nachzuahmen als ihre Knochen in S\u00e4ckchen herumzutragen\u201c. Dies steht etwa Funden , wie dem sogenannten \u201cTalisman Karls des Gro\u00dfen\u201d entgegen, der tats\u00e4chlich aus der sp\u00e4ten Zeit Karls des Gro\u00dfen stammt, ohne wirklich sagen zu k\u00f6nnen, ob er sich wirklich im Besitz Karls befand.<\/p>\n\n\n\n<p>796 verlie\u00df Alkuin den Hof, bzw. wurde von diesem entfernt. Er wird Abt des Kloster St. Martin Tours und richtet dort ein bedeutendes Skriptorium ein. Es entstehen gro\u00dfformatige&nbsp; \u201cAlkuin Bibeln&#8220;, die einen von Alkuin revidierten Bibeltext enthalten. 805 starb Alkuin, doch das Skriptorium arbeitete weiter. Die Handschriften zeichnen sich durch eine nahezu perfekte karolingische Minuskel aus, die es schwer macht, die Schreiber zu unterscheiden. Die Buchseiten weisen ausgekl\u00fcgelte Proportionen aus. Doch Illuminationen weisen diese bis auf Insulare Initialen kaum auf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine der wenigen Abbildungen in einer der verschiedenen Alkuin Bibeln stellt die Sch\u00f6pfung des Menschen und die Vertreibung Adams und Evas aus dem Paradies dar.<sup id=\"rf1-33533\"><a href=\"#fn1-33533\" title=\" Bamberger Alkuin Bibel fol7v \" rel=\"footnote\">1<\/a><\/sup><sup id=\"rf2-33533\"><a href=\"#fn2-33533\" title=\" Vasiliki Mavroska \u201eAdam and Eve in the Western and Byzantine art of the Middle Ages\u201c S.59ff und Reallexikon der Germanischen Altertumskunde\u201c Band 16&nbsp; S.305 \" rel=\"footnote\">2<\/a><\/sup>. Diese Zeichnung basierte auf einer antiken Vorlage und wird in Zukunft vielfach kopiert werden, so dass noch im 11. Jahrhundert, bei der Entstehung der Bernwardst\u00fcren in Hildesheim, auf diese Vorlage oder Ihre Kopien zur\u00fcckgegriffen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei entscheidende Faktoren f\u00fcr die weitere Entwicklung des Skriptoriums von Tours sind die Reichsteilung von 843 im Vertrag von Verdun, sowie die Entfernung Ebo von Reims aus dessen Bistum in den mittleren 830er Jahren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ohne Ebo verloren die Skriptorien von Reims ihre F\u00fchrung. Die M\u00f6nche suchten sich neue Aufgabenfelder und kamen unter anderem auch nach Tours.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Reichsteilung von 843 hatte aber wesentlich gr\u00f6\u00dfere Auswirkungen. Das Ostreich hatte durch den Vertrag keinen Zugriff mehr auf die bedeutenden gallo-romanischen Zentren des Westens.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und w\u00e4hrend das Westreich bis etwa 850 nur vereinzelte \u00dcberf\u00e4lle der Wikinger an den K\u00fcsten verzeichnet, hat das Ostreich Probleme mit seinen Ostgrenzen und muss ohne Aachen, ausgehend von Regensburg, eine Konsolidierung des Reiches vornehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Anders gesagt, das fr\u00e4nkische Westreich hatte zun\u00e4chst genug Zeit und Raum, um sich zu entwickeln und seine Form der karolingischen Renaissance voranzutreiben, wobei sie ihr vorhandenes gallo-romanisches Erbe zu nutzen verstanden.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hinzu kam, dass ab 843 der byzantinische Ikonoklasmus endete. Waren zuvor noch byzantinische M\u00f6nche und Ikonenmaler ins fr\u00e4nkische Reich geflohen und hatten wie in Aachen, Metz&nbsp; und Reims die Kunst beeinflusst, gab es nun f\u00fcr sie keinen Grund mehr in die Frankia zu fliehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Schule von Tours<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Scriptorien von Tours, bestehend aus dem Kloster Marmoutier und Saint-Martin, sind die ersten, bei denen sich das&nbsp; Anlegen von Musterb\u00fcchern nachweisen l\u00e4sst. Als Musterb\u00fccher werden gesammelte, abgepauste Vorlagen bezeichnet, die immer wieder als Vorlage f\u00fcr neue Bilder dienen k\u00f6nnen. Im Grunde also einfache Skizzen als Vorlagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine der am h\u00e4ufigsten nachzuweisende Vorlagen ist dabei eine Vergil Handschrift. Der um 400 n.Chr. entstanden&nbsp; &#8222;Vergilius Vaticanus\u201d ( Codex Vaticanus Latinus 3225)<sup id=\"rf3-33533\"><a href=\"#fn3-33533\" title=\" Ein Digitalisat kann hier eingesehen werden: &lt;a href=&quot;https:\/\/digi.vatlib.it\/view\/MSS_Vat.lat.3225&quot;&gt;https:\/\/digi.vatlib.it\/view\/MSS_Vat.lat.3225&lt;\/a&gt; \" rel=\"footnote\">3<\/a><\/sup> , der sich zun\u00e4chst in Tour befand , im 15. Jahrhundert nach Italien gelangte, wo er etwa Raffael als Vorlage diente und schlie\u00dflich im Vatikan gelangte. Leider verlor er \u00fcber die Jahrhunderte einige Bl\u00e4tter, so dass wir nicht alle Abbildungen kennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei hatte der Vergil f\u00fcr die Karolinger eine besondere Bedeutung. Er war Pflichtlekt\u00fcre beim Studium der Grammatik und der Verskomposition. Und das obwohl der Heide Vergil \u00fcber heidnische G\u00f6tter schrieb. So berichtet die <em>Vita Alcuini, <\/em>dass Alkuin in seiner Jugend die heidnischen L\u00fcgen des Vergil den Vorrang vor den Psalmen gab. Sp\u00e4ter soll er dann seine Sch\u00fcler f\u00fcr das heimliche Lesen des heidnischen Vergil bestraft haben.<sup id=\"rf4-33533\"><a href=\"#fn4-33533\" title=\" D. Ganz,&nbsp; The Vatican Vergil and the Jerome Page in the First Bible of Charles the Bald&nbsp; S46 \" rel=\"footnote\">4<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Alcuin selbst zitierte aber auch Ovids <em>Ars amatoria <\/em>(Die Kunst der Liebe) in einem Brief an&nbsp; Abt von Saint Riquier Angilbert.<sup id=\"rf5-33533\"><a href=\"#fn5-33533\" title=\" C.R. Dodwell, The Pictorial Arts Of The West 800-1200, S47 \" rel=\"footnote\">5<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Im ersten Viertel des 9. Jahrhunderts schrieb Bischof Moduin (Mouadvinus) von Autun, der im Kreise der Vertrauten um Karl den Gro\u00dfen \u201cNaso\u201d nach einem Beinamen Ovids genannt wurde,&nbsp; \u201cNeu in die alten Sitten, doch in ver\u00e4nderten Zeiten wird das goldenen Rom dem Erdkreis wiedergeboren\u201d, wobei das Wort f\u00fcr \u201cSitte\u201d auch mit \u201cStil\u201d \u00fcbersetzt werden kann<sup id=\"rf6-33533\"><a href=\"#fn6-33533\" title=\" E.G. Grimme, Die Geschichte der abendl\u00e4ndischen Buchmalerei S34 \" rel=\"footnote\">6<\/a><\/sup>. Dies fasst sehr gut den Anspruch der Schule von Tours, aber auch der gesamten karolingischen Renaissance zusammen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bamberger Bibel, Alkuin Bibel Staatsbibliothek Bamberg Msc.Bibl.1<\/strong>, <strong>Digitalisat: <\/strong><a href=\"http:\/\/digital.bib-bvb.de\/webclient\/DeliveryManager?&amp;custom_att_2=simple_viewer&amp;pid=14322344\"><strong>http:\/\/digital.bib-bvb.de\/webclient\/DeliveryManager?&amp;custom_att_2=simple_viewer&amp;pid=14322344<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tours 834 &#8211; 843<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen 834 und 843 entstand in Marmoutier eine Bibel, die nach dem heutigen Verwahrort Bamberger Bibel genannt wird. Sie zeigt nur wenige Illuminationen, besticht aber durch die gleichm\u00e4\u00dfige Ausf\u00fchrung des Textes, die den Alkuin Bibeln gemein ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch besitzt die Bibel jene ganzseitige Darstellung der von Adam und Eva im Paradies und deren Vertreibung, die Eingangs bereits erw\u00e4hnt wurde. Diese aus unbekannter Vorlage stammende Illumination wird noch weite Kreise ziehen. Sie findet sich etwa in den Darstellungen auf den Bernwardst\u00fcren in Hildesheim<sup id=\"rf7-33533\"><a href=\"#fn7-33533\" title=\" Vasiliki Mavroska \u201eAdam and Eve in the Western and Byzantine art of the Middle Ages\u201c S.59ff und Reallexikon der Germanischen Altertumskunde\u201c Band 16&nbsp; S.305 \" rel=\"footnote\">7<\/a><\/sup> und anders arrangiert in vielen weiteren Handschriften.<br>Bemerkenswert ist noch die <em>majestas domini<\/em>, die mit ihrer Rautenform Vorbild f\u00fcr die Moutier-Grandval Bibel wird, aus der sich die <em>majestas<\/em> der Vivian Bibel und des Codex Aureus entwickeln werden. Sie weist aber auch Gemeinsamkeiten mit den anderen <em>majestas domini <\/em>auf, die die Raute nicht weiter verwenden, sondern Christus rein im Mandylion zeigen<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/BambergerBibelAA.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"670\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/BambergerBibelAA.jpg?resize=1024%2C670&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-33537\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/BambergerBibelAA.jpg?resize=1024%2C670&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/BambergerBibelAA.jpg?resize=300%2C196&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/BambergerBibelAA.jpg?resize=768%2C503&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/BambergerBibelAA.jpg?w=1115&amp;ssl=1 1115w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Bibel von Moutier-Grandval,&nbsp; Add MS 10546, <\/strong><a href=\"https:\/\/www.bl.uk\/manuscripts\/Viewer.aspx?ref=add_ms_10546_f001r\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.bl.uk\/manuscripts\/Viewer.aspx?ref=add_ms_10546_f001r<\/a>&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tours um 840<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um 840 entsteht in Tours die Bibel von Moutier-Grandval. Mit dem revidierten Text der Alkuin-Bibel ausgestattet, besitzt die gro\u00dfformatige Bibel neben insularen Initialen auch gro\u00dfformatige Bilder. Darunter wieder eine Bearbeitung der Adam und Eva Darstellung, und drei weitere, ganzseitige Abbildungen. Doch diese entstehen nicht aus einem Vakuum.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hier l\u00e4sst sich erstmals direkt die Verwendung der erw\u00e4hnten Skizzenb\u00fccher direkt nachweisen.&nbsp;<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-medium\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Vergilius_Vaticanus_f45v_-_Sibylle_conduit_Enee_et_Achates_au_temple_dApollon.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"258\" height=\"300\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Vergilius_Vaticanus_f45v_-_Sibylle_conduit_Enee_et_Achates_au_temple_dApollon.jpg?resize=258%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-33547\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Vergilius_Vaticanus_f45v_-_Sibylle_conduit_Enee_et_Achates_au_temple_dApollon.jpg?resize=258%2C300&amp;ssl=1 258w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Vergilius_Vaticanus_f45v_-_Sibylle_conduit_Enee_et_Achates_au_temple_dApollon.jpg?w=496&amp;ssl=1 496w\" sizes=\"auto, (max-width: 258px) 100vw, 258px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Vergilius Vaticanus ( Codex Vaticanus Latinus 3225&nbsp; ) fol45v<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Als Beispiel sei hier&nbsp; f25v der Bibel&nbsp; von <strong>&nbsp;<\/strong>Moutier-Grandval genannt, denn diese wird uns in Zukunft immer wieder begegnen.