{"id":32825,"date":"2022-11-03T16:08:10","date_gmt":"2022-11-03T15:08:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tribur.de\/blog\/?p=32825"},"modified":"2022-11-03T16:11:51","modified_gmt":"2022-11-03T15:11:51","slug":"der-karolingische-bogen-bzw-der-bogen-der-karolingerzeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2022\/11\/03\/der-karolingische-bogen-bzw-der-bogen-der-karolingerzeit\/","title":{"rendered":"Der karolingische Bogen bzw. der Bogen der Karolingerzeit"},"content":{"rendered":"\n<p>Schon vor geraumer Zeit wurde ich angefragt, doch einmal etwas \u00fcber den karolingischen Bogen, bzw. den Bogen in der Karolingerzeit zu schreiben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und obwohl ich feststellen musste, dass bereits vieles, wenn nicht sogar alles dar\u00fcber hier und da geschrieben wurde, denke ich doch, dass es noch einige Einw\u00fcrfe oder Denkanst\u00f6\u00dfe ben\u00f6tigt. Zumal einiges ein bisschen verk\u00fcrzt ist. Letztendlich war das Ziel alles zusammenzufassen um etwas kompaktes daraus zu machen. Ich habe darauf verzichtet die ganzen Bilder die im Text erw\u00e4hnt werden einzubinden, stattdessen hab ich diesemal fast alles verlinkt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Textquellen zum karolingischen Bogen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Textquellen , wie etwa Kapitularien oder briefliche Anweisungen, sind die sichersten Quellen zur Verwendung von B\u00f6gen, die wir haben. Weshalb ich nun zun\u00e4chst diesen mein Hauptaugenmerk widmen werde.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kapitel 64 der \u201cLang\u00fcterverodnung\u201d Karls des Gro\u00dfen, das <em>Capitulare de Villis,<\/em>&nbsp; ordnet an, dass die K\u00f6nigsh\u00f6fe wasserdichte Kriegskarren vorhalten m\u00fcssen, die unter anderem mit&nbsp; 12 Scheffel&nbsp; Mehl und Wein, sowie Schild, Lanze, einem K\u00f6cher und einem Bogen beladen sein sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Brief gibt weitere Informationen zu B\u00f6gen. Karl der Gro\u00dfe ordnet f\u00fcr das milit\u00e4rische Aufgebot Abt Fulrad von St. Quentin (Es handelt sich nicht um Fulrad von St. Denis, dies wird gerne verwechselt), einem unehelichen Karolinger, im Jahr 806 an, das jeder Reiter Schild (<em>scutum<\/em>) und Lanze (<em>lanceam<\/em>) , Spatha (<em>spatam<\/em>) und Semispatha (<em>semispatum<\/em>, Sax?), und Bogen und Pfeile im K\u00f6cher ( <em>arcum et pharetras cum sagittis<\/em>) mit sich f\u00fchren soll.<sup id=\"rf1-32825\"><a href=\"#fn1-32825\" title=\" Quelle: &lt;em&gt;Karoli ad Fuldarum abbatum epistola&lt;\/em&gt; \" rel=\"footnote\">1<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Hintergrund des Briefes ist , dass Fulrad seine Truppen ins mehr als 800km entfernte Sta\u00dffurt nach Sachsen schicken soll. Dabei sollen sie auch Wagen mit Schanzger\u00e4t wie Spaten und&nbsp; Versorgung f\u00fcr 3 Monate, und&nbsp; Kleidung und Waffen f\u00fcr ein halbes Jahr mit sich f\u00fchren. Wahrscheinlich handelt es sich um \u00e4hnliche Karren, wie jene im <em>Capitulare de villis<\/em>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 9 des <em>Capitulare Aquisgranense <\/em>wiederum<em> <\/em>gibt f\u00fcr die Fu\u00dfsoldaten eine Bewaffnung aus Schild und Lanze, sowie einen Bogen mit zwei Sehnen und 12 Pfeilen vor.&nbsp; (<em>Et ipse comis praevideat quomodosint parati, id es lanceum, scutum et arcum cum duas cordas,&nbsp; sagittas duodecim<\/em>.) In Kapitel 17 wird dann notiert, dass die K\u00e4mpfer keinen Kn\u00fcppel f\u00fchren, sondern eher einen Bogen nutzen sollten.<em> <\/em>&nbsp;(<em>Quod nullus in hoste baculum habeat sed arcum<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Abschnitt ist durchaus von Interesse. Es zeigt zum einen, dass die Standardwaffe des einfachen Fu\u00dfsoldaten die Lanze in Kombination mit dem Schild war, der Bogen stand in seiner Wertigkeit darunter.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist zu vermuten das die freien Bauern, die dem Heerbann verpflichtet waren, zu jenen Personen z\u00e4hlten, die in aller Regel mit Lanze und Schild ins Feld zogen. Aber scheinbar gab es auch noch viel einfachere Soldaten, wohl die<em> servii, <\/em>die Unfreien<em> <\/em>der Adeligen\/ Berittenen, die sich als deren Knechte mit im Tross befanden und sich Beispielsweise um das Futter der Pferde zu k\u00fcmmern hatten. Sie hatten selbst keinen eigenen Besitzt und ein Kn\u00fcppel war f\u00fcr sie die einzige M\u00f6glichkeit sich im Kampf zu verteidigen. Sicherlich konnten sie im Kampf Knochen brechen und Sch\u00e4del einschlagen, doch letztendlich waren sie \u201cKanonenfutter\u201d oder \u201cBauernopfer\u201d.