Wieso Trebur ein ungeheures Potential vergibt und es mit Füßen tritt

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16 Antworten

  1. wolfgang sagt:

    Soviel zur christlich-abendländischen Leitkultur. Nichts mit christlich, nichts mit abendländisch und vor allem eben nichts mit Kultur. Kleinkariertheit und Borniertheit, das leitet zumindest heute unsere deutsche „Kultur“.

  2. Hobo-Cop sagt:

    Ich habe sicher nicht grundsätzlich etwas gegen kleine Heimatmuseen, aber die sind halt, wie ich hier schon mal schrieb, ein Minderheitenprogramm.
    Dafür stellen sich weder Besucher in lange Schlangen, noch sind sie bereit, mehr als ein paar funzlige Öcken zu berappen.
    Da kommt man, wenn man nicht etwas außergewöhnliches zu bieten hat, nie auf einen grünen Zweig, was das Finanzielle betrifft (auch die „Umweg-Rentabilität“ hält sich da naturgemäß in Grenzen).

    Was man braucht um so einem Museum eine gewisse Attraktivität zu verleihen, ist einfach etwas das man nicht alle Tage geboten bekommt.
    Beispielsweise geschickte Menschen, die in stimmungsvollem Ambiente ein oder mehrere alte Handwerke wieder aufleben lassen.
    Klar, das kostet – teils ordentlich – wenn man nicht gerade einen ganzen Verein von Enthusiasten bei der Hand hat.
    Trotzdem, wer außer Schulklassen, Rentner auf Kaffeefahrten und wenige Leute die ein spezielles Geschichtsinteresse haben, geht denn ansonsten in solche Mini-Museen?

    Heute gibt es zwei Möglichkeiten ein breites Publikum anzulocken: Mega-Ausstellungen mit vielen seltenen Exponaten, oder die noch besser geeignete Living History-Schiene.
    Ich weiß schon, ich habe leicht reden, aber ich spreche hier auch aus Erfahrung.
    Wir haben hier zwei Heimatmuseen quasi aufgelöst, die so freigewordenen Ressourcen gebündelt und dann daraus eine Living History-Veranstaltung gemacht, die nur im Sommer ihre Pforten öffnet (Ausnahmen sind diverse Sonderveranstaltungen im Winter).
    Und was soll ich sagen, die Sache läuft kostendeckend – im Gegensatz zu den beiden kleinen Heimatmuseen davor. Außerdem erreichen wir viel mehr Menschen.
    Und letzteres sollte doch das Hauptziel sein, wie ich meine.

  3. Markus sagt:

    Eigentlich bräuchte man einen Button „Gefällt mir nicht“…
    @Hobo-Cop: Genau das meine ich. Wir (Gemeinde Trebur) könnte, wenn endlich mal gebündelt gearbeitet würde, sowohl einzigartige Stücke als auch irgendwelche Living-History-Events auf die Beine stellen. Es gäbe genug Leute die das Know-How und auch die Lust hätten was zu machen. Hätte ich den „Mir Trewwerer“ zur Austellung gesagt: „Baut mir ein Grubenhaus in den Hof“ dann hätten die das gemacht,da bin ich mir ganz sicher und inzwischen ärger ich mich das ich das nicht gemacht hab!
    Auch der Burgus: Der Bauer würde den Acker hergeben, gar kein Problem, aber nein, die Nasen diskutieren ob man Gabionen (Steinkäfige) oder Buchsbaumhecken zu Kenntlichmachung nutzt! (Wenn sie denn was machen, ich weiß das nicht so genau, war zumindest der letzte Stand)

    Vielleicht schlag ich ja 42 Thesen an die Rathaustür!

  4. Markus sagt:

    Ach ja, und dann les´ ich dauernd wie in Meßkirch aus dem Nichts eine Klosterstadt (St.Gallen) mit „A“ Methoden bauen will und die Gemeinde mit Freuden die nur nötigen 400.000€ beisteuern will… ARGH! Das hätten genauso gut wir sein können!