&nbsp; In dieser Abbildung erh\u00e4lt Moses die 10 Gebote und pr\u00e4sentiert diese im unteren Bild dem Volk. Direkt neben Moses befinden sich zwei Personen, eine mit Bart, einen roten Mantel tragend und einen Lilienszepter haltend. Eine der Personen ist als Aaron gekennzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses beiden Personen sind aus dem \u201cVergilius Vaticanus\u201d ( Codex Vaticanus Latinus 3225&nbsp; ) fol45v. kopiert. Dort stellen sie Aeneis und seinen Freund Achates dar. Auf dem &#8222;Vergilius Vaticanus\u201d finden sich sogar Spuren des Abzeichnens.<sup id=\"rf8-33533\"><a href=\"#fn8-33533\" title=\" vgl. D.H.Wright, When the Vatican Vergil was in Tours, in Studien zur mittlelalterlichen Kunst, 800\u20131250: Festschrift f\u00fcr Florentine M\u00fctherich zum 70. Geburtstag S 3-66 \" rel=\"footnote\">8<\/a><\/sup>&nbsp; Man hatte wahrscheinlich ein sehr d\u00fcnnes, durchscheinendes Pergament aufgelegt und die Vorlage dann abgezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Wilhelm K\u00f6hler war der Meinung, dass die Grandval Bibel das Grundprogramm f\u00fcr die darauf folgenden Werke der Schule von Tours lieferte. Dabei vermutete er ihren Ursprung, bzw. ihre erstes Vorbild in einer verlorenen Bibel, die f\u00fcr Papst Leo den Gro\u00dfen ( 440-61) erstellt wurde.<sup id=\"rf9-33533\"><a href=\"#fn9-33533\" title=\" C.R. Dodwell, The Pictorial Arts Of The West 800-1200, S71 \" rel=\"footnote\">9<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>In seinem Standardwerk \u00fcber die karolingische Buchmalerei, bzw. die Schule von Tours weist Koehler<sup id=\"rf10-33533\"><a href=\"#fn10-33533\" title=\" W. K\u00f6hler, Die karolingischen Miniaturen Band 1 \/ 2 \" rel=\"footnote\">10<\/a><\/sup>&nbsp; ebenso auf die verschiedenen Ebenen hin, die in den Darstellungen der Bibel von Moutier-Grandval erstmals zu erkennen sind. Das bedeutet, dass nicht mehr nur ein einfarbiger Hintergrund, etwa Himmel zu sehen ist, sondern nun&nbsp; beispielsweise R\u00e4ume dargestellt werden. So findet die Pr\u00e4sentation der 10 Gebote&nbsp; vor einem perspektivischen Raum, einem Saal mit Kassettendecke und Bogenstellung, statt. Dabei sind die Arkaden mit Girlanden haltenden Figuren auf rotem Grund geschm\u00fcckt. Eine Darstellung, die aus der klassischen Antike bekannt ist und&nbsp; in Pompeji auftaucht, oder auf Girlandensarkophagen.<sup id=\"rf11-33533\"><a href=\"#fn11-33533\" title=\" Siehe zu Girlandensarkophag etwa hier: &lt;a href=&quot;https:\/\/arachne.dainst.org\/entity\/1098204&quot;&gt;https:\/\/arachne.dainst.org\/entity\/1098204&lt;\/a&gt; ), Girlandenschmuck in Pompeji : &lt;a href=&quot;https:\/\/fr.m.wikipedia.org\/wiki\/Fichier:House_of_the_Silver_Wedding_in_Pompeii_watercolor_by_Luigi_Bazzani.jpg&quot;&gt;https:\/\/fr.m.wikipedia.org\/wiki\/Fichier:House_of_the_Silver_Wedding_in_Pompeii_watercolor_by_Luigi_Bazzani.jpg&lt;\/a&gt; \" rel=\"footnote\">11<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Doch die Personen agieren nicht innerhalb des Raumes. Sie sind zweidimensional auf einer Ebene vor dem Hintergrund dargestellt. K\u00f6hler nennt dies \u201cB\u00fchnenraum\u201d.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem sind&nbsp; K\u00f6pfe und H\u00e4nde leicht vergr\u00f6\u00dfert dargestellt, um die Bedeutungen ihrer Handlung zu betonen.<sup id=\"rf12-33533\"><a href=\"#fn12-33533\" title=\" vgl. Charles Niver, Review to Wilhelm K\u00f6hler, Die Schule von Tours: Die Bilder in&nbsp; Speculum, Vol. 10, No. 2 (Apr., 1935) \" rel=\"footnote\">12<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/MoutierAA.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"352\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/MoutierAA.jpg?resize=1024%2C352&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-33538\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/MoutierAA.jpg?resize=1024%2C352&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/MoutierAA.jpg?resize=300%2C103&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/MoutierAA.jpg?resize=768%2C264&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/MoutierAA.jpg?resize=1536%2C528&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/MoutierAA.jpg?resize=2048%2C705&amp;ssl=1 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Bamberger Bo\u00ebthius, &nbsp;Msc.Class.5 Boethius: De institutione arithmetica Boethius: De institutione arithmetica<\/strong>, <a href=\"http:\/\/digital.bib-bvb.de\/view\/bvb_mets\/viewer.0.6.5.jsp?folder_id=0&amp;dvs=1704433305315~76&amp;pid=7373142&amp;locale=de&amp;usePid1=true&amp;usePid2=true\"><strong>http:\/\/digital.bib-bvb.de\/view\/bvb_mets\/viewer.0.6.5.jsp?folder_id=0&amp;dvs=1704433305315~76&amp;pid=7373142&amp;locale=de&amp;usePid1=true&amp;usePid2=true<\/strong><\/a><strong>&nbsp;<\/strong>und <a href=\"https:\/\/www.digitale-sammlungen.de\/de\/view\/bsb00140841?page=,1\">https:\/\/www.digitale-sammlungen.de\/de\/view\/bsb00140841?page=,1<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tours, um 845<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Bamberger Boethius stellt die Kopie einer antiken Vorlage eines Lehrbuchs zur Arithmetik des Boethius dar. Boethius, eigentlich Anicius Manlius Severinus Boethius, beendete sein Werk vor 507. In dieser Arbeit verwendete Boethius erstmals das Wort Quadrivium, um die vier F\u00e4cher der Mathematik innerhalb der Sieben K\u00fcnste,n\u00e4mlich&nbsp; Arithmetik, Musik, Geometrie und Astronomie, zusammenzufassen.Dieses Quadrivium wird in einer der zwei Miniaturen durch vier Frauen mit entsprechenden Gegenst\u00e4nden dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine zweite Darstellung zeigt Boethius und seinen Schwiegervater Symmachus, dem Boethius sein Werk widmete.<\/p>\n\n\n\n<p>Beide werden darauf auf einem Thron sitzend dargestellt. Boethius \u00fcberreicht Symmachus dabei seine Handschrift.&nbsp; Obwohl davon auszugehen ist, dass Symmachus der \u00e4ltere der Beiden ist, ist es Boethius, der den wei\u00dfen Bart tr\u00e4gt. Ein Stilmittel, um die Weisheit des Boethius aufzuzeigen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Beide sind im Muskelpanzer dargestellt, der von einem Mantel bedeckt ist,&nbsp; halten ein Langszepter in H\u00e4nden und tragen Helme mit Mittelgrat und Federbusch. Es sind die Helme die sp\u00e4ter auch in der Vivian Bibel auftauchen, jedoch in Frontalansicht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6glicherweise wurde eine Darstellung mit R\u00fcstung gew\u00e4hlt, um Boethius als Freiheitsk\u00e4mpfer gegen Theoderich darzustellen, der diesen hinrichten lie\u00df.<sup id=\"rf13-33533\"><a href=\"#fn13-33533\" title=\" Peter Dronke, Vita Boethii. From the Early Testimonies to Boecis in Scripturus vitam S. 287\u2013294 \" rel=\"footnote\">13<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Als Vorlage k\u00f6nnte hier eine antike Herrschafts\u00fcbergabe gedient haben, etwa Kaiser Konstantin mit einem seiner S\u00f6hne, denn beide Personen nehmen die Haltung antiker Herrscherbilder ein, tragen Szepter und sind wie Feldherren gekleidet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei \u00e4hnelt das Bild in Stellung der Personen zueinander und deren Ausstattungen mit St\u00e4ben starkt an die Abbildung Karls des Gro\u00dfen und Pippins im <em>liber legum.<\/em><sup id=\"rf14-33533\"><a href=\"#fn14-33533\" title=\" Link:&lt;a href=&quot;https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/7\/75\/Karl_der_Grosse_-_Pippin_von_Italien.jpg&quot;&gt;https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/7\/75\/Karl_der_Grosse_-_Pippin_von_Italien.jpg&lt;\/a&gt;&nbsp; \" rel=\"footnote\">14<\/a><\/sup> Man griff also wahrscheinlich auch hier schon auf \u00e4ltere Vorlagen bei der Erstellung des urspr\u00fcnglichen Bildes zur\u00fcck.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist das erste Mal, dass in einer erhaltenen Handschrift der Schule von Tour Personen in antiken R\u00fcstungen erscheinen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/BambergerBoetius-AA-1.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"657\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/BambergerBoetius-AA-1.jpg?resize=1024%2C657&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-33540\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/BambergerBoetius-AA-1.jpg?resize=1024%2C657&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/BambergerBoetius-AA-1.jpg?resize=300%2C193&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/BambergerBoetius-AA-1.jpg?resize=768%2C493&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/BambergerBoetius-AA-1.jpg?w=1027&amp;ssl=1 1027w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Vivian Bibel, Erste Bibel Karls des Kahlen<\/strong>, <strong>Digitalisat: <a href=\"https:\/\/gallica.bnf.fr\/ark:\/12148\/btv1b8455903b.langDE\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/gallica.bnf.fr\/ark:\/12148\/btv1b8455903b.langDE<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tours, 845\/846<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Neben anderen Abbildungen, taucht die Moses Szene aus der Grandval Bibel wieder auf.<sup id=\"rf15-33533\"><a href=\"#fn15-33533\" title=\" D. Ganz,&nbsp; The Vatican Vergil and the Jerome Page in the First Bible of Charles the Bald S.45 \" rel=\"footnote\">15<\/a><\/sup>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Mal fehlen jedoch die beiden markanten Personen aus dem Vergilius Vaticanus. Diese tauchen daf\u00fcr auf folio 386v wieder auf, nun als Zuh\u00f6rer des Paulus. Dabei zeigt folio 386v auch in anderen Bereichen das Verwenden von Schablonen. So liegt im oberen Feld der dreigeteilten Seite ein gest\u00fcrzter, geblendeter Saulus\/Paulus als K\u00e4mpfer. Eine Darstellung des Damskuserlebnisses<sup id=\"rf16-33533\"><a href=\"#fn16-33533\" title=\" &lt;a href=&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Damaskuserlebnis&quot;&gt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Damaskuserlebnis&lt;\/a&gt; \" rel=\"footnote\">16<\/a><\/sup>&nbsp; . Schaut man sich die Darstellung an, stellt man sehr schnell fest das hier eine stehende Person in R\u00fcstung lediglich um 90 Grad nach rechts gedrecht wurde um sie als liegend darzustellen, anstatt tats\u00e4chlich eine liegende Person zu zeichnen. Solche Vorg\u00e4nge beschleunigen die Arbeitsweisen der K\u00fcnstler ungemein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Darstellung des Hieronymus fol. 3v ging Koehler von einer Vorlage aus dem 6. Jahrhundert aus, die aber verloren sei, m\u00f6glicherweise ein Autorenbild von Virgil selbst, w\u00e4hrend Herbert Kessler die Vorlage im 5.Jahrhundert sah. Ganz schl\u00e4gt dagegen vor, dass Meister C mit einer Eigensch\u00f6pfung Abstand zum Heiden Virgil, oder vielleicht eine Inspiration durch Darstellungen des Hieronymus wie sie etwa auf dem Elfenbein Einband des Dagulf Psalters zu finden sind.&nbsp;<sup id=\"rf17-33533\"><a href=\"#fn17-33533\" title=\" D.Ganz The Vatican Vergil and the Jerome Page in the First Bible of Charles the Bald&nbsp; p49 \" rel=\"footnote\">17<\/a><\/sup> Es ist die einzige Darstellung der Vivian Bibel, die nicht nachweisbar auf einer antiken Vorlage beruht!<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Darstellung des Widmungsbildes greift direkt auf den \u201cVergilius Vaticanus\u201d zur\u00fcck.