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00dcberlegung, hinter der Entscheidung diese Personengruppe anzuweisen, Bogen statt Kn\u00fcppel zu verwenden, liegt wahrscheinlich an der Flexibilit\u00e4t. Es ist m\u00f6glich, zun\u00e4chst den Gegner auszud\u00fcnnen, ohne diese Personengruppe zu opfern. Kommt der Gegner nun doch an diese Personen heran, k\u00f6nnen sie zumindest immer noch mit dem Bogen auf den Gegner einschlagen. Somit ist die Anweisung auch eine versteckte Ermahnung an deren Herren, was die Ausstattung angeht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Simon Coupland zeigt sich zun\u00e4chst&nbsp; verwundert, dass die Soldaten angewiesen werden, einen Bogen zu benutzen anstelle einer Lanze und f\u00fchrt dies auf einen generellen Mangel an Bogensch\u00fctzen im karolingischen Heer zur\u00fcck, dem man entgegentreten wolle.&nbsp;<sup id=\"rf2-32825\"><a href=\"#fn2-32825\" title=\" Simon Coupland, Carolingian Arms and Armor in the ninth Century in Viator Vol 21 S47 \" rel=\"footnote\">2<\/a><\/sup> Er bedenkt dabei jedoch nicht dass das Lanzenblatt&nbsp; einer Fl\u00fcgellanze mal eben eine l\u00e4nge 50cm und ein Gewicht von mehr als einem halben Kilo erreichen kann und damit was die Menge an Eisen angeht einem Sax in nichts nachsteht. Ein Bogen dagegen ist aus Holz gefertigt und ben\u00f6tigt zun\u00e4chst einmal nur ein gewisses handwerkliches Geschick in Holzbearbeitung.<sup id=\"rf3-32825\"><a href=\"#fn3-32825\" title=\" Wobei nicht einmal scheinbar das notwendig ist , wenn man sich das ungetillerte St\u00fcck Holz\/Ast&nbsp; mit 30lbs Zugkraft anschaut, der auf S. 82 der englischen Ausgabe der Bibel des Traditionellen Bogenbaus Bd 1 abgebildet ist \" rel=\"footnote\">3<\/a><\/sup> Er ist somit leichter herzustellen als eine Lanzenspitze. Auch kann die Aussage in Kapitel 17 dahingehend gewertet werden, das sich die Wertigkeit von Kn\u00fcppel und Bogen nicht wesentlich voneinander unterschied &#8211; wer sich einen Kn\u00fcppel leisten kann, kann sich auch einen Bogen leisten.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dies scheint sich auch in einer Beobachtung J\u00fcrgen Junkmanns zu best\u00e4tigen, wenn er schreibt, dass fr\u00fchmittelalterliche B\u00f6gen oftmals eher schlecht hergestellt wurden und sogar das B\u00f6gen des Typs Nydam \u201cgeradezu entgegen allen Regeln des Bogenbaus hergestellt\u201d wurden. Sein Schlu\u00df darin besteht in der Vermutung, dass in der Regel jeder seinen Bogen selbst herstellte, was sich erst im Hundertj\u00e4hrigen Krieg \u00e4nderte (Mary-Rose B\u00f6gen mit Hornnocke). Diese selbstgebauten B\u00f6gen machten es notwendig, dass diese aus Eibe gebaut wurden, um mit der Qualit\u00e4t des Holzes die Nachl\u00e4ssigkeiten des Baus zu kompensieren.<sup id=\"rf4-32825\"><a href=\"#fn4-32825\" title=\" J\u00fcrgen Junkmanns Pfeil und Bogen: Von der Altsteinzeit bis zum Mittelalter S44 \" rel=\"footnote\">4<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der karolingische Bogen als Antwort auf die Awaren?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vielfach wird die Verwendung des Bogens als Antwort auf die Awarenkriege interpretiert. So nennt auch Coupland im R\u00fcckgriff auf Ganshof den kriegerischen Kontakt mit den Awaren als Grund den Bogen auch in der Armee zu nutzen, denn das zuvor entstandene <em>capitulare missorum <\/em><sup id=\"rf5-32825\"><a href=\"#fn5-32825\" title=\" Online hier bei der dmgh Kapitel 4&nbsp; &lt;a href=&quot;https:\/\/www.dmgh.de\/mgh_capit_1\/#page\/66\/mode\/1up&quot;&gt;https:\/\/www.dmgh.de\/mgh_capit_1\/#page\/66\/mode\/1up&lt;\/a&gt;  \" rel=\"footnote\">5<\/a><\/sup>  von 792 oder 786 nennt f\u00fcr die Reiterei keinerlei B\u00f6gen.&nbsp;<sup id=\"rf6-32825\"><a href=\"#fn6-32825\" title=\" Simon Coupland, Carolingian Arms and Armor in the ninth Century in Viator Vol 21 S49 \" rel=\"footnote\">6<\/a><\/sup> Demnach sollte der Bogen im karolingischen Milit\u00e4r zur Zeit der Awarenkriege Verbreitung gefunden haben. Jedoch war seine Nutzung eine v\u00f6llig andere als bei den Awaren. Sie kann daher nicht als \u00dcbernahme, sondern maximal als Reaktion gewertet werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die r\u00f6mischen Armeen besa\u00dfen in ihren Reihen Bogensch\u00fctzen zu Fu\u00df (<em>sagittarii<\/em>) als auch berittenen Bogensch\u00fctzen <em>(equites sagittarii),<\/em> die den Recurvebogen in Kompositbauweise nutzten. Wurden diese zun\u00e4chst aus Kretern rekrutiert, traten in der sp\u00e4trepublikanischen und augusteischen Zeit Einheiten aus Syrien, Thrakien und Anatolien an ihre Stelle. Dabei handelte es sich um hochspezialisierte Auxiliareinheiten, die eben auch verst\u00e4rkt im Osten eingesetzt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwar dienten auch Franken und Alamannen als Auxiliartruppen, doch Kontakte&nbsp; mit den Bogensch\u00fctzen der R\u00f6mer waren minimal bis gar nicht vorhanden. Die germanischen St\u00e4mme besa\u00dfen daher keine M\u00f6glichkeit, sich die F\u00e4higkeit des Baus von B\u00f6gen aus Kompositmaterialien wie Knochen, Holz und Sehnen und das Spannen der B\u00f6gen als Recurve anzueignen. Die lokalen Gegner gegen die sie eingesetzt wurden und gegen die man bis zur Zeit der Awarenkriege antraf,&nbsp; machte dies auch gar nicht n\u00f6tig. Zumal die Witterungsbedingungen den Kompositb\u00f6gen nicht entgegen kamen.