{"id":32905,"date":"2022-12-21T17:02:42","date_gmt":"2022-12-21T16:02:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tribur.de\/blog\/?p=32905"},"modified":"2022-12-21T17:18:23","modified_gmt":"2022-12-21T16:18:23","slug":"die-belagerung-von-paris-885-887","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2022\/12\/21\/die-belagerung-von-paris-885-887\/","title":{"rendered":"Die Belagerung von Paris 885\/886 und 887"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Einleitung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Urspr\u00fcnglich wollte ich mich vor der Belagerung von Paris 885\/886 dr\u00fccken. Seltsame Quellenlagen, mit einem schr\u00e4gen lateinischen Text eines Abtes Abbo und wenig Beachtung aus Ostfranken.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nebenbei qu\u00e4lte ich mich unter bisher ungeahnten Schmerzen durch S03E08-10 von \u201cVikings\u201d. Was ich dort sah, lie\u00df mir die Haare zu Berge stehen, wurden doch Personen aus einem Zeitraum von gut 80 Jahren durcheinander gemixt und durch den Wolf gedreht. Nicht zu reden von der Austattung: Die Wikis sind ja schon grausam, aber die Karolinger mit ihren Elbenschilden und dem Kartoffelsack unter dem Normannenhelm ( sollte ich mich eigentlich freuen das kein spanischer Morion zu sehen war? ) sind eine Beleidigung f\u00fcrs Auge. Ach und der uns\u00e4gliche \u201cMittelalterfilter\u201d\u2026&nbsp; lassen wir das.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf jeden Fall las ich in der Wikipedia das Zitat von Michael Hirst, dem Showrunner von Vikings,&nbsp; zur Authentizit\u00e4t der Serie: \u201cIch musste mir besondere Freiheiten f\u00fcr \u201aVikings\u2018 erlauben, weil niemand genau wei\u00df, was im Finsteren Mittelalter passiert ist. [\u2026] Wir wollen, dass sich die Leute das anschauen. Eine historische Nacherz\u00e4hlung w\u00fcrde ein paar hundert, vielleicht ein paar tausend Menschen erreichen. Wir wollen aber Millionen erreichen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4tte ihm mal jemand den Bericht Abbos vor den Latz geknallt und er sich mal mit ein paar Leuten geredet, die sich generell mit der Thematik&nbsp; auskennen!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Was Wagner f\u00fcr den H\u00f6rnerhelm ist, ist Vikings f\u00fcr Wikinger\/ D\u00e4nen\/ Nordmann-Darstellung geworden!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Letztendlich hat mich das dann doch dazu bewogen den Text fertig zu stellen. Zumal Abbos Bericht doch interessant ist. So nennt er Belagerungswaffen wir Rammen, oder Schildkr\u00f6ten\/Katzen, nennt Ballisten die in Paris zur Verteidigung genutzt werden. Und wird nicht m\u00fcde darauf hinzuweisen das auch die Nordm\u00e4nner Helme benutzten. (Ihm gef\u00e4llt es wenn die in der Sonne glitzern\u2026). Schilde sind nur nebens\u00e4chlich, aber die Normannen nutzen wohl auch gro\u00dfe Weidenschilde, die sie mit Leder geschlachteter Tiere bespannen, wenn sie sich auf die l\u00e4ngere Belagerung einrichten. Auch der Abt Ebolus, eigentlich als Kleriker kein K\u00e4mpfer, k\u00e4mpft an vorderster Front, gerne mit Lanze\/Speer und greift auch schon mal zum Bogen und setzt gezielte Sch\u00fcsse ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber fangen wir an. Zun\u00e4chst m\u00f6chte ich aber noch auf die Situation der Qellen, Politik und Gegebenheiten eingehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Quellen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Eine der Prim\u00e4rquellen f\u00fcr die Belagerung von Paris 885\/86 ist Abt Abbo II von Saint-Germain. Der um 850 geborene Abbo erlebte die Belagerung in Paris selbst mit und verfasste dar\u00fcber das <em>De bellis Parisiac\u00e6 urbis. <\/em>Dabei handelt es sich aber nicht um den Bericht eines Chronisten, wie man ihn etwa von den Fuldaer Annalen kennt. Vielmehr verbirgt sich dahinter ein in Versen (Hexameter) geschriebener Epos, der zwar vor der Gefahr der Nordm\u00e4nner warnen will, aber auch noch Odo von Paris als Held preist. Dabei verwendet er eine Unzahl von Gr\u00e4zismen, bzw. er entwickelt st\u00e4ndig neue, wohl um seine Bildung zu betonen. Er wird unsere Hauptquelle sein. Annalen von St. Bertin und St. Vaast erg\u00e4nzen diese. In den Westfr\u00e4nkischen Annalen wird die Belagerung, wenn sie denn erw\u00e4hnt wird, nur mit Nebens\u00e4tzen bedacht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die \u00f6rtlichen Gegebenheiten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Das Paris des 9. Jahrhundert hatte nur wenig von seinen Glanzzeiten behalten. War das urspr\u00fcngliche <em>Lutetia <\/em>als keltische Siedlung auf der Ile de la Cite entstanden, hatte es sich durch die R\u00f6mer dar\u00fcber hinaus ausgedehnt. Das r\u00f6mische Stadtzentrum mit Forum, Thermen, Theater usw. lag nun auf dem s\u00fcdlichen Ufer der Seine. Am Nordufer lag ein Br\u00fcckenkastell, wie es sie so oft gab.