&nbsp; Die \u00dcbergabe selbst findet im Stile einer antiken Gelehrten Versammlung statt<sup id=\"rf18-33533\"><a href=\"#fn18-33533\" title=\" Christoph Winterer \u201eStasis und Bewegung im Herrscherbild Karls des Kahlen\u201c in \u201eHabitus \u2013 Norm und Transgression in Bild und Text\u201c S. 19 \" rel=\"footnote\">18<\/a><\/sup> Die Figuren selbst sind wieder Kopien aus dem Vergilius Vaticanus. Dabei&nbsp; ist die Anordnung der von K\u00f6nig und Wachen, genauso wie die R\u00fcstung der Wachen eine direkte Kopie des Trojanischen Rates (Trojan Council) von Fol. 73v<sup id=\"rf19-33533\"><a href=\"#fn19-33533\" title=\" Angela Geyer \u201eDie Genese narrativer Buchillustration \u2013 Der Miniaturenzyklus zur Aeneis im Vergilius Vaticanus\u201c \" rel=\"footnote\">19<\/a><\/sup><sup id=\"rf20-33533\"><a href=\"#fn20-33533\" title=\"Vgl. David H. Wright, Der Vergilius Vaticanus. Ein Meisterwerk sp\u00e4tantiker Kunst. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz, 1993, S. 106\u2013109 \" rel=\"footnote\">20<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-medium\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Philip_the_Arab_-_AR_antoninianus-247-AD-Muenze.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"296\" height=\"300\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Philip_the_Arab_-_AR_antoninianus-247-AD-Muenze.jpg?resize=296%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-33545\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Philip_the_Arab_-_AR_antoninianus-247-AD-Muenze.jpg?resize=296%2C300&amp;ssl=1 296w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Philip_the_Arab_-_AR_antoninianus-247-AD-Muenze.jpg?resize=80%2C80&amp;ssl=1 80w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Philip_the_Arab_-_AR_antoninianus-247-AD-Muenze.jpg?w=395&amp;ssl=1 395w\" sizes=\"auto, (max-width: 296px) 100vw, 296px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">M\u00fcnze Philippus Arabs 247n.Chr mit Darstellung der Roma mit b\u00f6otischem Helm<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Doch schon im &#8222;Vergilius Vaticanus\u201d&nbsp; sind die Abbildungen der Wachen kein zeitgen\u00f6ssischen Abbildungen des 5. Jahrhunderts. Es sind symbolische Darstellungen von K\u00e4mpfern mit Muskelpanzer und b\u00f6otischen oder pseudo-attischen Helmen aus der Zeit vor der Zeitenwende, wie sie bei Imperatoren Darstellungen oder auch f\u00fcr die Personifikation der Stadt Rom, der G\u00f6ttin Roma, verwenden und damit Bezug auf die Sage der Gr\u00fcndung der Stadt Rom , die Origo gentis Romanae und die Abstammung von Romulus und Remus von Aeneas und die Trojaner.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Vorstellung die in der \u201c<em>Historia Francorum epitomata<\/em>\u201d f\u00fcr die Franken allgemein \u00fcbernommen wird<sup id=\"rf21-33533\"><a href=\"#fn21-33533\" title=\" vgl. z.B. Eugen Ewig, Troja und die Franken \" rel=\"footnote\">21<\/a><\/sup> und in den Abbildungen der Schule von Tours ihren Widerhall findet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der K\u00f6nig selbst tr\u00e4gt auf der Abbildung einen weiten Mantel, in der er fast vollst\u00e4ndig eingeh\u00fcllt ist. Der Meister der Vivian Bibel greift dabei auf noch \u00e4ltere Vorlagen als den Vergilius Vaticaus zur\u00fcck.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei handelt es sich um eine Abbildung Kaiser Conantius II aus dem&nbsp; Chronograph von 354.<sup id=\"rf22-33533\"><a href=\"#fn22-33533\" title=\" Abbildung : https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:07_constantius2Chrono354.png&lt;\/p&gt;\n\n\n\n&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Chronograph_of_354#:~:text=The%20Chronograph%2C%20Chronography%2C%20or%20Calendar,but%20several%20copies%20have%20survived.&quot;&gt;https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Chronograph_of_354#:~:text=The%20Chronograph%2C%20Chronography%2C%20or%20Calendar,but%20several%20copies%20have%20survived.&lt;\/a&gt;&lt;\/p&gt;\n\n\n\n&lt;p&gt;&nbsp;\" rel=\"footnote\">22<\/a><\/sup>&nbsp; Es ist nachgewiesen, dass der Chronograph von 354 im karolingischen Hof bekannt war, im Leidener Aratea genutzt wurde und zumindest eine Kopie in der Mitte des 9.Jahrhunderts auf der Reichenau vorhanden war.<sup id=\"rf23-33533\"><a href=\"#fn23-33533\" title=\" C. Eggenberger Psalterium Aureum Sancti Galli S 34 \" rel=\"footnote\">23<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Die Kaiserdarstellungen der R\u00f6merzeit entsprechen dabei der Personifizierung des Jupiter und auch die Griechen nutzten bereits eine solche Darstellung bei Zeus<\/p>\n\n\n\n<p>Und dennoch ist es wahrscheinlich, dass die fr\u00e4nkischen K\u00f6nige und Kaiser sich in dieser Art und Weise zeigten. Der Reitermantel Heinrichs II in Bamberg besitzt mit seiner rekonstruierten Gr\u00f6\u00dfe<sup id=\"rf24-33533\"><a href=\"#fn24-33533\" title=\" Gr\u00f6\u00dfe ca: ca. 303cm x 182cm vgl.&nbsp; N.Jung, H.Kempens, Die bamberger Kaisergew\u00e4nder unter der Lupe &#8211; Methoden und Ergebnisse der aktuellen Forschung S36ff \" rel=\"footnote\">24<\/a><\/sup>&nbsp; die M\u00f6glichkeit, sich auf diese Weise darzustellen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Franken grenzen sich hier in&nbsp; ihrer Darstellung (noch) von Byzanz ab, wo sich der Kaiser im Zeremoniell seit Justinian I. im<em> loros<\/em> zeigte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wahrscheinlich wollte man hiermit auch explizit den Anspruch auf das Westreich verdeutlichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Tunika Graf Vivians, der auch Laienabt des Klosters Tours war, ist mit zwei <em>clavi<\/em> verziert. Dies entspricht nicht der fr\u00e4nkischen Tradition, sondern sp\u00e4tantiker und byzantinischer Mode. Entweder griff Meister C ebenfalls auf sp\u00e4tantike oder byzantinische Vorlagen bei der Gestaltung zur\u00fcck, oder wollte mit der doppelten clavi auf die Eigenschaft Vivians als Laienabt hinweisen, denn die Doppelclavi finden sich normalerweise auf der Dalmatica des Klerus.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Antike R\u00fcstungen werden aber auch auf der Darstellung des David verwendete (fol 215v) <sup id=\"rf25-33533\"><a href=\"#fn25-33533\" title=\" F.M\u00fctherich, J.E.Gaehde, Carolingian Painting S79 \" rel=\"footnote\">25<\/a><\/sup>&nbsp; wo sie als Krethi und Plethi bezeichnet die Leibwache Davids bilden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vivian Bibel, als die wohl best erforschte Handschrift der Karolingerzeit, eignet sich gut, um den Aufbau und die Entstehung ihrer Bilder nachzuvollziehen. Dies soll hier anhand des Widmungsbildes geschehen. Doch bevor man sich dem Widmungsbild widmet, ist es wichtig das Augenmerk zun\u00e4chst auf das Bild Davids zu lenken. In dieser Darstellung wird David mit dem gleichen Gesicht wie Karl der Kahle dargestellt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Somit ist Karl der Kahle als neuer biblischer David zu verstehen. Aber mehr noch. David war auch der Name Karls des Gro\u00dfen innerhalb seines elit\u00e4ren Kreises des Hofes. Dabei ist auch diese Namensvergabe innerhalb des Kreises wieder eine Anlehnung an Vergil.<sup id=\"rf26-33533\"><a href=\"#fn26-33533\" title=\" J. Strothmann, Das Augustusnomen Karls des Gro\u00dfen, S276 \" rel=\"footnote\">26<\/a><\/sup> Karl der der Kahle wird also auf dieselbe Stufe wie sein Gro\u00dfvater Karl der Gro\u00dfe.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Widmungsbild wird nun die Grundkonstellation von David\/Karl dem Kahlen \u00fcbernommen, ebenso die der beiden Wachen. Stellten diese bei der Davids Darstellung noch Kreti und Plethi, die Leibwache Davids dar, werden sie nun zur Verk\u00f6rperung der milit\u00e4rischen Gewalt (Lanze und Schild) und Recht (Schwert), aber auch des himmlischen Schutz durch die Waffen Gottes, wie es aus dem Codex Aureus von St. Emmeram klar wird. Die Positionierung der Wachen und ihr Aussehen, und die Blickrichtungen, als auch die Position Karls des Kahlen sind direkt aus dem Vergilius Vaticanus, wo sie auf fol. 73v<sup id=\"rf27-33533\"><a href=\"#fn27-33533\" title=\" Link: &lt;a href=&quot;https:\/\/digi.vatlib.it\/view\/MSS_Vat.lat.3225&quot;&gt;https:\/\/digi.vatlib.it\/view\/MSS_Vat.lat.3225&lt;\/a&gt; \" rel=\"footnote\">27<\/a><\/sup> Teil des Trojanischen Rates sind, \u00fcbernommen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Darstellung Karls des Kahlen, der mit seiner Geste den Empfang der Bibel andeutet, ist \u00fcbernommen aus dem Chronograph von 354. Dieses nur in Kopien erhaltene Dokument zeigt&nbsp; Kaiser Constantinian II., der mit dieser Geste der Freigebigkeit M\u00fcnzen verteilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kleriker im unteren Teil sind wiederum einer antiken Gelehrtenversammlung nachgebildet, ohne dass ich hierf\u00fcr die direkte Vorlage nennen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/MakingOf-scaled.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"312\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/MakingOf.jpg?resize=1024%2C312&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-33561\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/MakingOf-scaled.jpg?resize=1024%2C312&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/MakingOf-scaled.jpg?resize=300%2C91&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/MakingOf-scaled.jpg?resize=768%2C234&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/MakingOf-scaled.jpg?resize=1536%2C467&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/MakingOf-scaled.jpg?resize=2048%2C623&amp;ssl=1 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Somit ist die gesamte Darstellung ein remix oder mashup aus antiken Abbildungen. Dennoch enthalten die Darstellungen Elemente die als origin\u00e4r karolingisch zu identifizieren sind. So etwa das Schwert mit den Beschl\u00e4gen, die sich arch\u00e4ologisch nachweisen lassen. Nur sind diese spiegelbildlich dargestellt, als w\u00e4re das Wehrgeh\u00e4nge an der rechten und nicht der linken K\u00f6rperseite getragen worden. Dies weist darauf hin dass auch hier eine andere Vorlage verwendet wurde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/VivanBB.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"490\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/VivanBB.jpg?resize=1024%2C490&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-33542\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/VivanBB.jpg?resize=1024%2C490&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/VivanBB.jpg?resize=300%2C143&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/VivanBB.jpg?resize=768%2C367&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/VivanBB.jpg?w=1527&amp;ssl=1 1527w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/VivianAA.