{"id":31322,"date":"2021-08-12T18:01:18","date_gmt":"2021-08-12T17:01:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tribur.de\/blog\/?p=31322"},"modified":"2021-08-12T18:01:21","modified_gmt":"2021-08-12T17:01:21","slug":"das-kataster-um-den-treburer-markt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2021\/08\/12\/das-kataster-um-den-treburer-markt\/","title":{"rendered":"Das Kataster um den Treburer Markt"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Grunde ist der Versuch die Grundst\u00fccke um den Marktplatz zu rekonstruieren zum scheitern Verurteilt. Weder reichen die Unterlagen weit genug zur\u00fcck, nachvollziehbar bis 1777, noch gibt es arch\u00e4ologische Grabungen oder etwa ein Kellerkataster mit dem man fr\u00fchere Bauten nachvollziehen k\u00f6nnte.  <\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch werde ich einen Versuch wagen. <\/p>\n\n\n\n<p>Der damaligen Ortsbegehung nach, war das Siedlungsgebiet um die Pfalz herum zun\u00e4chst auf die Nauheimer Stra\u00dfe und dann von der Friedhofstra\u00dfe nach s\u00fcd-westen f\u00fchrend in die Sackgasse der Gro\u00df-Gerauer Stra\u00dfe hinein begrenzt. Unklar ist dabei ob dieses Gebiet durch einen Graben oder irgendwie anderweitig gesch\u00fctzt war oder es lediglich eine Siedlungsgrenze darstellte.<\/p>\n\n\n\n<p>Im sp\u00e4ten 10. oder fr\u00fchen 11. Jahrhundert wird das Gebiet ausgedehnt. Dies geschieht planm\u00e4\u00dfig. Als neues Erschlie\u00dfungsgebiet wird das Areal um den alten Marktplatz herum auserkoren. Das die Entscheidung auf dieses Gebiet f\u00e4llt ist leicht verst\u00e4ndlich. Es liegt zum einen an am Alten Mainzer Weg, der Stra\u00dfe nach Mainz (heutige Astheimer Stra\u00dfe), zum Anderen liegt es leicht erh\u00f6ht und bietet eher Schutz vor starkem Hochwasser als andere umliegende Bereiche. Einzig der Reihengr\u00e4berfriedhof aus fr\u00e4nkischer Zeit an dieser Stelle, musste verschwinden, wenn er denn \u00fcberhaupt noch genutzt wurde und die Hauptbegr\u00e4bnisst\u00e4tte des Ortes nicht schon an den Kirchhof von St. Alban verlegt worden war.<br>Im gleichen Zug wie der neue Markt entsteht, verschwindet wohl auch ein Vorg\u00e4ngermarkt, der an der Stelle der heutigen B\u00e4ckerei Abels zu suchen ist. In alten Pl\u00e4nen ist zu erkenn das sie mit ihrem \u00f6stlichen Anbau wie ein Fremdk\u00f6rper in die Nauheimer- und Hauptstra\u00dfe hinreagt. \u00dcbrig vom Markt blieb wohl das Backhaus, aus dem sich sp\u00e4ter die B\u00e4ckerei entwickelte , und ein Brunnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber schauen wir uns nun das Suburbium, das Neubaugebiet einmal n\u00e4her an. Ich nutze hierzu zun\u00e4chst das Urkataster aus den 1860er Jahren und zugeh\u00f6rige Besitzverh\u00e4ltnisse ab 1777 und den aktuellen Katasterplan. Arch\u00e4ologische Untersuchungen gibt es nicht, ebenso wenig ein Kellerkataster das Aufschluss \u00fcber Alter von Kellern und Ausrichtungen von Vorg\u00e4ngerbauten geben k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein gro\u00dfer Einschnitt in der Geschichte Treburs war der Brand von 1540. Jedoch ist nicht nachzuvollziehen wie stark der gro\u00dfe Ortsbrand tats\u00e4chlich war. Schrieb Dieter Berges in &#8222;Trebur Geschichte und Geschichten&#8220; Trebur wurde im Jahr 1540 durch ein verheerendes Gro\u00dffeuer in Schutt und Asche gelegt(&#8230;)<sup id=\"rf1-31322\"><a href=\"#fn1-31322\" title=\"  Trebur Geschichte und Geschichten &#8211; Treburs Fachwerkbauten S73 \" rel=\"footnote\">1<\/a><\/sup> ist zumindest sicher, das