Ortsnamen und Ortslage bei den Alamannen und ein Blick ins Ried

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3 Antworten

  1. andreas sagt:

    Du meinst sicherlich den [Tralalala], der auch eine der wichtigsten Fundstellen für spätrömische
    Drehscheibenkeramik im rechtsrheinischen Gebiet darstellt. Sofern die nahe Gerichtsstätte Haselberg nicht auch alamannischen Ursprungs wäre, würde das natürlich wunderbar passen.
    Wie sieht es zu jener Zeit mit Gross-Gerau aus? Um die Mitte des 4. bis spätestens frühen 5. Jh. ließen sich am Westrand und im ehemaligen Vicus selbst auch wieder alamannische Siedler nieder und anscheinend wurde dort auch den Tierknochenresten nach, weiter ein Rindertypus nach römischem Standard gezüchtet. Ich hatte einmal gelesen, daß die Größe dieser Siedlung noch unbekannt sei. Manche Forscher vertreten den Standpunkt, daß die Endung -ach genauso alamannisch sei, so wäre mit dem anschließenden Berkach eine weitere Siedlungskontinuität gegeben.
    Mir fällt gerade auf, daß mit der Grafschaft Bessungen, der Bellinger Mark (dieses recht weite Gebiet erstreckte sich über die Steinheimer, Auheimer und Bieber Mark und das 816 letztmals genannte Bellingen war davon anscheinend der Oberhof) und der Babinger Mark, dem Vorgänger der Babenhäuser Mark (Babingen könnte sich vor dem Burgbau und der Stadtgründung Babenhausens hinter Altdorf oder der östlichen Flur „Im alten Hof“ verbergen, viele wahrscheinlich alamannische Ortsgründungen eine weitere gewisse Bedeutung innehatten.

  2. Erst mal sorry für das [Tralalala], ich vermeide es ganz gerne Fundplätze offen zu nennen, vorallem wenn hier Eugen Schenkel einem Tag mehr Lesefunde (Perlen) machte als eine ganze Grabungsession am Runden Berg hergab 😉 Aber genau den meine ich.

    Trebur und Groß Gerau gelten meines Wissens im Kreis Groß-Gerau immer noch als die einzigen Plätze bei denen sich nach dem Rheinübergang noch immer Besiedlung durch Alamannen(?) nachweisen lässt. Wenn man nun von der Lage des Vicus nach Berkach schaut kann hier hauch einfach eine Siedlungsverlagerung stattgefunden haben. Ist ja quasi in Spukweite und der Landgraben verlandet ja gerade in diesen Zeiten.
    Das Fragezeichen hinter den Alamannen hab ich übrigens gesetzt wegen des Zuordnungschaos der definierbaren Funde. Also Wiesbadener Pressblechfibel und den Kämmen mit halbrunder Griffplatte. Selbst die Keramik hat wohl in unsere Ecke Mischformen und ich als Keramikfeind bin da noch am vergleichen.
    Bessungen gehört Jörg H. 😉

  3. andreas sagt:

    Entschuldige, daß hatte ich vermutet, da man aber im Internet, Büchern und Zeitungen schon genügend darüber findet, dachte ich mir…aber du hast vollkommen recht!

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