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"318\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/VivianAA.jpg?resize=1024%2C318&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-33543\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/VivianAA.jpg?resize=1024%2C318&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/VivianAA.jpg?resize=300%2C93&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/VivianAA.jpg?resize=768%2C238&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/VivianAA.jpg?resize=1536%2C476&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/VivianAA.jpg?resize=2048%2C635&amp;ssl=1 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lothar-Evangeliar, MS lat. 266<\/strong>, <strong>Digitalisat <\/strong><a href=\"https:\/\/gallica.bnf.fr\/ark:\/12148\/btv1b8451637v\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>https:\/\/gallica.bnf.fr\/ark:\/12148\/btv1b8451637v<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>zwischen 849 und 851, Tours<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dem Widmungsvers des Evangeliars nach, wurde die Handschrift in Tours noch zu Zeiten des Grafen Vivian auf Bestellung Kaiser Lothars I. gefertigt. Lothars Reich war mit dem Kloster in Tours in einer Gebetsverbr\u00fcderung verbunden, was diesen Auftrag erm\u00f6glichte.<sup id=\"rf28-33533\"><a href=\"#fn28-33533\" title=\" E.Boshof Kaiser Lothar I.: Das Ringen um die Einheit des Frankenreichs in Lothar I. Kaiser und M\u00f6nch in Pr\u00fcm S49 \" rel=\"footnote\">28<\/a><\/sup>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch hier arbeitete Meister C, der bereits an der Vivian Bibel arbeitete, an den Illuminationen des Evangeliars.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Darstellung Lothars unterscheidet sich trotz Gemeinsamkeiten von der Herrscherdarstellung des Dedikationsbildes der Vivian Bibel.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ist bei der Vivian Bibel ein komplexes Beziehungsgeflecht dargestellt, ist die Darstellung im Evangeliar rein auf Lothar fixiert<sup id=\"rf29-33533\"><a href=\"#fn29-33533\" title=\" M. Roland, Zierschriften und Miniaturen als Mittel der \u201cSelbstdarstellung\u201d von Stiftern in : R\u00e9gionalism et Internationalism. Probl\u00e8mes de Pal\u00e9ographie et de Codicologie du Moyen \u00c2ge : actes du XVe Colloque du Comit\u00e9 International de Pal\u00e9ographie Latine&nbsp; S 209 \" rel=\"footnote\">29<\/a><\/sup>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Lothar wird von 2 antikisierenden Wachen flankiert, die halb durch den Thron verborgen sind, der selbst leicht aus der Mitte des Bildes ger\u00fcckt ist. Lothar weist mit seiner Hand auf die nebenstehende Seite, auf der er seiner Herrschaft ger\u00fchmt wird und Stifter des Werkes genannt wird<sup id=\"rf30-33533\"><a href=\"#fn30-33533\" title=\" F.M\u00fctherich, J.E.Gaehde, Carolingian Painting S85 \" rel=\"footnote\">30<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Der Meister der Vivian Bibel (Meister C)&nbsp; nutzte erneut ein antikes Herrscherbild unbekannter Herkunft . Lothar sitzt dabei mit den mit gespreizten Knien, entsprechend der der sp\u00e4tantiken Herrscherbilder auf dem Thron, eingeh\u00fcllt von einem pr\u00e4chtigen Mantel.<sup id=\"rf31-33533\"><a href=\"#fn31-33533\" title=\" E.G. Grimme, Die Geschichte der abendl\u00e4ndischen Buchmalerei S.51 \" rel=\"footnote\">31<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Wieder flankieren ihn&nbsp; antike, r\u00f6mische Soldaten mit pseudo attischen oder b\u00f6otischen Helmen, wie sie auch, obwohl seit langem nicht mehr in Gebrauch, als wichtiges Element der Herrschaftsdarstellung, auch in r\u00f6mischer Zeit erschienen. Dem Meister C war es wichtig Lothars Herrschaftsanspruch als Westr\u00f6mischer Kaiser zu verdeutlichen und setzte dies entsprechend alter Vorlagen um.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Abbildungen der Evangelisten, aber auch der Mantel Lothars, zeigen dagegen die Beziehung des Meister C zur Schule von Reims in dem er die selben flie\u00dfenden Formen nutzt wie sie durch Byzanz in den Westen kamen, die auch im Utrechter Psalter und dem Ebo Evangeliar zu finden sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/LotharEvangBB.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1006\" height=\"684\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/LotharEvangBB.jpg?resize=1006%2C684&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-33550\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/LotharEvangBB.jpg?w=1006&amp;ssl=1 1006w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/LotharEvangBB.jpg?resize=300%2C204&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/LotharEvangBB.jpg?resize=768%2C522&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/LotharEvangAA.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"356\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/LotharEvangAA.jpg?resize=1024%2C356&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-33551\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/LotharEvangAA.jpg?resize=1024%2C356&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/LotharEvangAA.jpg?resize=300%2C104&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/LotharEvangAA.jpg?resize=768%2C267&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/LotharEvangAA.jpg?resize=1536%2C534&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/LotharEvangAA.jpg?w=1956&amp;ssl=1 1956w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Evangeliar aus Pr\u00fcm, Staatsbibliothek Berlin Ms. theol. lat. fol. 733<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kein vollst\u00e4ndiges Digitalisat vorhanden. Abbildungen: https:\/\/www.deutsche-digitale-bibliothek.de\/item\/AOVBCBPC565H3PHBROHKIXTQJEL2ALK3#item-detail<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>um 850, Tours&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kaiser Lothar schenkte das Evangeliar 852 der Abtei Pr\u00fcm. Es zeigt keinerlei Herrscherbilder, jedoch eine Majestas Domini und vier Evangelisten Bilder..&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6glicherweise entstanden die Zeichnungen unabh\u00e4ngig vom Text, da die Seiten etwas schmaler sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Evangeliar zeigt denselben Aufbau mit K\u00f6hlers \u201cB\u00fchnenraums\u201d, so stehen die Evangelisten zweidimensional vor dem dreidimensionalen Hintergrund, dabei \u00fcbernimmt er die Gestaltung und Figuren des Lothar Evangeliars. Die Darstellungen werden aber erweitert. War beim Lothar Evangeliar der Textbalken mit der Beschreibung der Evangelisten noch unterhalb des oberen Rahmens, teilt er nun das obere Drittel des Bildes ab. Die Evangelisten werden nun&nbsp; vor einer Dekoration aus r\u00e4umlicher Architektur gesetzt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Architektur findet sich in \u00e4hnlicher Form auch in der Reimser Schule, etwa im Utrecht Psalter.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die <em>majestas domini<\/em> steht ebenfalls in der Tradition des Lothar Evangeliars.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/EvangeliarPruemmAAA.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"252\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/EvangeliarPruemmAAA.jpg?resize=1024%2C252&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-33556\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/EvangeliarPruemmAAA.jpg?resize=1024%2C252&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/EvangeliarPruemmAAA.jpg?resize=300%2C74&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/EvangeliarPruemmAAA.jpg?resize=768%2C189&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/EvangeliarPruemmAAA.jpg?w=1500&amp;ssl=1 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Das Zwischenspiel <\/strong>&#8211; <strong>Zerst\u00f6rung von St. Martin und Marmoutier und Neuanfang<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>853 werden die Kl\u00f6ster von St. Martin und Marmoutier unter der F\u00fchrung des D\u00e4nen Hastein (Hastings) gepl\u00fcndert und niedergebrannt. Wie weitreichend die Verluste des Skriptoriums waren, ist unbekannt. Jedoch k\u00f6nnen M\u00f6nche fliehen und dabei Vorlagen wie den \u201cVergilius Vaticanus\u201d und Musterb\u00fccher mit sich nehmen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es entsteht eine neue Hofschule, deren Ort nicht lokalisiert werden kann. Als m\u00f6glicher Standort wird St. Denis in Betracht gezogen, genauso wie Soisson, Metz, Reims und weitere Orte. Die neue Hofschule erzielt jedoch nicht die Produktivit\u00e4t von Tours.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Einfluss der Schule von Tours streut aber durch ihre Zerst\u00f6rung noch weiter aus. Etwa auf die Klosterinsel Reichenau und St. Gallen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die neue Hofschule Karls des Kahlen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bibel von Sankt Paul vor den Mauern<\/strong>, <strong>(Leider kein \u00f6ffentlich verf\u00fcgbares Digitalisat )<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>um 870, Reims(?)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Zerst\u00f6rung von St. Martin und Marmoutier wurde eine neue Hofschule von Karl dem Kahlen eingerichtet. Wo diese zu lokalisieren ist, ist nicht bekannt. Unter anderem sind St. Denis in der Diskussion und in letzter Zeit wieder verst\u00e4rkt Reims. Letzteres wird als Entstehungsort der Bibel von St. Paul gesehen, womit als Leiter der Schule Hinkmar von Reims zu identifizieren w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>So entsteht um 870 eine Bibel, die nach ihrem heutigen Verwahrort Bibel von Sankt Paul vor den Mauern genannt wird. Von ehemals 25 Miniaturen sind 24 erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend sich der Schreiber des Textes&nbsp; im Prolog als Ingobertus identifiziert, sind die drei Illustratoren unbekannt, lassen sich aber durch ihren jeweiligen eigenen Stil unterscheiden.<sup id=\"rf32-33533\"><a href=\"#fn32-33533\" title=\" J. E. Gaehde, The Pictorial Sources of the Illustrations to the Books of Kings, Proverbs, Judith and Maccabees in the Carolingian Bible of San Paolo Fuori Le Mura in Rome S359\" rel=\"footnote\">32<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Der erste der Illustratoren war f\u00fcr die Darstellungen der&nbsp; Evangelisten zust\u00e4ndig und erhielt daher den Namen \u201cMeister der Evangelisten\u201d&nbsp; \u201cEvangelist Master\u201d. In seiner Darstellung schafft er es, seinen Bildern eine gewisse Dreidimensionalit\u00e4t und Eleganz zu verleihen. Der \u201cMeister von St. Paul\u201d\/\u201cSt. Paul Master\u201d&nbsp; war f\u00fcr die Frontispize von Leviticus bis Joshua zust\u00e4ndig.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u201cMeister der Thron Bilder\u201d \/ \u201cMaster of Throne Images&#8220; fertigte die restlichen Bilder, darunter die Thron-Abbildungen, was ihm diesen Namen gab. Er verwendete, etwa bei M\u00e4nteln, Techniken, die aus der Reimser Schule abgeleitet sind, um eine gewisse Plastizit\u00e4t zu erzeugen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bibel von Sankt Paul nutzt f\u00fcr ihre Abbildung des Kirchenlehrers&nbsp; Hieronymus&nbsp; entweder die Vivian Bibel selbst, oder aber die identische Vorlage, stellt aber die Personen und ihre Anordnung um.