{"id":32293,"date":"2022-03-31T16:13:17","date_gmt":"2022-03-31T15:13:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tribur.de\/blog\/?p=32293"},"modified":"2022-03-31T16:13:20","modified_gmt":"2022-03-31T15:13:20","slug":"die-hl-olga-und-eine-kurze-geschichte-der-kiewer-rus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2022\/03\/31\/die-hl-olga-und-eine-kurze-geschichte-der-kiewer-rus\/","title":{"rendered":"Die hl. Olga und eine kurze Geschichte der Kiewer Rus"},"content":{"rendered":"\n<p>Eigentlich ist es nicht meine Art auf ein Thema aufzuspringen nur weil es gerade aktuell ist. So w\u00e4re die Corona-Pandemie perfekt gewesen irgendwas \u00fcber Seuchen und Epidemien in Sp\u00e4tantike und Mittelalter zu schreiben, aber das hat ja jeder gemacht. Aber bei den Kiewer Rus mache ich jetzt eine Ausnahme. Einfach weil ich es selbst richtig interessant finde, und zweitens weil mich Putins Geschichtsverst\u00e4ndnis ankotzt! \u201cDie Ukraine w\u00fcrde ohne die Sowjetunion nicht existieren\u201d. Stimmt , aber nach der Begr\u00fcndung w\u00fcrden Menschen nicht ohne Einzeller existieren, weshalb wir jetzt mal die Macht an Am\u00f6ben abgeben sollten.&nbsp;Oder &#8222;Neapel bleibt unser! F\u00fcr ein Deutschland in den Grenzen von 1228&#8220; (Da gabs mal einen Antifa <a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?q=%22f%C3%BCr+ein+deutschland+in+den+grenzen+von+1228%22&amp;tbm=isch&amp;ved=2ahUKEwigjYXAufD2AhUM9hoKHR4HA3YQ2-cCegQIABAA&amp;oq=%22f%C3%BCr+ein+deutschland+in+den+grenzen+von+1228%22&amp;gs_lcp=CgNpbWcQAzIECAAQHjoHCCMQ7wMQJ1DNEFj-HGDUIWgAcAB4AIABR4gBtQGSAQEzmAEAoAEBqgELZ3dzLXdpei1pbWfAAQE&amp;sclient=img&amp;ei=wKtFYqCtO4zsa56OjLAH&amp;bih=977&amp;biw=1920\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Aufkleber<\/a> aus den 90ern&#8230; )<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Geschichte beginnt im 9. Jahrhundert aus dem Dunkel der Geschichte zu treten. W\u00e4hrend ein Teil der Gruppen, die wir als Wikinger oder Nordm\u00e4nner bezeichnen dem Frankenreich geh\u00f6rig auf die Nerven geht und Rhein, Mosel, Seine und andere Fl\u00fcssen und die K\u00fcsten unsicher machen, hat eine andere Gruppe eine andere Richtung eingeschlagen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sie segeln gen Osten. Funde aus Ladoga legen dabei jedoch nahe das die Nordm\u00e4nner bereits sp\u00e4testens 753 dort waren<sup id=\"rf1-32293\"><a href=\"#fn1-32293\" title=\" Dendrodadierung von Holzfunden \" rel=\"footnote\">1<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die Fl\u00fcsse D\u00fcna und Dnjepr, \u00fcber den Ladogasee , n\u00f6rdliche Dwina und Wolga schaffen es die Gruppen bis ins Schwarze Meer und nach Konstantinopel. Sie agieren als H\u00e4ndler und Krieger.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die H\u00e4ndler Walrossz\u00e4hne, Robbenfell, Bernstein und andere nordische Produkte nach Konstantinopel bringen und von dort mit Seide, Schmuck und \u00e4hnlichem wieder zur\u00fcck reisen, verdingen sich die Krieger als S\u00f6ldner f\u00fcr&nbsp; Konstantinopel und stellen sogar die Leibgarde des byzantinischen Kaisers.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gruppe wird als War\u00e4ger bezeichnet. Es waren M\u00e4nnerb\u00fcnde, die sich wohl als Zweckgemeinschaft zusammenfanden und durch Eide aneinander gebunden waren.