{"id":32231,"date":"2022-03-10T21:06:52","date_gmt":"2022-03-10T20:06:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tribur.de\/blog\/?p=32231"},"modified":"2022-03-10T21:07:10","modified_gmt":"2022-03-10T20:07:10","slug":"die-schweizer-und-der-sacco-di-roma","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2022\/03\/10\/die-schweizer-und-der-sacco-di-roma\/","title":{"rendered":"Die Schweizer und der Sacco di Roma"},"content":{"rendered":"\n<p>Ich schreibe heute mal \u00fcber eine Zeit mit der ich so gar nichts am Hut habe. Das 16. Jahrhundert, den Sacco di Roma und die Schweizer Garde. Und ich versuche ein bisschen am Lack zu kratzen, den die Sache so mit sich bringt.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend dem N\u00e4hen der Tunica habe ich des \u00f6fteren das Lied \u201cThe Last Stand\u201d von Sabaton geh\u00f6rt. Einfach weil ich den choralsartigen Pathos Sound irgendwie gut fand in dem Moment. Kann man m\u00f6gen, muss man aber. Auf jeden Fall hab ich mich mal mit der Story hinter dem Song auseinandergesetzt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Schweizer-Reislaeufer-um-1520-Holzschnitt-Heyne-auf-der-Kyrchgassen.png?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Schweizer-Reislaeufer-um-1520-Holzschnitt-Heyne-auf-der-Kyrchgassen.png?resize=377%2C612&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-32234\" width=\"377\" height=\"612\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Schweizer-Reislaeufer-um-1520-Holzschnitt-Heyne-auf-der-Kyrchgassen.png?w=502&amp;ssl=1 502w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Schweizer-Reislaeufer-um-1520-Holzschnitt-Heyne-auf-der-Kyrchgassen.png?resize=185%2C300&amp;ssl=1 185w\" sizes=\"auto, (max-width: 377px) 100vw, 377px\" \/><\/a><figcaption>Schweizer Reisl\u00e4ufer um 1520, Stich von Heyne auf der Kyrchgassen (Schweizer Dolch links, Anderthalbh\u00e4nder rechts) Schweizer Kreuz durch Schlitzung auf Hose und Brust<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die Sache spielte sich im Jahr 1527 ab. Die Zeit der Ritter war vorbei. Nicht ganz unschuldig daran war der Habsburger Kaiser Maximilian I. (1459-1519) der den Beinamen \u201cder letzte Ritter\u201d erhielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die klassischen Tjost, das Lanzenstechen oder oftmals einfach als \u201cRitterturnier\u201d bezeichnete, war nicht mehr Training und Zweikampf der Ritter. Es war ein Sport geworden. Gerade die Patrizier die es sich leisten konnten nahmen daran Teil und vielfach schm\u00fcckt noch heute ein \u201cStechhelm\u201d ihre Wappen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch das Heerwesen hatte sich ge\u00e4ndert. Nach dem Vorbild von Schweizer Gewalthaufen, die mit Piken und Hellebarden in ihrem Bauernheer beachtliche Erfolge erzielten und sich schon l\u00e4nger als S\u00f6ldner verdingen ( sogenannte Reisl\u00e4ufer oder Reisige) , l\u00e4sst Kaiser Maximiliam Landsknechte ausheben &#8211; S\u00f6ldner die selbst f\u00fcr Ihre Ausr\u00fcstung zu sorgen hatten, aus dem einfachen Volk kamen, die aber nach einem festen Regelsatz&nbsp; besoldet wurden. Was sich erst mal nach einfachen K\u00e4mpfern anh\u00f6rt konnte in hochspezialisierten S\u00f6ldner wie Arkebusensch\u00fctzen gipfeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Mitunter konnten sich diese Landsknechtheere aber auch verselbstst\u00e4ndigen. Wenn etwa der Sold ausblieb und keine F\u00fchrung mehr vorhanden war.Und so etwas wird 1527 passieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in Rom waren andere Zeiten angebrochen. In Italien und auch in ganz Europa brodelt es. Und selbst wenn der 30 J\u00e4hrige Krieg noch mehr als hundert Jahre entfernt ist, wirft er in den damaligen Koflikten seinen Schatten vorraus.