<\/p>\n\n\n\n<p>Man blieb daher beim Langbogen in Form des Self Bow, der wahrscheinlich in der Hauptsache f\u00fcr die Jagd diente, aber mit Sicherheit auch im Kampf Verwendung fand, um einen unliebsamen Gegner um die Ecke&nbsp; zu bringen oder auf Distanz zu halten. Es bestand jedoch nie die Notwendigkeit, eigene, spezialisierte milit\u00e4rische Einheiten zu entwickeln. Die Langobarden hingegen verwendeten den Recurvebogen, den sie durch die Byzantiner im Exarchat Ravenna kennengelernt und \u00fcbernommen hatten.&nbsp;<sup id=\"rf7-32825\"><a href=\"#fn7-32825\" title=\" Simon Coupland, Carolingian Arms and Armor in the ninth Century in Viator Vol 21 S49 \" rel=\"footnote\">7<\/a><\/sup> In Byzanz war die Situation des Bogens \u00fcbrigens eine v\u00f6llig andere! Der <em>Codex Justinianus <\/em>verbot sogar die Herstellung von (Kriegs-)B\u00f6gen und allen weiteren Kriegswaffen durch private Personen. Dies war den Kaiserlichen Werkst\u00e4tten und den Soldaten im Winterquartier vorbehalten.<sup id=\"rf8-32825\"><a href=\"#fn8-32825\" title=\" P.L. Grotowski Arms and Armour of the Warrior Saints S19\/20 \" rel=\"footnote\">8<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Entgegen dem Eindruck, den die Miniaturen illuminierter Handschriften und Beschreibungen, wie sie etwa der Geschichtenerz\u00e4hler Notker Balbulus, verbreiten, waren die karolingischen Einheiten niemals eine v\u00f6llig durchstrukturierte, einheitliche Truppe mit uniformen Heeresteilen und Ausr\u00fcstung, vielleicht mit Ausnahme der <em>scara<\/em>. Jeder nutzte, was ihm zur Verf\u00fcgung stand, bzw. was seine Mittel erlaubten. Diesem Chaos entgegenzuwirken, war der Sinn der Kapitularien und entsprechender Briefkommunikation. Was jedoch nicht m\u00f6glich war, war das Ausheben eines stehenden Heeres mit fixen Truppenteilen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Einerseits erm\u00f6glichten die Kapitularien in gewissem Ma\u00dfe, flexibel auf auf sich \u00e4ndernde Gegner zu reagieren, andererseits war man auf das Material angewiesen, das verf\u00fcgbar war.&nbsp; Im Fall des Bogens bedeutete dies, dass man auf das zur\u00fcckgriff, was vorhanden war: den germanischen Langbogen im weitesten Sinne.<\/p>\n\n\n\n<p>Im gleichen Zug bedeutete dies nat\u00fcrlich auch, dass es keinen einheitlichen Bogen im fr\u00e4nkischen Reich gab. Ein fr\u00e4nkischer Vasall in der Region um Dorestad wird eher einen friesischen Bogen, als ein alamanisches Modell bevorzugen und umgekehrt nat\u00fcrlich genauso. (Auf die lokalen Typen werde ich am Ende noch eingehen.) Der Bogen wirkte sich jedoch kaum auf die Milit\u00e4rstrategie der Franken aus. Zwar gibt es im 10. Jahrhundert hin und wieder Berichte von Bogenbeschu\u00df bei Belagerungen, aber f\u00fcr eine reitende Nutzung, wie sie die Awaren oder sp\u00e4ter die Magyaren durchf\u00fchrten, war mit einem Langbogen \u00fcberhaupt nicht m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Die karolingischen Franken hingegen arbeiteten nicht mit der Hit-and-Run-Taktik der Reiterv\u00f6lker, die schweren Kataphrakte der Panzerreiter h\u00e4tten dies auch nicht erm\u00f6glicht. Ihre B\u00f6gen k\u00f6nnen auch nicht auf dem Pferd genutzt werden. Erst abgestiegen k\u00f6nnen sie richtig eingesetzt werden. Und die Geschwindigkeit mit denen die Reiterv\u00f6lker zuschlagen, h\u00e4tte es nicht erm\u00f6glicht auf die Schnelle eine effektive Bogensch\u00fctzen Phalanx aufzustellen die den Gegner mit einem Pfeilhagel eingedeckt h\u00e4tte.&nbsp; Sie passen also eher zu einer Verteidigung oder einer statischen Belagerung. Vielleicht zum Schutz der Lager beim Feldzug oder eben einer Belagerung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>B\u00f6gen in karolingischen Abbildungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zwar habe ich an dieser Stelle schon die verwendeten B\u00f6gen dargelegt, doch stehen die Bilder in Handschriften dem entgegen. Ich habe einige Handschriften exemplarisch heraus gedeutet die B\u00f6gen abbilden und werde diese nun betrachten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der <strong>Stuttgarter Psalter<\/strong><sup id=\"rf9-32825\"><a href=\"#fn9-32825\" title=\"Au weia, da w\u00e4ren wir wieder beim Stuttgarter Psalter \" rel=\"footnote\">9<\/a><\/sup> zeigt auf Folio 71 Verso eine Gruppe von links anreitender \u201cfr\u00e4nkischer Krieger\u201d, w\u00e4hrend auf der rechten Seite,ebenfalls nach rechts reitend, berittene Bogensch\u00fctzen zeigt, die sich nach links wendend, ihre Pfeile auf die Verfolger richten. Ihre Position mit dem R\u00fcckw\u00e4rts gewandten Oberk\u00f6rper und B\u00f6gen, die man als&nbsp; Reflexbogen bezeichnen kann, lassen die Vermutung aufkommen, es handele sich um Awaren. Diese Interpretation kann man so auch im Netz finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Beispiel auf der Wikipedia Seite mit dem Lemma \u201cAwarenmark\u201d ( <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Awarenmark\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Awarenmark<\/a> ). Untertitelt ist dieses Bild mit der Zeile: \u201cDarstellung aus dem Stuttgarter Psalter: Kampf zwischen Franken und Awaren\u201d, diese wiederum verlinkt was die Herkunft angeht auf eine Privatseite. Hier nun untertitelt mit \u201cEine Illustration aus dem Stuttgarter Psalter (um 830) gibt ein Kampfgeschehen zwischen Awaren und Franken wieder.