  5. Hobo-Cop sagt:

    Mein Vorschlag, um den intellektuellen Flachwurzlern
    von der Lokalpolitik Dampf unter dem Hintern zu machen:
    Ein ambitioniertes und perfekt durchdachtes/durchgerechnetes
    Projekt ausarbeiten (das kann mitunter viel Arbeit bedeuten)
    und dieses dann, auch unter Umgehung der Gemeindeverantwortlichen,
    der Öffentlichkeit präsentieren (im Rahmen von Vorträgen an Schulen usw.)
    Das ist eine Menge Arbeit, aber letztendlich
    haben auch wir so unseren spät-keltischen Hof (nach zwei Jahren) durchgebracht. (Und nun freuen sich sogar die Politiker, die zuerst nicht wollten)
    Man muss quasi einen öffentlichen Druck bzw. eine Erwartungshaltung bei der Bevölkerung aufbauen, dann tun sich auch die Politiker leichter, Geld oder Grundstücke zur Verfügung zu stellen.

  6. Hannah sagt:

    Ich finde das Thema „Geld durch Eintrittspreise“ sehr problematisch. Klar, haben andere Läder teilweise höhere Eintrittspreise, aber dafür sind dort große, bedeutende Sachen, wie das British Museum, auch umsonst. Ebenfalls spielt Studenten/Auszubildenden-Rabatt eine große Rolle. Und sowas haben wir in Deutschland eben auch so gut wie gar nicht. Also reine Erhöhung der Eintrittspreise würde nur die Bildung mildern.
    Mir ist allerdings durchaus bewusst, dass das liebe Geld bei Ausstellungen/Museen immer wieder ein Problem ist. Aber problematisch eben, wenn man durch erhöhte Eintrittspreise die jungen Leute verliert.

  7. Markus sagt:

    @Hannah Ich sehe selbst eine Preiserhöhung auch als kritisch. Die Preise in anderen Ländern habe ich auch nur angeführt um zu zeigen das auch andere Wege möglich sind.(Ob sie es sein sollten ist eine andere Frage) Wobei ich mich manchmal frage wie sich das RGZM und das Museum für Antike Schifffahrt in Mainz finanziert (kostenlos!)Hängt glaube ich mit staatlichen Subventionen zusammen.
    Dabei habe ich das Sponsoring vollkommen vergessen. Es kann manchmal ein Pakt mit dem Teufel sein, in unserem Fall bspw. Dykerhoff oder Fraport. Hatte ich auch in Frankreich gesehen: Da bekam die Schlumberger S.A. einen eigenen Raum in einer Burg in der sie Fahrzeuge zur geologischen Erkundung von Erdölvorkommen zeigte.

  8. Wolfgang Kraft sagt:

    Hallo liebe Leser, ich wehre mich dagegen das Museum in Trebur als Heimatmuseum zu bezeichnen. Das Fachwerkhaus um 1600 ist ein Torso von einer nicht vollendenten Museumsplanung der 90.Jahre. Das Gebäude ist für wechselnde Ausstellungen errichtet worden dafür gibt es einen schriftlichen Vertrag zwischen der Gemeinde Trebur und dem Verein Gesellschaft Heimat und Geschichte Trebur.
    Seit 2002 ist dort ein Stillstand der öffentlichen Verantwortung eingekehrt. Der Verein hat mit seinen Mitteln immer dagegen gesteuert, dass das Objekt Museum Trebur attraktiv bleibt. Mit unterschiedlichen Themen wurden seit dem Bestehen des Museums 1998 Ausstellungen präsentiert. Wir waren schon immer der Meinung das es genügend Heimatmuseen im Landkreis Groß – Gerau gibt und wir brauchen nicht noch eins in Trebur.
    Die für den Mueseumsausbau in Trebur geplanten Themen wurden von Horst Danker, Armin Weber, Günter Baumann und Berthold Lösch erarbeitet. Diese Themen sind noch güldig und liegen in der Schublade, Schwerpunkte sind: Pfalz Trebur, Rhein + Hochwasser, Fischerei, Ortsentwicklung, Handwerk und Umweltthemen z.B Wald.
    Ich würde mich freuen, wenn uns viele Interessenten in dieser Zeit der Knappen Kassen bei der Zukunftgestaltung des Treburer Museums unterstützen würden, nur eine Starke Gemeindschaft kann auch fordern und fördern. Im Magazinbau von Trebur lagern schon genügend Objekte mit denen ein Museum ausgebaut werden könnte.
    Gegen den Verkauf der alten Schulgebäude im Kern der ehemaligen Pfalz Trebur haben wir schon Prodest eingelsgt Wir brauchen aber einen einheitlichen öffentlichen Auftritt um zu verhindern, dass diese beiden Kulturdenkmäler verkauft werden. Das gilt auch für das Gemeindehaus auf dem alten Friedhof in der Kirchgasse Geinsheim, sowie für das Haus Pfarrgasse 1 in Astheim, alle Gebäude stehen auf und an mittelaterlichen Friedhöfen und haben den gleichen Stellenwert. Helft uns der Gesellschaft Heimat und Geschichte Trebur Druck auf die Politik zu machen, dass der Verkauf von historisch wertvollen Objekten verhindert werden kann.

