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Das Magdalenenhochwasser in Trebur
Vor etwas mehr als einem halben Jahr hatte ich mich hier das Magdalenenhochwasser von 1342 beschäftigt und hatte mir die Frage gestellt wie hoch dieses Hochwasser in Trebur wohl gestanden haben mag.
Um das herauszufinden habe ich mir die Angaben aus Mainz zu Nutze gemacht:
[wo im Dom ] das Wasser einem Mann bis zum Gürtel stand
Mittels GPS , und hinterher noch mal über Google Earth habe ich mir die Höhendaten organisiert. Wobei ich für den Mainzer Domplatz eine Höhe von 90-96m erhielt. Für Trebur erhielt ich die Angabe von 88-90m und zwar für Obere Pforte und erhöht liegende Laurentiuskirche.
Sollte das Wasser nun die selbe Höhe wie in Mainz gehabt haben, so hätte gesamtes Trebur unter einer geschlossenen Wasserfläche gelegen! Nun fließt aber bei Mainz auch noch der Main in den Rhein der hier natürlich auch zu einem Rückstau geführt haben könnte, der wäre aber auch wegen der Altarme des Mains nach Trebur geflossen.
Das Vorläufige Fazit ist daher das Trebur sehr wohl und sehr stark von diesem Hochwasser getroffen worden sein muss, wobei das Areal Südlich der Kirche, auf dem sich die Siedlung mit Albanskirche befand, vollkommen unter Wasser stand. Dieses Hochwasser muss enorme Verwüstungen angerichtet haben. könnte das absolute Ende der Südlichen Siedlung bedeutet haben, Fachwerkbauten in Ständerbauweise unbewohnbar gemacht haben und letzte Reste der Pfalz für den endgültign Abriss “vorbereitet” haben.
Wachstafelbastelei
Eine Wachstafel, wie sie seit der Antike Verwendung fand, ist eigentlich gar nicht so schwer herzustellen. Man braucht Holz, vorzugweise Hartholz, einen Stechbeitel, einen Hammer, wenn mans luxuriöser mag vielleicht noch Schnitzmesser für Verzierungen, Bienenwachs, Kiefernharz und Ruß zum Färben des Wachses.
Man stemmt aus dem vorbereiteten Brett eine rechteckige Fläche auf etwa 2-3mm heraus, schmilzt das Wachs im Wasserbad,Harz dazu, färbt es und füllt es in die Fläche ein. Fertig.
In der Theorie ganz einfach, auch die praktische Umsetzung ist es eigentlich, wenn man mit Werkzeug umgehen kann. Das einzige Problem ist wenn man urplötzlich merkt, dass die Bienenwachsvorräte auf Daumengröße geschrumpft sind und nur noch für eine Ecke der Wachstafel reichen würden. Also hab ich das gesamte Haus durchsucht und nicht mal eine einzige dämliche Bienenwachskerze im Weihnachtskram gefunden.
Noch dämlicher wirds, wenn man feststellen muss das sämtliche Bastelläden dies früher mal gab inzwischen nicht mehr gibt oder die kein Bienenwachs haben, weil momentan so Kunststoff-Duftkerzenmist in ist! Ahhhhhh!
Bin dann heute Vormittag nach Mainz gefahren, Bienenwachsvorräte wieder aufgestockt, Rußpigmente gekauft, Flussperlen zum Besticken mitgenommen, Obdachlosen vor dem Dom was aus dem Almosenbeutel gegeben, im Dom über Kabel von Verlegearbeiten für ein Konzert gestolpert, Brezel gegessen, heim gefahren, Wachstafel fertig gemacht.
King Harolds Hunting Lodge
Also ich kannte die Serie “Time Team” von Channel 4 aus England bisher nicht. Das ganze macht mir den hektischen Eindruck von Zahi Hawass bei dieser furchtbaren Gantenbrink-Schacht-Öffnungs-Geschichte von National Georgaphic, für die ich mir damals die Nacht um die Ohren geschlagen habe. Aber ich dachte es interessiert vielleicht mal.
Bei “Time Team” hat ein Archäologen Team 3 Tage Zeit d eine Grabung durchzuführen… (Ich glaube deutschen Fachleuten dreht sich gerade der Magen um). In diesem Fall suchen sie “Hunting Lodge” von König Harold auf Harold’s Field in Portskewett, Monmouthshire.