&nbsp;Die Wikinger im Allgemeinen und die War\u00e4ger im Speziellen waren sozusagen die Ferengi des Fr\u00fchmittelalters. Und was so ein echter Ferengi, bzw. War\u00e4ger ist, der macht auch auf dem Weg noch Gesch\u00e4fte. So kann man auch bei den ans\u00e4ssigen Slawen gut Felle, z.B. Zobel, kaufen, die Ladung auffrischen oder die Schiffe reparieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine dieser Siedlungen lag auf dem Beginn des Weges von der Ostsee nach S\u00fcden. Nowgorod. Laut Nestor Chronik, lagen die dort ans\u00e4ssigen St\u00e4mme der Slowenen (auch Ilmslawen bezeichnet, Slowenen ist in den Chroniken ein allgemeiner Begriff f\u00fcr Slawen) im Dauerclinch miteinander. Um endlich Ruhe zu schaffen suchten sie einen neutralen F\u00fchrer und Richters. Die Wahl fiel auf einen gewissen Rurik von \u201cder anderen Seite des Meeres\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt einzelne Stimmen die in Rurik Rorik von Dorestadt sehen wollen<sup id=\"rf2-32293\"><a href=\"#fn2-32293\" title=\" Rorik von Dorestadt taucht zuletzt 873 auf, als er Ludwig dem Deutschen den Lehnseid schw\u00f6rt, es ist also unwahrscheinlich das er parallel in Nowgorod eine Herrschaft aufbaut \" rel=\"footnote\">2<\/a><\/sup>, einige russische Wissenschaftler sehen in ihm einen Westslawen. Es wird aber auch vermutet das Rurik nur die Personifizierung allgemeiner Skandinavier ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auf jeden Fall soll Rurik 862 seine Herrschaft als F\u00fcrst der Nowgoroder Rus angetreten haben, wobei das Gebiet zun\u00e4chst dreigeteilt war, mit seinen Br\u00fcdern Sineus und Truvor (wohl vom nordischen Thorvard). Die Br\u00fcder starben aber nach zwei Jahren, womit Rurik Alleinherrscher war. Ruriks Festung und damit sein eigentliches Machtzentrum,&nbsp; lag in Rjurikowo Gorodischtsche (Burgstadt von Rurik). Nach ihm werden seine Nachkommen als Rurikiden bezeichnet. <\/p>\n\n\n\n<p>Rurik stirb um 879. Da sein Sohn Igor (nordisch: Ingvar) noch zu jung war \u00fcbernimmt Oleg (nordisch: Helgi) die Herrschaft. Er verlegt das Machtzentrum von Nowgorod nach Kyjiw (russisch: Kiejw, \u00fcber das russische eingedeutscht  Kiew).Aus den Nowgoroder Rus werden die Kiewer Rus.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Am Wetter wird es nicht gelegen haben, wohl eher an der relativen N\u00e4he zu Konstantinopel. Zudem liegt Kiew Ideal am Flu\u00df und besitzt dorteinige beachtliche Erhebungen die es hochwassersicher machen, in den Fels lassen sich zudem leicht H\u00f6hlen treiben was Lagerm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Waren bietet. &nbsp;Und die N\u00e4he zu Konstantinopel nutzt Oleg, genannt der Weise, auch aus. 907 f\u00fchrt er einen Kriegszug gegen Konstantinopel und kann 911 ein Handelsabkommen mit den Byzantinern schlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als 912 Oleg stirbt \u00fcbernimmt nun doch Igor die Herrschaft. Aus Igor Zeit stammt auch der erste Bericht eines Fremden \u00fcber die War\u00e4ger bzw. Kiewer Rus. Es ist niemand anderes als Ahmad ibn Fadl\u0101n ibn al-&#8218;Abb\u0101s ibn R\u0101schid ibn Hamm\u0101d, auch kurz bekannt als Ibn Fadl\u0101n, der auf einer Reise mit einer Gesandtschaft zu den Wolgabulgaren im Auftrags des Kalifen al-Muqtadir 922 dort auch am Ufer der Wolga lagernde War\u00e4ger antrifft. Michael Crichton wird daraus das Buch \u201cEaters of Death\u201d machen woraus der Film \u201cDer 13te Krieger\u201d wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Igor ist der erste Herrscher der Rus der auch ganz sicher und nachgewiesen existierte. Igor f\u00fchrte mehrere Kriege gegen diverse St\u00e4mme und 941 zieht er mit einer gro\u00dfen Flotte in Richtung Konstantinopel und verw\u00fcstet das Umland, muss sich aber der byzantinischen Armee geschlagen geben und abziehen. Die Byzantiner k\u00fcndigen daraufhin die Handelsabkommen, was dazu f\u00fchrt das Igor 944 erneut gegen Byzanz zieht und ein neues, wenn auch schlechteres Handelsabkommen, erzwingt. 