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter den Merowinger war Paris zeitweise Hauptstadt des Reiches, doch wurde es 586 durch den \u201cgro\u00dfen Brand\u201d fast vollst\u00e4ndig vernichtet. Ein strenger Winter mit folgender Hungersnot 764 setzte der Stadt weiter zu. Als Karl der Gro\u00dfe dann Aachen zu seiner Hauptresidenz machte, begann Paris, trotz seiner nahezu perfekten Lage an der Seine mit Anbindung an die Nordsee,&nbsp; einen D\u00e4mmerschlaf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stadt hatte sich wieder auf die Ile de la Cite zur\u00fcckgezogen. N\u00f6rdlich und s\u00fcdlich der Insel gab es eine wohl lockere Besiedlung um die umliegenden Kl\u00f6ster. Im S\u00fcden lagen St. Germain-des-Pres, St. Serverin und St. Julien. Im Norden befanden sich St. Germain-le-Auxerrois, St. Oppertune und St. Merri.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Br\u00fccken erm\u00f6glichten den Zugang zur Insel. Im Norden eine Br\u00fccke aus Stein wo sich heute die Pont Notre-Dame befindet, so wie die kleinere, h\u00f6lzerne Petit-Pont im S\u00fcden. Am Ende waren die Br\u00fccken mit Wacht\u00fcrmen gesichert, w\u00e4hrend die Stadt auf der Insel eine Stadtmauer besa\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Der&nbsp; Nord Turm, sp\u00e4ter bekannt als &#8222;Grande Chatelet\u201d war wahrscheinlich weniger ein Turm als eine kleine Festung mit Innenhof und mehreren T\u00fcrmen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das \u201cPetit Chatelet&#8220; war dabei einfacher gestaltet als sein Gegenst\u00fcck im Norden. Ein einzelner Turm, zwar mit Steinfundament, aber mit h\u00f6lzernem Aufbau. Der Bau der T\u00fcrme geht auf Karl den Kahlen und die Belagerung von 845 zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Die bauliche Situation innerhalb der Pariser Stadtmauern ist nicht ganz klar. Zum Teil finden sich widersprechende Angaben.Aber Notre Dame existierte noch nicht, stattdessen befand sich etwas westlich versetzt, auf dem heutigen Dom Vorplatz,&nbsp; der Dom St. Etienne ( St. Stefan) aus merowingischer Zeit.<sup id=\"rf1-32905\"><a href=\"#fn1-32905\" title=\" Die Karte die im englischen Artikel der Wikipedia verwendet&nbsp; (Siehe hier:&nbsp; &lt;a href=&quot;https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Siege_of_Paris_(885%E2%80%93886)#\/media\/File:Paris_in_9th_century.jpg&quot;&gt;https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Siege_of_Paris_(885%E2%80%93886)#\/media\/File:Paris_in_9th_century.jpg&lt;\/a&gt;) ist so nicht korrekt, vergleiche Grabungsplan hier &lt;a href=&quot;https:\/\/www.medieval.eu\/notre-dame-de-paris\/&quot;&gt;https:\/\/www.medieval.eu\/notre-dame-de-paris\/&lt;\/a&gt; \" rel=\"footnote\">1<\/a><\/sup> Die Idee das bereits eine karolingische Vorform von Notre Dame de Paris existierte, wie Jean Hubert sie propagierte, und damit einen Dombezirk aus mehreren Kirchen konstruierte, ist wohl fallen zu lassen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6stlich von St. Etienne, am Ende der Insel,&nbsp; befand sich der Bischofspalast. Im Westen der Insel hatte sich zu r\u00f6mischer Zeit eine gallo-romanische Festung befunden, die dem r\u00f6mischen Pr\u00e4fekten als Sitz diente. Die Merowinger nutzten diese als ihren Sitz. Hieraus wird sich der Palais de Cite entwickeln, von dem Teile heute im Palais de Justice vorhanden sind. Wie der Zustand der Anlage im 885\/886 war bzw. wie sie aussah, l\u00e4sst sich nicht sagen, aber es existierte wahrscheinlich als Sitz des Grafen von Paris. So lie\u00dfe sich erkl\u00e4ren, wie Odo von Paris den Sturz eines Nordmannes vom Turm von St. Germain de Pres beobachten konnte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Topographie<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Paris liegt im sogenannten Pariser Becken, das wiederum gepr\u00e4gt ist von den Schlingen der Seine.&nbsp; Diese prallt im S\u00fcdwesten von einer H\u00fcgelkette ab, an der heute Versaille liegt. Auch im Norden, n\u00f6rdlich von St. Denis finden sich weitere H\u00fcgelketten. Das Tal der Seine liegt ca. 200m niedriger als die H\u00fcgelketten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>N\u00f6rdlich von Paris finden sich mit dem Montmartre (130m), der etwa 3,5km von der Ile-de-la-Cite entfernt ist, die h\u00f6chste und markanteste lokale Erhebung. Sie wird noch eine wichtige Rolle spielen. Auch \u00f6stlich davon findet sich mit dem Belville (129m) eine Erhebung, die aber nicht erw\u00e4hnt wird. Zu Paris hin findet sich ein flache Ebene, genauso wie s\u00fcdlich der Seine.