Kirchenruine und Burg Mitterberg
Durch Zufall bin ich auf ein PDF gestoßen, das sich um die die Kirchenruine St.Jakob in Mittenberg (Österreich) dreht. Das romanische Kirchlein steht auf einer abgegangen Burg des 10./11. Jahrhunderts. Allein schon die Aufrisse und die Topographie der Burg sind es wert sich das mal anzuschauen, wenn man sich für sowas interessiert.
Hier das PDF, und hier im Burgenforum gibts auch noch Fotos der Kirche
Neue Rekonstruktion und blöde Treppenhäuser der Laurentiuskirche und wieder Mainz
Ich wollte mich heute mal wieder dem Westbau der Laurentiuskirche widmen, mit ersten Erkenntnissen aus den Bauuntersuchungen. Ursprünglich hatte ich den Westbau, vor allem auf Grund der Angaben von G.Kiesow und dessen Rekonstruktionszeichnung, genauso hoch konstruiert wie das Querhaus 8,66m. Die Bauuntersuchungen haben aber gezeigt das dem nicht so ist. Die Annexe, also die Teile des Westbaus die die an die Seitenschiffe anschließen, weisen in der Höhe von 7,5m eine Veränderung des Mauerwerks auf. Diese geht einher mit Löchern für eine Balkendecke im Inneren.
Die Bauuntersuchung kommt daher zu dem Schluß, dass die Annexe niedriger waren als das Langhaus. Über den 7,5m Höhe sollte nur noch ein niedriger Kniestock gelegen haben, auf dem das Dach aufsaß. Interessanter Weise bedeutet das auch das die Annexe nicht als Treppenhaus für den zentralen Turm taugen. Eine Sache die ich ja schon mehrfach erwähnt habe, da die großen Bögen die den Hauptraum mit den Annexen verbindet keinen Sinn hätten, da man hier nicht einen großen Raum hätte sondern nur stupide auf eine Treppenkonstruktion geblickt hätte. Zudem gibt es keine Spuren einer steinernen Treppe an dieser Stelle.
Aber zurück zu dem niedrigeren Westbau. Ich habe mich, wie ich das so oft ins solchen Fällen mache, erst mal durch die Liste der ottonischen Bauten in der Wikipedia gequält und mir die Bauten angesehen. Das Ergebnis war aber eher ernüchternd, jedoch ist exakt dieser Aufbau beim Willigis Bau des Mainzer Doms festzustellen. (Hier kann man sich ein 3D Modell des Domes ansehen)
Diese Ähnlichkleit des Westbaus hatte ich auch schon früher vermutet, jedoch ohne wirklich zu wissen das die Annexe des Mainzer Doms und der Laurentiuskirche niedriger waren. Ebnfalls auf der Seite 1000-Jahre-Mainzer-Dom.de stieß ich auf das PDF von Josef Heinzelmann: Mainz zwischen Rom und Aachen: Erzbischof Williges und der Bau des Mainzer Doms. Hier wird wegen der Frage des Ostchores (Mainz ist nicht nach Osten, sondern wie St. Peter in Rom nach Westen ausgerichtet) der Ostbau (also ein Westbau ;- ) )genau betrachtet. Heinzelmann kommt zu dem Schluß das dieser Ostbau zweistöckig mit Empore war. Darunter befand sich der Haupteingang, der dem Herrscher einen prunkvollen Einzug ermöglichte. Auf der Empore gab es möglicherweise bereits einen Stefans-Altar. Die Empore wurde durch die seitlichen Treppentürme erschlossen, die jedoch weniger Anlehnung an die Treppentürme von Aachen waren, als eher dem praktischen Nutzen geschuldet.
Und wieder kommen diese Mainz-Trebur-Bezüge in mir hoch, die mich ja schon in letzter Zeit gezwungen mich mehr mit den Ottonen zu beschäftigen und ich stelle mir die Frage ob das System der aussenliegenden Treppentürme auch bei Trebur Anwendung fand. Grabungstechnisch wurden die Seiten des Westbaus weder von Diefenbach 1934 noch von Müller 1953 erfasst, das bringt mich also nicht weiter.