  9. Markus sagt:

    Hallo Wolfgang,
    den Begriff Heimatmuseum hab ich gewählt um von dem Museum abzugrenzen, welches es eigentlich hätte sein können, aber eben nicht wurde…

  10. Insider sagt:

    Kömisch…

    Sollte nicht 1997 als Nachfolger der Ausstellung „Kelten, Römer und Germanen“ eine Frankenausstellung kommen? In Zusammenarbeit mit Ingelheim…
    Hat das nicht die Gesellschaft für Heimat und Geschichte abgelehnt?
    Living History – damals hieß das noch nicht so – gab es schon 1997
    im Museum.
    Und es gab damals auch einen Plan für das Römerlager in Geinsheim…

  11. Markus sagt:

    Zu 1997 kann ich nichts sagen, da hatte ich ganz andere Probleme. Living History heißt das schon länger, schwappte aber erst in den späten 90ern als Ausdruck für Experimentelle Archäologie.
    Den Plan kenne ich nicht, bekannt war die grobe Lage zwar schon in den 80ern, Publiziert 98, in den 2000ern fand dan eine Lehrgrabung statt

  12. Markus sagt:

    Btw: Was hat eine mögliche 97er Ausstellung mit der generellen Problematik zu tun und was bringen Pläne wenn sie nicht umgesetzt werden?

  13. Insider sagt:

    Die damaligen Pläne sind an der Gesellschaft für Heimat und Geschichte gescheitert – und jetzt beschwert sich Herr Kraft über „Stillstand“!
    Man könnte heute wirklich weiter sein, wenn man es 1997 gewollt hätte!

    Es ist hier mal wieder Treburer Parteipolitik…

  14. Markus sagt:

    Mir ist so ziemlich Schnuppe was 1997 war.
    Man hätte schon 1934 bei Diefenbachs Grabungen oder 1954 bei O.Müllers Grabungen weiter sein können. Wenn, wenn, wenn,… Das ist ja das ständige Genöhle. Wenn man das Genöhle mal weglassen wäre hätte man auch schon was gewonnen. Vergesst doch mal bitte irgendwelche Ressentiments und Vorurteile.
    Kloppt eure nachtragendes Ego in die Tonne! Holt nicht immer die ollen Kamellen aus dem Keller! Ist ja wie im Kindergarten!
    Was zählt ist das Jetzt und da mir Parteien so oder so wurscht sind ist Parteipolitik eh für …
    Hier geht es um eine Sache! Hier geht es um Geschichte und nicht um die Befriedung von Egos!

  15. Insider sagt:

    Warum dann der Artikel „Wie das Museum geplant war“?
    Fällt das dann nicht auch unter „Genöhle“…
    Nur im Gegensatz zu 1934 und 1954 gab es ja 1997 gewissen „Ansätze“, wie ich ja schon dargelegt habe.
    Nur habe ich Zweifel, ob es 2011 mit quasi den selben Personal besser gehen sollte. Das es funktioniert, wäre natürlich dem Museum zu wünschen.

  16. Markus sagt:

    Weil das Museum damals mal so geplant war, heißt der Artikel „Wie das Museum Trebur einst geplant war“. Es ist nur ein Text über in Konzept, das leider nicht verwirklicht wurde. Nicht mehr und nicht weniger!
    Und wenn man etwas nicht versucht, kann man sich gleich erschießen!

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