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die politische Situation<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Region Paris war ins Abseits geraten, nachdem Karl der Gro\u00dfe Aachen als seine Lieblingspfalz nutzte. Ma\u00dfgebliche Kraft in der Region waren die Grafen von Paris.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit sp\u00e4testens 861 hatten die Robertiner, durch Robert IV genannt der Tapfere bzw. der Starke, dieses Amt inne. Sie waren die Gr\u00fcnder des Klosters Lorsch gewesen und hatte lange das Amt der Grafen des Worms- und Oberrheingau inne, in dem die Pfalz Tribur lag. (Oh, sch\u00f6n! Ein Bezug!)In merowingischer Zeit lie\u00dfen sie sich noch in Neustrien nachweisen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Dezember 884 war der westfr\u00e4nkische K\u00f6nig Karlmann bei Les Andelys (sehr sch\u00f6ner Ort, war ich schon) verstorben. Da Karlmann und sein Bruder Ludwig III kinderlos geblieben waren, w\u00e4re der eigentliche Thronfolger Karl der Einf\u00e4ltige gewesen. Doch dieser ist mit 6 Jahren noch unm\u00fcndig. Neuer K\u00f6nig wird daher der n\u00e4chstr Verwandte: der Westfr\u00e4nkische K\u00f6nig und r\u00f6mische Kaiser Karl III sp\u00e4ter genannt der Dicke.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Noch im August 885 h\u00e4lt sich Karl III in Westfranken auf, zieht aber dann nach Ostfranken, h\u00e4lt sich in Frankfurt, Worms und Lorsch auf um Weihnachten in Regensburg zu feiern, w\u00e4hrend die Nordm\u00e4nner Paris zu setzen. Im Fr\u00fchjahr, wahrscheinlich Februar, 886 reist Karl III nach Italien da er vom Papst eingeladen worden war. Die Reis scheint bereits geplant gewesen zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6glicherweise waren die Nordm\u00e4nner \u00fcber die Reisepl\u00e4ne informiert. Ohne den K\u00f6nig im Nacken war in Westfranken mit wesentlich weniger Widerstand zu rechnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Anfang<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Pariser, wie dem sp\u00e4teren Abt Abbo begann 885 alles ganz pl\u00f6tzlich. Er beschreibt es lyrisch: Die Seine sei pl\u00f6tzlich verschwunden und durch einen Wald aus \u201cTanne, Eiche, Ulme und feuchter Erle\u201d ersetzt worden, als die Nordm\u00e4nner am 25. November mit 700 Schiffen von Norden auf Paris zu fahren. Sollen irgendwas um 30000 bis 40000 Mann st\u00e4rke bessessen haben, was aber wahrscheinlich viel zu hoch ist, genauso wie die Zahl der Schiffe.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer jetzt glaubt, dass gleich das Gemetzel losbricht, hat sich get\u00e4uscht und hat die Rechnung ohne die Diplomatie und dem eigentlichen Ansinnen der Nordm\u00e4nner gemacht. Die wollen n\u00e4mlich gar nicht k\u00e4mpfen!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr Anf\u00fchrer Siegfried wird beim Pariser Bischof Gauzelin vorstellig. Er bittet darum Paris passieren zu d\u00fcrfen, man werde alles m\u00f6gliche tun, um Stadt und Reichtum zu&nbsp; erhalten und niemandem ein Haar zu kr\u00fcmmen. Das Problem f\u00fcr ihn sind die Br\u00fccken und deren Sicherung, die der Flotte im Weg sind. Diese waren in Folge des Edikts von Pitres als befestigte Br\u00fccken errichtet worden, um den Einf\u00e4llen ins Landesinnere durch die Nordm\u00e4nner Herr zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bischof lehnt jedoch ab. Abbo sieht die Handlung als Zeichen der Treue zu Gott und K\u00f6nig. Gauzelin stellt nun dem Nordmann Sigfried die rhetorische Frage, was dieser an seiner Stelle tun w\u00fcrde. Und der Nordmann antwortet, dass wenn er klein bei gebe, sein Kopf mit dem Schwert abgetrennt werden und den Hunden als Fra\u00df dienen solle.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun sind die Weichen gestellt. Siegfried&nbsp; k\u00fcndigt die Belagerung an, droht der Stadt mit dem Hungertod und kehrt zu den Seinen zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Erster Angriff<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Nordm\u00e4nner beginnen die Belagerung mit dem Angriff auf einen Turm, wohl den n\u00f6rdlichen an der steinernen Br\u00fccke.&nbsp; Diese greifen sie von Fl\u00f6\u00dfen aus an und beschie\u00dfen ihn mit Schleudern und Pfeilen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verteidigung wird gef\u00fchrt von Graf Odo von Paris, dessen Bruder Robert (II.), Graf Ragenar (Ragenarius \/ Ragnar, ja auch das wurde als fr\u00e4nkischer Name verwendet!), sowie von Seiten des Klerus durch Abt Ebalus von St. Germain-des-Pres, dem Neffen von Gauzelin.