945 wird Igor bei der Vorbereitung eines Feldzuges gegen die Drewljanen erschlagen. Seine Frau \u00fcbernimmt die Herrschafft.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Igors Frau war ebenfalls eine War\u00e4gerin. Ihr Name ist heute bekannt als Olga. Wahrscheinlich hie\u00df sie urspr\u00fcnglich nordisch Helga.&nbsp;Die Witwe Olga \u00fcbt nun grausame Rache an den Drewljanen. Eine Gesandtschaft l\u00e4sst sie in einem Badehaus verbrennen, am Grabh\u00fcgel Igors soll sie 5000 Drewljanen ermorden lassen und die Hauptstadt der Drewljanen soll sie niedergebrannt haben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und dennoch. 955 Wird sie in Konstantinopel auf den Namen Helena christlich getauft und noch mal 957 in vollem Prunk in Konstantinopel von Kaiser Konstantin VII. Porphyrogennetos empfangen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Doch Olga scheint dem Frieden mit Byzanz nicht zu trauen. Sie sucht sich ein neues Standbein, einen neuen B\u00fcndnispartner. 959 sendet sie eine Gesandtschaft an den Hof Otto des Gro\u00dfen.Sie bittet um Priester und Bisch\u00f6fe f\u00fcr die Christianisierung, In St. Alban in Mainz wird daraufhin ein gewisser Liubutius zum Missionsbischof geweiht<sup id=\"rf3-32293\"><a href=\"#fn3-32293\" title=\" &lt;a href=&quot;http:\/\/www.regesta-imperii.de\/id\/0959-00-00_2_0_2_1_1_520_274b&quot;&gt;http:\/\/www.regesta-imperii.de\/id\/0959-00-00_2_0_2_1_1_520_274b&lt;\/a&gt; \" rel=\"footnote\">3<\/a><\/sup> Das die Regsta Imperii bzw. die Chroniken nun diesen Namen nennen ist etwas seltsam, denn es soll Adalbert von Magdeburg gewesen sein der dem Ruf folgte und der Name Adalbert hat mal nichts mit Liubutius zu tun.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Seine Missionierung scheint nicht von Erfolg gekr\u00f6nt. 962 kehrt er zur\u00fcck nachdem man ihm nach dem Leben trachtete. Und dennoch scheint irgendetwas gefruchtet zu haben, denn in Kiew fand man das Fundament einer Rundkirche. Solche wie sie auch in M\u00e4hren verwendet wurden, aber auch in den H\u00f6fen bei Dreihausen Ebsdorfergrund. Es handelt sich dabei um typische Missionskirchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt aber auch weitere Hinweise auf Beziehungen mit dem Westen. Einige davon finde sich in den Siedlungsresten von Gnezdovo (auch Gnjosdowo), einer Siedlung aus der Smolensk entstand. Ersterw\u00e4hnt wurde die Siedlung 862. In einem der rund 3000 Grabh\u00fcgel (Kurgane) fand sich ein Helm der unter der Bezeichnung Gnezdovo Typ 1 bekannt ist. Aussehen und Machart dieses Helmes sind identisch mit den Helmen aus dem M\u00e4hrischen Stromovka und Bojna. (Ich hatte hier: <a href=\"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2013\/02\/11\/uber-die-ukraine-zum-karolingerhelm\/\">https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2013\/02\/11\/uber-die-ukraine-zum-karolingerhelm\/<\/a> dar\u00fcber geschrieben) Diese Art von Helm wird inzwischen immer mehr, unabh\u00e4ngig von meinen Bearbeitungen des Themas,&nbsp; als ein origin\u00e4r karolinigscher Helmtyp intepretiert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt mehrere \u00dcberlegungen wie ein \u201ckarolingischer Helmtyp\u201d ins Reich der Kiewer Rus kam. 1.Nachdem Zusammenbruch des M\u00e4hrerreiches 910 flohen einige M\u00e4hrer ins Reich der Kiewer Rus und brachten die St\u00fccke mit. 2. Beutest\u00fcck&nbsp; 3.Handelsobjekt&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem die Missionierung unter Adalbert gescheitert war, findet schlie\u00dflich ein erneuter Missionierungsversuch statt. Dieses Mal durch orthodoxe Priester aus Byzanz. Was letztendlich dazu f\u00fchrte das der slawische Raum christlich Orthodox wurde und die religi\u00f6se Schriftsprache eine andere als die Gesprochene ist..