weder Gro\u00dfes Haus, noch Laurentiuskirche oder Marienkapelle davon betroffen waren. Zwar soll man hin und wieder bei Kanal- oder Kabelarbeiten eine Brandschicht erkannt haben, so bei der B\u00e4ckerei Abels, muss ich aber doch gestehen das ich das bei bei anderen Bauarbeiten an gleicher Stelle nicht nachvollziehen konnte. Der Brand bleibt also ein gewisses Geheimnis. <\/p>\n\n\n\n<p>Und dennoch ist anzunehmen das die Bebauung die sich bis ins 20 Jahrhundert hinein n\u00f6rdlich und s\u00fcdlich des Marktplatzes zeigte, wohl auf diesen Brand zur\u00fcck zu f\u00fchren ist. Von &#8222;\u00fcberbordendem Reichtum einer ehemaligen k\u00f6niglichen Residenz&#8220; ist hier nichts zu sehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein wenig scheinen die Fachwerkh\u00e4uschen die hier standen und zum Teil noch stehen, wie aus einem Katalog f\u00fcr Reihenh\u00e4user. Im Schnitt etwa 8m breit und 12m lang, giebelst\u00e4ndig, 2 oder 3 Fenster zur Front und zweist\u00f6ckig. Gr\u00f6\u00dfere Geb\u00e4ude fehlen, bis auf die Gastst\u00e4tte\/Brauhaus Zum Erker und dem 1577 erbauten alten Radhaus, vollst\u00e4ndig. Auch fehlt der Nachweis das es hier vor dem Rathaus einstmals ein anderes wichtiges Geb\u00e4ude gegeben haben k\u00f6nnte. Besitzungen wie etwa der Hof des Stiftes Sankt Alban lassen sich erst im Ortsteil des 12.\/13. Jahrhunderts nachweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso lassen sich aus den Unterlagen seit 1777 au\u00dfer Brauh\u00e4usern und seit dem Ende des 19. Jahrhunderts einem Kolonialwarenladen (in einem ehemaligen Brauhaus) keine Handwerker oder L\u00e4den feststellen. 1777 bis 1794 gibt es noch ein Schlachthaus am heutigen Wilhelm Leuschner Platz 2, welches jedoch seine T\u00e4tigkeit mit dem Verkauf an den j\u00fcdischen Jonas Isaak Goldschmidt 1794 einstellt. Dieses Schlachthaus besteht jedoch nur aus dem heutigen Wohnhaus, ohne weiteres Grundst\u00fcck oder Hof, was es als klassisches Schlachthaus relativ unbrauchbar macht. Es liegt auch nicht an einem Wasserlauf um Schlachtabf\u00e4lle zu entsorgen. Es war wohl eher das Wohnhaus eines mobilen Schlachters der Hofschlachtungen vornahm. Das Grundst\u00fcck wurde wohl aus einem, oder vielleicht aus beiden umliegenden Grundst\u00fccken herausgeschnitten.<\/p>\n\n\n\n<p>Generell erscheint es als habe das Gebiet um den Markt, wohl auch durch die recht kleinen Grundst\u00fccke, an Attraktivit\u00e4t verloren. Bei einigen Grundst\u00fccken kann beobachtet werden, das es sich nur noch um &#8222;Dependancen&#8220;, vielleicht unterverpachtet, handelt, w\u00e4hrend der eigentliche Besitzer in einer gr\u00f6\u00dferen Hofreite im neuen Teil des Dorfes innerhalb des Burggrabens wohnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig stellt diese bauliche Vernachl\u00e4ssigung des Marktes eine Chance dar. Da eine \u00dcberbauung der Grundst\u00fccke mit gro\u00dfen Renaissancegeb\u00e4uden fehlt,  k\u00f6nnten die Grundst\u00fccke einen Teil ihrer fr\u00fchen Form behalten haben. Nach dem Brand wird es kaum zu einer Neuaufteilung der Grundst\u00fccke gekommen sein, niemand gibt freiwillig seinen Grund und Boden auf, weil es gebrannt hat. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Kataster1.png?