{"id":30168,"date":"2021-01-15T14:41:54","date_gmt":"2021-01-15T13:41:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tribur.de\/blog\/?p=30168"},"modified":"2021-01-15T14:41:56","modified_gmt":"2021-01-15T13:41:56","slug":"der-weg-zur-ottonisch-salischen-pfalz-tribur-teil-2-marienkapelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2021\/01\/15\/der-weg-zur-ottonisch-salischen-pfalz-tribur-teil-2-marienkapelle\/","title":{"rendered":"Der Weg zur ottonisch-salischen Pfalz Tribur &#8211; Teil 2 &#8211; Marienkapelle"},"content":{"rendered":"\n<p>Zuerst die Fakten und meine Gedanken danach dazu<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>1.Fundament in Form von Packlagenfundament (opus spicatum) nach Norden, sowie einem Fundamentbogen nach Osten zur Apsis hin sichtbar und erhalten <\/li><li>2. 1925 wird in einer Festschrift des Turnvereins zur Geschichte Treburs im Bezug auf die Marienkapelle notiert: Bei einer Inaugenscheinnahme , die ich mit mehreren Sachverst\u00e4ndigen am Dienstag , den 18. Februar 1925, t\u00e4tigte stellte sich heraus da\u00df die Fundamente der sich zur Stra\u00dfe zu gelegenen Schulhaush\u00e4lfte auf drei Seiten noch Reste der alten Marienkirche sind. Die Breite wird auf 23 Schuh , die L\u00e4nge auf 55 Schuh (im Lichten) angegeben<\/li><li>3. Grundriss au\u00dfen: 9,6 x 18,85m, Inneraum 6,8 x 16,8m (nach Diefenbach) Apsis: ca. 7,6m au\u00dfen, 5,6m (selbst vermessen) innen. H\u00f6he unbekannt<\/li><li>4. Protokoll der Begehung 1934 durch Denkmalpfleger Prof. Mei\u00dfner mit Bauamtmann Kolb, Baurat Laux, Bauinspektor Schmidt, Prof. Zeller und dem Pfarrer notiert u.A. : &#8222;Diese Substruktion der Fundamente, bei denen noch die Ans\u00e4tze der fr\u00fcheren Kellergew\u00f6lbe zu erkennen sind, lassen mir im h\u00f6chsten Grade fraglich erscheinen, dass diese Marienkirche urspr\u00fcnglich Kirche gewesen ist. Sondern es scheint mir , dass diese Fundamente, die in verschiedenen R\u00e4umen abgeteilt sind . (&#8230;) , Diefenbach notierte handschriftlich dazu das er hier einen nachtr\u00e4glichen, nicht im Zusammenhang stehenden Vorgang sieht.<sup id=\"rf1-30168\"><a href=\"#fn1-30168\" title=\" Naja, in Wirklichkeit schreibt er fett &#8222;Unsinn!!&#8220; daneben und mault rum, das man sehen  m\u00fcsse das Mauerwerk sei nachtr\u00e4glich \" rel=\"footnote\">1<\/a><\/sup><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>zu 1. Packlagenfundament und der Fundamentbogen in Kombination sprechen f\u00fcr einen Bau der Romanik. Ausnahme w\u00e4re eine \u00e4ltere Mauer auf der der Kirchenbau aufsetzte, sowie ein sp\u00e4terer Einzug des Fundamentbogens bei einem Umbau zur Entlastung. Eine ganz \u00e4hnliche Mauertechnik findet sich beim sp\u00e4tottonisch-fr\u00fchsalischen Saalbau in Z\u00fcrich<sup id=\"rf2-30168\"><a href=\"#fn2-30168\" title=\" vgl. A. Motschi, Paltium imperiale. Neue Befunde zur j\u00fcngeren K\u00f6nigspfalz auf dem Lindenhaof in Z\u00fcrich S. 72 \" rel=\"footnote\">2<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>zu 2. Es stellt sich die Frage welche 3 Seiten gemeint sind. Nord und Ost ist sichtbar, auch heute. Westen hingegen auf Grund etwas h\u00f6heren des Gel\u00e4ndes nicht sichtbar (Auf dem Plan 1890 war hier ein Anbau) und S\u00fcden ist nicht sichtbar da hier der Garten mit dem urspr\u00fcnglichen Bodenniveau anschlie\u00dft. <\/p>\n\n\n\n<p>zu 2+3. Der Grundriss kann so \u00fcbernommen werden. Diefenbach nutzte zur Umrechnung des Schuh\/ Werkschuh zu  29,6 cm r\u00f6mischen Fu\u00df, in Hessen-Darmstadt war der Fu\u00df zu 28,814cm \u00fcblich. Diefenbach setzte den r\u00f6mischen etwa mit dem karolingischen gleich der jedoch bei 32,24cm liegt, sowie der karolingische Pariser K\u00f6nigsfu\u00df der bei 32,48 liegt. Diefenbachs Vermutung Laurentius und Marienkapelle sind beide karolingisch weil sie exakt 200 Fu\u00df auseinander liegen scheitert also bereits am falscher Umrechnung.