{"id":29208,"date":"2020-06-04T18:04:18","date_gmt":"2020-06-04T17:04:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tribur.de\/blog\/?p=29208"},"modified":"2020-06-26T15:54:04","modified_gmt":"2020-06-26T14:54:04","slug":"die-muenzenberger-teil-ii-aufstieg-auf-dem-muenzenberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2020\/06\/04\/die-muenzenberger-teil-ii-aufstieg-auf-dem-muenzenberg\/","title":{"rendered":"Die M\u00fcnzenberger &#8211; Teil II &#8211; Aufstieg auf dem M\u00fcnzenberg"},"content":{"rendered":"\n<p>Konrad II., Sohn Konrads I,&nbsp; der mit Luitgard von Bickenbach verheiratet ist, nennt sich in Urkunden als erster von Hagen und Arnsburg. Er stiftet 1150 ein zu Fulda geh\u00f6riges Benediktinerkloster. Als Baugrund wird das ehemalig R\u00f6merkastell unweit der Arnsburg gew\u00e4hlt, welches auch als Steinbruch dient. Als Ausgleich erh\u00e4lt er 1151 von Fulda einen, 4km s\u00fcdwestlich gelegenen, mit Minze bewachsenen Bergr\u00fccken. Hier beginnt er mit dem Bau einer neuen Burg, der Burg M\u00fcnzenberg.<\/p>\n\n\n\n<p>1156. scheint Konrad II. bereits verstorben zu sein, denn von nun an tritt sein Sohn Kuno I.auf den Plan und erscheint in den Urkunden. Er nennt sich nicht mehr von Hagen und Arnsburg, sondern Kuno von M\u00fcnzenberg. Er hatte also seinen Sitz auf die neue Burg M\u00fcnzenberg verlegt. Diese neue Burg gilt als Beispiel der Stein gewordenen Emanzipation der Ministerialen. Kuno verwendet \u00e4hnliche bauliche Stilmittel wie sie in der Pfalz Gelnhausen angewendet werden und steht diesen in nichts nach. Zudem waren auch der selbe \u201cPalmettenmeister\u201d wie in der Klosterkirche Ilbenstadt und der Pfalz Gelnhausen a, Werk<sup id=\"rf1-29208\"><a href=\"#fn1-29208\" title=\" G.Binding, Deutsche K\u00f6nigspfalzen, S290 \" rel=\"footnote\">1<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Die Fuldaer M\u00f6nche die im ehemaligen R\u00f6merkastell nahe der Arnsburger Stammburg das Kloster Alteburg errichten bedienen sich ab diesem Zeitpunkt an den Steinen der ehemaligen Stammburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Eberhard Waro von Hagen, wahrscheinlich ebenfalls ein Sohn von Konrad II.<sup id=\"rf2-29208\"><a href=\"#fn2-29208\" title=\" tats\u00e4chlich ist dies nicht gesichert. Keunecke spricht sich in &#8222;Die M\u00fcnzenberger&#8220; dagegen aus ihn als solchen zusehen, schlie\u00dft aber eine irgendwie geartete Verwandtschaft nicht aus. Die Argumente Eberhard Waro als nicht als Sohn zu sehen wird in anderer Literatur als nicht Stichhaltig bezeichnet, von daher swird er inzwischen als Sohn gesehen \" rel=\"footnote\">2<\/a><\/sup> beginnt zu jener Zeit mit der Sicherung des Gebietes im Nordosten. N\u00f6rdlich der heutigen Stadt Lich&nbsp; errichtet er auf dem H\u00fcgel namens Breuerberg die Burg Warnsberg, wohl als Motte. Er verlie\u00df die Burg jedoch sehr bald darauf und zog nach Heusenstamm und ab 1160 war die Burg mit Burgmannen besetzt.<br>In erster Ehe ist Eberhard Waro mit Adelheid von Dornberg verheiratet, wohl um die dynastische Linie zu st\u00e4rken. Diese scheint aber fr\u00fch verstorben zu sein. Ab etwa 1165 heiratet er Jutta , deren Herkunft unbekannt ist und zieht nach Heusenstamm, wohl als Verwalter. Er hat Eigenbesitz im M\u00f6nchbruch zwischen R\u00fcsselsheim und M\u00f6rfelden, den er 1189 den Erbacher Zisterziensern stiftet. 