<\/p>\n\n\n\n<p>Aber Olga schein noch mehr im Westen gesucht zu haben als nur christliche Unterst\u00fctzung. Denn sie reformiert auch den Staat.&nbsp; Und hier erscheint Franken das Vorbild gewesen zu sein, denn nun haben die Rus ein System aus befestigten Pl\u00e4tzen mit Gastungspflicht. Das was im Westen die Pfalzen mit ihrer Gastungspflicht gegen\u00fcber des K\u00f6nigs Gefolge sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Urspr\u00fcnglich gab es im Bereich der Kiewer Rus die Druschina. Die Druschina stand in der Nachfolge, bzw. war die slawische Variante der Eidschw\u00fcre der War\u00e4ger. Es war die Gefolgschaft und auch die Leibgarde der F\u00fcrsten.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon Olga verwendete ein Signet (auf Urkunden M\u00fcnzen etc.) das stark an den heutigen Ukrainischen Dreizack (Trisub) erinnert. Das heutige Wappen wurde am 22. Mai 1918 eingef\u00fchrt und sit nach dem Signet Wladimirs des Gro\u00dfen (ca.960-1015) gestaltet. Es war bis 1920, dem Einmarsch&nbsp; der Roten Armee und der Eingliederung als Sowjetrepublik, im Dienst und ist wieder seit 1992 in Gebrauch.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/MuenzenSiegel.png?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"281\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/MuenzenSiegel.png?resize=800%2C281&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-32313\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/MuenzenSiegel.png?w=800&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/MuenzenSiegel.png?resize=300%2C105&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/MuenzenSiegel.png?resize=768%2C270&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><figcaption>Siegel Swjastoslaw I (+972)., M\u00fcnzeWladimir des Gro\u00dfen (+1015)  und Jaroslaw des Weisen (+1054)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Es ist aber in Wirklichkeit kein Dreizack. Es ist die im germanisch Tierstil stilisierte Form eines Gerfalken. Der im Mittelalter so beliebten Jagdfalken. So zeigt das Wappen von Staraja Ladoga dieselbe Form, hier nur naturalistisch, einen Gerfalken im Sturzflug. Wegen ihrer Christianisierungsversuche der Kiewer Rus wird Olga heute in der Ostkirche als Heilige Verehrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Von ihrem Sohn und Nachfolger Swjatoslaw I. Igorewitsch (nordisch: Sveinald Ingvarsson) ist nicht bekannt ob er getauft wurde. Er f\u00fchrte einige bedeutende Feldz\u00fcge gegen Chasaren und Donaubulgaren, starb aber schlie\u00dflich in der Gefangenschaft der Petschenegen 972. Deren Kahn lie\u00df aus seinem&nbsp; Sch\u00e4del ein Trinkgef\u00e4\u00df fertigen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach seinem Tod setzten, wie oft bei den Kiewer Rus, erst einmal Erbstreitigkeiten zwischen den Erbberechtigen&nbsp; Rurikiden ein. Sieger war Wladimir I. Swjatoslawitsch (nordisch: Valdamarr Sveinaldsson) (sp\u00e4testens an dieser Stelle sollte man bemerken, dass die im russischen \u00fcbliche Namensstruktur nichts anderes ist als die \u00dcbernahme der nordischen Namensstruktur in slawischer Sprache ist, mit der Ausnahme das man heute einen echten Nachnahmen hinten dran hat.  