<\/p>\n\n\n\n<p>zu4. Zus\u00e4tzliche Raumunterteilungen innerhalb der Kapelle m\u00fcssen nicht unkorrekt sein. So wurde mir pers\u00f6nlich von einer fudamentartigen Struktur berichtet die auf eine Westempore hindeute. Leider platzten meine Termine mit der Gemeinde zwecks Besichtigung des Kellers wegen Krankheit oder sonst was. Zudem gibt es einen weiteren Punkt bei dem gerade ein Fundament den Eindruck mehrer R\u00e4ume erwecken kann, Emporenkapellen oder Doppelkapellen. in denen wegen der tragenden S\u00e4ulen ein Fundamenraster erstellt werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Sch\u00f6n w\u00e4re es nat\u00fcrlich, h\u00e4tte man eine zeitlich und von der Nutzung her vergleichbare Kapelle zur Verf\u00fcgung. Vereinfacht gesagt gibt es denn eine ottonisch-salische Pfalzkapelle des 11. Jahrhunderts?<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Einschr\u00e4nkungen kann man hier zwei Orte nennen  zun\u00e4chst nat\u00fcrlich DIE salische Pfalz schlechthin, die Pfalz Goslar mit ihrer Liebfrauenkirche . Doch in Datierung tauchen Zweifel auf.  Die erste Kapelle wurde in den 1030er Jahren durch Gisela, der Frau Konrad II in Form einer Marienkapelle initiiert. U.H\u00f6lscher ging davon das die Liebfrauenkirche mit dieser Marienkapelle identisch ist. S\u00fcdlich anschlie\u00dfende Mauerreste k\u00f6nnten Teile der Pfalz Konrads II sein. Mit dem Bau der Pfalz Heinrichs III die sich im Grundriss des staufischen Kaiserhauses wiederfindet, wurde der eigentliche Palas nach Westen verschoben wodurch zwischen Kapelle und Palas ein Freiraum entstand der mittels eines Laufganges \u00fcberbr\u00fcckt werden muste. <sup id=\"rf3-30168\"><a href=\"#fn3-30168\" title=\" vgl. T.Warmbold, Gestalt und Funktion der Goslarer Pfalz zur Bl\u00fctezeit der Salier, in Concilium medii aevi 9 , 2006 \" rel=\"footnote\">3<\/a><\/sup>. Soweit die Theorie.<\/p>\n\n\n\n<p>Angemerkt aber werden sollte, dass die Liebfrauenkirche, die sich als Doppelkapelle darstellt, mitunter in staufische Zeit datiert wird. Zwar gibt es bereits am Speyerer Dom eine um 1050 entstandene Doppelkaplle, ihre Hochzeit erlebten die Doppelkapellen allerdings erst in der Zeit der Staufer, wie etwa in der Pfalz Eger, der Pfalz Wimpfen, der Kaiserburg N\u00fcrnberg und weitere. Direkt vergleichbar mit der Liebfrauenkirche w\u00e4re die St. Gotthardkapelle in Mainz, welche jedoch erst kurz vor 1137 geweiht wurde, sowie der Burgkapelle von Dankwarderode, Braunschweig, aus dem zweiten Drittel des 12. Jahrhunderts. <sup id=\"rf4-30168\"><a href=\"#fn4-30168\" title=\" G.Binding , Deutsche K\u00f6nigspfalzen, 1996 , S 229 \" rel=\"footnote\">4<\/a><\/sup> <\/p>\n\n\n\n<p>Nun aber gibt es eine Zweite Pfalz. Sie besitzt eine Kapelle mit der Gr\u00f6\u00dfe von 15,60 x 5,70m, Apis Innendurchmesser 4,52  (Trebur: 16,80 x 6,80m, 5,6m) ein Kapelle, die wie ein minimal verkleinerter Zwilling zu Trebur wirkt. Geweiht wurde diese Kapelle an Ostern 1020 und passt damit perfekt in das von mir vermutete zeitliche Schema eines erneuten Ausbaus der Pfalz Trebur. Es handelt sich um die oben bereits erw\u00e4hnte Thomaskapelle der Pfalz Bamberg. Weitere Kapellen, die ebenfalls Heinrich II zugeschrieben werden sind Goslar St. Georg  (au\u00dfen) 18,7&#215;8,6m, Apsisdurchmesser (innen) 5,4m und St. Georg Kaufungen 16,3&#215;8,5m , Apsis 4m.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Vergleich1.png?