1211 erh\u00e4lt er Dorf und Burg Heusenstamm als Afterlehen von Gottfried I. von Hagenhausen-Eppstein und wird zum Begr\u00fcnder der Herren von Heusenstamm.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch zur\u00fcck zur Hauptlinie. Ab 1161 tritt Kuno ertsmals in den Urkunden als Reichsk\u00e4mmerer Friedrich Barbarossas auf&nbsp; und hatte somit eines der wichtigsten Hof\u00e4mter inne. Zudem gilt er als h\u00e4ufigster Zeuge in den Urkunden Heinrich VI., den er wohl fast dauerhaft begleitete. <\/p>\n\n\n\n<p>Wesentliche Bauarbeiten, vorallem der Bauschmuck am Palas der M\u00fcnzenburg scheinen 1162 beendet gewesen zu sein, denn der eingesetzte &#8222;Palmettenmeister&#8220; und der zuvor in der Klosterkirche in Ilbenstadt t\u00e4tige &#8222;W\u00fcrfelkapitelmeister&#8220; ziehen nun weiter nach Gelnhausen und verrichten hier ihre Arbeit bis 1172 zu verrichten. <sup id=\"rf3-29208\"><a href=\"#fn3-29208\" title=\" G.Binding, Wanderung von Werkmeistern und Handwerkern im fr\u00fchen und hohen Mittelalter, S12 \" rel=\"footnote\">3<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>1167 nimmt Kuno I  am Italienzug Friedrich Barbarossas teil. Ministeriale wie Kuno wurden &#8222;in Italien zu brutalen Vollstreckern deutscher Grausamkeiten&#8220;, so Scheidm\u00fcller. <sup id=\"rf4-29208\"><a href=\"#fn4-29208\" title=\" B.Scheidm\u00fcller, Hof und Herrschaft im 12. Jahrhundert S16 \" rel=\"footnote\">4<\/a><\/sup> <\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Aussterben der Familie der Grafen von N\u00fcrings 1171, erhalten die M\u00fcnzenberger eine einmalige Chance ihren Einfluss auszudehnen. Der Besitz, bzw. die Lehen der Grafen von N\u00fchrings werden an die Herren von Eppstein, den Grafen von Sponheim, den Herren von Bolanden neu vergeben. F\u00fcr die&nbsp; Lehen in der fruchtbaren Wetterau hatte man jedoch andere Pl\u00e4ne Das Aussterben weiterer kleinerer dort ans\u00e4ssigen Grafengeschlechter kam den herrschenden Staufern entgegen. Das fruchtbare Land sollte als Krongut der Eigenversorgung dienen. F\u00fcr diesen Zweck konnte man sich keine Lehnsm\u00e4nner w\u00e4hlen die zu m\u00e4chtig waren oder zu starke eigene Interessen vertraten. Ein kleinere, dem K\u00f6nigshaus treue Familie musste her, darunter die Herren von M\u00fcnzenberg! Auf diese Weise gelangte sogar die Burg K\u00f6nigstein im Taunus in den Besitz der M\u00fcnzenberger, die auch durch diese massiv ausgebaut wurde. Aber auch kleinere Anlagen wie die Burg Assenheim kamen in den Besitz M\u00fcnzenbergs.<\/p>\n\n\n\n<p>Um das Krongut Wetterau zu sch\u00fctzen errichteten die Staufer einige Burgen bzw. lie\u00dfen diese neu errichten und befestigen. Darunter wohl auch Burg Kronberg, aber auch die Pfalz Gelnhausenim in dieser Zeit erbaut und auch Frankfurt im S\u00fcden und Wetzlar im Norden wurden ausgebaut.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1174 berichten sowohl der Abt&nbsp; Gerhard von Eberbach, als auch Abt Nikolaus von Siegburg nun \u00fcber das Schicksal der Klostergr\u00fcndung Alteburg. Kuno I. hatte wohl zu einem Zeitpunkt die finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Klosterbau missen lassen, so der Benediktiner Abt aus Siegburg. Kuno I. hatte dagegen ganz andere Pl\u00e4ne. Schon 1171 war bei Hofe in Kaiserslautern mit dem Zisterzienser Abt Pontius von Clairvaux zusammengetroffen und hatte um Entsendung von Zisterzienser M\u00f6nchen gebeten.