\u201d &nbsp;die als Quelle wiederum ein Heft aus dem Karfunkelverlag verweist.<sup id=\"rf10-32825\"><a href=\"#fn10-32825\" title=\" Als Quelle ist&nbsp; H. Riesch, Pfeil und Bogen zur Merowingerzeit. S86, Tafel 53 angegeben \" rel=\"footnote\">10<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Abgebildet wird in der Darstellung Psalm 60.6 der da lautet \u201cDu hast doch ein Zeichen gegeben denen, die dich f\u00fcrchten, damit sie fliehen k\u00f6nnen vor dem Bogen.\u201d ( dedisti timentibus te signum ut fugerent a facie arcus semper ut liberentur amici tui )<\/p>\n\n\n\n<p>Der Text des Psalms und das Bild stimmen jedoch nicht \u00fcberein. Eigentlich h\u00e4tten die Franken vor den Bogensch\u00fctzen fliehen m\u00fcssen oder zumindest sich in Sicherheit bringen m\u00fcssen und sie nicht etwa angreifen sollen. Auch der Zeichner hatte so seine Probleme mit der Darstellung, denn er bricht das \u00fcbliche Schema. Die Bogensch\u00fctzen sehen bis auf ihre Reitweise und die B\u00f6gen nicht fremdl\u00e4ndisch aus. Keine B\u00e4rte, ungew\u00f6hnlich Kleidung und der Gleichen. Auch wirkt die Darstellung wesentlich \u00fcberladener als andere Miniaturen des Psalters, sie erinnert fast an Schlachtenszenen aus der Maciejowski-Bibel.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist anzunehmen, dass diese Darstellung wieder einer ost-r\u00f6mischen Vorlage entspringt, was den Zeichner in ein Dilemma brachte. Denn wahrscheinlich waren die Bogensch\u00fctzen keine Awaren, sondern r\u00f6mische berittene Bogensch\u00fctzen. Diese hatten den Skythischen Bogen (Recurve Bogen)&nbsp; bei ihren Auseinandersetzungen mit dem Partherreich kennen und sch\u00e4tzen gelernt und adaptiert bzw. Sch\u00fctzen als Auxiliartruppen aufgenommen. (s.o.)&nbsp; Auch Byzanz hat diesen Bogen weiterhin \u00fcbernommen und \u00fcber Kontakte u.a. mit den Awaren immer weiterentwickelt.<sup id=\"rf11-32825\"><a href=\"#fn11-32825\" title=\" T.G. Kolias Byzantinische Waffen S215 \" rel=\"footnote\">11<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>So k\u00f6nnte beispielsweise ein Bild von fliehenden r\u00f6mischen Bogensch\u00fctzen (<em>equites sagittarii),<\/em> gefolgt von sassanidischen Kataphrakten, Pate gestanden haben. Oder auch ein byzantinischer Kataphrakt verfolgt sassanidische Bogensch\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der <strong>Utrechter Psalter<\/strong>, Beispielsweise auf fol. 14r ( <a href=\"https:\/\/co.pinterest.com\/pin\/479422322823118952\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Link zu Pinterest<\/a> ) zeigt kurze Reflexb\u00f6gen, die aus der \u00dcbernahme von Vorlagen entstanden sind.<sup id=\"rf12-32825\"><a href=\"#fn12-32825\" title=\" vgl. V. Alles, Reflexbogen: Geschichte und Herstellung S84 und F. M\u00fctherich u. J.E. Gaehde, Carolingian Painting&nbsp; S.20 \" rel=\"footnote\">12<\/a><\/sup> \u00dcbrigens ist der Utrechter Psalter ein gutes Beispiel f\u00fcr solche \u00dcbernahmen, denn im 12. Jahrhundert wird er selbst wiederum Vorlage f\u00fcr den Eadwine Psalter, der die Tuschezeichnungen coloriert und die B\u00f6gen nun zu \u201cminiaturisierten\u201d oder zu kurzen Langb\u00f6gen macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der auf auf fol 14r zu sehende K\u00f6cher gibt nur wenig neues oder informatives preis. Es handelt sich um einen runden K\u00f6cher, der mit einem abgerundeten Deckel versehen ist und mit dem Tragegurt verbunden ist und somit das Verschlie\u00dfen des K\u00f6chers erm\u00f6glicht. Funde solcher und \u00e4hnlicher K\u00f6cher sind \u00fcber einen langen Zeitraum bekannt, z.B. aus Altdorf, Nydam und Haithabu<sup id=\"rf13-32825\"><a href=\"#fn13-32825\" title=\" vgl. z.B. A.Rau, Remarks on finds of wooden quivers from Nydam Mose, Southern Jutland, Denmark und R. Marti, Das Grab eines wohlhabenden Alamannen in Altdorf UR-St. Martin&nbsp; \" rel=\"footnote\">13<\/a><\/sup> Und was den Utrechter Psalter im Allgemeinen und seine Herkunft angeht hat auch das folgende Ebo-Evangeliar etwas beizutragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch im <strong>Ebo-Evangeliar<\/strong> (fol. 15 v) taucht ein Bogensch\u00fctze auf, klar mit einem Recurve Bogen ausgestattet. Das Evangeliar wurde zur selben Zeit, im gleichen Kloster wie der Utrechter Psalter geschaffen. Seine schwungvolle Linienf\u00fchrung und die Haltung der Personen sprechen daf\u00fcr, dass beide aus derselben Quelle sch\u00f6pften.