Also Wladimir Wladimirowitsch Putin =  Valdamarr Valdamarrson Putin, Wolodymyr Oleksandrowytsch Selenskyj = Valdamarr Alexanderson Selensky. Jetzt kann sich jeder Vitali Wladimirowitsch Klitschko selbst \u00fcbersetzten )<\/p>\n\n\n\n<p>Unter Wladimir nahm die Christianisierung richtig fahrt auf, vorallem nach dem er die Tochter des byzantinischen Kaisers Romanos II. , Anna von Byzanz, geheiratet hatte. Wladimir errichtet, bzw. baut die Schlangenw\u00e4lle s\u00fcdlich von Kiew aus, massive Wall-Graben-Anlagen die das Umland s\u00fcdlich und westlich von Kiew sichern und zur Zeit auch wieder Rege als Verteidigung genutzt werden. So schrieb&nbsp; am 13.M\u00e4rz das Nachrichtenportal RBC Ukraine (\u00dcbersetzung Google, nachkorrigiert):&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Die russische feindliche Armee war nicht in der Lage, die Schlangenw\u00e4lle zu bezwingen, die sich in der N\u00e4he von Belogorodka (Kiewer Gebiet, Bezirk Buchansky) befinden. Dies wurde auf Facebook der Bodentruppen der Streitkr\u00e4fte der Ukraine gemeldet .&#8220;Die Vorfahren sind auferstanden. Bei Belogorodka lernten die Orks erstmals die Geschichte Russlands aus eigener Erfahrung kennen.Ork-Fahrzeuge waren nicht in der Lage, die Schlangenw\u00e4lle zu \u00fcberqueren. Alte russische Verteidigungssysteme gegen die Horde &#8211; 2000 Jahre Garantie!&#8220; hei\u00dft es in dem Post.&nbsp;<\/p><cite><a href=\"https:\/\/styler.rbc.ua\/rus\/war-in-ukraine\/vrag-smog-forsirovat-zmeevye-valy-belogorodkoy-1647194442.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">RBC Ukraine<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wieviel davon Kriegspropaganda ist, m\u00f6ge bitte jeder selbst entscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Wladimir folgte Swjatopolk I. als kurzes Intermezzo (Erbstreitigkeiten\u2026) bis sich 1019 Wladimirs Sohn Jaroslaw I. , genannt der Weise durchsetzen kann. Der mit der schwedischen Prinzessin Ingegerd, Tochter von K\u00f6nig Olof Sk\u00f6tkonungen, in zweiter Ehe verheiratete Jaroslaw beginnt gezielt seine Kinder in eurp\u00e4ische Adelsh\u00e4user zu verheiraten.&nbsp; Seine Tochter Elisabeth heiratet K\u00f6nig Harald III. von Norwegen, Anastasia K\u00f6nig Andreas I. von Ungarn, Anna heiratet Heinrich I. von Frankreich. Auch die S\u00f6hne gehen nicht leer aus. Isjaslaw I. heiratet Gertrude von Polen, Tochter von K\u00f6nigs Mieszko II. Lambert von Polen und Wsewolod I. heiratet Anastasia von Byzanz, Tochter des Kaisers Konstantin IX.<\/p>\n\n\n\n<p>Wsewolod I Tochter ist dann auch Adelheid von Kiew, die Heinrich IV. heiraten wird. (sie hier: <a href=\"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2022\/03\/03\/adelheid-von-kiew-eine-fast-vergessene-salische-kaiserin\/\">https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2022\/03\/03\/adelheid-von-kiew-eine-fast-vergessene-salische-kaiserin\/<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p>Das 11. Jahrhundert war f\u00fcr die Kiewer Rus eine Bl\u00fctezeit. In Kiew entstand die Mari\u00e4-Entschlafens-Kathedrale\/ Uspenski Kathedrale (1941 durch die Wehrmacht bei der Schlacht um Kiew gesprengt, 1998-2000 wieder errichtet) im Bereich des H\u00f6hlenklosters, am Anfang des 11. Jahrhunderts war nach byzantinischem Vorbild die Sophienkathedrale errichtet worden<\/p>\n\n\n\n<p>Aber jener Zeit des 11. Jahrhunderts machen sich auch erste Dialektunterschiede in Texten des Altostslawischen bemerkbar. Wobei das Thema wirklich komplex ist, da es als Schriftsprache auch noch mal in religi\u00f6sen Texten eine andere ist. Durch die Christianisierung verwendete man Altbulgarische Texte aus denen sich das Kirchenslawische entwickelte, das auch Eifluss auf die gesprochene Sprache hatte. Die regional unterschiedlichen Dialekt des Altostslawischen beeinflussten sich gegenseitig und im 15 Jahrhundert entwickelte sich daraus das Ruthenische, das in Gebieten des heutigen Belarus, Ukraine aber auch in&nbsp; Teilen