<sup id=\"rf5-29208\"><a href=\"#fn5-29208\" title=\" K.Gruber, W.K\u00fcther, Minzinberg Burg Stadt Kirche S.63 \" rel=\"footnote\">5<\/a><\/sup> &nbsp; Kuno I. scheint dem Reformgedanken der von Cluny ausging, nahe gestanden zu haben und ganz nebenbei, waren die Zisterzienser finanziell attraktiver, nahmen sie doch keinen Zehnt und wollten nur von Ihrer eigenen H\u00e4nde Arbeit leben.&nbsp;So sieht Keunecke die Klostergr\u00fcndung, bzw. deren Ver\u00e4nderung durch Kuno I nicht als Ausdruck innerer Fr\u00f6mmigkeit. Vielmehr m\u00f6chte es Kuno den Gro\u00dfen und Adeligen gleich tun, denn Kunos Zuwendungen und Stiftungen sind sind selten und in aller Regel mit Gegenleistungen verbunden.<sup id=\"rf6-29208\"><a href=\"#fn6-29208\" title=\" H.O.Keunecke, Die M\u00fcnzenberger Quellen und Studien zur Emancipation einer Reichsdiensmannenfamilie S17 \" rel=\"footnote\">6<\/a><\/sup> <\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings gibt es auch die \u00dcberlegung Kuno sei m\u00f6glicherweise in finanzielle Schr\u00e4glage geraten , denn auch f\u00fcr die M\u00fcnzenburg lassen sich Baustopps nachweisen. Sie wird unter den M\u00fcnzenbergern nie beendet werden. Vielleicht lag es aber auch daran das die Befestigung der neu erworbenen Territorien einfach Priorit\u00e4t hatte oder dies ihm vom K\u00f6nig auferlegt wurde. Zudem wurde Kuno durch Hofamt und Begleitung des K\u00f6nigs stark in Beschlag genommen. Fakt ist jedoch das das Projekt Kloster Alteburg gestorben war.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Benediktiner M\u00f6nche zogen ab nach Siegburg. Die Zisterzienser aus Eberbach kamen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bauplatz auf dem ehemaligen R\u00f6merlager wurde aufgegeben, stattdessen erhielten die M\u00f6nche die alte Stammburg, die Arnsburg, wo sie mit dem Bau begannen.. Um die angestrebte Abgeschiedenheit der M\u00f6nche zu unterst\u00fctzen wurde die Ansiedlung unterhalb der Burg aufgel\u00f6st und die Bewohner wohl in die sp\u00e4tere Stadt M\u00fcnzenberg umgesiedelt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch beim geradezu sagenumwobenen Mainzer Hoftag an Pfingsten 1184 ist Kuno I anwesend, Giselbert von Mons schreibt zu diesem Anlass \u00fcber Kuno, er sei ein reicher und kluger Mann, der \u00fcber Burgen, G\u00fcter und viele Ritter in seiner Gefolgschaft gebot.<sup id=\"rf7-29208\"><a href=\"#fn7-29208\" title=\"  &#8222;&lt;em&gt;dives et sapiens castra sua, bona et militum homina multa habebat&lt;\/em&gt;&#8222;, L.Vanderkindere, La chronique de Gislebert de Mons \" rel=\"footnote\">7<\/a><\/sup> Etwas anders \u00e4u\u00dfert sich der Schreiber der Lautenburger Chronik \u00fcber Kuno I. Er nennt ihn jemanden der f\u00fcr seine Grausamkeit bekannt ist (<em>vir crudelitate famousus<\/em>). <sup id=\"rf8-29208\"><a href=\"#fn8-29208\" title=\" H.O.Keunecke, Die M\u00fcnzenberger Quellen und Studien zur Emancipation einer Reichsdiensmannenfamilie S16 \" rel=\"footnote\">8<\/a><\/sup> In Italien hatte Kuno wohl alles f\u00fcr seinen guten Ruf getan&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Friedrich Barbarossa beruft f\u00fcr das Fr\u00fchjahr 1188 in Mainz einen Hoftag ein, den sein Sohn Heinrich VI leitet. Thematisch geht es um die Vorbereitung eines neuen Kreuzzugs ins heilige Land.  