Was spräche also für Treppentürme an dieser Stelle? Nach Norden und Süden gibt es vermauerte Portaldurchgänge. Der Zweck dieser Portale oder Türen ist nicht bekannt. Die darüber liegenden Fenster sind Spitzbogig, fallen somit nicht in die selbe Zeitstellung wie die in ottonischer Zeit existierenden Türen. Der nördliche Portal, das also zum Ort hin weist, wurde möglicherweise in gotischer Zeit sogar vermauert, das südliche vergrößert, was bedeutet die Portale hatten ihre ursprüngliche Funktion verloren, gleichzeitig wurden ganze Teile der Mauer verändert. Spinnen ich den Gedanken weiter, so könnte es möglich sein das die Portale Zugänge zu Treppentürmen bildeten, die dann im Dachbereich den Zugang zu einer Empore ermöglichte. In gotischer Zeit (2. hälfte 15. Jh.) wurde im Rahmen des gotischen Umbaus diese Türme entfernt, der Aufgang erfolgte nun über nachträglich eingezogene Treppen in den Annexräumen oder über die Empore in der dann neuen Hallenkirche. Das am Mauerwerk keine nach außen weisende Verzahnung gefunden wurde, muss nicht unbedingt gegen diese Theorie sprechen, da es einige Beispiele gibt in denen die Treppentürme freistehend angebaut wurden.
Einen Nachweis dieser Theorie über das Mauerwerk des Westbaus, bzw. des Turms zu führen ist nicht möglich, da dieses an den entscheidenden Stellen nicht mehr im Original existiert. Nachweisen könnte man dies nur anhand von Grabungen vor den vermauerten Portalen. Zur Zeit ist dies aber die plausibelste Theorie zu Treppenaufgängen.
Ausstellungstagebuch: T-55, Mein Thron, meine Aula… [Update]
Ja, es geht diesesmal schnell, dass ich mich wieder zur Ausstellung melde, hat aber seinen Grund.
Gestern Abend gabs, für mich etwas überraschend, wieder eine Sitzung. Leider konnte ich nicht die ganze Zeit anwesend sein, da ich etwas in Eile war.
Aber einige Sachen konnten geklärt werden. Z.B. wurde der Dummy für den Flyer bzw. das Programmheft präsentiert. Und ich hatte mal nichts zu nörgeln
sogar die Farbe gefällt mir.
Der Termin für die Pressekonferenz wurde noch mal abgesprochen. Das Museum ist jetzt so gut wie leer, die Vitrinen geputzt und fast schon bereit eingeräumt zu werden.
Die Deko-Rückwand meiner Aula nimmt auch Gestalt an, wie man links sieht. Oben ist die Borte die den oberen Abschluss bildet und die farbigen Quadrate unten bilden den Rand zum Boden. Vorbild für die ist übrigens die Ausmalung der Torhalle in Lorsch. Ich finde das sieht ganz gut aus. Nee, eigentlich find ichs super!
Mein Thron wird auch was. Die Planung, wenn man das so nennen kann ist abgeschlossen, jetzt wird das Material besorgt. Der Einfachheit halber hatte ich das Ding schon mal am Rechner zusammengeschraubt.
Der Startplan für die neue Homepage des Geschichtsvereins ist auch vorverlegt worden. Sie wird nun am Wochenende starten. Zum Glück hatte ich die schon fertig. Lediglich die fixen Termin für Vorträge usw. kommen erst noch. Wenn ich sie Online hab geb ich hier mal Meldung durch, damit sich mal jemand hin verirrt.
So, jetzt muss ich fast nur noch mit meinen Schautafeln fertig werden.
[Update] Gerade die CD mit den original Logos für die Schautafeln und die Internetseite bekommen. Das die Daten in Illustrator, EPS und PDF vorliegen ist auch ok. Das der verwendete Font “ITF Weidemann” dabei ist ist auch super. Das er die Größe von 0 Byte hat ist eher doof…. arghhh!
Das Wunder des Quedlinburger Münzenberges
Von 986 bis 1523 stand auf dem Quedlinburger Münzenberg das Marienkloster. Bauernkrieg und Reformation jedoch beendeten die glanzvolle Geschichte der Basilika mit großer Apsis, bei der schon auf Grund der byzantinischen Formensprache des Grundrisses spekuliert wurde ob nicht Theophanu selbst ihre Finger im Spiel hatte.