<sup id=\"rf14-32825\"><a href=\"#fn14-32825\" title=\" R. Berenson, The Exhibition of Carolingian Art at Aachen S163 und G.R. Benson. New light on the Origin of the Utrecht Psalter S23 \" rel=\"footnote\">14<\/a><\/sup>&nbsp; Was man auch bei den angedeuteten Architekturelementen, etwa im Hintergrund des Evangelisten Matth\u00e4us (fol 18v) sehen kann.&nbsp; Wie auch das Kr\u00f6nungsevangeliar werden im Ebo Evangeliar die Evangelisten wie antike Philosophen dargestellt. Die Zeichner des Evangeliars geh\u00f6rten wahrscheinlich zu jenen M\u00f6nchen, die wegen des byzantinischen Ikonoklasmus aus Byzanz fliehen mussten. Folglich \u00fcbernahmen sie byzantinische Vorbilder, die sie m\u00f6glicherweise selbst nach Franken mitgebracht hatten. <sup id=\"rf15-32825\"><a href=\"#fn15-32825\" title=\" R. Berenson s.o, .\" rel=\"footnote\">15<\/a><\/sup><sup id=\"rf16-32825\"><a href=\"#fn16-32825\" title=\" Hierzu empfehle ich auch dieses Video! &lt;a href=&quot;https:\/\/www.khanacademy.org\/humanities\/medieval-world\/carolingian-ottonian\/carolingian1\/v\/saint-matthew-from-the-ebbo-gospel&quot;&gt;https:\/\/www.khanacademy.org\/humanities\/medieval-world\/carolingian-ottonian\/carolingian1\/v\/saint-matthew-from-the-ebbo-gospel&lt;\/a&gt; \" rel=\"footnote\">16<\/a><\/sup> Der Videolink in der zweiten Fu\u00dfnote erl\u00e4utert das auch noch einmal generell. Ansonsten mal auf die Farbgebung und die Linien im Ebo Evangeliar achten und sich mal die in Enkaustik oder Tempera gemalten Mumienportr\u00e4ts des 1. bis 3. Jahrhunderts ansehen. Gerade bei den j\u00fcngeren Bildern kann man starke \u00c4hnlichkeiten mit dem Ebo Evangeliar erkennen.<sup id=\"rf17-32825\"><a href=\"#fn17-32825\" title=\" Als Beispiel mal diese Bilder miteinander vergleichen: Mumienport\u00e4t &lt;a href=&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mumienportr%C3%A4t#\/media\/Datei:Homme_avec_barbe,_portrait_fun%C3%A9raire,_Fayoum,_%C3%89gypte.jpg&quot;&gt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mumienportr%C3%A4t#\/media\/Datei:Homme_avec_barbe,_portrait_fun%C3%A9raire,_Fayoum,_%C3%89gypte.jpg&lt;\/a&gt; und Evangelist Matth\u00e4us &lt;a href=&quot;https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ebbo_Gospels#\/media\/File:Saint_Matthew2.jpg&quot;&gt;https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ebbo_Gospels#\/media\/File:Saint_Matthew2.jpg&lt;\/a&gt; \" rel=\"footnote\">17<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Was den <strong>Goldenen Psalter von St. Gallen<\/strong> angeht&nbsp; muss ich&nbsp; zugeben, dass ich fast auf die Zeichnung auf S141 hereingefallen w\u00e4re, denn ich sah zun\u00e4chst nur den oberen Wurfarm des Bogens, mit einem trompetenartigen Nock, \u00e4hnlich den B\u00f6gen vom Typ Haithabu. Doch kurz unter dem Kopf des Pferdes ragt der untere Teil des Bogens hervor und mit diesem macht auch die etwas eigenartige Handhaltung Sinn: Wieder handelt es sich um einen kurzen Recurvebogen und wieder soll es eine Vorlage aus dem Osten gegeben haben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nur beil\u00e4ufig m\u00f6chte ich den <strong>Leidener Makkab\u00e4er Codex<\/strong> erw\u00e4hnen, den Ian Heath, bekannt von den Osprey B\u00fcchern, die viele kennen werden, als Vorbild f\u00fcr seinen \u201cCarolingian Heavy Archer\u201d in Armies of the Dark Ages 600-1066 verwendet. Zun\u00e4chst ist die Ver\u00f6ffentlichung, genauso wie eigentlich urspr\u00fcnglich auch die Osprey Geschichten f\u00fcr Tabletop Strategiespiele gedacht. (Muss ja nix schlimmes sein) Aber der Makkab\u00e4er ist von 925 und zwar in Frankreich noch karolingisch, in unseren Breiten aber ist das Ottonisch, zweitens schreit das Ding ebenso wie die Sachen zuvor nach Byzanz (einfach mal die Architektur vergleichen, z.B. fol 9v (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:9v_Leiden_I_Maccabees.jpg\" target=\"_blank\">Link<\/a>) sieht nach Hagia Sophia (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Hagia_Sophia_Southwestern_entrance_mosaics_2.jpg\" target=\"_blank\">Link<\/a>) aus, und die Helme ansehen) Der Bogensch\u00fctze auf Fol 9r (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/Category:The_Leiden_1_Maccabees_manuscript_\/_Codex_PER_F_17#\/media\/File:9r_Leiden_I_Maccabees.jpg\" target=\"_blank\">Link<\/a>) mit seinem Reflexbogen ist also, wie alles bisher, disqualifiziert!<\/p>\n\n\n\n<p>Letztendlich kann es vollst\u00e4ndig mit der Aussage zusammengefasst werden, dass alle karolingischen Abbildungen von Bogensch\u00fctzen mit B\u00f6gen auf \u00e4ltere Vorlagen zur\u00fcckgreifen.