Obwohl die Juden im Reich ausdr\u00fccklich im fr\u00e4nkischen Landfrieden von 1179 gesch\u00fctzt waren, bricht sich der religi\u00f6se Eifer der Kreuzzugswilligen bahn bevor Heinrich VI und Friedrich Barbarossa in Mainz eintreffen und es kommt zu Pogromen. Viele Juden fliehen aus Mainz und Kuno I. profitiert davon und bietet ihnen in M\u00fcnzenberg eine zun\u00e4chst sichere Bleibe. Jedoch st\u00fcrzt am 2. M\u00e4rz 1188 eine Christin in M\u00fcnzenberg in einen Brunnen, woraufhin die M\u00fcnzenberger Christen die Juden beschuldigen sie gesto\u00dfen zu haben. Die Juden m\u00fcssen fliehen, Kuno nimmt sich jedoch ihrer an und sch\u00fctzt sie.<sup id=\"rf9-29208\"><a href=\"#fn9-29208\" title=\" Aronius, Reg. Juden, S146, Nr. 323b \" rel=\"footnote\">9<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Auch andere Juden siedelten sich in M\u00fcnzenberg an. So zum Beispiel um 1195 der gelehrte &nbsp;David ben Kalonymos ben Meir ben Kalonymos, der aus Speyer kam und sich fortan David von M\u00fcnzenberg nannte. <\/p>\n\n\n\n<p>1193 erfahren wir das Kuno I in Frankfurt-Sachsenhausen das&nbsp; kl\u00f6sterliche Hospital Sankt Maria erbauen lies. Der Baugrund war wahrscheinlich ein Lehen des K\u00f6nigs. Auf Bitten Kunos schenkt der K\u00f6nig diesem Hospital ein Allod am Frauenweg. Kurz vor seinem Tod wird Kuno das Hospital dem Deutschen Orden \u00fcbertragen. Es wird die Basis der Deutschordenskommende in Frankfurt bis zur S\u00e4kularisation 1803.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem selben Jahr erz\u00e4hlt eine Urkunde das Kuno f\u00fcr 50 Pfund Silber weitere G\u00fcter in Assenheim vom Kloster Fulda erwirbt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"283\" height=\"600\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/M%C3%BCnzen.jpg?resize=283%2C600&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-29238\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/M%C3%BCnzen.jpg?w=283&amp;ssl=1 283w, https:\/\/i0.wp.com\/www.tribur.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/M%C3%BCnzen.jpg?resize=142%2C300&amp;ssl=1 142w\" sizes=\"auto, (max-width: 283px) 100vw, 283px\" \/><figcaption>M\u00fcnzen Kuno I,  (Quelle: Minzinberg &#8211; Burg &#8211; Stadt &#8211; Kirche)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Im darauffolgenden Jahr 1194 erh\u00e4lt Kuno I. f\u00fcr seine treuen Dienste von Heinrich VI. die H\u00e4lfte der Frankfurter M\u00fcnze. Kuno aber hatte aber bereits ab sp\u00e4testens 1180 in der Wetterau eigene M\u00fcnzen pr\u00e4gen lassen, jedoch wissen wir nicht das ihm jemals das M\u00fcnzpr\u00e4gerecht verliehen worden sei. M\u00f6glicherweise erhielt er es aus dem Erbe der N\u00fchrings. Als Pr\u00e4geort gilt M\u00fcnzenberg oder aber auch Assenheim.<\/p>\n\n\n\n<p>Oftmals zeigen die M\u00fcnzen Kuno selbst mit Schwert und Minzstengel, dann wieder kopieren die M\u00fcnzen die Pressungen des Kaisers. Sie zeigen statt den Kaiser mit Krone, Lilienzepter und Reichsapfel, Kuno ohne Krone, mit Minzstengel und einer Lilie.