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Abbildung zeigt K\u00f6nig David vor einem Schildwall. Nach Gaehde besitzt die Darstellung des Davids \u00c4hnlichkeiten mit dem Madrider Missorum (englisch: missorium in Madrid)<sup id=\"rf33-33533\"><a href=\"#fn33-33533\" title=\" Link &lt;a href=&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Theodosius-Missorium#:~:text=Das%20Missorium%20befindet%20sich%20heute,%3D%20Sendung%20oder%20mensa%20lat&quot;&gt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Theodosius-Missorium#:~:text=Das%20Missorium%20befindet%20sich%20heute,%3D%20Sendung%20oder%20mensa%20lat&lt;\/a&gt;. \" rel=\"footnote\">33<\/a><\/sup>&nbsp; Das Motiv einer Figur vor einem Schildwall existiert dagegen&nbsp; bereits fr\u00fcher. So findet es sich Beispielsweise auf einer Silberplatte aus Genf, die entweder Valentinian I oder Valentinian II zeigt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Davids Wachen tragen einen Haarschnitt der typisch ist f\u00fcr die Imperialen Wachen des Theodosius, wie sie etwa an der Basis des Theodosius Obelisken in Konstantinopel zu sehen waren, aber auch den Silbertellern aus Zypern, die die Geschichte Davids und Goliaths zeigen<sup id=\"rf34-33533\"><a href=\"#fn34-33533\" title=\" Abbildung &lt;a href=&quot;https:\/\/www.metmuseum.org\/art\/collection\/search\/464378&quot;&gt;https:\/\/www.metmuseum.org\/art\/collection\/search\/464378&lt;\/a&gt; \" rel=\"footnote\">34<\/a><\/sup> die in das fr\u00fche 7. Jahrhundert datieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist wahrscheinlich, dass die Karolinger auf zeichnerische Quellen zur\u00fcckgegriffen haben, die aus \u00e4hnlichen Zeiten stammen wie die genannten Silberplatten.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Herrschaftsdarstellung tr\u00e4gt der Thronende Karl der Kahle den typischen weiten Mantel der karolingischen Thron Darstellungen, nun jedoch ist dieser mit goldenen, quadratischen Bes\u00e4tzen versehen, dem byzantinischen <em>tablion<\/em>.<sup id=\"rf35-33533\"><a href=\"#fn35-33533\" title=\" vgl. J. E. Gaehde, The Pictorial Sources of the Illustrations to the Books of Kings, Proverbs, Judith and Maccabees in the Carolingian Bible of San Paolo Fuori Le Mura in Rome S.374 \" rel=\"footnote\">35<\/a><\/sup>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und tats\u00e4chlich galt der Hof Karls des Kahlen als Zentrum einer Byzantinisierung. Es wird berichtet das Karl sich 869 als <em>novus constantinus<\/em> ausriefen lies und in Ponthion <em>graecisco more paratus et coronatus<\/em> nach griechischer Art gekleidet und gekr\u00f6nt auftrat.<sup id=\"rf36-33533\"><a href=\"#fn36-33533\" title=\" Ute Schwab , Die vielen Kleider der Passion in Theodisca S.232 \" rel=\"footnote\">36<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Die Architektur des Hintergrunds bringt Gaehde in Verbindung mit Darstellungen sp\u00e4tantiker sp\u00e4tantiker Palastarchitektur, wie etwa dem Palast des Theoderichs in&nbsp; S. Appolinare Nuovo in Ravenna.<sup id=\"rf37-33533\"><a href=\"#fn37-33533\" title=\" F.M\u00fctherich, J.E.Gaehde, Carolingian Painting S119 \" rel=\"footnote\">37<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Gaehde sieht den Trohnbaldachin mit seiner Kuppelform, gemeinsam mit dem im Codex Aureus von St. Emmeram, als die ersten ihrer Art in karolingischen Handschriften. Zuvor tauchten diese nur in byzantinischen Handschriften auf und decken sich mit Beschreibungen des byzantinischen Hofzeremoniell.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz zur Vivian Bibel, wo Karl der Kahle mit David gleichgesetzt ist, ist dieses Mal die Darstellung Salomos auf fol. 188v der Bibel von St. Paul, die aufgegriffen wird. In seiner Hand h\u00e4lt der K\u00f6nige&nbsp; eine Scheibe mit einem Monogramm. Nach Schade w\u00e4re dieses Monogramm entsprechend als HIC NOVAE&nbsp; ROMAE SALOMON also \u201cHier ist Salomon, K\u00f6nig des neuen Rom\u201d&nbsp; zu deuten<sup id=\"rf38-33533\"><a href=\"#fn38-33533\" title=\" H. Schade Studien zur karolingischen Bilderbibel aus St. Paul vor den mauern in Rom (Teil2)&nbsp; S15 \" rel=\"footnote\">38<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Zudem enth\u00e4lt die Bibel von St. Paul die \u00e4lteste Darstellung eines Makkab\u00e4er Zykluses, noch vor dem Leidener Makkab\u00e4er, der in St. Gallen gefertigt wurde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gaehde sieht hier parallelen mit den milit\u00e4rischen Darstellung auf dem Galeriusbogen (arch of Galerius) in Thessaloniki aus der Zeit zwischen 297 und 305, die bis hin zu exakten \u00fcbereinstimmenden Personen und einzelner Szenen reichen.<sup id=\"rf39-33533\"><a href=\"#fn39-33533\" title=\" J. E. Gaehde, The Pictorial Sources of the Illustrations to the Books of Kings, Proverbs, Judith and Maccabees in the Carolingian Bible of San Paolo Fuori Le Mura in Rome S386 \" rel=\"footnote\">39<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Demnach w\u00e4ren die Helme der Soldaten, die wir sehen, die mit massiven Wangenklappen ausgestattet sind, fr\u00fche Helme des Typs Intercisa, jedoch deuten die mehrfach geschwungen Wangenklappen darauf hin das es sich noch um \u00e4ltere Helme, etwa Typ Weisenau\/ Niederbieber handeln k\u00f6nnte. Es sind wohl letztendlich wieder symbolische Helmdarstellungen der R\u00f6merzeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Sicherlich ist dies zudem dem&nbsp; Problem geschuldet,&nbsp; dass der t\u00e4tige Meister weder den Galeriusbogen, noch einen Helm Typ Intercisa oder Weisenau jemals pers\u00f6nlich gesehen hatte. Er arbeitet mit byzantinischen Vorlagen und Abzeichnungen, die er nach bestem Wissen und Gewissen umzusetzen versuchte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/PaulA1.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"341\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/PaulA1.jpg?resize=1024%2C341&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-33579\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/PaulA1.jpg?resize=1024%2C341&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/PaulA1.jpg?resize=300%2C100&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/PaulA1.jpg?resize=768%2C256&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/PaulA1.jpg?resize=1536%2C512&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/PaulA1.jpg?w=2041&amp;ssl=1 2041w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/PaulA2-scaled.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"263\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/PaulA2.jpg?resize=1024%2C263&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-33580\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/PaulA2-scaled.jpg?resize=1024%2C263&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/PaulA2-scaled.jpg?resize=300%2C77&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/PaulA2-scaled.jpg?resize=768%2C198&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/PaulA2-scaled.jpg?resize=1536%2C395&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/PaulA2-scaled.jpg?resize=2048%2C527&amp;ssl=1 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Codex aureus von St. Emmeram, BSB Clm 14000,<\/strong> <strong>Digitalisat: <a href=\"https:\/\/daten.digitale-sammlungen.de\/~db\/0009\/bsb00096095\/images\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/daten.digitale-sammlungen.de\/~db\/0009\/bsb00096095\/images\/<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>St. Denis, Soisson (?) 870<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch dieses Evangeliar wurde f\u00fcr Karl den Kahlen hergestellt und soll 893 von Arnulf von K\u00e4rnten dem Kloster St. Emmeram in Regensburg geschenkt worden sein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als Schreiber des Werks werden die M\u00f6nche Liuthard und Beringer genannt, die ihr Werk an Weihnachten 870 beendeten, wie sie in der Widmungsinschrift&nbsp; notieren.<sup id=\"rf40-33533\"><a href=\"#fn40-33533\" title=\"&nbsp; F.M\u00fctherich, J.E.Gaehde, Carolingian Painting S.25 \" rel=\"footnote\">40<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Als Ort der Fabrikations wird auch Saint-M\u00e9dard&nbsp; in&nbsp; Soissons angegeben<sup id=\"rf41-33533\"><a href=\"#fn41-33533\" title=\" R. Pizzinato, Vision and Christomimesis in the Ruler Portrait of the Codex Aureus of St. Emmeram S146 \" rel=\"footnote\">41<\/a><\/sup> , doch wie die gesamten Versuche zur lokalisierung der Palastschule Karls des Kahlen, l\u00e4sst sich dies nicht sicher beweisen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Handschrift enth\u00e4lt 7 ganzseitige Illuminationen. Die vier Evangelisten, die Anbetung des Lamms, eine <em>Maiestas Domini<\/em> und ein Thronbild Karls des Kahlen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch hier greifen die Sch\u00f6pfer auf den Faltenwurf der Kleidung, wie in den Werken der Reimser Schule zur\u00fcck. Auch scheint den K\u00fcnstlern das Soisson Evangeliar bekannt, stellen sie doch ihren Matth\u00e4us \u00e4hnlich dar. Aber auch R\u00fcckgriffe auf die Vivian Bibel sind in der Architektur hinter Matth\u00e4us erkennbar<sup id=\"rf42-33533\"><a href=\"#fn42-33533\" title=\" F.M\u00fctherich, J.E.Gaehde, Carolingian Painting S.102 \" rel=\"footnote\">42<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Die Darstellungen der Evangelisten sind aber auch Weiterentwicklungen des Lothar Evangeliar und des Evangeliar aus Pr\u00fcm. Dabei kann der Architekturhintergrund, vor allem bei Markus, seine r\u00f6mische Vergangenheit nicht leugnen, zeigt er doch eine dreist\u00f6ckige Exedra.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die <em>majestas domini<\/em> orientiert sich direkt an der Vorlage aus Vivian Bibel mit Christus in der Mandorla, die wieder in einer Raute platziert ist, an deren Ecken Kreise angebracht sind, in denen die Evangelisten dargestellt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie bereits im Herrscherbild der Bibel von St. Paul, befindet sich auch hier Karl der Kahle unter einem byzantinisch inspirierten&nbsp; Thronbaldachin. sein Mantel zeigt aber keine <em>tablion <\/em>mehr. Der perspektivisch erscheinende Baldachin gibt dem Bild tiefe, dennoch sind die Figuren wieder zweidimensional auf das Bild gelegt. Wie schon bei der Bibel von Grandval entsteht hier der \u201cB\u00fchnenraum\u201d Koehlers.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Beiderseits des Thrones befinden sich zwei Frauen mit F\u00fcllh\u00f6rnern, die auch hier, wie in der Antike, St\u00e4dte oder Provinzen repr\u00e4sentieren. In diesem Fall stellen die Beiden Frauen <em>Francia <\/em>und<em> Gotia <\/em>dar, wie der Text des Bildes erl\u00e4utert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Thronbild zeigt erstmals eine Kombination aller zuvor gezeigten Elemente. So erf\u00e4hrt der K\u00f6nig durch Wachen den weltlichen Schutz, den g\u00f6ttlichen Schutz \u00fcber Engel und direkten Schutz von Gott in Form der segnenden Hand. \u00dcber den Waffentr\u00e4gern findet sich zudem die Textzeilen: \u201eM\u00f6gen die Waffen Christi, fest ein Leben lang, dich beg\u00fcnstigen f\u00fcr die Ewigkeit \/&nbsp; Und m\u00f6ge sein Schild, verteidige dich immer vor dem Feind\u201d, wonach es sich um die Waffen Christi handelt.<sup id=\"rf43-33533\"><a href=\"#fn43-33533\" title=\"&nbsp; R. Pizzinato, Vision and Christomimesis in the Ruler Portrait of the Codex Aureus of St. Emmeram S.153 \" rel=\"footnote\">43<\/a><\/sup> Somit sind es die Waffen Christi die den Kaiser sch\u00fctzen sollen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Anbetung des Lamms durch die 24 Weisen, k\u00f6nnte es sich um eine Kopie der Darstellung handeln, die es zu jener Zeit in der Aachener Pfalzkapelle \/Aachener Dom gab und heute nur noch als Kopie existiert.