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Kataster1.png?resize=476%2C468&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-31352\" width=\"476\" height=\"468\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Kataster1.png?w=635&amp;ssl=1 635w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Kataster1.png?resize=300%2C295&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Kataster1.png?resize=80%2C80&amp;ssl=1 80w\" sizes=\"auto, (max-width: 476px) 100vw, 476px\" \/><\/a><figcaption>Basis: Katasterplan c by Hessische Verwaltung f\u00fcr Bodenmanagement und Geoinformation, schwarz: Urkataster, rot: rekonstruierte Grenzen, *=Brauh\u00e4user<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Die Nordseite<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aber zun\u00e4chst einmal ist die Nordseite des  Marktplatz interessant. Erkennbar auf den Pl\u00e4nen ist eine relativ gleichm\u00e4\u00dfige Breite der Grundst\u00fccke. Die L\u00e4nge der Grundst\u00fccke wird durch den Scheunenkranz begrenzt. Die Position des Kranzes ist bedingt durch eine Senke, von der angenommen wird das es sich um den ehemaligen Graben handelt. Etwas aus der Reihe f\u00e4llt dabei die Hausnummer 11, das Gasthaus zur Krone. Ein traufst\u00e4ndiges Haus, das als Brauhaus mit Anbau verzeichnet ist. Betrachtet man aber das Nachbargrundst\u00fcck, so ist erkennbar das diesem Grundst\u00fcck ein schmaler Streifen genommen wurde um ihn dem Nachbargrundst\u00fcck hinzuzuf\u00fcgen. Mit diesem Streifen stimmt nun wieder die regul\u00e4re Grundst\u00fccksbreite. Aber auch die halbierte, westliche Haush\u00e4lfte k\u00f6nnte nun die Position eines giebelst\u00e4ndigen Geb\u00e4udes markieren, welches vor der Teilung hier gestanden haben k\u00f6nnte.<br>Auch wird der heutige Blick durch Hausnummer 8\/9 verwirrt. Hier steht ein relativ modernes Mehrfamilienhaus das auf 2 Grundst\u00fccken liegt. Auch der Hof ist geteilt. Laut Kataster sind es noch 2 Grundst\u00fccke, diese scheinen aber inzwischen zusammengelegt. Auf alten Aufnahmen sind hier noch zwei kleine Fachwerkh\u00e4uschen zu sehen, wovon Nummer 9 zun\u00e4chst ein Brauhaus, sp\u00e4ter dann Kolonialwarenladen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Nordseite des Marktplatzes ergibt sich also in der fr\u00fchen Neuzeit ein Bild von kleinteiligen Parzellen mit einer Breite von ca 11m bis 15m auf denen giebelst\u00e4ndig kleine Fachwerkh\u00e4user mit max. 2 Stockwerken stehen. daneben f\u00fchrt ein Hoftor in den Hof, der urspr\u00fcnglich nur hinter dem Wohnhaus noch mit Stallungen bebaut war und sp\u00e4testens seit der Neuzeit mit einer Scheune abschlie\u00dft. Dahinter liegt noch ein G\u00e4rtchen bis zum Burggraben zur Eigenversorgung. Diese Form wird bis zur Astheimer Stra\u00dfe 7 eingehalten. Nummer 7 steht bereits dort wo der Graben zu vermuten ist.<br>Dies zeigt sich auch durch die Verschm\u00e4lerung der Astheimer Stra\u00dfe, sowie der inzwischen Bebauten Senke des Grabens westlich hinter dem Gasthaus zum Erker, welche auf Lidar Aufnahmen noch sehr gut zu erkennen ist. <\/p>\n\n\n\n<p>Komplizierter erscheinen die Parzellen des heutigen Restaurants zum Erker. Als das Urkataster entstand, bestand noch der namensgebende Fachwerkbau mit auskragendem Erker der erst in 1962\/63 bedauerlicher Weise abgerissen wurde. Das westlich gelegene Grundst\u00fcck war m\u00f6glicher weise Teil eines Walls (siehe dazu weiter unten) und in der Betrachtung eher nebens\u00e4chlich.  Die kleinen n\u00f6rdlich anschlie\u00dfenden Grundst\u00fccke waren m\u00f6glicherweise im Ursprung wahrscheinlich nicht existent wodurch sich die Stra\u00dfe gleichm\u00e4\u00dfig zum Tor bzw. Br\u00fcckenanlage verbreiterte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>S\u00fcdlich des Rathauses<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im S\u00fcden, Bereich Hauptstra\u00dfe 10-2 zeigt seich eine \u00e4hnliche kleinteilige, streifenartige Grundst\u00fcckseinteilung wie im Norden des Marktes. Alle Grundst\u00fccke reichen auf \u00e4hnlich identische Tiefe nach S\u00fcden. Auch die Art der kleinen noch stehenden Fachwerkh\u00e4uschen ist identisch.