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Gott will es – Unnützer Text zum Karfreitag

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3 Antworten

  1. Segestes sagt:

    Konsequenter wäre es in der Tat gewesen zu sagen:
    WIR MENSCHEN wollen es, weil uns 500 Jahre der gewaltsamen Eroberung von urchristlichen Gebieten durch den Islam, mittlerweile zum Halse heraushängen – unsere Geduld wurde über Gebühr beansprucht, wir haben lange genug tatenlos zugesehen! Schande über uns, dass wir nicht schon viel früher gemeinsam etwas gegen euch und eure Eroberungskriege unternommen haben!

    Aber die Christenheit hatte das Problem, dass in der Bibel nichts in appelativer Form von einem Krieg im Namen Gottes stand – im
    Gegensatz zum Koran der Moslems, in dem man an allen möglichen Stellen unmissverständlich nachlesen kann (und zwar über 200 mal), man solle die Ungläubigen töten.

    Aber so ist das eben, wenn die eine Religion von einem linken Pazifisten, und die andere von einem verhaltenskreativen Räuberhauptmann gegründet wird.
    Naturgemäß haben es da die Anhänger ersterer Religion schwer, auf Gewalt in probatem Maße zu reagieren, ohne gleich in Widerspruch zu den eigenen religiösen Leitlinien zu geraten.
    Da muss man sich eben ab einem bestimmten Punkt, dem kulturellen Selbsterhaltungstrieb gehorchend, so etwas wie den bellum iustum aus den Fingern saugen.
    Unehrlich zwar, und im krassen Gegensatz zu dem, was der Religionsgründer empfohlen hat (schlägt man dich auf die eine Wange, halte auch die andere hin), aber letztendlich der einzige Weg um das zu erhalten, was einem am wertvollsten erscheint.
    Prinzipienreiterei an dieser Stelle, ist etwas für die glücklich Nachgeborenen und Moraltheologen.
    Andererseits gab es im Christentum auch so etwas wie eine Gegenbewegung zum bellum iustum – die truga dei – welche wiederum sehr der ursprünglichen Glaubenslehre des Christenutms folgt. Erstaunlicherweise „vergisst“ man diesen „Gottesfrieden“ überaus gerne, wenns darum geht, das Christentum jener Tage moralisch einzuordnen. Lieber wird mit schwarz-weißen Schablonen argumentiert. OK, eigentlich meist nur mit schwarzen…

    Ich persönlich sehe an den Kreuzzügen jedenfalls nichts unmoralisches – im Kontext der Zeit.
    Wer die Menschen einer bestimmten Epoche verstehen will, der muss zuerst verstehen, was ihnen am wichtigsten war.
    Und das war im Mittealter nun einmal die persönliche Religion.
    Es gibt leider Weltgegenden, da ist diese „mittelalterliche“ Geisteshaltung definitiv auch heute noch allgegenwärtig.
    Eine unschöne, global viele Probleme verursachende Tatsache, die uns möglicherweise weitestgehend erspart geblieben wäre, wäre den Kreuzzügen einst ein langfristiger Erfolg beschieden gewesen.
    Ich finde deshalb, nicht für die Kreuzzüge sollte man sich fremdschämen – denn die fielen weder in ihrer Art, noch in ihrem Umfang, aus der Rolle dessen, was damals üblich war (siehe z.B. die Mongolenstürme, die zeitgleich stattfanden) – sondern eher dafür, dass unsere Altvorderen durch Zwist, Egoismus und Hader, sie nicht zu einem erfolgreichen Ende hatten führen können.

    ***
    Den Vergleich zwischen evangelikalen Christen und deren einmaliger Koranverbrennung, mit den permanenten Bombenanschlägen durch Moslems und den ebenfalls sehr dem Islam verhafteten Staatsterroristen und Massenmörder Gaddafi, finde ich überaus befremdlich.
    Das verharmlost indirekt, auch wenn du es sicher nicht so beabsichtigt hast, den Tod von zigtausenden Menschen, die islamisch motivierter Gewalt zum Opfer gefallen sind.
    Nicht alle Moslems sind Terroristen, aber fast die gesamte religiös motivierte Gewalt, geht heute von Moslems aus.
    Das sollte man so ganz klar ansprechen und nicht ein paar vergleichsweise harmlose evangelikale Christen als Feigenblatt benutzen, bloß damit die eigenen religionskritischen Gedankengänge nicht allzu einseitig wirken.

    Nur meine ganz persönliche, unverblümte Meinung.

  2. Segestes sagt:

    Kleine Rechtschreibkorrektur: „treuga dei“ sollte das heißen.

  3. Onalein sagt:

    Gott bewahre mich vor diesen Islamhassern und rechtem Gedankengut, wie es hier (mal wieder) verbreitet wird. Ihr seid Hetzer! Und bitte bedient euch nicht der christlichen Aussagen. Ja, denn da ist von Frieden halten die Rede und von Liebe, die keinen ausgrenzt, auch nicht die, die uns nicht passen (also euch auch nicht – ja, das muss ich auch aushalten!). Ja, das ist so. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Da braucht ihr gar nicht zu schwadronieren.

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