<sup id=\"rf44-33533\"><a href=\"#fn44-33533\" title=\" F.M\u00fctherich, J.E.Gaehde, Carolingian Painting S109 \" rel=\"footnote\">44<\/a><\/sup> <sup id=\"rf45-33533\"><a href=\"#fn45-33533\" title=\"&nbsp; R. Pizzinato, Vision and Christomimesis in the Ruler Portrait of the Codex Aureus of St. Emmeram S.158-159 \" rel=\"footnote\">45<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/CodexAureusBB.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"677\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/CodexAureusBB.jpg?resize=1024%2C677&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-33553\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/CodexAureusBB.jpg?resize=1024%2C677&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/CodexAureusBB.jpg?resize=300%2C198&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/CodexAureusBB.jpg?resize=768%2C508&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/CodexAureusBB.jpg?w=1028&amp;ssl=1 1028w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/CodexAureusAA.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"336\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/CodexAureusAA.jpg?resize=1024%2C336&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-33554\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/CodexAureusAA.jpg?resize=1024%2C336&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/CodexAureusAA.jpg?resize=300%2C99&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/CodexAureusAA.jpg?resize=768%2C252&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/CodexAureusAA.jpg?resize=1536%2C505&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/CodexAureusAA.jpg?resize=2048%2C673&amp;ssl=1 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Psalter Karls des Kahlen<\/strong>, <strong>Digitalisat: <a href=\"https:\/\/gallica.bnf.fr\/ark:\/12148\/btv1b55001423q\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/gallica.bnf.fr\/ark:\/12148\/btv1b55001423q<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>St. Denis (?) 842-69\/70<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch hier zeigt sich Luithard als Schreiber.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Dedikationsbild findet sich \u00fcber Karl dem Kahlen der Text: <em>Cum sedeat Karolus magno coronatus honore, Est Josiae similis parque Theodosio <\/em>in dem der gekr\u00f6nte Karl mit dem biblischen Josia vergleicht und ihm eine relig\u00f6se Bedeutung verleiht , w\u00e4hrend die Nennung von Theodosius stellvertretend f\u00fcr die r\u00f6mischen Herrscher steht<sup id=\"rf46-33533\"><a href=\"#fn46-33533\" title=\" H. Schade Studien zur karolingischen Bilderbibel aus St. Paul vor den Mauern in Rom (Teil2)&nbsp; S15 \" rel=\"footnote\">46<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Die Darstellung Davids und seiner Begleiter greift dagegen wieder auf die Vorlagen der Vivian Bibel zur\u00fcck, zeigt jedoch keine Wachen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/PsalterKdKAAA.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"955\" height=\"563\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/PsalterKdKAAA.jpg?resize=955%2C563&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-33558\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/PsalterKdKAAA.jpg?w=955&amp;ssl=1 955w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/PsalterKdKAAA.jpg?resize=300%2C177&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/PsalterKdKAAA.jpg?resize=768%2C453&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 955px) 100vw, 955px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Sakramentar Karls des Kahlen (Fragment), MS lat. 1141<\/strong>, <strong>Digitalisat: <\/strong><a href=\"https:\/\/gallica.bnf.fr\/ark:\/12148\/btv1b53019391x\"><strong>https:\/\/gallica.bnf.fr\/ark:\/12148\/btv1b53019391x<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>St. Denis(?) Metz (?) 869-870<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Rahmen der Darstellungen sind durch die Vorbilder der Palastschule Karls des Kahlen inspiriert, w\u00e4hrend die Darstellung der Personen durch die Schule von Reims inspiriert ist.<sup id=\"rf47-33533\"><a href=\"#fn47-33533\" title=\" F.M\u00fctherich, J.E.Gaehde, Carolingian Painting S.96 \" rel=\"footnote\">47<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Die Gregor Darstellung zieht ihre Inspiration aus der Darstellung des Hieronymus in der Vivian Bibel, ebenso wie wie die&nbsp; <em>majestas domini<\/em> von der Vivian Bibel inspiriert ist<sup id=\"rf48-33533\"><a href=\"#fn48-33533\" title=\" F.M\u00fctherich, J.E.Gaehde, Carolingian Painting S.96-98 \" rel=\"footnote\">48<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Auf Folio 22v ist Karl der Kahle zwischen den P\u00e4psten Gregor IV und Johannes VIII. dargestellt. Karl wird bartlos als junger Mann gezeigt. Seine Darstellung gleicht somit der Darstellung der Salbung des Salomon in der Bibel von St. Paul.&nbsp;<sup id=\"rf49-33533\"><a href=\"#fn49-33533\" title=\" H. Schade Studien zur karolingischen Bilderbibel aus St. Paul vor den Mauern in Rom (Teil2) S.17 \" rel=\"footnote\">49<\/a><\/sup> Was durchaus beabsichtigt ist, verglich doch Johannes VIII. die Art Karls Recht zu sprechen mit der Salomons.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/SakramentarKDKaaa.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"334\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/SakramentarKDKaaa.jpg?resize=1024%2C334&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-33559\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/SakramentarKDKaaa.jpg?resize=1024%2C334&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/SakramentarKDKaaa.jpg?resize=300%2C98&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/SakramentarKDKaaa.jpg?resize=768%2C250&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/SakramentarKDKaaa.jpg?resize=1536%2C501&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/SakramentarKDKaaa.jpg?resize=2048%2C668&amp;ssl=1 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Nachwirkungen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Goldener Psalter von St. Gallen, &nbsp;Cod. Sang. 22<\/strong>, <strong>Digitalisat: <\/strong><a href=\"https:\/\/www.e-codices.unifr.ch\/de\/csg\/0022\"><strong>https:\/\/www.e-codices.unifr.ch\/de\/csg\/0022<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>St. Gallen 870-900<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem goldenen Psalter entsteht zwischen 870 und 900 die erste Bilderhandschrift im Kloster St. Gallen. Die M\u00f6nche sind in dieser Arbeit noch nicht bewandert und machen in den Techniken durchaus Fehler, doch scheinen sie schnell gelernt zu haben. Sie greifen bei ihrer Arbeit auf Vorlagen zur\u00fcck, die wohl aus dem Bereich der Schule von Tours oder deren Nachfolgern stammen, kopieren diese jedoch nicht 1 zu 1, sondern lassen Eigensch\u00f6pfungen entstehen. Nicht zwingend m\u00fcssen die Vorlagen in St. Gallen vorgelegen haben. Auch das knapp 50km entfernte Kloster auf der Insel Reichenau ist denkbar, denn mit diesem stand St. Gallen in enger Beziehung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Goldene Psalter von St. Gallen setzt auf P2 mit einer Darstellung Davids, mit vier Musikern, als Repr\u00e4sentationsbild ein. Es ist das erste Mal, dass in St. Gallen ein solches Bild entsteht, dementsprechend wei\u00df man noch nicht, wie man vorgeht, denn das Papier wurde vorher liniert, was inzwischen dazu f\u00fchrt, dass die Farbe an einigen Stellen abbl\u00e4ttert.&nbsp; Diese Unerfahrenheit mit der Materie zeigt sich auch im fleckigen Auftrag des Purpurgrundes.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das aber bedeutet, die K\u00fcnstler kannten zwar die antiken Vorlagen, bzw. die Vorlagen aus den Palastschulen Karls des Kahlen, nicht aber die Technik. Kamen also selbst nicht aus Tour, Reims oder St. Denis.<sup id=\"rf50-33533\"><a href=\"#fn50-33533\" title=\" C. Eggenberger Psalterium Aureum Sancti Galli S 39 \" rel=\"footnote\">50<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Vorbild f\u00fcr die Rahmung des Bildes ist folio 423r der Vivians Bibel, also deren Herrscherbild. Die Darstellung der Figuren zieht ihre Inspiration ebenfalls aus der Vivian Bibel, aber auch aus anderen Werken der Hofschule Karls des Kahlen, ( Psalter Karls des Kahlen und Bibel von St. Paul)&nbsp; aber auch fr\u00fcheren Werken wie dem Vespasian Psalter<sup id=\"rf51-33533\"><a href=\"#fn51-33533\" title=\"&nbsp; C. Eggenberger Psalterium Aureum Sancti Galli S 51 \" rel=\"footnote\">51<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Auch bei der Darstellung des Hieronymus auf p14 geht der Zeichner eigene Wege, l\u00e4sst sich aber dennoch inspirieren. So zeigt er den Kirchenvater in liturgischem Ornat, doch l\u00e4sst er die&nbsp; Dalmatik mit ihren weiten \u00c4rmeln und den Clavi, ebenso wie das Cingulum, den G\u00fcrtel, weg.&nbsp; Dementsprechend steht Hieronymus in Alba, der&nbsp; Unterkleidung, und Kasel da, tr\u00e4gt aber die Stola \u00fcber der Kasel (eigentlich sollte sie darunter getragen werden). Eggenberg vermutet, unter anderem aus den Faltenwurf der Kassel, in den die Stola wie in einen Scho\u00df f\u00e4llt,&nbsp; dass der Maler des St. Galler Psalter sein urspr\u00fcngliches Vorbild aus der Vivian Bibel und der Bibel von St Paul nahm und die Sitzfigur des Hieronymus zu einer Standfigur umgestaltet.<sup id=\"rf52-33533\"><a href=\"#fn52-33533\" title=\"&nbsp; C. Eggenberger Psalterium Aureum Sancti Galli S 60 \" rel=\"footnote\">52<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Ansicht Davids bei der Befehlsausgabe auf p139 l\u00e4sst sich mit den Werken der Schule von Tours in Verbindung bringen. Der Gestus Davids entspricht dabei dem Gestus des Moses in der Bibel von Grandval Bibel bei der Verk\u00fcndigung der 10 Gebote , entsprechend auch aus der Vivian Bibel und der Bibel von St. Paul.<sup id=\"rf53-33533\"><a href=\"#fn53-33533\" title=\". C. Eggenberger Psalterium Aureum Sancti Galli S139&nbsp; \" rel=\"footnote\">53<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Die auf p132, p140 und p141 Reiter bzw. bekannten Reiter und Reitergruppen speisen sich dagegen aus dem Berner Prudentius der sich um 900 im Kloster Reichenau befand<sup id=\"rf54-33533\"><a href=\"#fn54-33533\" title=\"&nbsp; vgl. C. Eggenberger Psalterium Aureum Sancti Galli S138&nbsp; \" rel=\"footnote\">54<\/a><\/sup> . Von dort kopiert er etwa&nbsp; p82 ( <a href=\"https:\/\/www.e-codices.unifr.ch\/de\/bbb\/0264\/82\">https:\/\/www.e-codices.unifr.ch\/de\/bbb\/0264\/82<\/a>) und p61<sup id=\"rf55-33533\"><a href=\"#fn55-33533\" title=\"&nbsp; vgl. C. Eggenberger Psalterium Aureum Sancti Galli S126 ff&nbsp; \" rel=\"footnote\">55<\/a><\/sup> Er beh\u00e4lt dabei die Form der Helme bei, kann aber mit den im Prudentius gezeigten r\u00f6mischen Pteryges nichts mehr anfangen. Er ignoriert daher die Darstellung der R\u00fcstung weitestgehend und&nbsp; ersetzt sie durch eine Br\u00fcnne.<\/p>\n\n\n\n<p>Eggenberger erkennt aber auch Parallelen in der Trajanss\u00e4ule, die er als so frappant sieht, als dass es sich um Zufall handeln k\u00f6nnte.