Was für eine Untersuchung?
Die Durchsicht von Unterlagen, von denen man denkt man hätte sie schon vollständig erfasst, kann manchmal ganz interessant sein.
So gings mir, als ich nochmal E.Anthes Beitrag zum Virodactis-Stein in Trebur aus dem Römisch-Germanischen-Korrespondenzplatt Nr.6 von 1913 zur Hand nahm.
Anthes beschreibt darin den Virodacti-Stein in allen Einzelheiten und geht auch noch mal auf seine Herkunft ein. Dabei schreibt er:
Es liegt natürlich am nächsten, ihn (den Vicus August, der auf dem Stein verzeichnet ist) in oder unmittelbar bei Trebur selbst zu suchen, aber so reich auch die römischen Spuren aus allen Perioden von der Claudensischen an zwischen Grossgerau und dem Rhein sind, von einem nur einigermassen geschlossenem Dorf in der Gegend, das man als vicus bezeichnen könnte, fehlt bisher jede Spur. Auch ein paar römische Scherben, die in Trebur jüngst bei einer Untersuchung nach der Lage des Palatiums zum vorscheigekommen sind, ändern daran nichts
Inzwischen kennt man den vicus bei Groß-gerau, aber das wollte ich garnicht schreiben. Was für eine Untersuchng lief das da vor 1913 ab? Normaler Weise sollte Diefenbach das zumindest notiert haben. Und wenn das im röm.-germ.-Korrespondenzblatt steht, sollte es sich auch nicht um irgendeinen Tagesausflug handeln wie das zu der Zeit gerne mal gemacht wurde.
W.Kraft hatte mir mal erzählt das Anna Weinmann, mal sowas erzählt habe, aber das ist ja schon Generationen her.
Ich frage mich ob das mit diesem Bild aus dem Bildarchiv Foto Marburg im Zusammenhang steht, das aus Trebur stammen soll, aber mir bisher niemand etwas dazu sagen konnte.
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