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Vergleich1.png?resize=223%2C256&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-30294\" width=\"223\" height=\"256\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Vergleich1.png?resize=890%2C1024&amp;ssl=1 890w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Vergleich1.png?resize=261%2C300&amp;ssl=1 261w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Vergleich1.png?resize=768%2C884&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Vergleich1.png?w=901&amp;ssl=1 901w\" sizes=\"auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/><\/a><figcaption>Vergleich Bamberger und Treburer Kapelle (Klicken zum Vergr\u00f6\u00dfern)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Beide Kapellen haben die identischen Proportionen in L\u00e4nge und Breite, als auch in Gr\u00f6\u00dfe der Apsis. Sie sollten daher zeitlich gleich anzusiedeln sein. Einen Punkt gibt es jedoch in dem sich beide unterscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Thomaskapelle besa\u00df mit nur 70cm recht d\u00fcnne W\u00e4nde. Der Einbau eines Gew\u00f6lbe wahr daher wahrscheinlich noch nicht m\u00f6glich.<sup id=\"rf5-30168\"><a href=\"#fn5-30168\" title=\" W. Burandt, Die Baugeschichte der alten Hofhaltung in Bamberg, S145  \" rel=\"footnote\">5<\/a><\/sup> Erst mit einer, mittels Ummantelung erreichten , Verst\u00e4rkung des Mauerwerks konnte um 1200 ein Gew\u00f6lbe eingezogen werden. Treburs Marienkapelle besitzt ca. 1,4, starke W\u00e4nde in Nord- und S\u00fcd-Richtung, was wiederum f\u00fcr ein Gew\u00f6lbe sprechen w\u00fcrde. Jedoch m\u00fcsste um eine endg\u00fcltige Aussage zu treffen die Fundamentmauerst\u00e4rke vermessen werden. Da auch die Treburer Marienkapelle direkt am Rand des vermuteten Pfalzbezirkes liegt, w\u00e4re auch hier ein Aufsitzen auf der Mauer wahrscheinlich oder zumindest wahrscheinlich. Dann k\u00f6nnte auch eine Mauerst\u00e4rke von 70cm auf der S\u00fcdseite, aber aber 2,10m auf der Nordseite entstehen, die dann von einer Schalenmauer herr\u00fchren sollten. <\/p>\n\n\n\n<p>Burandt geht davon aus die Thomaskapelle eine Westempore besa\u00df<sup id=\"rf6-30168\"><a href=\"#fn6-30168\" title=\" Burandt , S179 \" rel=\"footnote\">6<\/a><\/sup>. Bereits, der k\u00fcrzere Bau der Georgskapelle von Kaufungen, ebenfalls durch Heinrich II initiiert, besa\u00df auch eine Empore.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schlu\u00dffolgerung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Laurentiuskirche entstand nach der Weihe der Salvatorbasilika in Frankfurt (855) , nach deren Vorbild. Sollte es in Trebur einen Vorg\u00e4ngerbau gegeben haben, w\u00e4re er im Bereich der Laurentiuskirche zu suchen, nicht aber im Randbereich der Anlage. Zudem bestand in karolingischer Zeit kein Bedarf f\u00fcr zwei Kapellen.  Weiterhin ist die Apsis der Marienkapelle mit mehr als 7m Au\u00dfendurchmesser gr\u00f6\u00dfer als die der karolingischen Laurentiuskirche, was f\u00fcr einen zeitgleichen oder gar \u00e4lteren Bau h\u00f6chst unwahrscheinlich ist. Erst mit den Ottonen und dem Brauch der Festkr\u00f6nung, die f\u00fcr Trebur nachgewiesen ist, war der Bedarf f\u00fcr 2 Kapellen gegeben. Aber auch unter den Ottonen und der Bedrohung durch die Ungarneinf\u00e4lle ist eine Randbebaung unwahrscheinlich. Diese beginnt erst bei Pfalzen wie Grone oder Duisburg.  <strong>Bliebe letztendlich die sp\u00e4te Zeit der Ottonen bis hin zu den Saliern als Erbauungszeitraum der Marienkapelle<\/strong>. <\/p>\n\n\n\n<p>Das doppelte Quadrat der Grundfl\u00e4che, wie es seiner Zeit Zeller und Diefenbach angaben, ist eher als weiterer Hinweis auf eine sp\u00e4tere Erbauungszeit zu werden, denn ein Hinweis auf eine fr\u00fche Erbauung. Das als <strong>quadratischer Schematismus<\/strong> bekannte Aussehen ist typische f\u00fcr den romanischen Kirchenbau und wurde mit dem Bau von Kreuzgew\u00f6lben grundlegendes Architektursytem. Dieses deckt sich mit den beobachtungen zu Fundamentbogen (Erdbogen) und Packlagenfundament.<\/p>\n\n\n\n<p>Hieraus folgt zun\u00e4chst die Rekonstruktion der Marienkapelle Trebur als salischer Kapellenbau,  \u00fcber zwei  Joche, m\u00f6glicherweise mit Kreuzgew\u00f6lbe und halbrunder Apsis. Und wie oben bereits angedeutet als zeitlicher Nachfolgebau der Thomaskapelle, was eine Erbauung um oder nach 1020 bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Marienkapelle1.png?