&nbsp; Dann wieder ersetzt er Friedrich Barbarossas Frau Beatrix auf der M\u00fcnze mit sich selbst, so das er neben dem Kaiser abgebildet ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Thronstreit zwischen Philipp von Schwaben und dem Welfen Otto IV stellt sich Kuno I auf die Seite des Staufers und taucht wieder in dessen Urkunden auf. Auch wird er aktiv gegen die Gegner Philipps, so berichten die Chronisten von schweren K\u00e4mpfen zwischen Kuno und den Landgrafen von Th\u00fcringen.<sup id=\"rf10-29208\"><a href=\"#fn10-29208\" title=\" BD 18, Chronica Regia Coloniensis S.167 \" rel=\"footnote\">10<\/a><\/sup> Kuno hatte verhindert, das sich die Heere des Th\u00fcringer Landgrafen und die der Welfen  vereinigen konnten um gegen Philipp von Schwaben vorzugehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Wahrscheinlich 1207 stirbt Kuno I. von M\u00fcnzenberg, denn ab 28. Mai 1207 taucht letztmalig, nach einiger \u00dcbergangszeit, als Zeuge Kuno von M\u00fcnzenberg der J\u00fcngere auf, also&nbsp; Kuno II., danach wird in den Urkunden wieder nur von Kuno gesprochen, was darauf hinweist das kein Grund mehr zur Unterscheidung zwischen einem j\u00fcngeren und \u00e4lteren M\u00fcnzenberger gegeben war. Kuno I. war wohl weit \u00fcber 60 Jahre, eher \u00fcber 70 Jahre,&nbsp; alt als er starb.&nbsp;Er weist nicht nur die l\u00e4ngste Herrschaft im Hause M\u00fcnzenberg auf, sondern auch die pr\u00e4genste f\u00fcr die M\u00fcnzenberger. <\/p>\n\n\n\n<p>Kuno II. scheint zun\u00e4chst von seinem Vater zu profitieren. Zwar taucht er nach September 1207 und der Ermordung Philipps im Juni&nbsp; 1208 nicht mehr in K\u00f6nigsurkunden auf, aber er scheint sich ab Mai 1209 bei Otto IV aufzuhalten, wird wieder als Zeuge erw\u00e4hnt und ab September wird er ebenfalls als Reichsk\u00e4mmerer bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Ende August 1209 wird Kuno dem Papst als Teil einer Gesandtschaft angek\u00fcndigt. Kuno II scheint aber diese Aufgabe nicht wahr zu nehmen. Zwar reist er mit Otto IV ab&nbsp; Ende Oktober durch Italien, zum Angek\u00fcndigten Termin im September h\u00e4lt er sich aber noch in der N\u00e4he von Bonn auf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits 1211 stirbt Kuno II von M\u00fcnzenberg. Wir wissen nicht ob er verheiratet war, Kinder hatte er zumindest keine. Die F\u00fchrung des Hauses f\u00e4llt an seinen Bruder Ulrich I von M\u00fcnzenberg.<\/p>\n\n\n\n<p>Es werden noch folgende Teile folgen, die ich dann auch hier verliniken werde um ein einfaches weiterlesen zu erm\u00f6glichen. <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>  <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2020\/05\/28\/die-muenzenberger-teil-i-vom-wildbann-in-die-wetterau\/\" target=\"_blank\">Die M\u00fcnzenberger &#8211; Teil I &#8211; Die M\u00fcnzenberger &#8211; Teil I &#8211; Vom Wildbann in die Wetterau<\/a><\/strong><\/li><li><strong><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2020\/06\/11\/die-muenzenberger-teil-iii-mit-ulrich-zum-untergang\/\" target=\"_blank\">Die M\u00fcnzenberger &#8211; Teil III &#8211; Mit Ulrich zum Untergang<\/a><\/strong><\/li><li><strong><a href=\"https:\/\/www.tribur.de\/blog\/2020\/06\/26\/die-muenzenberger-teil-iv-das-lied-von-minze-und-feuer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die M\u00fcnzenberger &#8211; Teil IV &#8211; Das Lied von Minze und Feuer<\/a><\/strong><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Erg\u00e4nzend werde ich noch einige Artikel \u00fcber die Burgen der M\u00fcnzenberger schreiben. Je nach dem streue ich diese ein, oder schiebe sie hinterher.