<\/p>\n\n\n\n<p>1494 waren die Italienischen Kriege ausgebrochen. Beteiligt waren unter anderem die Ghibellinen (Waiblinger) , Anh\u00e4nger des r\u00f6m.-deutschen Kaisers, einstmals Anh\u00e4nger der Staufer und den papstreuen Guelfen, den italienischen Welfen. Frankreich meldet Anspruch auf Mailand an, Spanien verb\u00fcndet sich mit Frankreich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In den folgenden Jahren bilden sich immer neue Ligen aus Verb\u00fcndeten mit Beteiligten wie Ferdinand II von Aragon, Kaiser Maximilian, Heinrich VIII von England, der Republik Venedig, Frankreich und den Schweizer Eidgenossen. Wobei sich fast alle mal irgendwie die K\u00f6pfe gegenseitig einschlagen aufgrund wechselnder B\u00fcndnisse&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4testens seit 1476 sind die Schweizer Reisigen, jene schon genannten Reisl\u00e4ufer, gef\u00fcrchtete Gegner und gelten mit ihren Gewalthaufen als nahezu unaufhaltsam. Am 2. M\u00e4rz 1476 hatten die Schweizer in den Burgunderkriegen Karl den K\u00fchnen bei der Schlacht von Grandson besiegt und in panikartige Flucht versetzt. Am 22. Juni 1476 schlagen sie Karl den K\u00fchnen&nbsp; erneut bei der Schlacht bei Murten dank ihrer Fu\u00dftruppen vernichtend.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Papst Julius II. will sich daher in diesen schweren Zeiten eine Schweizer Leibgarde organisieren, die er 1505 in der Schweiz beantragt. Bezahlen kann er sie nicht, er muss ja den neuen Petersdom bauen, aber das \u00fcbernehmen f\u00fcr ihn ja die Fugger aus Augsburg. Und im Januar 1506 schlagen 150 Schweizer S\u00f6ldner mit ihren Familien in Rom auf und bilden die neue Leibwache des Papstes.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1513 wird mit Leo X als der erste Medici den p\u00e4pstlichen Thron besteigen. Ein Machtmensch durch und durch. Als er 1522 stirbt, m\u00f6glicherweise vergiftet,&nbsp; geht das Gerangel um den Papstthron weiter. Mit Hadrian VI wird ein Deutscher als Kompromniskandat Papst. Unter ihm w\u00e4re wahrscheinlich vieles anders geworden, wenn er nicht schon im September 1523 gestorben w\u00e4re. Schlie\u00dflich wird als Clemens VII Giulio de Medici Papst. Der war schon vorher Lieblingskandidat von Kaiser&nbsp; Karl V gewesen. Der Mann ist zwar Prior der Johanniter in Capua, aber kein Priester. Sein Vetter, der verstorbene Papst Leo X hatte ihn,&nbsp; ihn mit der Aussage er sei ein unehelicher Sohn, adoptiert, was ihn ganz schnell zum Erzbischof von Florenz (ab 1513), von Narbonne (ab 1515) , Bischof von Albia (1513-15) , von Bologna(1518) und Eger (1520-23) werden lie\u00df. ( Er war immer noch kein Priester! Zust\u00e4nde sind das! Wie im alten Rom!) Allesandro de Medici, der m\u00f6glichweise sein unehelicher Sohn ist, verheiratet er 1533 erfolgreich mit der unehelichen&nbsp; Tochter Karls V. und verm\u00e4hlte sein M\u00fcndel Katharina de Medici mit Heinrich von Orl\u00e9ons, dem sp\u00e4teren franz\u00f6sischen K\u00f6nig Heinrich II. Beziehungen sind alles!<\/p>\n\n\n\n<p>Doch nun zu den Geschehnissen von 1527.