<br>Kompliziert wird es bei Hausnummer 5 und 4. Beide zeigen sich heute als traufst\u00e4ndige Geb\u00e4ude mit Hofeinfahrt im Geb\u00e4ude die \u00fcber die komplette Breite der Grundst\u00fccke reichen. Die Breite der Grundst\u00fccksfront ist dabei wesentlich schmaler, als die der umliegenden Grundst\u00fccke. Beide Grundst\u00fccke zusammen haben dabei in etwa die Breite wie der \u00f6stlichen Grundst\u00fccke. Ebenso liegen beide Grundst\u00fccke auf der Nordseite auf gleicher H\u00f6he, w\u00e4hrend das Grundst\u00fcck Nummer 2 etwa 1m s\u00fcdlicher liegt. Es macht den Anschein als habe Nummer 5 und 4 ehemals zusammen geh\u00f6rt. Drauf k\u00f6nnte auch der s\u00fcdliche Bereich der Grundst\u00fccke hinweisen. Auf dem Urkataster ist hier eine Grundst\u00fccksgrenze eingezeichnet die in Verl\u00e4ngerung der westlichen Grundst\u00fccksgrenze von Nummer 5. Dort ist das Grundst\u00fcck jedoch nicht zu Ende! Es verl\u00e4uft weiter nach Westen, entlang der Sackgasse der Gro\u00df-Gerauer Stra\u00dfe , noch weiter nach S\u00fcden und besa\u00df auf einer heutigen Brache s\u00fcdlich der Gro\u00df-Gerauer Stra\u00dfe noch eine Scheune. Damit ist es das gr\u00f6\u00dfte Grundst\u00fcck im Osten Treburs.<br>Jedoch scheint alles nach und nach erworben zu sein. Die Besitzer sollten als wohlhabend gesehen werde, befinden sich doch Schulthei\u00dfen und B\u00fcrgermeister darunter, zu dem war Hausnummer 4 eine Gastst\u00e4tte und Brauerei, der Hessische Hof, und nach dem zweiten Weltkrieg die Rathaus Apotheke. Im Jahr 1825 war auch Hausnummer 5 f\u00fcr eine kurze Zeit wieder zu Nummer 4 geh\u00f6rig. Das Hauptgrundst\u00fcck geh\u00f6rt zu jenen auf denen sich auch noch heute ein steinerner Bau, \u00e4hnlich eines Turms unter Putz verbergen soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Grundst\u00fccke die an der Sackgasse der Gro\u00df-Gerauer Stra\u00dfe liegen sin  problematisch in der Beurteilung. Der s\u00fcdliche Teil d\u00fcrfte, wenn bebaut eher d\u00fcnn bebaut gewesen sein. Zudem liegt er noch innerhalb der vorangegangen Entwicklungsstufe des Ortes. In Teilen sehe ich hier, bis hinunter zur Tuchbleiche die m\u00f6glichen Lagerst\u00e4tten der Pfalz, bzw. Scheunen zur Lagerung und Zum verladen von Waren. <\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende der Sackgasse Gro\u00df-Gerauer Stra\u00dfe liegt ein Grundst\u00fcck von dem ebenfalls berichtet wurde, das sich dort ein turm\u00e4hnlicher steinerner Bau befunden haben soll. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte das Grundst\u00fcck von westen erschlossen worden sein, etwa mittels eines Pfades vor dem potentiellen Wall. Mir erscheint ein solcher Zuweg allerdings nicht schl\u00fcssig, so das ich in dem oben abgebildeten Plan das Grundst\u00fcck aus der Gegenrichtung, der Sackgasse, erschlie\u00dfe. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die T\u00fcrme<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Grundst\u00fccke die mit der alten Katasternummer 571\/572 beschriftet sind, sind das Grundst\u00fcck der Raiffeisen auf der sich das turmartige Geb\u00e4ude gesichert befand. Ich habe das Grundst\u00fcck zu einem zusammengefasst. 