<sup id=\"rf56-33533\"><a href=\"#fn56-33533\" title=\"&nbsp; C. Eggenberger Psalterium Aureum Sancti Galli S138&nbsp; \" rel=\"footnote\">56<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>So gibt er zu bedenken, dass wenn tats\u00e4chlich versucht worden sei Schuppenpanzer darzustellen, diese von der Trajanss\u00e4ule \u00fcbernommen worden sein m\u00fcssen.-&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Darstellungen basieren insgesamt auf \u00e4lteren Vorlagen, werden jedoch in Teilen in die Jetztzeit des sp\u00e4ten 9. Jahrhunderts transportiert, bzw. unbekanntes wird angepasst. W\u00e4hrend die Helme noch die Vorbilder nutzen, wie sie in der Vivian Bibel, dem Lothar Evangeliar, Bibel von St. Paul oder dem r\u00f6mischen Prudentius genutzt werden, ist die R\u00fcstung zeitlich angepasst. Sie werden als Kettenhemden interpretiert<sup id=\"rf57-33533\"><a href=\"#fn57-33533\" title=\" F.M\u00fctherich, J.E.Gaehde, Carolingian Painting S124 \" rel=\"footnote\">57<\/a><\/sup><sup id=\"rf58-33533\"><a href=\"#fn58-33533\" title=\" vgl. C. Eggenberger Psalterium Aureum Sancti Galli&nbsp; \" rel=\"footnote\">58<\/a><\/sup><sup id=\"rf59-33533\"><a href=\"#fn59-33533\" title=\" vgl. B.S. Bachrach Charlemagnes Cavalry: Myth and Reality \" rel=\"footnote\">59<\/a><\/sup><sup id=\"rf60-33533\"><a href=\"#fn60-33533\" title=\" F.L. Ganshof Frankish Institutions Under Charlemagne S65ff \" rel=\"footnote\">60<\/a><\/sup>&nbsp; und nicht als Schuppenpanzer, wie gerne behauptet. t Eggenberger gibt zu bedenken, dass wenn versucht worden sein sollte Schuppenpanzer zu zeichnen, diese auch nur als Vorlage von den sarmatischen Kriegern der Trajanss\u00e4ule stammen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eggenberger umgeht mit dieser Aussage einen Kritikpunkt, den Coupland<sup id=\"rf61-33533\"><a href=\"#fn61-33533\" title=\" S. Coupland Carolingian Arms and Armor S.31 \" rel=\"footnote\">61<\/a><\/sup> anbringt. Dieser stellte die Frage warum die Helme klar antikisierend sind,&nbsp; die R\u00fcstungen jedoch nicht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/StGallenAAA.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"440\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/StGallenAAA.jpg?resize=1024%2C440&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-33576\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/StGallenAAA.jpg?resize=1024%2C440&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/StGallenAAA.jpg?resize=300%2C129&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/StGallenAAA.jpg?resize=768%2C330&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/StGallenAAA.jpg?w=1254&amp;ssl=1 1254w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Fazit:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kaum eine Darstellung, die sich in den Schulen unter Karl dem Kahlen findet, ist origin\u00e4r karolingisch.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der westfr\u00e4nkische karolingische K\u00f6nig und sp\u00e4tere Kaiser sieht sich selbst und wird auch von anderen als legitimer Nachfolger Westr\u00f6mischer Kaiser gesehen und dies bringen die Abbildungen zum Ausdruck. Nicht die Darstellung von Realismus ist ihr Ziel.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch nicht nur im Reich der Karolinger gab es dieses Bestreben. Auch in Byzanz, das nun wieder aus der dunklen Phase des Ikonoklasmus hervortrat,&nbsp; gab es Bestrebungen, an den Glanz der fr\u00fcheren Epochen anzukn\u00fcpfen. Hier wird sie als Makedonische Renaissance bezeichnet und zeigt sich in Handschriften wie den \u201cHomilien des Gregor von Nazianz\u201d. Auch hier wird auf die \u00e4lteren Darstellungen der Antike und Sp\u00e4tantike zur\u00fcckgegriffen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig war den Illustratoren die Gesamterscheinung. Die Antike, bzw. das (West-)R\u00f6mische Kaiserreich,&nbsp; wird in der Gegenwart der Karolinger, bzw. deren K\u00f6nig&nbsp; wieder lebendig, dabei zeigt sie in Details wie Lanzen, Schildern und Schwertern ihr eigenes Sein, w\u00e4hrend sie der Gesamtheit der Darstellungen einen r\u00f6misch imperialen Habitus annehmen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verwendung byzantinischer Symbolik, wie dem gekuppelten Thron Baldachin, lassen eine Anekdote der Gesta Karoli Magni des Notker Balbulus in neuem Licht erscheinen. Notker schrieb im Auftrag Karls III. ab 883 eine Geschichtenerz\u00e4hlung \u00fcber Karl den Gro\u00dfen, die er als Biographie tarnte, weshalb er auch als \u201cerster deutscher Geschichtenerz\u00e4hler\u201d bekannt ist. Darin versteckte er aber Kritik an den gegenw\u00e4rtigen Zust\u00e4nden. So l\u00e4sst er Karl H\u00f6flinge kritisieren, die byzantinische Tracht der fr\u00e4nkischen Vorziehen.<sup id=\"rf62-33533\"><a href=\"#fn62-33533\" title=\" Notker, Gesta Karoli, II, 17 \" rel=\"footnote\">62<\/a><\/sup>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch befand sich auf dem Lateran in Rom ein Reiterstandbild, das als Kaiser Konstantin der Gro\u00dfe angesehen wurde. Es handelt sich jedoch um Marc Aurel. Als man dies in der Renaissance feststellte, wurde der heidnische Kaiser vom Lateran entfernt und auf dem Kapitolsplatz aufgestellt. .&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch gilt es zu bedenken, dass die illuminierten Handschriften nie f\u00fcr ein gro\u00dfes Publikum gedacht waren. Prim\u00e4r wurden sie f\u00fcr den K\u00f6nig\/ Kaiser hergestellt. Ihr Zugriff war somit beschr\u00e4nkt auf hohe Adelige und den hohen Klerus. Dabei handelte es sich um Personen, die eine Ausbildung in den Sieben freien K\u00fcnsten erhalten hatten. Dieser Personenkreis war also mit den Antiken Vorlagen durchaus vertraut und konnte diese Einordnen und verstehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Letztendlich bleibt zusammenfassend nur zu sagen dass esdie bekannten Helme und Muskelpanzer aus der Vivian Bibel in der Zeit der Karolinger nicht gab, und auch Schuppenpanzer sind aus der Perspektive der Kunstgeschichte kritisch zu betrachten.<\/p>\n<hr class=\"footnotes\"><ol class=\"footnotes\" style=\"list-style-type:decimal\"><li id=\"fn1-33533\"><p > Bamberger Alkuin Bibel fol7v &nbsp;<a href=\"#rf1-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 1.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn2-33533\"><p > Vasiliki Mavroska \u201eAdam and Eve in the Western and Byzantine art of the Middle Ages\u201c S.59ff und Reallexikon der Germanischen Altertumskunde\u201c Band 16&nbsp; S.305 &nbsp;<a href=\"#rf2-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 2.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn3-33533\"><p > Ein Digitalisat kann hier eingesehen werden: <a href=\"https:\/\/digi.vatlib.it\/view\/MSS_Vat.lat.3225\">https:\/\/digi.vatlib.it\/view\/MSS_Vat.lat.3225<\/a> &nbsp;<a href=\"#rf3-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 3.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn4-33533\"><p > D. Ganz,&nbsp; The Vatican Vergil and the Jerome Page in the First Bible of Charles the Bald&nbsp; S46 &nbsp;<a href=\"#rf4-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 4.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn5-33533\"><p > C.R. Dodwell, The Pictorial Arts Of The West 800-1200, S47 &nbsp;<a href=\"#rf5-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 5.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn6-33533\"><p > E.G. Grimme, Die Geschichte der abendl\u00e4ndischen Buchmalerei S34 &nbsp;<a href=\"#rf6-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 6.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn7-33533\"><p > Vasiliki Mavroska \u201eAdam and Eve in the Western and Byzantine art of the Middle Ages\u201c S.59ff und Reallexikon der Germanischen Altertumskunde\u201c Band 16&nbsp; S.305 &nbsp;<a href=\"#rf7-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 7.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn8-33533\"><p > vgl. D.H.Wright, When the Vatican Vergil was in Tours, in Studien zur mittlelalterlichen Kunst, 800\u20131250: Festschrift f\u00fcr Florentine M\u00fctherich zum 70. Geburtstag S 3-66 &nbsp;<a href=\"#rf8-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 8.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn9-33533\"><p > C.R. Dodwell, The Pictorial Arts Of The West 800-1200, S71 &nbsp;<a href=\"#rf9-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 9.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn10-33533\"><p > W. K\u00f6hler, Die karolingischen Miniaturen Band 1 \/ 2 &nbsp;<a href=\"#rf10-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 10.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn11-33533\"><p > Siehe zu Girlandensarkophag etwa hier: <a href=\"https:\/\/arachne.dainst.org\/entity\/1098204\">https:\/\/arachne.dainst.org\/entity\/1098204<\/a> ), Girlandenschmuck in Pompeji : <a href=\"https:\/\/fr.m.wikipedia.org\/wiki\/Fichier:House_of_the_Silver_Wedding_in_Pompeii_watercolor_by_Luigi_Bazzani.jpg\">https:\/\/fr.m.wikipedia.org\/wiki\/Fichier:House_of_the_Silver_Wedding_in_Pompeii_watercolor_by_Luigi_Bazzani.jpg<\/a> &nbsp;<a href=\"#rf11-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 11.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn12-33533\"><p > vgl. Charles Niver, Review to Wilhelm K\u00f6hler, Die Schule von Tours: Die Bilder in&nbsp; Speculum, Vol. 10, No. 2 (Apr., 1935) &nbsp;<a href=\"#rf12-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 12.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn13-33533\"><p > Peter Dronke, Vita Boethii. From the Early Testimonies to Boecis in Scripturus vitam S. 287\u2013294 &nbsp;<a href=\"#rf13-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 13.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn14-33533\"><p > Link:<a href=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/7\/75\/Karl_der_Grosse_-_Pippin_von_Italien.jpg\">https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/7\/75\/Karl_der_Grosse_-_Pippin_von_Italien.jpg<\/a>&nbsp; &nbsp;<a href=\"#rf14-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 14.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn15-33533\"><p > D. Ganz,&nbsp; The Vatican Vergil and the Jerome Page in the First Bible of Charles the Bald S.45 &nbsp;<a href=\"#rf15-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 15.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn16-33533\"><p > <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Damaskuserlebnis\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Damaskuserlebnis<\/a> &nbsp;<a href=\"#rf16-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 16.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn17-33533\"><p > D.Ganz The Vatican Vergil and the Jerome Page in the First Bible of Charles the Bald&nbsp; p49 &nbsp;<a href=\"#rf17-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 17.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn18-33533\"><p > Christoph Winterer \u201eStasis und Bewegung im Herrscherbild Karls des Kahlen\u201c in \u201eHabitus \u2013 Norm und Transgression in Bild und Text\u201c S. 19 &nbsp;<a href=\"#rf18-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 18.