Das Areal wurde als Steinbruch genutzt und um 1580 begannen sich Handwerker auf dem Berg anzusiedeln. Die kleinen Häusschen kann man auch heute noch dort sehen. Die genaue Lage des Kirchenbaus geriet in Vergessenheit. Wenn nicht ein kleines Wunder geschehen wäre!
Und wegen dieses Wunders schreibe ich darüber.
Mitte der 90er “machte eine Wessi rüber”. Prof. Dr. Behrens, zu diesem Zeitpunkt Chefarzt der Unfallchirurgie in Lemgo, der schon in seiner Heimat mit historischen Bauten befasst und einige hatte Sanieren lassen, sah einen Bericht über die schlechte Bausubstanz der Fachwerkhäuser von Quedlinburg. Er fuhr zum Kurzurlaub nach Quedlinburg und am dritten Tage war er Besitzer eines kleinen Fachwerkhauses auf dem Münzenberg. Er begann mit der Sanierung des Hauses und fand im Keller seines Häusschens Grundmauern der Basilika.
Prof. Dr. Behrens Interesse war geweckt und lies ihn nicht mehr los. Er verhandelte mit seinen Nachbarn über Zugang zu den Kellern, kaufte weitere Häuser, regte den “Museumsverein Klosterkirche auf dem Münzenberg” veranlasste Sanierungen und machte die Mauern der Öffentlichkeit zugänglich.
Heute befindet sich in den Gebäuden ein Museum, das es ermöglicht das Kloster durch Kellerbegeungen zu erfahren. Auch der der Freidhof des Klosters wurde bei den Erforschungen gefunden.
Prof. Dr. Behrens wurde mittlerweile mehrfach für sein Engagement geehrt.
Ich würde mir wünschen das so etwas auch in Trebur passieren würde! Aber bis das passiert geht wohl noch viel Wasser die Schwarzbach e´nunner…
Hier eine Informationsseite des Münzenberger Nachtwächters, hier die der Stiftung Denkmalschutz, hier noch mal überProf.Dr. Behrens Entdeckung,
Gero vs. Wilhelm – 2 Bilder mit Geschichte(n)
Diese beiden Bilder haben etwas gemeinsam und dennoch unterscheidet sie etwas gewaltiges. Beide Bilder stammen aus dem 16. Jahrhundert. Ein Bild zeigt den Stifter der Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode, Markgraf Gero, das Andere zeigt Wilhelm den Eroberer.
Das Bild Wilhelms (rechts) fällt unter den Bereich “Geschichten”. Im 16. Jahrhundert wurde das Grab Wilhelms in der Abtei St. Etienne in Caen zwei mal geöffnet. Der erste normannische König Englands soll in einem hervorragenden Zustand gewesen sein. Man bestellte einen Maler ein, der dieses Portrait anfertigte.
Selbst wenn Wilhelms Gesicht noch einigermaßen intakt gewesen sein sollte (was ich nicht wirklich glaube), so stellte der Maler doch den Herrscher in der Kleidung seiner eigenen Gegenwart da, wodurch ein Wenig aussieht wie ein Mittelding aus Heinrich VIII von England und Dürers Bild Karls des Großen. Ein Vorgang der zu dieser Zeit vollkommen normal war.
Das Tafelbild Markgraf Geros Bild hingegen präsentiert den Stifter ungewöhnlicher Weise nicht in der Kleidung der der Zeit des Malers. Stattdessen zeigt es Kleidung, wie sie etwa Heinrich der Zänker in einer Darstellung des Regelbuches von Niedermünster trägt. Er trägt gewickelte Bänder um die Beine und Hosen. Darüber eine Tunika mit Borten die durch Steine und/oder Perlen verziert ist. Die Kleidung der Zeit von Geros Tod 965. In seiner Rechten trägt er eine Lanze. Ein Habitus den auch Heinrich der Zänker oder etwa Ludwig der Fromme in der Darstellung des miles christi von Hrabanus Maurus einnimmt.
Lediglich das Richtschwert und der Schild mahnt an eine andere Zeit.
