Fotografieren im Museum

3 Antworten

  1. Holger sagt:

    Das kann man auch abkürzen:

    Blitzverbot: Schädigt die Ausstellungsstücke. Sollte man aktzeptieren, selbst wenn es im Einzelfall eher zu hinterfragen wäre. Ich habe dafür sogar extra eine Kamera angeschafft, die mit schlechten Lichtverhältnissen umgehen kann. Man muss halt einen Moment geduldiger sein.

    Photografierverbot: Die meisten Ausstellungskonzepte unterliegen einem Urheberrecht, das hier ausgeübt wird zur reinen Monetarisierung – man will Kataloge verkaufen oder eben Photoerlaubnisscheine (letztere habe ich freilich seit Jahren nicht mehr in Museen gesehen) – ignoriere ich grundsätzlich.

    Punktum. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

    Die Ausstellungskataloge (viele Kaufe ich tatsächlich) zeigen selten das, was wir Historiendarsteller sehen wollen, schon gar nicht im ausreichenden Detail. Wenn die Aufseher allzu neugierig sind – ich bekomme ja aufgrund meines seltsamen Verhaltens in Museen (ich schaue mir die Exponate tatsächlich nicht nur im Vorbeilaufen an, das gilt heutzutage schon als seltsam) früher oder später einen Privataufseher, der um mich herumschleicht – gibt es dafür das iPhone, das in die Handfläche passt. Und ja, ich habe nicht einmal ein schlechtes Gewissen dabei.

  2. Carola sagt:

    Ich gebe zu, dass ich das Foto-Verbot weitgehend ignoriere. Meine Kamera hat eine „Museums-Einstellung“, bei der weder der Blitz auslöst, noch irgendwelche Geräusche entstehen. Ich nerve also weder die Besucher, noch schade ich den Exponaten.
    Das Problem mit dem Urheberrecht sehe ich natürlich auch. Die Museen finanzieren sich schließlich z.T. über die Verwertung dieser Rechte. Andererseits sind meine Fotos – behaupte ich mal ganz frech – wirklich nur im Hobbybereich verwendbar. Und ich kaufe in der Regel trotzdem den Katalog und gerne auch Postkarten mit Ausschnittvergrößerungen. Insofern sehe ich auch keinen Schaden. Abgesehen davon wäre ich auch gerne bereit, zusätzlich zu zahlen, wenn ich dafür ungestört für den Eigenbedarf fotografieren könnte, weil dann auch bessere Fotos entstehen würden.

  3. Segestes sagt:

    Die Museen wollen also den Steurezahlern, welche nicht nur die meisten Museen selbst finanzieren, sondern auch die Ausgrabungen welche überhaupt erst viele der Exponate ans Tageslicht befördern, grundsätzlich das Fotografieren verbieten, um sich eventuell ein Zubrot durch irgendwelche Bildrechte zu verdienen.
    Das ist dummdreist.
    Ich bezahle doch nicht doppelt und dreifach für so einen Laden, bloß um dann nicht einmal ein Foto (ohne Blitzlicht) machen zu dürfen.

    PS: So extrem teuer ist dieses UV-Licht filternde Glas gar nicht.
    Man kann einfach spezielle Folien kaufen und diese aufkleben.

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