1825 wir das Geb\u00e4ude, bei dessen Abriss der turmartiger Bau entdeckt wird, von Peter Merschheimer (Mersheimer) an den  Schneider Peter Roth \u00fcbertragen, jedoch nur kurzeitig, denn im selben Jahr wird das Haus auf Johannes F\u00fcckel III. \u00fcberschrieben. Doch das nur am Rande.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte aber sagen das ich mit den Turmbauten ein wenig Probleme bekomme. Ich habe in den letzten Wochenende jedes Buch im Regal, jedes wissenschaftliche Paper zum Thema dem ich habhaft werden konnte gelesen. Mich beschleicht so langsam der Verdacht das es sich bei den Geb\u00e4uden vielleicht gar nicht um lokale Adelssitze handelt. Der Grundriss des &#8222;Raiffeisen-Turms&#8220; ist mit 6,27m x 7,01m verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig klein. noch etwas kleiner als das ohnehin schon f\u00fcr seine Zeit kleine Geb\u00e4ude Z\u00fcrich III aus dem 11. Jahrhundert. Auf dem Aufriss oder den Skizzen ist zu dem kein Kamin zu erkennen ( wenn es nicht der seltsame Streifen auf dem Bild ist). Das Bildmaterial ist ohnehin \u00fcbel in seiner Qualit\u00e4t und die Frankfurter Neue Presse, die mit Bildern berichtete hatte die Bilder auf Nachfrage meinerseits auch nicht mehr. <\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6glicherweise handelt es sich dabei auch um Steinwerke, urspr\u00fcnglich Speicherbauten des 12.\/13. Jahrhunderts die sekund\u00e4r als Zufluchstort genutzt werden konnten und oft sp\u00e4ter  als Kemenate mit Kamin versehen und zum Wohnbau wurden. Sie w\u00e4ren aber wohl auch im Zusammenhang mit der Pfalz zu sehen, als Lager f\u00fcr erwirtschaftete G\u00fcter, die zum Beispiel nach Mainz, Ingelheim oder Frankfurt transportiert wurden. Vielleicht liegt die Wahrheit der Bauten in Trebur aber auch irgendwo dazwischen. Hier m\u00fcssten definitiv Bauforscher ran. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Wall?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein gewisses Problem stellt die Randbebauung dar. W\u00e4hrend der Graben gesichert ist, gibt es keine Hinweise auf eine Mauer. Im Gegensatz zum eigentlichen Pfalzgebiet, wo \u00fcber mindestens 2 Grundst\u00fccke eine Mauer in der Art einer Schalenmauer beobachtet und zumindest skizziert wurde, fehlt ein \u00e4hnlicher Hinweis etwa von Grundst\u00fccken der Schmittgasse oder dem Bereich der Astheimer Stra\u00dfe. Im Modell habe ich mich f\u00fcr einen einfachen Wall entschieden. Dieser w\u00fcrde jedoch auf den Grundst\u00fccken \u00f6stlich der Schmittgasse liegen und dort mindestens 3 Grundst\u00fccke aus dem Plan entfernen. Dennoch halte ich dies f\u00fcr die wahrscheinlichste Variante, da es im Urkataster zwischen den Grundst\u00fccken Hauptstra\u00dfe 12\/Schmittgasse 2 (ehemals ein Grundst\u00fcck) und Schmittgasse 2a eine unbebaute Brache gab. Die Grundst\u00fccksnummer ist im Urkatasterplan gestrichen, dem Brandkataster von 1777 und auch sp\u00e4ter dem Grundst\u00fcck Schmittgasse 2a zugeschlagen. Ebenso lie\u00dfe sich die Wall-Theorie mit den Grundst\u00fccken westlich der Gastst\u00e4tte Zum Erker in Einklang bringen.  <\/p>\n<hr class=\"footnotes\"><ol class=\"footnotes\" style=\"list-style-type:decimal\"><li id=\"fn1-31322\"><p >  Trebur Geschichte und Geschichten &#8211; Treburs Fachwerkbauten S73 &nbsp;<a href=\"#rf1-31322\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 1.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Grunde ist der Versuch die Grundst\u00fccke um den Marktplatz zu rekonstruieren zum scheitern Verurteilt. 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