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"481\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Marienkapelle1.png?resize=600%2C481&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-30285\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Marienkapelle1.png?w=600&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Marienkapelle1.png?resize=300%2C241&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><figcaption>Marienkappelle Visualisierung Au\u00dfen Ansicht von S\u00fcd-Ost <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Marienkapelle2.png?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"542\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Marienkapelle2.png?resize=600%2C542&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-30286\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Marienkapelle2.png?w=600&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Marienkapelle2.png?resize=300%2C271&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><figcaption>Visualisierung Innenansicht mit Kreuzgew\u00f6lbe, Blick zur Apsis  von einer Empore<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>. <strong>Zur Visualisierung:<\/strong> <em>Aussenansicht<\/em> Die Kapelle besitzt in der Visualisierung eine Traufh\u00f6he von 9m und ist von der H\u00f6he damit identisch mit der rekonstruierten Thomaskapelle in Bamberg nach Burandt. Die Apsis habe ich steinsichtig gestaltet, da es aus dem 16. Jahrhundert einen Bericht eines Beauftragen des Landgrafen wegen des Abrisses gibt, in der dieser  von einem fein behauenen Stein schreibt, der gut wieder verwendbar w\u00e4re. Ging ich fr\u00fcher davon aus das es sich um Bauschmuck wie Lisenen handelt, macht es wesentlich mehr Sinn das es sich z.B. um Verbandsmauerwerk aus sauber behauenen Werkstein handelt, so wie es auch an der Apsis des Speyer Doms beispielsweise zu sehen ist. Dies habe ich so versucht darzustellen. Die Fenster w\u00e4hlte ich so um im Innenraum ein Gew\u00f6lbe \u00fcber zwei Joche einzuziehen. Auf der Nordseite habe ich eine Mauer mit Opus Spicatum eingezogen. Womit ich die Frage aufgreife ob die Kapelle auf einer Mauer aufsa\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Innenansicht<\/em> Es wurde bei der Visualisierung ein Kreuzrippengew\u00f6lbe verwand, denkbar w\u00e4re aber auch ein einfacheres Tonnengew\u00f6lbe, wobei nat\u00fcrlich auch auch eine flache Decke in Frage kommt. Die Wandgliederung mittels Halbs\u00e4ulen wurde inspiriert durch einen Fund eines verschliffenen Steines im Bereich der Marienkapelle der Teil einer Halbs\u00e4ule gewesen sein k\u00f6nnte, zumindest weist er Rillen und Bleizapfen zur Aufnahme einer S\u00e4ulentrommel auf.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bedeutung der Kapelle als salische Kapelle<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit dieser ottonisch-salischen Zeitstellung , sollte es ein leichtes sein den zugeh\u00f6rigen Saalbau zu lokalisieren. Salierzeitliche Pfalzen besitzen die Eigenart, das die Kapelle, wie auch sp\u00e4ter beim staufischen Burgenbau und den staufischen Pfalzen, direkt an den Saalbau angebaut ist&#8230; <strong>tbc<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<hr class=\"footnotes\"><ol class=\"footnotes\" style=\"list-style-type:decimal\"><li id=\"fn1-30168\"><p > Naja, in Wirklichkeit schreibt er fett &#8222;Unsinn!!&#8220; daneben und mault rum, das man sehen  m\u00fcsse das Mauerwerk sei nachtr\u00e4glich &nbsp;<a href=\"#rf1-30168\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 1.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn2-30168\"><p > vgl. A. Motschi, Paltium imperiale. Neue Befunde zur j\u00fcngeren K\u00f6nigspfalz auf dem Lindenhaof in Z\u00fcrich S. 72 &nbsp;<a href=\"#rf2-30168\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 2.