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch immer toben die Italienischen Kriege in Oberitalien. Kaiser Karl V kann den franz\u00f6sischen K\u00f6nig Franz I. als Geisel festnehmen und l\u00e4sst ihn den Vertrag von Mailand unterzeichnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Franz I wird aus der Geislhaft entlassen und sofort Eidbr\u00fcchig. Der Papst aber erteilt Franz die Absolution und Karl V steht ohne Geld da, da der Vertrag nichtig ist. So kann Karl V 1525 seine Truppen, bestehend aus italienischen und spanischen S\u00f6ldnern, sowie deutschen Landsknechten, nicht mehr regelm\u00e4\u00dfig besolden. Diese bedienen sich nun aus dem was Oberitalien und die von ihnen besetzten Gebiete so hergeben. Zudem kocht es in den Reihen der deutschen Landsknechte, von denen viele Protestanten sind und vom Papst nur wenig halten. Zumal dessen, Absolution Franz I gegen\u00fcber, sie um den Sold gebracht hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Im M\u00e4rz 1527 kommt es zum Aufstand der deutschen S\u00f6ldner. Der Landsknechtf\u00fchrer Georg von Frundsberg, der den Satz: \u201cViel Feind, viel Ehr\u201d erfand, versucht die Truppen zu beruhigen, regt sich aber wohl so sehr dabei auf das er einen Schlaganfall erleidet und ausf\u00e4llt. Sein Ersatz Konrad von Boyneburg, genannt \u201cder kleine Hesse\u201d hat auch keine relevante Kontrolle mehr \u00fcber seine 35 F\u00e4hnlein . (1 F\u00e4hnlein = 400 Landsknechte!) Er wird schokiert \u00fcber die Schrecken der kommenden Vorf\u00e4lle in Rom seinen Oberbefehl niederlegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 16. M\u00e4rz 1527 verweigern die S\u00f6ldner dann den Gehorsam. Sie geben dem Medici Papst die Schuld an ihrer Lage und wollen ihn zur Rechenschaft ziehen. Das Belagerungsger\u00e4t wird vor Florenz zur\u00fcckgelassen und der Tross aus Italienern, Spaniern und Deutschen zieht in Richtung Rom. Papst Clemens versucht den verblieben S\u00f6ldnerf\u00fchrer Charles de Bourbon zu bestechen um die Truppen zur\u00fcckzuhalten. Doch dieser lehnt ab und hat ohnehin keine Kontrolle mehr \u00fcber die Truppen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Am 4. Mai 1527 treffen 24000 S\u00f6ldner bei Rom ein. Rom besitzt fast keine Verteidigung da der Papst aus Kostengr\u00fcnden das stehende Heer zusammengestrichen hat und am 6. Mai erfolgt der Angriff.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Porta del Torrione schaffen es die Spanier die Mauer zu \u00fcberwinden und stehen nun im Borgo, jenem Stadtteil westlich des Tiber zudem auch der Vatikan bis 1929 geh\u00f6rte und der eigentlich zu dieser Zeit nur aus dem Vatikan und der Engelsburg bestand. Die eigentliche Stadt befand sich auf der Ostseite des Tiber.&nbsp; Bei dem Sturm auf die Mauern f\u00e4llt der letzte Haupts\u00f6ldnerf\u00fchrer Charles de Bourbon&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ohne irgendeine relevante F\u00fchrung dreht das S\u00f6ldnerheer nun vollkommen frei.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die letzte Verteidigung des Papstes stellen seine 189 Schweizer Reisl\u00e4ufer dar, die seit 1512 den Ehrentitel \u201cH\u00fcter der Freiheit der Kirche\u201d tragen. Sie sind ebenfalls S\u00f6ldner, die, sollten sie ihren Auftraggeber im Stich lassen, keinen Sold sehen werden und von den Landsknechten kurzerhand einen Kopf k\u00fcrzer gemacht werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sie w\u00fcrden aber nicht etwa an einer \u201cUniform der Schweizer Garde\u201d erkannt werde, dennoch aber an ihrer schweizer Kleidungstil. In aller Regel war das wei\u00dfe Kreuz der Schweizer auf ihr Wams oder den Hosen gen\u00e4ht. Die klassische Uniform der Schweizer Garde gab es noch nicht. Auch ihre Bewaffnung machte sie erkennbar. Nur sie trugen das \u201cschmale Schwert zu Anderthalb, das Schweizerschwert\/ den Schweizerdegen und den Schweizerdolch w\u00e4hrend die Landsknechte den Zweih\u00e4nder und den Katzbalger bevorzugten.