Zur Zeit als das Bild im 16. Jahrhundert entstand, wurde auf Veranlassung Äbtissin Elisabeth von Waidas für den Stifter eine neue Grabtumba errichtet. Man geht davon aus das es davor eine Grablatte mit bildlicher Darstellung gab und der etwas unbedarfte Maler angewiesen wurde diese zu malen bevor sie zerstört wurde. Ein Hinweis auf das Alter ist auch die Inschrift, die wohl mit ihrer ungelenken Schreibweise wohl von der Grabplatte übernommen wurde. Dies bedeutet zum Einen das die Grabplatte älter war ist als die von Rudolf von Rheinfelden, dem “Rekordhalter”, zum Anderen ist dieses Bildnis eine detaillierte Darstellung der Kleidung zur Zeit der Ottonen.
Und diese unterschiedet sich nicht wesentlich zu der Kleidung der Karolinger wie sie etwa im Stuttgarter Psalter zu sehen sind. Lediglich der Saum der Tunika schein weiter gewesen zu sein, wahrscheinlich mit Geren geweitet und nicht mehr geschlitzt.
Also eine zwar mit Vorsicht zu genießenden, aber dennoch informative Quelle fürs Reenactment.
Intinerar Heinrich II. 1023
Erstmal Vorweg: Ich hatte ja für 1023 geschrieben der König sein von Mainz nach Trebur gereits. Das muss ich aber revidieren, da die Mainzer Urkunde sich als Fälschung entpuppte. Dennoch geht aber die Monumenta Germaniae Historica davon aus das sich Heinrich zuvor in Mainz aufhielt, da man davon ausgeht das der Fälscher eine echte Urkunde vom 30.11. als Vorlage hatte.
Aber ich hab mir jetzt mal professionelle Hilfe gesucht, was die Herangehensweise an Urkunden usw. angeht. Das Bedeutet ich werde die Volltexte zu den erstellten Urkunden bekommen und soll beispielsweise auch nach den Zeugen schauen die diese Urkunden mit unterzeichnen um daran zu sehen wer anwesend war und wer auch den König begleitete.
| Datum | Ort | Vorgang |
| 24.12.102-14.1.1023 | Paderborn | Weihnachten mit Meinhard im Kloster Abdinghof, Weihe der Krypta der Klosterkirche |
| 2.2.1023 | Hildesheim | Feier von Maria Lichtmeß mit Bischof Godehard |
| Ende Februar-März 1023 | Goslar | Verbringt in Goslar die Fastenzeit |
| 14.3.1023 | Merseburg | Osterfest |
| 1.5.1023 | Compiegne | sind nur Botschafter nach F gereist |
| 16.5.1023 | Köln | Heinrich schenkt auf Intervention der Kaiserin Kunigunde und der Erzbischöfe Aribo von Mainz und Pilgrim von Köln dem Kloster Göß eine Besitzung in Diemlach (Steiermark, BH. Bruck a. d. Mur, sw. von Kapfenberg) im Mürzgau in jener Grafschaft, die vor kurzem Graf Turdogow inne hatte |
| 2.6.1023 | Mainz | Auf Einladung des Erzbischofs Aribo von Mainz feiert Heinrich hier das Pfingstfest. ‒ Eine vom Mainzer Metropoliten einberufene Provinzialsynode, an welcher auch Bischof Godehard von Hildesheim teilnimmt, trennt neuerlich die Ehe des Grafen Otto von Hammerstein mit Irmgard. Während der Graf sich unterwirft, ist Irmgard dazu nicht bereit. |
| 18.6.1023 | Neuss | Heinrich bestätigt auf Intervention Herzog Heinrichs V. von Bayern dem Kloster Echternach das von Otto III. (für den Ort Echternach) gewährte Münzrecht |
| 26. 6.1008 | Utrecht | Weihe der Kathedrale |
| Ende Juli-27.7. 1023 | Aachen | Provinzialsynode in Anwesenheit Heinrichs. Der Streit zwischen dem Erzbischof Pilgrim von Köln und dem Bischof Durand von Lüttich um die Diözesanzugehörigkeit des Klosters Burtscheid wird durch das Zeugnis des Bischofs Gerard von Cambrai zugunsten Lüttichs entschieden.