<sup id=\"rf18-32825\"><a href=\"#fn18-32825\" title=\" vgl. z.Bsp. Jim Bradbury The Medieval Archer S12 \" rel=\"footnote\">18<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Arch\u00e4ologische Funde von B\u00f6gen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>So und jetzt ziehe ich mir noch mal das Unbill s\u00e4mtlicher Bogenbauer zu, wenn ich vereinfache und sage im Grunde unterscheiden sich die Langb\u00f6gen seit dem Bogen von Leeuwarden-Heechterp (NL) (Radiocarbon datiert 50 v.Chr. bis 250 n. Chr ), der dem Typ Nydam zugeschrieben wird,&nbsp; nicht wesentlich voneinander. Sie sind stabf\u00f6rmig, im Querschnitt mehr oder weniger D-f\u00f6rmig , wobei die Au\u00dfenseite flach, die Innenseite die Abgerundete ist. (Im Gegensatz zu den Vorg\u00e4nger, die flach gebaut sind) Die Enden der Bogenarme sind leicht verl\u00e4ngert. Hauptunterschiede sind die Art Sehnenkerben. Heraus f\u00e4llt der alamanische Bogen von Oberflacht, der ein fast schon modernes Griffteil und einen f\u00fcnfeckigen Querschnitt besitzt<\/p>\n\n\n\n<p>Interessant im Zusammenhang mit den B\u00f6gen, die in Oberflacht gefunden wurden, ein Fund aus Mikulcice.Hier fand sich das Fragment eines Bogens aus dem 9. Jahrhundert der in seiner Bauweise sehr \u00e4hnlich den 200-300 Jahre \u00e4lteren B\u00f6gen aus Oberflacht. J\u00fcrgen Junkmanns sieht in dem Bogenfund aus Mikulcice eine Verwandtschaft mit alamannischen B\u00f6gen und schlie\u00dft auf eine Verbindung ausgehend von Osteuropa nach Westen<sup id=\"rf19-32825\"><a href=\"#fn19-32825\" title=\" J\u00fcrgen Junkmanns Pfeil und Bogen: Von der Altsteinzeit bis zum Mittelalter S42 \" rel=\"footnote\">19<\/a><\/sup> Wobei man aber daran denken k\u00f6nnte das eine Verbindung aus Westen nach Osten bestand, zumal die M\u00e4hrer Vasallen der Franken waren.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Vereinzelt k\u00f6nnte es auch zur Nutzung von erbeuteten Reflexb\u00f6gen gekommen sein, ohne dass diese nachgebaut oder adaptiert wurden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem sp\u00e4ten 8. Jahrhundert stammt aus Mikulcice das Fragment eines Reflexbogens, von dem nur der Teil der Sehnenkerbe erhalten ist. Diese ist auf Grund starken Druckes ausgebrochen. (Inv. 353-83) Auf seiner Oberfl\u00e4che befinden sich m\u00f6glicherweise Runen des Typs Orchon-Jenissei<sup id=\"rf20-32825\"><a href=\"#fn20-32825\" title=\"Zdenek Klanica, Zur Periodisierung vorgro\u00dfm\u00e4hrischer Funde von Miculcice S383-385 \" rel=\"footnote\">20<\/a><\/sup> Es handelt sich wahrscheinlich um den Rest eines awarischen Bogens. Allerdings kann dieser auch durch einen awarischen Angriff hierher gelangt sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>B\u00f6gen des 9. Jahrhunderts<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hier nun abschlie\u00dfend eine Liste von B\u00f6gen bzw. Bogenfragmenten, bzw. deren Typen dem 9. Jahrhundert zugeordnet werden. Die Liste hat keinen Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fragment von Aalsum (ca. 720-890) <\/strong>Das 127cm langes Fragment eines Eibenholzbogens stammt aus dem Gr\u00e4berfeld der karolingerzeitlichen Wurt. Es wird als friesisch angesprochen. Die urspr\u00fcngliche L\u00e4nge betrug etwa 170cm. Der Querschnitt erscheint wie ein abgeflachter Kreis. Der Bogen wurde aus einem d\u00fcnnen Eibenst\u00e4mmchen gefertig von dem nur wenig Material abgetragen wurde. Die Sehenenkerben finden sich 4cm vor Begenende. Der Bogen ist namensgebend f\u00fcr B\u00f6gen des Typ Aalsum, bzw \u201cfriesische B\u00f6gen\u201d<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bogen von Haithabu (Bogen 1) (ca. 800-1066) <\/strong>\u00a0191,5cm langer, komplett erhaltener Bogen aus Eibenholz. die 7 bzw. 9cm (oben) langen Enden sind trompetenartig verdickt und nach hinten gebogen. Zum Biegen der enden wurden diese \u00fcber Dampf behandelt oder gekocht. 7cm unter\u00a0 der oberen Sehenenkerbe befindet sich ein kleiner eingeschlagener Nagel mit Rundkopf der bei ausgeh\u00e4ngter Sehne diese auff\u00e4ngt. Der Bogen wurde aus einem 5-6cm starken Eibenst\u00e4mmchen gefertigt und war wohl auf Grund der noch scharfkantigen Sehnenkerbe nur kurze Zeit in Benutzung. Der Querschnitt ist oval bis D-f\u00f6rmig<sup id=\"rf21-32825\"><a href=\"#fn21-32825\" title=\"nach Junkmanns \" rel=\"footnote\">21<\/a><\/sup>, wird aber auch als rein oval angegeben.<sup id=\"rf22-32825\"><a href=\"#fn22-32825\" title=\" L. Polacek, O. Marek, R. Skopal, Holzfunde aus Mikulcice S198 \" rel=\"footnote\">22<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fragment von Wassenaar(ca. 770-950) <\/strong>Das 150cm lange Fragment weist im Querschnitt das typische D-Profil von Langb\u00f6gen auf. Der Bogen besa\u00df urspr\u00fcnglich eine L\u00e4nge von 170-195cm. Er wurde aus einem nur ca. 4cm starken Eibenast oder St\u00e4mmchen gefertig. Das Ende des Bogens ist leicht nach hinten abgeknickt, womit er ein Merkmal des Bogens von Haithabu zeigt in dessen Typisierung er auch f\u00e4llt. Wie Typ Haithabu auch wird er als wikingisch angesprochen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bogen von Ballindery (ca. 950-975) <\/strong>Der 185cm lange,&nbsp; komplett erhaltenen Bogen vom Typ Haithabu wurde gemeinsam mit dem bekannten Schwert vom Typ Petersen K gefunden. Wie in Wassenaar und Haithabu geh\u00f6rt er zu den Wikingerb\u00f6gen und besitzt die typischen abgekickten Enden. (Der Bogen wurde trotz der Datierung wegen des Fundes mit dem Petersen K Schwert