<sup id=\"rf1-32231\"><a href=\"#fn1-32231\" title=\" Birgit von Seggern, Der Landsknecht im Spiegel der Renaissancegraphik&nbsp; S.85 \" rel=\"footnote\">1<\/a><\/sup> Sie waren also erkennbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Familien der Schweizer waren in Rom und die konnte man h\u00f6chstens durch den Kampf sch\u00fctzen. Die Schweizer Reisigen h\u00e4tten aber auch im Fall sich zu ergeben f\u00fcr einen riesigen Vertrauensverlust in die Eidgenossenschaft oder zumindest f\u00fcr ihren Kanton gesorgt. Es bleibt ihnen nichts anderes \u00fcbrig als um das nackt \u00dcberleben zu k\u00e4mpfen. Selbst wenn man den Papst, ihren (Sold-)Herren, nach heutigen Ma\u00dfst\u00e4ben nicht also sonderlich ausgepr\u00e4gten Menschen mit christlichen Tugenden sehen w\u00fcrde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ihnen beiseite stand der verbliebene Rest des stehenden Heeres Roms.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gardisten nehmen zun\u00e4chst Stellung am Vatikanischen Obelisken, der damals noch nicht auf dem Petersplatz stand, sondern sich s\u00fcdlich des Langhauses in&nbsp; Richtung des Campo Santo Teutonica ( dem Friedhof der Deutschen) befand, denn aus dieser Richtung str\u00f6mten die S\u00f6ldner auf den Vatikan zu.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Garde beschlie\u00dfen nun sich aufzuteilen. Kommandant Kaspar R\u00f6ist h\u00e4lt die Nachhut am Petersdom die mit ihm&nbsp; 147 Mann stark ist, unterst\u00fctztdurch die verbliebenen Stadtwache, w\u00e4hrend 42 Mann unter Herkules G\u00f6ldli den Papst \u00fcber den Petersdom und die Passetto di Borgo, einem in einer Mauer verborgenen Gang,&nbsp; in die Engelsburg bringen und sich dort zu verschanzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nur die 42 Schweizer in der Engelsburg werden \u00fcberleben. Drei Tage, anderen Texten zufolge 8 Tage,&nbsp; lang verw\u00fcsten die S\u00f6ldner Rom, vergewaltigen, morden und pl\u00fcndern. Kaspar R\u00f6ist wird verletzt gefangen genommen, er hatte sich in sein Haus gefl\u00fcchtet und wurde vor den Augen seine Frau Elisabeth Klingler get\u00f6tet. Unbest\u00e4tigten Berichten zufolge sollen die letzten Schweizer, gemeinsam mit in den Petersdom gefl\u00fcchteten, auf den Stufen des Altars dahingemetzelt worden sein.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;90% der Kunstsch\u00e4tze Roms sollen geraubt worden sein. Die Vatikanische Bibliothek \u00fcberlebte nur weil dort Philibert de Chalon. Prinz von Orange, einer der F\u00fchrer der S\u00f6ldner dort sein Quartier einrichtete.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Vor der Engelsburg wird durch die S\u00f6ldner eine Prozession persifliert, bei der man den Papst auffordert Segel und Ruder des Petrusschiffchens an Luther zu \u00fcbergeben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Am 7. Juni kapituliert der belagerte Papst in der Engelsburg.