&nbsp;Ansonsten hatte Paris wohl ca. 200 Mann unter Waffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den ersten K\u00e4mpfen wird Ebalus von einem Pfeil verletzt, erholt sich aber wieder, sein junger Gefolgsmann Friedrich allerdings, stirbt durch das Schwert. Doch auch viele andere starben auf beiden Seiten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Einbruch der Nacht endet der Angriff, der Turm h\u00e4lt, denn er hat gute Fundamente, so Abbo.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>N\u00e4chster Tag<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>In der Nacht haben die Nordm\u00e4nner einen Rammbock gebaut, mit dem sie sich im Morgengrauen auf den zu Turm bewegen. Abbo wird nicht m\u00fcde, die Verteidigung und den Einsatz von Graf Odo und Abt Ebalus zu betonen, die mittlerweile die Angreifer mit einer Mischung aus \u00d6l, Wachs und Pech begie\u00dfen, das in gro\u00dfen, eisernen Kesseln erhitzt wird.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zwar fliehen einige der Nordm\u00e4nner, andere sterben in den Flammen&nbsp; und die Seine brennt von dem H\u00f6llengemisch, aber der Angriff dauert an. Die Franken verspotten die Angreifer. Ebalus soll mit einem Speer sieben D\u00e4nen auf einmal aufgespie\u00dft und im Scherz befohlen haben den Spie\u00df zum Grillen in die K\u00fcche zu bringen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Brandgemisch das die Franken auf die Nordm\u00e4nner herab gie\u00dfen hat auch Nachteile. Vor dem Turm brennt es. Das Feuer zerst\u00f6rt einen Teil der Mauern und rei\u00dft eine Bresche. Doch noch belauert man sich. Die Nordm\u00e4nner dringen nicht ein. Die Lage im Turm wird verzweifelt. Man schmei\u00dft sogar ein Wagenrad herunter. Derweil legen die Angreifer Feuer an den Toren.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Doch die Sonne senkt sich und beendet den Tag und den Angriff. Die Bresche im Turm wird nicht wieder erw\u00e4hnt werden. Wahrscheinlich wurde sie geflickt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcberwinterung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Nun richten sich die Nordm\u00e4nner auf eine l\u00e4ngere Belagerung ein. Man pl\u00fcndert im Norden um Saint Denis und richtet sich um St-Germain-l\u2019Auxerrois im Norden ein, indem man Erdw\u00e4lle errichtet und mit Steinen verst\u00e4rkt. Wahrscheinlich war das Ganze vergleichbar mit dem Winterlager von Rapton in England, das \u00e4hnlich bei einer Kirche errichtet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Und obwohl sie doch angeblich soviele Angreifer besitzten, k\u00f6nnen die Nordm\u00e4nner keinen wirklichen Belagerungsring um Paris errichten. \u00dcberall klaffen L\u00fccken, so dass es gelingt Ausf\u00e4lle zu starten und eine rudiment\u00e4re Versorgung aufrecht zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Rund um Paris wird nun&nbsp; gepl\u00fcndert, um die Versorgung der Angreifer zu sichern&nbsp; und die Belagerung aufrechtzuerhalten. Vieh wird geschlachtet, aus dem Leder der Rinder werden Zelte und Schilde hergestellt, zu demwerden f\u00fcr die Belagerung gro\u00dfe Schilde aus aus Weide damit bespannt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Abbos Beschreibung scheint den Franken der Schreck in die Glieder gefahren zu sein, als sie eines Tages sehen, dass die Nordm\u00e4nner nun drei riesige Schildkr\u00f6ten\/Katzen&nbsp; herstellen. Aus Eichenholz, jeweils mit 16 R\u00e4dern, gesch\u00fctzt mit einem Dach, sollen sie jeweils 60(!) behelmte Krieger fassen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei der Kriegsmaschinen werden fertiggestellt. Durch Beschuss vom Turm schaffen es die Franken, die Handwerker zu t\u00f6ten und die Fertigstellung der dritten&nbsp; Maschine zu verhindern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In einem n\u00e4chtlichen Ausfall sollen Franken dann die beiden weiteren Belagerungsmaschinen zerst\u00f6rt haben. Doch fand ich bei Abbo diese Angabe nicht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die F\u00fchrer der Nordm\u00e4nner sind der Meinung, dass sie, wenn sie den Br\u00fcckenturm und die steinerne Br\u00fccke erobert haben, leichtes Spiel zu haben. Ende Januar werden drei Langschiffe aus der Seine gezogen und in gro\u00dfem Bogen um den Turm flussaufw\u00e4rts geschafft. Hier werden sie wieder zu Wasser gelassen und angez\u00fcndet. Brennend treiben sie nun auf eine der Br\u00fccken zu. Tats\u00e4chlich schreibt Abbo nicht um welche Br\u00fccke es sich handelt. Zwar w\u00fcrde die h\u00f6lzerne Br\u00fccke im S\u00fcden mehr Sinn ergeben, wegen der Brennbarkeit, aber auch eine kalte Steinbr\u00fccke kann bei Frost durch ein gro\u00dfes Feuer betr\u00e4chtlichen Schaden nehmen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Doch nun verst\u00e4rken die Nordm\u00e4nner ihre Angriffe auch im S\u00fcden und errichten bei&nbsp; St. Germains des Pres ein zweites Lager. Dabei pl\u00fcndern sie auch die Abtei. Doch Gott hat seine sch\u00fctzende Hand \u00fcber dem Geb\u00e4ude, so Abbo. Ein Angreifer st\u00fcrzt vom Dachboden der Kirche ab, ein weiterer f\u00e4llt vom Turm.