aufgenommen)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fragment von Mikulcice (9. Jahrhundert)<\/strong>: 87cm langer Bogenarm aus Eibe, der etwa in der Mitte gebrochen ist. Das Bogenende ist leicht nach hinten geschweift, 8cm und kolbenf\u00f6rmig verdickt. Die Befestigung der Sehne befand sich 5,5cm vom Bogenende. Der Querschnitt des Bogens ist rechteckig flach mit leichter W\u00f6lbung zur Innenseite. Im Bereich der ehemaligen Mitte verdickt sich der recht d\u00fcnne Bogen zu einem st\u00e4rkeren Griffteil. Der urspr\u00fcngliche L\u00e4nge betrug min. 156cm, sollte aber mit einem rekonstruierten Mittelteil von ca. 25cm eine Gesamtl\u00e4nge von 180 &#8211; 190cm besessen haben. Mit dem verdickten Mittelteil \u00e4hnelt er den B\u00f6gen vom Typ Oberflacht (Datierung ca. 500-600 n.Chr. ) und wird daher zum Typ Oberflacht gez\u00e4hlt.<sup id=\"rf23-32825\"><a href=\"#fn23-32825\" title=\" L. Polacek, O. Marek, R. Skopal, Holzfunde aus Mikulcice S197 \" rel=\"footnote\">23<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erg\u00e4nzung Typ Nydam<\/strong> Erg\u00e4nzend muss hier der Typo Nydam erw\u00e4hnt werden, f\u00fcr den ich aber kein passendes Beispiel aus dem 9. Jahrhundert fand. Er ist ebenfalls D-f\u00f6rmig, wird aber im Gegensatz zu den anderen B\u00f6gen zum Ende hin einfach schmaler und l\u00e4uft spitz aus. Die Originalb\u00f6gen aus dem Nydammoor waren alle aus Eibe gefertigt. Einige der B\u00f6gen besa\u00dfen ein End, die mit Geweih oder einer oder einer spitzen Eisent\u00fclle versehen waren,. Junkmanns vermutet hier die Verwendung als Sto\u00dfwaffe. Eine Eisent\u00fclle fand sich aber auch bei dem alamanischen Bogen von\u00a0 Altdorf (ca. 660-680), von dem Marti vermutet, der Bogen k\u00f6nne in den Bergen oder bei schwerem Gel\u00e4nde als Geh- \/ Kletterstock gedient haben.<sup id=\"rf24-32825\"><a href=\"#fn24-32825\" title=\" R. Marti, Das Grab eines wohlhabenden Alamannen in Altdorf UR-St. Martin S95 \" rel=\"footnote\">24<\/a><\/sup> Auf Grund ihrer relativ einfachen Form, die man fast als Grundform bezeichnen k\u00f6nnte, wurden sie hier auch in diese Liste aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Disclaimer:<\/strong> Ich bin kein versiertert Bogensch\u00fctze, zwar besitze ich einen 30lbs Manau\/Rattan Bogen und hab auch schon mehrfach einen steinzeitlichen Eibenflachbogen geschossen, aber hierf\u00fcr musste ich mich rein auf Literatur verlassen.  Das Buch von J\u00fcrgen Junkmanns &#8222;Pfeil und Bogen: Von der Altsteinzeit bis zum Mittelalter&#8220;, urspr\u00fcnglich seine Dissertation in T\u00fcbingen, macht auf mich einen fantastischen Eindruck f\u00fcr die Materie, mit Zeichnungen und Berechnungen f\u00fcr die Kr\u00e4fte. Es ist definitiv eine Empfehlung wert und bei Google Books findet sich auch ein fast vollst\u00e4ndiges Preview.<\/p>\n<hr class=\"footnotes\"><ol class=\"footnotes\" style=\"list-style-type:decimal\"><li id=\"fn1-32825\"><p > Quelle: <em>Karoli ad Fuldarum abbatum epistola<\/em> &nbsp;<a href=\"#rf1-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 1.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn2-32825\"><p > Simon Coupland, Carolingian Arms and Armor in the ninth Century in Viator Vol 21 S47 &nbsp;<a href=\"#rf2-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 2.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn3-32825\"><p > Wobei nicht einmal scheinbar das notwendig ist , wenn man sich das ungetillerte St\u00fcck Holz\/Ast&nbsp; mit 30lbs Zugkraft anschaut, der auf S. 82 der englischen Ausgabe der Bibel des Traditionellen Bogenbaus Bd 1 abgebildet ist &nbsp;<a href=\"#rf3-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 3.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn4-32825\"><p > J\u00fcrgen Junkmanns Pfeil und Bogen: Von der Altsteinzeit bis zum Mittelalter S44 &nbsp;<a href=\"#rf4-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 4.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn5-32825\"><p > Online hier bei der dmgh Kapitel 4&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.dmgh.de\/mgh_capit_1\/#page\/66\/mode\/1up\">https:\/\/www.dmgh.de\/mgh_capit_1\/#page\/66\/mode\/1up<\/a>  &nbsp;<a href=\"#rf5-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 5.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn6-32825\"><p > Simon Coupland, Carolingian Arms and Armor in the ninth Century in Viator Vol 21 S49 &nbsp;<a href=\"#rf6-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 6.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn7-32825\"><p > Simon Coupland, Carolingian Arms and Armor in the ninth Century in Viator Vol 21 S49 &nbsp;<a href=\"#rf7-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 7.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn8-32825\"><p > P.L. Grotowski Arms and Armour of the Warrior Saints S19\/20 &nbsp;<a href=\"#rf8-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 8.