Heinrich bestätigt der bischöflichen Kirche von Osnabrück auf Bitten des Bischofs Meginher die Immunität mit ausdrücklicher Befreiung der Hintersassen vom Brückenbau, ferner Markt, Münze und Zoll in Osnabrück sowie das freie Verfügungsrecht über die Besitzungen und den Wildbann über einen Forst innerhalb angegebener Grenzen. |
| 10.-11.8.1023 | Ivois und Mouzon | Beratungen zwischen Heinrich und König Robert II. von Frankreich. Der Kaiser, der in Ivois sein Lager aufgeschlagen hatte, besucht am 10. August den französischen König in Mouzon, und dessen Gegenbesuch erfolgt am nächsten Tage. Die beiden Herrscher erneuern ihren Freundschaftsvertrag von 1006 (Reg. 1619 a); zur Regelung der großen Kirchenfragen nehmen sie ein allgemeines Konzil in Aussicht, das in Pavia unter Vorsitz Papst Benedikts VIII. stattfinden soll. |
| vor 13.8.1023 | - | Heinrich verleiht dem Erzbistum Mainz die Abtei Seligenstadt |
| 23. 9.-1023 | Brumath | Heinrich bestätigt dem Kloster Fruttuaria den Königsschutz, den Besitz, die Immunität sowie die von Papst Benedikt VIII. auf einer Synode getroffenen und verbrieften Verfügungen bezüglich der Wahl und der Weihe des Abtes |
| 8.9.1023 | Verdun | Vor Heinrich und den Gesandten König Roberts II. von Frankreich muß sich Graf Odo von der Campagne verantworten. Der Kaiser legt auch einen Streit zwischen Herzog Dietrich von Oberlothringen und Odo bei, der einige Burgen schleifen muß. ‒ Die Klöster in Verdun werden vom Kaiser reich beschenkt. |
| nach 8. 9.-1023 | Metz | Heinrich beschenkt einzelne Klöster. Bischof Gerard von Cambrai wird mit reichen Geschenken aus dem Gefolge entlassen. |
| 25.9.1023 | Basel | Heinrich bestätigt dem Kloster Murbach auf Grund der von Abt Degenhard vorgelegten Privilegien Ottos III. und seiner übrigen Vorgänger sowie auf Bitten der Kaiserin Kunigunde und des Bischofs Werner von Straßburg den Besitzstand, die Immunität, das Recht der freien Abtwahl und die Zollfreiheit innerhalb der Reichsgrenzen. |
| 29.10.1023 | Erstein | Heinrich schenkt auf Intervention der Kaiserin Kunigunde dem Kloster Rheinau unter Abt Burkhart ein im Klettgau (Baden, Kr. Waldshut und Schweiz, Kt. Schaffhausen) in der Grafschaft des Grafen Radbot gelegenes Gut, welches dem rechtlosen Manne Otteram gehört hatte und dem Kaiser gerichtlich zugesprochen worden war, mit allem Zubehör zu freiem Verfügungsrecht zum Nutzen des Klosters |
| 4.11.1023 | Straßburg | Heinrich schenkt auf Intervention der Kaiserin Kunigunde dem Nonnenkloster Erstein unter Äbtissin Hildegard das ihm gerichtlich zugesprochene Gut Künheim (b. Kolmar) im Elsaßgau in der Grafschaft des Grafen Otto mit allem Zubehör zu freiem Verfügungsrecht zum Nutzen der Kirche |
| 2.12-13.12.1023 | Trebur | 2.11.Heinrich befiehlt nach dem Rate seiner Getreuen die Beendigung der zwischen den Hintersassen der bischöflichen Kirche von Worms und denen der Abtei Lorsch eingerissenen Streitigkeiten und Gewalttaten, die schon zu zahlreichen Totschlägen geführt haben, und verfügt, daß die ungesühnt gebliebenen Rechtsbrüche in Anwesenheit seiner Gesandten von den beiden Vögten zu richten sind, die auch neuerliche Streitigkeiten gemeinsam so rasch als möglich behandeln sollen. Zur Bestrafung der Gewalttaten bestimmt der Kaiser, daß derjenige, der mit bewaffneter Hand einen anderen verfolgt und in dessen Haus und Hof einbricht um zu töten oder zu rauben, an Haut und Haar gestraft werden soll. Der Führer des Überfalles