&nbsp; Einer versucht das Grab des hl. Germanus (Germain) zu \u00f6ffnen und soll auf der Stelle tot gewesen sein. Ein anderer will das Grab von Germanus Vater, Eleutherius, \u00f6ffnen, doch ein Stein bricht heraus und zerschmettert ihm die Brust. Laut Abbo bleiben die Gr\u00e4ber daraufhin von Pl\u00fcnderung verschont.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Graf Odo soll den Turmsturz selbst beobachtet und die Anwesenden darauf hingewiesen haben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Februar<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Am in der Nacht vom 6.&nbsp; Februar steigt das Wasser der Seine an. Die Flut rei\u00dft die h\u00f6lzerne Br\u00fccke im S\u00fcden mit sich. Die Besatzung des Br\u00fcckenturms ist nun abgeschnitten von der Stadt. Die Nordm\u00e4nner greifen nun den Turm im S\u00fcden mit voller Macht an. Abbo nennt die Namen der Besatzung: Ermemfredus, Eriveus, Erilandus, Odaucer, Ervic, Arnoldus, Solius, Gozbertus, Uvido, Ardradus, Eimardus, Gozsuinusque.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Eingeschlossenen werden zur Aufgabe aufgefordert, doch keiner will seinen Posten verlassen. Am Turm wird Feuer gelegt und Teile des Aufbaus aus Eichenholz beginnen zu brennen. Wer nicht verbrennt, wird von den D\u00e4nen niedergestreckt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Annalen von St. Bertin und St. Vaast berichten erg\u00e4nzend das Gauziln durch den Tod der M\u00e4nner so ersch\u00fcttert war das er Graf Herlanger nach Ostfranken entsendet um Graf Heinrich um Hilfe zu bitten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Pl\u00fcnderung und Gegenangriff<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Nachdem nun die Br\u00fccke im S\u00fcden zerst\u00f6rt und der Turm keine Gefahr mehr darstellt, f\u00fchrt Siegfried ein Teil des Heeres die Seine hinauf, um im Gebiet zwischen Troyes bis Le Mans zu pl\u00fcndern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ebalus versucht diese Situation auszunutzen und f\u00fchrt einen Angriff auf das Lager bei St. Germain Auxerre an, wird aber zur\u00fcckgeschlagen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Hoffnung im M\u00e4rz<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Im M\u00e4rz erscheint der Babenberger&nbsp; Graf Heinrich, Markgraf von Friesland, oberster Heerf\u00fchrer der Ostfranken mit Truppen vor Paris. Er schafft es, Vorr\u00e4te in die Stadt zu bringen und in der Nacht ein Gemetzel im Lager der Nordm\u00e4nner anzurichten, wobei es ihm gelingt, viele Pferde zu rauben. Dann muss er den R\u00fcckzug antreten ,da er und seine Leute massiv in&nbsp; Unterzahl sind. Die Nordm\u00e4nner geben Paris die Schuld und greifen wieder an, k\u00f6nnen aber bei einem Ausfall zur\u00fcckgedr\u00e4ngt werden.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es kommt am Nordturm zu Verhandlungen zwischen Odo von Paris und Siegfried. Aber noch w\u00e4hrend der Verhandlungen kommt ein Trupp Nordm\u00e4nner und will Odo gefangen nehmen. Die einzelnen Gruppen untzer den Nordm\u00e4nnern, mit verschiedenen F\u00fchrern scheinen sich nicht immer Einig zu sein, ob ihrer Handlungsweisen und Pl\u00e4nen. Odo verteidigt sich und springt, wie Abbo schreibt, obwohl er mit Schild und Lanze beladen ist, \u00fcber den Graben. Siegfried sieht dies wohl als Zeichen und wei\u00dft an, das Nordufer zu verlassen. Das Hauptlager wird nun an Saint Germains de Pres verlegt , dass inzwischen befestigt wurde. Die Annalen von St. Bertin und St. Vaast berichten dagegen das die Nordm\u00e4nner das n\u00f6rdliche Lager erst mit dem Eintreffen Karls III aufgeben h\u00e4tten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Siegfried erh\u00e4lt, wohl als Ergebnis der Verhandlungen mit Odo, von den Franken 60 Pfund Silber, wof\u00fcr er sich mit den Truppen zur\u00fcckziehen will. Doch der Gro\u00dfteil weigert sich abzuziehen. Also weist er an das alles, was man hat, Paris angreifen soll, will aber nur Zuschauer sein und selbst nicht k\u00e4mpfen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die 60 Pfund Silber behielt er aber, schlie\u00dflich war er selbst ja nicht eidbr\u00fcchig geworden und zieht mit seinen eigenen Leuten ab. Die F\u00fchrung \u00fcbernehmen die anderen Heerf\u00fchrer Sinric und Rollo (wahrscheinlich der Rollo, der sp\u00e4ter als Rollo von der Normandie bekannt wird aka Hr\u00f3lfr aka G\u00f6ngu-Hr\u00f3lfr )<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Tod im April und Bitte um Verst\u00e4rkung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Inzwischen war in Paris eine Seuche ausgebrochen. Ihr prominentestes Opfer wird am 16. April Bischof Gauzelin, der auch Erzkanzler des Reiches war. Aber auch weitere adelige Franken fallen der Seuche zum Opfer.