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn19-33533\"><p > Angela Geyer \u201eDie Genese narrativer Buchillustration \u2013 Der Miniaturenzyklus zur Aeneis im Vergilius Vaticanus\u201c &nbsp;<a href=\"#rf19-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 19.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn20-33533\"><p >Vgl. David H. Wright, Der Vergilius Vaticanus. Ein Meisterwerk sp\u00e4tantiker Kunst. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz, 1993, S. 106\u2013109 &nbsp;<a href=\"#rf20-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 20.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn21-33533\"><p > vgl. z.B. Eugen Ewig, Troja und die Franken &nbsp;<a href=\"#rf21-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 21.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn22-33533\"><p > Abbildung : https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:07_constantius2Chrono354.png<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Chronograph_of_354#:~:text=The%20Chronograph%2C%20Chronography%2C%20or%20Calendar,but%20several%20copies%20have%20survived.\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Chronograph_of_354#:~:text=The%20Chronograph%2C%20Chronography%2C%20or%20Calendar,but%20several%20copies%20have%20survived.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;<a href=\"#rf22-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 22.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn23-33533\"><p > C. Eggenberger Psalterium Aureum Sancti Galli S 34 &nbsp;<a href=\"#rf23-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 23.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn24-33533\"><p > Gr\u00f6\u00dfe ca: ca. 303cm x 182cm vgl.&nbsp; N.Jung, H.Kempens, Die bamberger Kaisergew\u00e4nder unter der Lupe &#8211; Methoden und Ergebnisse der aktuellen Forschung S36ff &nbsp;<a href=\"#rf24-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 24.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn25-33533\"><p > F.M\u00fctherich, J.E.Gaehde, Carolingian Painting S79 &nbsp;<a href=\"#rf25-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 25.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn26-33533\"><p > J. Strothmann, Das Augustusnomen Karls des Gro\u00dfen, S276 &nbsp;<a href=\"#rf26-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 26.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn27-33533\"><p > Link: <a href=\"https:\/\/digi.vatlib.it\/view\/MSS_Vat.lat.3225\">https:\/\/digi.vatlib.it\/view\/MSS_Vat.lat.3225<\/a> &nbsp;<a href=\"#rf27-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 27.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn28-33533\"><p > E.Boshof Kaiser Lothar I.: Das Ringen um die Einheit des Frankenreichs in Lothar I. Kaiser und M\u00f6nch in Pr\u00fcm S49 &nbsp;<a href=\"#rf28-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 28.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn29-33533\"><p > M. Roland, Zierschriften und Miniaturen als Mittel der \u201cSelbstdarstellung\u201d von Stiftern in : R\u00e9gionalism et Internationalism. Probl\u00e8mes de Pal\u00e9ographie et de Codicologie du Moyen \u00c2ge : actes du XVe Colloque du Comit\u00e9 International de Pal\u00e9ographie Latine&nbsp; S 209 &nbsp;<a href=\"#rf29-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 29.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn30-33533\"><p > F.M\u00fctherich, J.E.Gaehde, Carolingian Painting S85 &nbsp;<a href=\"#rf30-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 30.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn31-33533\"><p > E.G. Grimme, Die Geschichte der abendl\u00e4ndischen Buchmalerei S.51 &nbsp;<a href=\"#rf31-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 31.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn32-33533\"><p > J. E. Gaehde, The Pictorial Sources of the Illustrations to the Books of Kings, Proverbs, Judith and Maccabees in the Carolingian Bible of San Paolo Fuori Le Mura in Rome S359&nbsp;<a href=\"#rf32-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 32.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn33-33533\"><p > Link <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Theodosius-Missorium#:~:text=Das%20Missorium%20befindet%20sich%20heute,%3D%20Sendung%20oder%20mensa%20lat\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Theodosius-Missorium#:~:text=Das%20Missorium%20befindet%20sich%20heute,%3D%20Sendung%20oder%20mensa%20lat<\/a>. &nbsp;<a href=\"#rf33-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 33.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn34-33533\"><p > Abbildung <a href=\"https:\/\/www.metmuseum.org\/art\/collection\/search\/464378\">https:\/\/www.metmuseum.org\/art\/collection\/search\/464378<\/a> &nbsp;<a href=\"#rf34-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 34.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn35-33533\"><p > vgl. J. E. Gaehde, The Pictorial Sources of the Illustrations to the Books of Kings, Proverbs, Judith and Maccabees in the Carolingian Bible of San Paolo Fuori Le Mura in Rome S.374 &nbsp;<a href=\"#rf35-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 35.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn36-33533\"><p > Ute Schwab , Die vielen Kleider der Passion in Theodisca S.232 &nbsp;<a href=\"#rf36-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 36.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn37-33533\"><p > F.M\u00fctherich, J.E.Gaehde, Carolingian Painting S119 &nbsp;<a href=\"#rf37-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 37.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn38-33533\"><p > H. Schade Studien zur karolingischen Bilderbibel aus St. Paul vor den mauern in Rom (Teil2)&nbsp; S15 &nbsp;<a href=\"#rf38-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 38.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn39-33533\"><p > J. E. Gaehde, The Pictorial Sources of the Illustrations to the Books of Kings, Proverbs, Judith and Maccabees in the Carolingian Bible of San Paolo Fuori Le Mura in Rome S386 &nbsp;<a href=\"#rf39-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 39.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn40-33533\"><p >&nbsp; F.M\u00fctherich, J.E.Gaehde, Carolingian Painting S.25 &nbsp;<a href=\"#rf40-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 40.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn41-33533\"><p > R. Pizzinato, Vision and Christomimesis in the Ruler Portrait of the Codex Aureus of St. Emmeram S146 &nbsp;<a href=\"#rf41-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 41.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn42-33533\"><p > F.M\u00fctherich, J.E.Gaehde, Carolingian Painting S.102 &nbsp;<a href=\"#rf42-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 42.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn43-33533\"><p >&nbsp; R. Pizzinato, Vision and Christomimesis in the Ruler Portrait of the Codex Aureus of St. Emmeram S.153 &nbsp;<a href=\"#rf43-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 43.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn44-33533\"><p > F.M\u00fctherich, J.E.Gaehde, Carolingian Painting S109 &nbsp;<a href=\"#rf44-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 44.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn45-33533\"><p >&nbsp; R. Pizzinato, Vision and Christomimesis in the Ruler Portrait of the Codex Aureus of St. Emmeram S.158-159 &nbsp;<a href=\"#rf45-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 45.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn46-33533\"><p > H. Schade Studien zur karolingischen Bilderbibel aus St. Paul vor den Mauern in Rom (Teil2)&nbsp; S15 &nbsp;<a href=\"#rf46-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 46.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn47-33533\"><p > F.M\u00fctherich, J.E.Gaehde, Carolingian Painting S.96 &nbsp;<a href=\"#rf47-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 47.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn48-33533\"><p > F.M\u00fctherich, J.E.Gaehde, Carolingian Painting S.96-98 &nbsp;<a href=\"#rf48-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 48.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn49-33533\"><p > H. Schade Studien zur karolingischen Bilderbibel aus St. Paul vor den Mauern in Rom (Teil2) S.17 &nbsp;<a href=\"#rf49-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 49.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn50-33533\"><p > C. Eggenberger Psalterium Aureum Sancti Galli S 39 &nbsp;<a href=\"#rf50-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 50.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn51-33533\"><p >&nbsp; C. Eggenberger Psalterium Aureum Sancti Galli S 51 &nbsp;<a href=\"#rf51-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 51.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn52-33533\"><p >&nbsp; C. Eggenberger Psalterium Aureum Sancti Galli S 60 &nbsp;<a href=\"#rf52-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 52.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn53-33533\"><p >. C. Eggenberger Psalterium Aureum Sancti Galli S139&nbsp; &nbsp;<a href=\"#rf53-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 53.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn54-33533\"><p >&nbsp; vgl. C. Eggenberger Psalterium Aureum Sancti Galli S138&nbsp; &nbsp;<a href=\"#rf54-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 54.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn55-33533\"><p >&nbsp; vgl. C. Eggenberger Psalterium Aureum Sancti Galli S126 ff&nbsp; &nbsp;<a href=\"#rf55-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 55.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn56-33533\"><p >&nbsp; C. Eggenberger Psalterium Aureum Sancti Galli S138&nbsp; &nbsp;<a href=\"#rf56-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 56.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn57-33533\"><p > F.M\u00fctherich, J.E.Gaehde, Carolingian Painting S124 &nbsp;<a href=\"#rf57-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 57.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn58-33533\"><p > vgl. C. Eggenberger Psalterium Aureum Sancti Galli&nbsp; &nbsp;<a href=\"#rf58-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 58.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn59-33533\"><p > vgl. B.S. Bachrach Charlemagnes Cavalry: Myth and Reality &nbsp;<a href=\"#rf59-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 59.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn60-33533\"><p > F.L. Ganshof Frankish Institutions Under Charlemagne S65ff &nbsp;<a href=\"#rf60-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 60.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn61-33533\"><p > S. Coupland Carolingian Arms and Armor S.31 &nbsp;<a href=\"#rf61-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 61.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn62-33533\"><p > Notker, Gesta Karoli, II, 17 &nbsp;<a href=\"#rf62-33533\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 62.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dies ist Teil V der Reihe zu den karolingischen illuminierten Handschriften. Einleitung In der Mitte des 9. 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