ist außerdem an beiden Wangen zu brandmarken. Wurde der Überfallene aber getötet, so sollen alle daran Beteiligten Strafe zu Haut und Haar erleiden und in der vorerwähnten Weise gebrandmarkt werden; der Urheber des Totschlages soll außerdem dem Herrn des Erschlagenen das Wergeld zahlen und sich mit den Angehörigen des Toten vergleichen. Diese Strafbestimmungen gelten für alle ungerechtfertigten Totschläge zwischen den Hintersassen der beiden Kirchen. Das Sühneverfahren, das in Anwesenheit von Vertrauensleuten des Bischofs und des Abtes durchzuführen ist, obliegt jenem Vogt, in dessen Vogteibezirk die Gewalttat begangen wurde. Bei Verstoß eines Vogtes gegen diese Verfügungen sollen ihm die Huld des Herrschers und die Vogtei entzogen werden, außer er kann auf Reliquien schwören, daß er den Gewalttäter nicht ergreifen konnte. Die Hintersassen beider Kirchen sollen bei einem solchen Versagen der Vögte den flüchtigen Totschläger dingfest machen und ihn den Beauftragten des Bischofs und des Abtes zur Bestrafung ausliefern. Die Dienstmannen des Bischofs und des Abtes können sich von der angedrohten Strafe durch Zahlung von 10 Pfund Denaren lösen. Bereits rechtsgültig erledigte Streitsachen dürfen nicht wiederaufgenommen werden. Der Bischof und der Abt sollen bei Verstoß gegen diese Verfügungen 2 Pfund Gold an den König zahlen
12.12.Heinrich urkundet für das Kloster St. Maximin bei Trier. 13.12.Heinrich bestätigt auf Bitten des Abtes Reginbald von Lorsch dem von diesem gegründeten Kloster Heiligenberg (früher Abrinsberg) im Lobdengau in der Grafschaft des Grafen Heinrich die namentlich genannten Besitzungen, die der Gründer dem Kloster geschenkt hatte, und verbietet deren Entfremdung oder Verlehnung |
| 25.12.1023 | Bamberg | Weihnachten, Nach Beratungen mit den Fürsten besetzt Heinrich die im Laufe des Jahres vakant gewordenen Bistümer. Er ernennt den Hunfried zum Erzbischof von Magdeburg, den Branthog (früher Abt von Fulda) zum Bischof von Halberstadt, den Ruprecht zum Bischof von Meißen und den Hizo zum Bischof von Prag |
Von den Streitigkeiten die in Trebur zwischen Worms und Lorsch begelegt wurden habe ich schon den lateinischen Originaltext, aber mit meinem Asterix-Latein komm ich da nicht weit ….
Burg Friesach – auf den Spuren Guedelons
Als ich über den abstrusen Plan Burg Hohenstaufen wieder aufzubauen geschrieben hatte, war Hobo-Cop so freundlich in den Kommentaren auf die Burg Friesach hinzuweisen.
Und da ich nicht will das so ein schöner Link in den Kommentaren vor sich hin gammelt, schreib ich jetzt noch mal drüber!
Mir war das Projekt “Burg Friesach” bisher vollkommen entgangen, wahrscheinlich weil ich Österreich nicht so auf dem Plan hab. Aber Burg Friesach macht genau das was ich den Hohenstaufener geraten habe. Selbst eine neue Höhenburg bauen!
Im Grunde läuft das ganze nach dem Vorbild Guedelons ab. Man hatte jedoch hier den Vorteil das sich das Projekt Guedelon schon als Musterbeispiel für eine solche Aktion bewehrt hat und man daher zeigen konnte, das der Neubau einer Burg nicht einfach eine spinnerte Idee ist sondern Publikum anzieht und sich rechnen kann. Das erleichtert natürlich auch das Finden von Sponsoren.
6,5 ha Fläche hat das Projekt und veranschlagt sind 30 Jahre Bauzeit. Da das Projekt schon im 2 Jahr läuft fehlen nur noch 28 Jahre ;-)
Ich geh dann mal einen Bauplatz für meine Pfalz suchen, denn sowas hat glaub ich auch noch keiner gemacht…