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn nun nichts geschieht, ist Paris dem Untergang geweiht! Graf Odo hat in dieser Situation einen wahnwitzigen Plan, um Hilfe von Karl III zu erbitten. Er und 6 seiner M\u00e4nner tarnen sich mit Tracht und Waffen, als Nordm\u00e4nner. Im fr\u00fchen Morgengrauen \u00fcberqueren sie die Seine und t\u00f6ten sieben, voll bewaffnete, aber eingeschlafene Normannen ( Warum machen die das immer? K\u00f6nnen die nicht still und heimlich Verst\u00e4rkung holen?? )&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die T\u00f6tungen im Lager der Nordm\u00e4nner bleibt nicht unbemerkt, den leise Aktionen scheint kein Thema bei den Franken zu sein, denn die get\u00f6teten schreien wie am Spie\u00df! Doch Ebalus gibt Odo und seinen Leuten R\u00fcckendeckung, in dem er 6 Reiter aussendet, die 7 Feinde t\u00f6ten k\u00f6nnen und somit daf\u00fcr sorgen, dass Odo fliehen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Abbo berichtet aber auch das einfache Einwohner von Paris des N\u00e4chtens immer wieder die Stadt verlassen und in Hit-and-Run Taktik Nordm\u00e4nnern die Kehle durchschneiden, die Leichen als Beweis oder auch Geiseln mit in die Stadt zur\u00fcck nehmen. (Es geht also doch leise!) Doch 3 Tage nachdem Odo Paris verlassen hatte, drangen Nachts 300 Nordm\u00e4nner in die Stadt ein. Es gelingt, alle zu t\u00f6ten, die Franken beklagen nur den Tod des alten Sigebert und des jungen Segevert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Anmerkung:<\/em><\/strong> Das &#8222;laute&#8220; vorgehen der Krieger um Odo steht in direktem Kontrast gegen\u00fcber dem &#8222;leisen&#8220; Vorgehen der einfachen B\u00fcrger Paris. Wahrscheinlich wollte Abbo damit aufzeigen, das Odo, als Held und zuk\u00fcnftiger K\u00f6nig Westfrankens, nicht die hinterh\u00e4ltige Art eines Meuchelmordes des einfachen B\u00fcrgers durchf\u00fchrt, sondern sich trotz allem auch dem offenen Kampf stellen w\u00fcrde. Wahrscheinlich aber hat Odo genauso gemeuchelt, die Toten wurden erst kurz darauf gefunden als Odo abgezogen war, und die Nordm\u00e4nner sind getriggert und greifen erneut an.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Heldenauftritt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Einige Zeit sp\u00e4ter erscheint Odo auf dem Berg, der heute als Montmartre im Norden von Paris bekannt ist. Die Beschreibung seines&nbsp; Auftritts ist die eines klassischen Heldenauftritts. 3 Einheiten Verst\u00e4rkung hat er bei sich. Als er erscheint, geht die Sonne auf, die Helme funkeln im Licht und die Strahlen der Sonne scheinen auf die Schilde, als wolle sich die Sonne vor Odo, dem zuk\u00fcnftigen K\u00f6nig Westfrankens, verneigen. So schreibt es zumindest Abbo.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch den Nordm\u00e4nnern bleibt die Ankunft nicht verborgen (Bei dem Auftritt\u2026) Sie setzten vom S\u00fcdufer auf das Nordufer \u00fcber und wollten ihm den Weg versperren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Odo reitet im vollen Galopp durch die Nordm\u00e4nner und schl\u00e4gt so eine Bresche f\u00fcr seine Begleiter, w\u00e4hrend Ebalus die Tore offen h\u00e4lt f\u00fcr den R\u00fcckkehrer und verteidigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Graf Adalemus feuerte seine Leute an sich eher den Nordm\u00e4nner zu stellen als, als das man unt\u00e4tig in der Landschaft rumsteht. Und so rasseln Schilde aufeinander und Pfeile fliegen und am Ende kann Adalemus du Nordm\u00e4nner wieder \u00fcber die Seine zur\u00fcckdr\u00e4ngen.&nbsp;Unklar ist woher dieser Adelmus nun gerade kommt. Stand er mit Odo am Montmartre oder befand er sich in Paris?<br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die langersehnte Hilfe kommt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Aus Italien zur\u00fcckgekommen, zieht Karl III. mit einem riesigen Heer nach Westfranken. Odos Bitte um Verst\u00e4rkung muss ihn also erreicht haben. Von&nbsp; Quierzy aus entsendet er seinen Milit\u00e4rbefehlshaber, den Babenberger Grafen Heinrich, nach Paris voraus. Da dieser bereits im M\u00e4rz vor Ort war, sollte er die Situation einsch\u00e4tzen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Kundschaften, am 28.8.886, reitet dieser jedoch&nbsp; in eine vorbereitete Fallgrube der Nordm\u00e4nner, die diese um ihr Lager errichtet haben. Er st\u00fcrzt, wird erschlagen und seiner Waffen beraubt. Graf Ragnear kann die Leiche nach einem harten Kampf bergen, berichten die Annalen von St. Bertin und St. Vaast.