von&nbsp; Litauen, Polen und Russland gesprochen wurde und dem Altrussischen im heutigen Russland. Ab dem 18. Jahrhundert entwickelte sich aus dem Ruthenischen das Ukrainisch und das Belarussisch das wir heute kennen und das moderne Russisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ende der gro\u00dfen Zeit der Kiewer Rus beginnt mit dem Tod von Mstislaw I, (+1132), nach seinem Gro\u00dfvater Harold Godwinson auch Harald genannte,&nbsp; zu enden. Im Norden hatte sich seit dem 11. Jahrhundert die Nowgoroder Republik gebildet, die sich ihren F\u00fcrsten w\u00e4hlte, ohne Kiew um Erlaubnis zu fragen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es kommt zu Streitigkeiten unter den F\u00fcrsten des Gro\u00dff\u00fcrstentums und nach und nach verliert Kiew seine Vormachtstellung. Hinzu kommen st\u00e4ndig anwachsende Einf\u00e4lle von Nomaden aus der Steppe, die die Kiewer Rus als das \u201cWilde Feld\u201d bezeichnen. Und dennoch treffen bis ins 13. Jahrhundert hinein, immer noch neue Siedler aus Skandinavien ein.<\/p>\n\n\n\n<p>1157 bilden sich mit&nbsp; Andrei Bogoljubski die Gro\u00dff\u00fcrsten von Wladimir-Susdal. Das Interesse an Kiew schwindet und neuer Hauptort wird Wladimir. 1169 l\u00e4sst&nbsp; Andrei Bogoljubski Kiew pl\u00fcndern. 1223 erscheinen die Mongolen im Reich der Rus, die bei der Schlacht an der Kalka eine herbe Niederlage hinnehmen m\u00fcssen. 1237-1239 kommt es zum ersten Mongolensturm unter Batu Kahn, bei dem auch eine, mit knapp 100 Jahren junge,  h\u00f6lzerne Handelstadt namens Moskau niedergebrannt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>1240 erfolgt der zweite Mongolensturm bei dem Kiew erobert und teilweise zerst\u00f6rt wird. Das Reich der Kiewer Rus wird gegen\u00fcber der Goldenen Horde tributpflichtig.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der teilweisen Zerst\u00f6rung Kiews dem Interessenverlust der Gro\u00dff\u00fcrsten an der Stadt, verschwindet auch nach und nach der Begriff der \u201cKiewer Rus\u201d. Hinzu kommen immer mehr Streitigkeiten unter den F\u00fcrstent\u00fcmern und die st\u00e4ndigen \u00dcbergriffe der Goldenen Horde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Erst 1480 kann man sich von den Mongolen\/Tartaren befreien. Sieger ist Iwan III., genannt der Gro\u00dfe, immer noch aus dem Geschlecht der Rurikiden, aber mittlerweile Gro\u00dff\u00fcrst von Moskau, bezeichnet sich als \u201cHerrscher der ganzen Rus\u201d und f\u00fchrt als erster den Titel Zar, der sich vom lateinischen Caesar ableitet.&nbsp; Moskau wird neue Hauptstadt. 1598 stirbt mit Zar Fjodor I. der letzte Rurikide.&nbsp;<\/p>\n<hr class=\"footnotes\"><ol class=\"footnotes\" style=\"list-style-type:decimal\"><li id=\"fn1-32293\"><p > Dendrodadierung von Holzfunden &nbsp;<a href=\"#rf1-32293\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 1.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn2-32293\"><p > Rorik von Dorestadt taucht zuletzt 873 auf, als er Ludwig dem Deutschen den Lehnseid schw\u00f6rt, es ist also unwahrscheinlich das er parallel in Nowgorod eine Herrschaft aufbaut &nbsp;<a href=\"#rf2-32293\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 2.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn3-32293\"><p > <a href=\"http:\/\/www.regesta-imperii.de\/id\/0959-00-00_2_0_2_1_1_520_274b\">http:\/\/www.regesta-imperii.de\/id\/0959-00-00_2_0_2_1_1_520_274b<\/a> &nbsp;<a href=\"#rf3-32293\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 3.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich ist es nicht meine Art auf ein Thema aufzuspringen nur weil es gerade aktuell ist. 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