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Er muss 400000 Dukaten L\u00f6segeld zahlen,wof\u00fcr unz\u00e4hlige Kunstsch\u00e4tze, darunter eine Krone Stephans I von Ungarn , eingeschmolzen werden mussten um genug Edelmetall f\u00fcr die M\u00fcnzen zu haben. Zudem muss er die Festungen Ostia, Cicitaveccia und Civita Castellana \u00fcbergeben und auf die St\u00e4dte Modena, Parma und Piacenza verzichten. Weiterhin wurde die Schweizer Garde abgeschafft und der Dienst von 200 Landsknechten \u00fcbernommen. Zwar setzte der Papst durch das die verbliebenen 42 Schweizer auch in die neue Garde eintreten durften, aber nur 12 taten dies auch.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1548 wird die Schweizer Garde wieder hergestellt. Der 6. Mai, der Tag der Schlacht, ist heute der Tag an dem die Schweizer Garde neue Gardisten vereidigt. Und die bekannten Uniformen der Schweizer Garde? W\u00e4hrend Wissen.de<sup id=\"rf2-32231\"><a href=\"#fn2-32231\" title=\" h&lt;a href=&quot;https:\/\/www.wissen.de\/wurde-die-uniform-der-paepstlichen-schweizergarde-tatsaechlich-von-michelangelo-en&quot;&gt;ttps:\/\/www.wissen.de\/wurde-die-uniform-der-paepstlichen-schweizergarde-tatsaechlich-von-michelangelo-en&lt;\/a&gt; \" rel=\"footnote\">2<\/a><\/sup> sich nicht sicher ist ob die so bekannt Uniform der Schweizer Garde tats\u00e4chlich von Michelangelo entworfen wurde, wie so gerne kolpotiert, ist sich die Garde selbst da ziemlich sicher das sie das nicht wurde! Kommandant Jules Remond (1910-1921) entwarf die Uniform. Er lehnte sich an Landsknechtskleidung an, entlieh sich die Farben der Medici und fertig war die Laube.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anmerkung in eigener Sache:<\/strong> Ich begann mit diesen Text 2 Tage bevor Putins Russland widerrechtlich in der Ukraine einmarschiert ist. Und einen Bezug zu einer m\u00f6glichen Belagerung Kiews oder anderer St\u00e4dte hatte ich zun\u00e4chst gar nicht bemerkt. Inzwischen bef\u00fcrchte ich aber das es zu \u00e4hnlichen Zust\u00e4nden etwa in Kiew  oder einer anderen Stadt der Ukraine kommen k\u00f6nnte wie sie 1527 beim Sacco die Roma herrschten. Dabei ist es unerheblich ob man mit dem Bidenh\u00e4nder, Katzbalger oder dem Kolben einer Kalaschnikow den Sch\u00e4del eingeschlagen bekommt. Zwar sind die Bilder aus der Ukraine bei weitem nicht so clean wie aus amerikanisch gef\u00fchrten Kriegen , aber dennoch sieht man bei weitem nicht alles. Ich habe den Fehler gemacht und mich in ukrainischen Telegram Gruppen herum getrieben und Bilder gesehen die ich lieber nicht gesehen h\u00e4tte. Es gibt keinen sauberen Krieg, Krieg ist immer schrecklich. <br>Homo Sapiens hei\u00dft der &#8222;Vernunftbegabte Mensch&#8220;, doch es scheint tats\u00e4chlich nur eine Begabung zu sein. Eine Begabung die viele schon l\u00e4nger nicht mehr nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr class=\"footnotes\"><ol class=\"footnotes\" style=\"list-style-type:decimal\"><li id=\"fn1-32231\"><p > Birgit von Seggern, Der Landsknecht im Spiegel der Renaissancegraphik&nbsp; S.85 &nbsp;<a href=\"#rf1-32231\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 1.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn2-32231\"><p > h<a href=\"https:\/\/www.wissen.de\/wurde-die-uniform-der-paepstlichen-schweizergarde-tatsaechlich-von-michelangelo-en\">ttps:\/\/www.wissen.de\/wurde-die-uniform-der-paepstlichen-schweizergarde-tatsaechlich-von-michelangelo-en<\/a> &nbsp;<a href=\"#rf2-32231\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 2.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich schreibe heute mal \u00fcber eine Zeit mit der ich so gar nichts am Hut habe. Das 16. Jahrhundert, den Sacco di Roma und die Schweizer Garde. 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