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn9-32825\"><p >Au weia, da w\u00e4ren wir wieder beim Stuttgarter Psalter &nbsp;<a href=\"#rf9-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 9.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn10-32825\"><p > Als Quelle ist&nbsp; H. Riesch, Pfeil und Bogen zur Merowingerzeit. S86, Tafel 53 angegeben &nbsp;<a href=\"#rf10-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 10.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn11-32825\"><p > T.G. Kolias Byzantinische Waffen S215 &nbsp;<a href=\"#rf11-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 11.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn12-32825\"><p > vgl. V. Alles, Reflexbogen: Geschichte und Herstellung S84 und F. M\u00fctherich u. J.E. Gaehde, Carolingian Painting&nbsp; S.20 &nbsp;<a href=\"#rf12-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 12.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn13-32825\"><p > vgl. z.B. A.Rau, Remarks on finds of wooden quivers from Nydam Mose, Southern Jutland, Denmark und R. Marti, Das Grab eines wohlhabenden Alamannen in Altdorf UR-St. Martin&nbsp; &nbsp;<a href=\"#rf13-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 13.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn14-32825\"><p > R. Berenson, The Exhibition of Carolingian Art at Aachen S163 und G.R. Benson. New light on the Origin of the Utrecht Psalter S23 &nbsp;<a href=\"#rf14-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 14.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn15-32825\"><p > R. Berenson s.o, .&nbsp;<a href=\"#rf15-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 15.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn16-32825\"><p > Hierzu empfehle ich auch dieses Video! <a href=\"https:\/\/www.khanacademy.org\/humanities\/medieval-world\/carolingian-ottonian\/carolingian1\/v\/saint-matthew-from-the-ebbo-gospel\">https:\/\/www.khanacademy.org\/humanities\/medieval-world\/carolingian-ottonian\/carolingian1\/v\/saint-matthew-from-the-ebbo-gospel<\/a> &nbsp;<a href=\"#rf16-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 16.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn17-32825\"><p > Als Beispiel mal diese Bilder miteinander vergleichen: Mumienport\u00e4t <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mumienportr%C3%A4t#\/media\/Datei:Homme_avec_barbe,_portrait_fun%C3%A9raire,_Fayoum,_%C3%89gypte.jpg\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mumienportr%C3%A4t#\/media\/Datei:Homme_avec_barbe,_portrait_fun%C3%A9raire,_Fayoum,_%C3%89gypte.jpg<\/a> und Evangelist Matth\u00e4us <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ebbo_Gospels#\/media\/File:Saint_Matthew2.jpg\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ebbo_Gospels#\/media\/File:Saint_Matthew2.jpg<\/a> &nbsp;<a href=\"#rf17-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 17.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn18-32825\"><p > vgl. z.Bsp. Jim Bradbury The Medieval Archer S12 &nbsp;<a href=\"#rf18-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 18.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn19-32825\"><p > J\u00fcrgen Junkmanns Pfeil und Bogen: Von der Altsteinzeit bis zum Mittelalter S42 &nbsp;<a href=\"#rf19-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 19.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn20-32825\"><p >Zdenek Klanica, Zur Periodisierung vorgro\u00dfm\u00e4hrischer Funde von Miculcice S383-385 &nbsp;<a href=\"#rf20-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 20.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn21-32825\"><p >nach Junkmanns &nbsp;<a href=\"#rf21-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 21.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn22-32825\"><p > L. Polacek, O. Marek, R. Skopal, Holzfunde aus Mikulcice S198 &nbsp;<a href=\"#rf22-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 22.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn23-32825\"><p > L. Polacek, O. Marek, R. Skopal, Holzfunde aus Mikulcice S197 &nbsp;<a href=\"#rf23-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 23.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn24-32825\"><p > R. Marti, Das Grab eines wohlhabenden Alamannen in Altdorf UR-St. Martin S95 &nbsp;<a href=\"#rf24-32825\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 24.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon vor geraumer Zeit wurde ich angefragt, doch einmal etwas \u00fcber den karolingischen Bogen, bzw. den Bogen in der Karolingerzeit zu schreiben.&nbsp; Und obwohl ich feststellen musste, dass bereits vieles, wenn nicht sogar alles&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[1],"tags":[54,53,11,32,52,49,41],"class_list":["post-32825","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-geschichte","tag-archaologie","tag-byzantinisch","tag-fruhmittelalter","tag-karolingisch","tag-living-history","tag-recherche","tag-reenactment"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - 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