Die karolingische Tunika II – Historisierende Clavi oder Zeichen der Fremdartigkeit?

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3 Antworten

  1. der Uhl sagt:

    Hallo Markus,

    ich muß dir leider mit der pauschalisierten Aussage:
    „. Trug man zu Karls Zeiten noch den an den Seiten herunterhängenden Schnurrbart (Siehe Asterix), so ist der Bart danach passé.“
    wiedersprechen.
    Auch zu Karls Zeiten und darüber hinaus war der Vollbart durchaus noch in Gebrauch, (s.h. zum Beispiel das Stifterbild in Mals).
    Es war vielleicht nicht die neueste Mode, aber taucht ähnlich wie Ausrüstungsgegenstände mal in der neuesten und mal in einer älteren Form auf, vermutlich wie es der Maler gerade vor Augen hatte, und vor allem was er damit ausdrücken wollte.

    Aber bei der Herleitung der Trachten ist es, wie du hier richtig schreibst, wichtig den Hintergrund der Bilder (sprich Psalmen) zu kennen um einzugrenzen was ausgedrückt werden soll.
    Gut ist dabei auch ein Vergleich mit „moderneren“ Malereien im gleichen Kontext, um die zusammenhänge zwischen Kleidung und Symbolisierung zu erkennen.

    Gruoss der Uhl

  2. der Uhl sagt:

    Noch ein Gedanke,
    die Kontakte zu Byzanz waren unter Karl neu „aufgewärmt“ worden. In der Tradition der Byzanter waren sie die regulären Nachfolger des Römischen Reichs und haben auch in der Darstellung die spätantike Tradition gepflegt. Vielleicht hatte der Maler auch Bilder einer solchen Malschule vor Augen als er sich ans Werk machte.

    Wir können darüber leider nur spekulieren.

    Bei den Rekonstruktionen von Priestergewändern tun wir uns da viel leichter, da hier einiges an Material als Reliquien erhalten geblieben ist, und die Tradition weitgehend über sehr lange Zeiträume sich erhalten hat.

  1. 30/01/2015

    […] vorherigen Artikel zu diesem Thema: Die karolingische Tunika I – Kreisverzierungen Die karolingische Tunika II – Historisierende Clavi oder Zeichen der Fremdartigkeit Die karolingische Tunika III – Mehr als nur EIN Schnitt Die karolingische Tunika IV – […]

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