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn3-30168\"><p > vgl. T.Warmbold, Gestalt und Funktion der Goslarer Pfalz zur Bl\u00fctezeit der Salier, in Concilium medii aevi 9 , 2006 &nbsp;<a href=\"#rf3-30168\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 3.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn4-30168\"><p > G.Binding , Deutsche K\u00f6nigspfalzen, 1996 , S 229 &nbsp;<a href=\"#rf4-30168\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 4.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn5-30168\"><p > W. Burandt, Die Baugeschichte der alten Hofhaltung in Bamberg, S145  &nbsp;<a href=\"#rf5-30168\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 5.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn6-30168\"><p > Burandt , S179 &nbsp;<a href=\"#rf6-30168\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 6.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zuerst die Fakten und meine Gedanken danach dazu 1.Fundament in Form von Packlagenfundament (opus spicatum) nach Norden, sowie einem Fundamentbogen nach Osten zur Apsis hin sichtbar und erhalten 2. 1925 wird in einer Festschrift&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[1],"tags":[32,46,35,47,16],"class_list":["post-30168","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-geschichte","tag-karolingisch","tag-ottonisch","tag-pfalz","tag-salisch","tag-trebur"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.0 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Der Weg zur ottonisch-salischen Pfalz Tribur - Teil 2 - Marienkapelle - Tribur.de<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2021\/01\/15\/der-weg-zur-ottonisch-salischen-pfalz-tribur-teil-2-marienkapelle\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Der Weg zur ottonisch-salischen Pfalz Tribur - Teil 2 - Marienkapelle - Tribur.de\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Zuerst die Fakten und meine Gedanken danach dazu 1.Fundament in Form von Packlagenfundament (opus spicatum) nach Norden, sowie einem Fundamentbogen nach Osten zur Apsis hin sichtbar und erhalten 2. 1925 wird in einer Festschrift&#046;&#046;&#046;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2021\/01\/15\/der-weg-zur-ottonisch-salischen-pfalz-tribur-teil-2-marienkapelle\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Tribur.de\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"http:\/\/www.facebook.com\/pages\/Triburde\/184352328288771\" \/>\n<meta property=\"article:author\" content=\"http:\/\/www.facebook.com\/pages\/Triburde\/184352328288771\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2021-01-15T13:41:54+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2021-01-15T13:41:56+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"http:\/\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Vergleich1-890x1024.png\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Markus Zwittmeier\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@https:\/\/twitter.com\/tribur\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@tribur\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Markus Zwittmeier\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"8\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.tribur.de\\\/blog\\\/2021\\\/01\\\/15\\\/der-weg-zur-ottonisch-salischen-pfalz-tribur-teil-2-marienkapelle\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.tribur.de\\\/blog\\\/2021\\\/01\\\/15\\\/der-weg-zur-ottonisch-salischen-pfalz-tribur-teil-2-marienkapelle\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"Markus Zwittmeier\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.tribur.de\\\/blog\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/3119997f09f43791809c2d1af27bba6c\"},\"headline\":\"Der Weg zur ottonisch-salischen Pfalz Tribur &#8211; 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