<\/p>\n<hr class=\"footnotes\"><ol class=\"footnotes\" style=\"list-style-type:decimal\"><li id=\"fn1-29208\"><p > G.Binding, Deutsche K\u00f6nigspfalzen, S290 &nbsp;<a href=\"#rf1-29208\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 1.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn2-29208\"><p > tats\u00e4chlich ist dies nicht gesichert. Keunecke spricht sich in &#8222;Die M\u00fcnzenberger&#8220; dagegen aus ihn als solchen zusehen, schlie\u00dft aber eine irgendwie geartete Verwandtschaft nicht aus. Die Argumente Eberhard Waro als nicht als Sohn zu sehen wird in anderer Literatur als nicht Stichhaltig bezeichnet, von daher swird er inzwischen als Sohn gesehen &nbsp;<a href=\"#rf2-29208\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 2.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn3-29208\"><p > G.Binding, Wanderung von Werkmeistern und Handwerkern im fr\u00fchen und hohen Mittelalter, S12 &nbsp;<a href=\"#rf3-29208\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 3.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn4-29208\"><p > B.Scheidm\u00fcller, Hof und Herrschaft im 12. Jahrhundert S16 &nbsp;<a href=\"#rf4-29208\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 4.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn5-29208\"><p > K.Gruber, W.K\u00fcther, Minzinberg Burg Stadt Kirche S.63 &nbsp;<a href=\"#rf5-29208\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 5.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn6-29208\"><p > H.O.Keunecke, Die M\u00fcnzenberger Quellen und Studien zur Emancipation einer Reichsdiensmannenfamilie S17 &nbsp;<a href=\"#rf6-29208\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 6.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn7-29208\"><p >  &#8222;<em>dives et sapiens castra sua, bona et militum homina multa habebat<\/em>&#8222;, L.Vanderkindere, La chronique de Gislebert de Mons &nbsp;<a href=\"#rf7-29208\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 7.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn8-29208\"><p > H.O.Keunecke, Die M\u00fcnzenberger Quellen und Studien zur Emancipation einer Reichsdiensmannenfamilie S16 &nbsp;<a href=\"#rf8-29208\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 8.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn9-29208\"><p > Aronius, Reg. Juden, S146, Nr. 323b &nbsp;<a href=\"#rf9-29208\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 9.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><li id=\"fn10-29208\"><p > BD 18, Chronica Regia Coloniensis S.167 &nbsp;<a href=\"#rf10-29208\" class=\"backlink\" title=\"Return to footnote 10.\">&#8617;<\/a><\/p><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konrad II., Sohn Konrads I,&nbsp; der mit Luitgard von Bickenbach verheiratet ist, nennt sich in Urkunden als erster von Hagen und Arnsburg. Er stiftet 1150 ein zu Fulda geh\u00f6riges Benediktinerkloster. 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