&nbsp; Heinrich wird sp\u00e4ter im Kloster Saint Medard in Soisson beigesetzt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch der F\u00fchrer der Nordm\u00e4nner Sinric stirbt. Aber Valhalla bleibt ihm verwehrt, denn sein Boot, mit dem er die Seine \u00fcberqueren will, sinkt und er ertrinkt mit 50 seiner Leute.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Finale Angriff<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Nordm\u00e4nner greifen nun erneut, mit aller Gewalt und von allen Seiten die Stadt an, denn viel Zeit bleibt ihnen nicht bis Karl III eintrifft. Mit Signalh\u00f6rnern werden die Bewohner der Stadt zur Verteidigung aufgerufen. Die Stadt erf\u00e4hrt einen noch nicht erlebten Hagel aus schweren Blei- und Steingeschossen.&nbsp; Die Pariser antworten dagegen nur mit leichten Ballisten und Pfeilen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Anmerkung:<\/em> <\/strong>Abbo betont hier die Macht und Wucht des Angriffes (schwere Steine, schweres Blei, Steinsplitter die umherfliegen)  und setzt Paris nur mit leichter Verteidigung mit leichten Ballisten und Pfeilen entgegen. Bei den Ballisten handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht um die leichten, armbrustartigen Manuballista, sondern um station\u00e4re Torsionsballisten, die auf Mauern oder T\u00fcrmen errichtet sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verzweiflung ist so gro\u00df, dass man die Reliquien der hl. Genoveva, der Stadtheiligen von Paris, und wohl auch des hl Germanus an den Toren platziert. Die Germanus Reliquien waren waren bei der Belagerung 845 nach St. Etienne gebracht worden. Somit w\u00e4re das fr\u00fchere, versuchte Aufbrechen des Grabes in St. Germain eigentlich sinnlos gewesen!  Und angeblich lenkten die Reliquien sie zumindest am Tor die die Pfeile ab. Doch an anderen Stellen der Stadt scheint die Verteidigung durchbrochen , denn \u00fcberall ist Kampfl\u00e4rm zu h\u00f6ren. Das die Nordm\u00e4nner doch zur\u00fcckgedr\u00e4ngt werden k\u00f6nnen, schreibt Abbo dem heiligen Germanus zu.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Wie am Anfang legen die Nordm\u00e4nner jedoch wieder Feuer am Fu\u00df des Br\u00fcckenturms ,den man nun fast aufgegebn hat. Nur auf der Spitze des Turms steht ein einsamer M\u00f6nch und h\u00e4lt ein Kreuz hoch.&nbsp;Da verl\u00f6schen pl\u00f6tzlich die Flammen .&nbsp;Der Angriff findet ein Ende.<\/p>\n\n\n\n<p>Mittlerweile ist es September oder Oktober. Karl III ist ersch\u00fcttert vom Tod Heinrichs und dem erneuten Angriff der Nordm\u00e4nner. Ihm platzt die Hutschnur. 600 Franken erhalten nun den Befehl gegen Paris zu ziehen und einen Lagerplatz f\u00fcr den K\u00f6nig und den Rest des Heeres zu sichern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Spuren der Franken werden jedoch von den Nordm\u00e4nnern entdeckt und sie werden angegriffen, doch die Franken vernichten die Angreifer. Einige der Angreifer fliehen in Kirchen im Umland. Die fr\u00e4nkischen Br\u00fcder Theoderich und Aledram springen von ihren Pferden, rennen in eine dieser Kirchen und verlassen sie erst wieder, bis dahin nichts mehr am Leben ist. Am Ende des Tages bedecken 3000 Leichen die Ebene zwischen Montmartre und Seine.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der K\u00f6nig kommt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Obwohl Karl III in aller Regel nicht gut wegkommt in der Geschichtsschreibung, ist bei Abbo davon nichts zu lesen. Denn er schreibt: \u201cDann kommt der besungene Prinzeps Kaiser Karl, umgeben von Kriegern aller Nationen, so strahlend wie die Sterne, mit denen der Himmel leuchtet, und gefolgt von einer riesigen Menge von V\u00f6lkern, die verschiedene Sprachen sprechen.\u201d Sein Lager errichtet er auf halbem Wege zwischen dem n\u00f6rdlichen Br\u00fcckenturm und dem Montmartre.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine erste Handlung ist die Ernennung von&nbsp; Anscharic zum neuen Erzbischof von Paris, damit die christliche Gemeinde wieder eine F\u00fchrung hat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Abbo preist nun die G\u00fcte Karls, als dieser den Nordm\u00e4nnern 700 Pfund Silber ausgeh\u00e4ndigt und sie in Richtung Burgund abziehen l\u00e4sst.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Davon, dass Karl im Streit mit Burgund liegt und die Nordm\u00e4nner ausnutzt, damit sie den Burgundern eins auf den Deckel geben, ist keine Rede. Vielmehr ist Karl nach Abbo gn\u00e4dig gegen\u00fcber den Nordm\u00e4nnern, denn es ist bereits November und die Welt in Eis geh\u00fcllt. Aber im M\u00e4rz m\u00f6gen die Nordm\u00e4nner doch bitte in ihr \u201cwildes Reich\u201d zur\u00fcckkehren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Annalen von St. Bertin und St. Vaast sehen das vollkommen anders und bezeichnen das Ergebnis als \u201cwahrlich erb\u00e4rmlicher Ratschlu\u00df\u201d.