Wieso ist mir das nicht früher aufgefallen?

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3 Antworten

  1. Martin sagt:

    Hallo,

    für Deine Theorie der zerstörung durch Hochwasser mit anschließender Erhöhung des Plateaus sprechen auch die gezeigten gotischen Bauteile in der Mauer. Das wird kein „Abfall“ vom Umbau im 18.Jahrhundert gewesen sein, sondern Teile beschädigter Bauten.
    Warum sollte man auch sonst die Kirche barockisieren und gleichzeitig die Mauer erhöhen, so dass sie auf Betrachter kleiner wirkt?

    Es stimmt doch, dass die Barockkirche über dem Plateau beginnt? Es wäre interessant, ob sie weiter „eingegraben“ wurde.

    Übrigens ein toller Blog!

    Viele Grüße,
    Martin Steinberg

  2. Markus sagt:

    Hallo Martin,
    Also es ist so das Barockkirche und karolingischer Vorgängerbau sind im Grunde ein und das selbe sind, d.h. Lichtenberg wollte Mitte des 18 Jh. die Kirche komplett neu bauen, ihm ging aber das Geld aus, so das er die Vorhalle und das Querhaus auf voller Höhe stehen lies, weil die Mauern stark genug waren und aufgestockt wurden. Auf den Aussenmauern der Seitenschiffe baute er die neue Aussenwand und setzte einen neuen Chor an. Das eigentliche Langhaus riss er ab, mit dem Bauschutt füllte er den Kircheninnenraum (70cm höher als die Vorhalle).
    Die gotischen Bauteile finden sich im neueren Teil der Mauer und haben wohl nichts mit einer Erhöhung zu tun. Ausserdem wurde die Kirche mehrfach umgebaut : unter den Ottonen, durch die Isenburger im Mittelalter…
    Die Erhöhung dürfte wohl eher (wenn sie denn stattgefunden hat) im Hochmittelalter stattgefunden haben (wohl nach 1249, Verpfändung der Pfalz)
    Wenn du mehr wissen willst (Details, Daten etc) schreib mir einfach! Und danke das Dir die Seite gefällt 😉 hört man gern!
    Gruß Markus

  1. 27/11/2009

    […] Hier hatte ich schon einmal die Theorie aufgestellt, das wir uns an der ehemaligen Marienkapelle unter dem Bodenniveau der Karolingerzeit befinden könnten. Nun habe ich unverhofft indirekt Rückendeckung für diese Theorie bekommen und zwar durch eine Aussage von Eugen Schenkel,  dem man auch die Entdeckung des Burgus in Astheim verdankt. Als man im ehemaligen Pfalzbezirk einen Kanal verlegte, war auch Schenkel anwesen um mögliche Funde zu sichern. Seiner Aussage nach fanden sich keine Steine und es kommt noch besser, die Erde wies keinerlei Straten, also Kulturschichten auf! Es wäre zu erwarten gewesen das es eine mächtige Kulturschichten, spätestens aus dem 4. Jahrhundert bis heute zu sehen sein müste. Auch keinerlei Eventhorizonte wie etwa von den großen Bränden des 16. Jahrhunderts, die fast ganz Trebur vernichteten. Nichts! Der einzige Fund war ein (wohl im ganzen erhaltenes) Neolithisches Gefäß (möglicherweise eine Grabbeigabe) in nur 30cm Tiefe! Doch wohin sind die Kulturschichten verschwunden und wie hoch waren sie? Johann von Trittenheim schrieb um 1500, die kaiserlichen Gebäude sein vom Rheinstrom zerstört worden. Überschwemmungen wären eine gute Erklärung. In einer Quelle aus den 30er Jahren, die ich gerade nicht finde, da ich ihr nicht viel glauben schenkte, wird die Vermutung angestellt man habe einfach die Straßen vertieft um sie besser begehbar zu machen. Dann hätte man aber auch den gesammten Boden um die Häuser im Osten herum abtragen müssen. Seltsam ist dann eben nur warum der Boden südlich der Marienkapelle erhöht blieb. Es ist ein bisschen nach der Frage nach dem Ei und der Henne (gut Eier gab es schon zu Dino Zeiten), was war zuerst da, die Mauer die an der ehmaligen Marienkapelle steht oder die Vertiefung? Wurden diese Mauern als Schutz nach einem Hochwasser errichtet, als sehr viel Erde abgetragen wurde? […]

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