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Nachspiel<\/h2>\n\n\n\n<p>887 tauchen pl\u00f6tzlich&nbsp;Nordm\u00e4nner wieder auf und lagern bei St. Germain, versuchten dort aber nicht zu pl\u00fcndern. Wahrscheinlich handelte es sich um eine Gruppe die mit Siegfried abgezogen war, w\u00e4hrend die anderen Gruppen sich noch in der Ecke von Burgund aufhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Eines Tages, um die Mittagszeit, als Bischof Ancharic und Abt Ebolus mit einer gro\u00dfen Gruppe Krieger bei Tisch sitzten, kommt pl\u00f6tzlich die Meldung, dass auch diese Nordm\u00e4nner die Br\u00fccken in Richtung Burgund queren wollen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Man greift zu den Waffen und deckt die Nordm\u00e4nner mit einem Pfeilhagel ein.&nbsp; Abt Ebolus spannt seinen Bogen. Durch ein Loch in der modrigen Bordwand des ersten Schiffes gelingt es ihm den Kapit\u00e4n des F\u00fchrungsbootes mit einem Schuss treffen, der von Bord st\u00fcrzt und ertrinkt. Die Nordm\u00e4nner sind nun Kopflos und drehen ab.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Nordm\u00e4nner aber die sich noch s\u00fcdlich von Paris aufhalten stellen Geiseln und handeln einen Friedensvertrag aus.&nbsp; Das Gebiet s\u00fcdlich der Marne, das die Franken als wichtigen Grenzfluss betrachten, wird von den Nordm\u00e4nnern aufgegeben, bzw soll nicht mehr gepl\u00fcndert werden.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Franken haben zun\u00e4chst Angst, ob der Frieden h\u00e4lt, doch Abbo beschreibt es so: Pl\u00f6tzlich war alles friedlich und Freund und Feind trafen sich an denselben Orten, man teilte das Brot, Getr\u00e4nk, Bett und H\u00e4user. Zum Erstaunen aller vermischten sich die V\u00f6lker, als w\u00e4re es eins.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als das Wetter und Wind gut sind, brechen die Nordm\u00e4nner allerdings nach S\u00fcden in Richtung Sens auf. 20 Christen werden vom Ufer der Seine entf\u00fchrt und get\u00f6tet, zum Teil an die Riemen der Boote gebunden und so ertr\u00e4nkt. Wieder wird an Marne und Seine gepl\u00fcndert. In Sens selbst werden 50 Nordm\u00e4nner von den B\u00fcrgern in der Stadt entdeckt und zumindest \u00fcbel zugerichtet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nun beginnt Abbo seinen Text langsam ausleiten zu lassen. Er nennt Abt Ebolus einen tapferen Krieger und Schriftgelehrten, der gro\u00dfe F\u00e4higkeiten besa\u00df, wenn er denn nicht zu gierig gewesen w\u00e4re und sich zu oft den Freuden hingab.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong><\/em> Interessanterweise ist Ebolus kein Laienabt, wie man vermuten k\u00f6nnte,  sondern tats\u00e4chlich Priester, der es noch bis zum Amt des Erzkanzler schaffte , sich aber gegen Odo von Paris verschwor und von diesem get\u00f6tet wurde. Er war Sohn des Grafen Ramnulf I. von Poitou. <\/p>\n\n\n\n<p>Bischof Ancharic wird von Abbo kritisiert, weil er einen Vertag mit den Nordm\u00e4nner aushandelte, anstatt sie t\u00f6ten zu lassen. In folge des Vertrages belagern die Nordm\u00e4nner Meaux.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Karl III. war mittlerweile verstorben und in Westfranken war Odo K\u00f6nig geworden. Abbo z\u00e4hlt nun noch die Situationen und Erfolge Odos als K\u00f6nig auf, so wie die Nordm\u00e4nner wieder an Paris vorbei ziehen und bek\u00e4mpft werden, wie Odo bei Montfaucon zun\u00e4chst 10000 (!) Kavalleristen und im Anschluss 9000 (!) Infanteristen der Nordm\u00e4nner besiegt haben soll, wie er gegen Verschw\u00f6rer vorging usw.<\/p>\n<hr class=\"footnotes\"><ol class=\"footnotes\" style=\"list-style-type:decimal\"><li id=\"fn1-32905\"><p > Die Karte die im englischen Artikel der Wikipedia verwendet&nbsp; (Siehe hier:&nbsp; <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Siege_of_Paris_(885%E2%80%93886)#\/media\/File:Paris_in_9th_century.jpg\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Siege_of_Paris_(885%E2%80%93886)#\/media\/File:Paris_in_9th_century.jpg<\/a>) ist so nicht korrekt, vergleiche Grabungsplan hier <a href=\"https:\/\/www.medieval.eu\/notre-dame-de-paris\/\">https:\/\/www.medieval.eu\/notre-dame-de-paris\/<\/a> &nbsp;<a href=\"#rf1-32905\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 1.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einleitung Urspr\u00fcnglich wollte ich mich vor der Belagerung von Paris 885\/886 dr\u00fccken. 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